Travemünder Woche: Britische Segler dominieren RS Games – Budzien gewinnt im Finn

Erfolgreich haben die Vaurien ihren bereits zweiten Tag der WM absolviert.. Foto: Christian Beeck
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Lübeck – Mit dem Abschluss von zwei Weltmeisterschaften, drei Europameisterschaften und einer Ranglistenregatta endete am Dienstag die erste Hälfte der 137. Travemünder Woche. Besonders erfolgreich präsentierten sich die britischen Segler, die in vier Meisterschaften Gold holten. Im Finn sicherte sich André Budzien aus Schwerin den Gesamtsieg, während bei der inklusiven Klasse RS Venture Connect Teams aus Australien und Spanien jubelten.

Britische Erfolge bei den RS Games

Bei der Weltmeisterschaft der RS Tera setzte sich Freddie Harrison in der Sport-Kategorie durch. Charlie Hunt gewann den Titel in der Pro-Klasse.

Harrison zeigte sich nach seinem Erfolg überwältigt: „Es fühlt sich toll an, das Segeln hat Spaß gemacht.“

In der Europameisterschaft der RS 700 ließ Rob Higgins aus Cornwall der Konkurrenz keine Chance und gewann souverän. Auch bei den RS 800 dominierten britische Crews. Louis Johnson und Lucy Hewitson sicherten sich den Gesamtsieg vor Monique Vennis-Ozanne und Hugh Shone sowie Blake und Brett Tudor.

Australier und Spanier feiern bei RS Venture Connect

In der inklusiven Klasse RS Venture Connect ging der Gesamtsieg an die australischen Inclusive-Weltmeister Genevieve Wickham und Grant Alderson. Die Titelverteidiger Pau Toni Homar und Ramón Gutierrez aus Spanien belegten Rang zwei vor Pedro Câncio Reis und Teodoro Cândido aus Portugal. Das deutsche Team Carsten Sibbert und Johannes Nee verpasste als Vierter das Gesamtpodium knapp.

„Es war für uns aus Australien ein langer Weg für ein paar Tage segeln. Aber wir lieben Deutschland: Denn jedes Mal, wenn wir hier an einer Meisterschaft teilnehmen, gewinnen wir“, sagte Grant Alderson mit einem Augenzwinkern.

In der Inclusive-Wertung gewann ebenfalls das australische Duo Wickham/Alderson vor Sibbert/Nee und Adam sowie Shaun Billany aus Großbritannien.

Carsten Sibbert zog ein positives Fazit: „Als wir die Wettervorhersage gesehen haben, wussten wir, dass es problematische Bedingungen sein würden, und hatten ein wenig Sorge. Die Entscheidung, uns gestern in der Pötenitzer Wiek segeln zu lassen, war sehr gut und hat die EM gerettet. Wir sind zufrieden. Es war eine coole Veranstaltung, nur heute hätten wir ein bisschen mehr Wind gebraucht.“

Die Para-Wertung entschieden Pau Toni Homar und Ramón Gutierrez aus Spanien für sich. Silber ging an Pedro Câncio Reis und Teodoro Cândido aus Portugal, Bronze an Dirk Thalheim und Stephanie Brix aus Deutschland.

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Die spanischen Sieger sagten: „Wir waren das erste Mal in Travemünde, und alles hat uns sehr gut gefallen: die große Beteiligung an der EM und auch die Atmosphäre an Land auf dem Festival. Und natürlich freuen wir uns, bei unserer zweiten WM-Teilnahme nach unserem Sieg 2025 in Oslo wieder eine Medaille zu gewinnen.“

Deutschlands erfolgreichster paralympischer Segler Jens Kroker belegte gemeinsam mit Malden Scheffler Rang 16 im Gesamtklassement. „Das waren schwierige Bedingungen, ein Auf und Ab“, berichtete Kroker. Über seinen 14-jährigen Vorschoter sagte er: „Sehr beeindruckend. Er ist unsere Zukunft, sehr reif für sein Alter.“

Budzien setzt sich im Finn durch

Bei den Finn-Dinghys machte André Budzien den Gesamtsieg perfekt. Der Schweriner setzte sich im direkten Duell gegen Fabian Lemmel aus Berlin durch.

„Ich hatte das Gefühl, dass er heute auf der Kreuz nicht so schnell war. Das macht es dann natürlich einfacher“, berichtete Budzien. Als Grund nannte er seine Materialwahl: „Ich habe ein tieferes Profil gewählt. Das lief gut. Als der Wind zum Ende hin schwächer wurde, war es allerdings am Limit.“

Auch mit den Bedingungen in der Lübecker Bucht zeigte sich der Sieger zufrieden: „Bei den harten Winden ist es zwar schwierig in der Welle am Mövenstein anzulanden, aber die Finn-Klasse hat sich gut organisiert. Daher hatten wir jederzeit viel Spaß.“

Folkeboot und Vaurien gestartet

Mit dem traditionsreichen Gold-Cup der Folkeboote kehrte eine der bedeutendsten Regatten der Klasse nach Lübeck zurück. Nach zwei Wettfahrten führt Andreas Blank aus Berlin vor dem Schweden Anders Cederblad und dem Kieler Ulf Kipcke.

Bei der Weltmeisterschaft der Vaurien übernahmen nach vier Wettfahrten die Italiener Olmo Cerri und Giola Bertolani mit drei Siegen und einem dritten Platz die Gesamtführung. Dahinter folgen die Spanier Pablo Cabello Vieitez und Isabel Cabello Canas sowie das französische Duo Francois-Xavier Drogou und Caroline Guilloux.

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