
Zarpen – Der TSV Zarpen ist im vergangenen Jahr eindrucksvoll in die Kreisliga aufgestiegen. Erst am letzten Spieltag der Kreisklasse A musste sich die Mannschaft aus dem Norden Stormarns erstmalig geschlagen geben, als man bei der SG Scharbeutz/Pönitz nach 3:1-Führung in der 92. Minute tatsächlich noch verlor. Es waren zu einfache Gegentore, die für die erste Liganiederlage seit über einem Jahr sorgten. Dabei war die Defensive eigentlich eine Stärke des TSV, was die wenigsten Gegentore der Liga verdeutlichten. Nun in der Vorbereitung lässt sich dies allerdings kaum vermuten. Die Defensive zeigt sich vor dem Start in die Kreisliga noch als eine Schwachstelle.
Defnsive die Stärke im Aufstiegsjahr
Mit nur 17 Gegentoren in 20 Spielen stellte der TSV Zarpen in der Aufstiegssaison die stabilste Defensive der Liga. Man blieb in sechs Partien ohne Gegentor, sodass neben den 63 erzielten Toren die klare Stärke die Defensive war. Auf diese wird es als Aufsteiger in der Kreisliga auch durchaus ankommen, denn man befindet sich nun in einer ganz anderen Rolle als noch in der A-Klasse. Man wird wesentlich mehr gefordert werden und wesentlich mehr gegen den Ball arbeiten müssen, sodass es spannend wird, wie stabil sich die Mannschaft von Tobias Clasen in der kommenden Spielzeit präsentiert.
Viele Gegentore in den Testspielen
Die bisherigen Testspiele zeigten durchaus auf, dass es Luft nach oben in Sachen Defensive gibt. Man kassierte zu viele Gegentore und auch, wenn die Testspielergebnisse nicht überbewertet werden dürfen, ist dies durchaus auch ein erstes, leises Warnsignal. Dreimal wurde bereits getestet und auch wenn man dabei noch ungeschlagen blieb (zwei Siege, ein Unentschieden), sollten die insgesamt elf Gegentreffer für den Chefcoach durchaus ein Dorn im Auge sein. Im ersten Spiel gegen den SV Steinhorst/Labenz gewann der Aufsteiger mit 3:2 nach 1:2-Rückstand. Gegen Eintracht Segeberg wurde sogar nach einem 1:3 noch mit 5:4 gewonnen. Die Moral stimmt also absolut im Team, doch zuletzt verspielte man gegen den TSV Berkenthin eine 4:0-Führung. Es war ein furioser Start mit vier Treffern nach 22 Minuten, doch nach und nach verlor man etwas den Faden. Bereits zur Pause stand es nur noch 4:2. Das Momentum war auf Seiten der Lauenburger, die in den letzten zehn Minuten tatsächlich den Führungstreffer zum 5:4 erzielten. Zarpen rettete sich allerdings in der 94. Minute das Remis.
Offensive glänzt
Neben den defensiven Schwächen, die derzeit erkennbar sind, muss man allerdings klar das Offensivspiel der Clasen-Elf hervorheben. Den Gegentoren stehen nämlich auch zwölf erzielte Tore gegenüber. Die Offensive ist bereits in Fahrt gekommen. Dabei zeigt sich das Angriffsduo der Aufstiegssaison aus Nico Scheel und Philipp Pohl weiterhin torgefährlich, doch auch einige andere Spieler. So zum Beispiel Bennet Böttger oder Marc Hadeler, die jeweils einen Doppelpack erzielten. Doch auch aus der A-Jugend hat man noch Qualität in der Hinterhand, was ein talentierter Stürmer der U19 beim Sieg gegen Eintracht Segeberg mit einem späten Doppelpack nach Einwechslung unter Beweis stellte. Dies sind bereits fünf Spieler, die als Torschützen auf sich aufmerksam gemacht haben, doch dazu haben die Stormarner auch den ein oder anderen Neuen, der einen guten Eindruck gemacht hat. So gilt Neuzugang Nico Henkel, der mit 13 Saisontreffern in nur 951 Spielminuten im Gepäck vom Landesligaaufsteiger Pönitz kam, als absoluter Top-Transfer für die Offensive. Auch er war bereits in den Testspielen erfolgreich. Gleiches gilt für Luca Rhein, der aus Reinfeld/Kronsforde zum TSV wechselte.
Spektakel auch in der Liga?
Der Aufsteiger begeistert bisher also vor allem mit Spektakel und einer Menge Offensivpower. Gelingt ihnen dies auch in der Liga, dann könnte man diese ordentlich aufmischen. Bis zum Pflichtspielstart ist es nun noch etwas mehr als eine Woche, wenn man dann beim VfL Oldesloe im Kreispokal gefordert ist. Bis dahin stehen noch zwei Testspiele auf dem Programm. In der Liga wartet am 2. August dann mit dem SV Azadi Lübeck II ein spannender Gegner, der ebenfalls für viel Offensivpower steht. Es folgen die Partien gegen den TSV Schlutup (A), den SV Grün-Weiß Siebenbäumen (H) sowie Lübeck 1876 (H).









