
Lübeck – Die Vorbereitung des VfL Lübeck-Schwartau läuft seit gut einer Woche, doch abseits der Halle steht diesmal Trainer David Röhrig im Mittelpunkt. Gemeinsam mit seiner Frau Lara, die als Spielerin für den SV Todesfelde aktiv ist, bildet er ein in der Region ein einzigartiges Handball-Duo.
Kaum eine wirklich handballfreie Zeit
Eine längere Pause vom Sport gibt es für die beiden nur selten. Nach einer zehntägigen Reise auf die Seychellen begann für David Röhrig bereits wieder die Vorbereitung mit dem VfL. Lara Röhrig genießt noch einige freie Tage, ehe auch für sie der zweite Teil der Saisonvorbereitung startet. „Eine komplette handballfreie Zeit gibt es bei uns eigentlich kaum“, beschreibt sie den gemeinsamen Alltag.
Unterschiedlicher Umgang mit dem Beruf
Beim Thema Handball in den eigenen vier Wänden gehen die beiden unterschiedlich mit ihrem Beruf um. Lara Röhrig spricht auch zu Hause gerne über sportliche Fragen und profitiert dabei von der Einschätzung ihres Mannes. „Ich höre mir gerne an, was David dazu zu sagen hat, und finde es spannend, ihm bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen“, erklärt sie.
David Röhrig zieht dagegen lieber eine klare Grenze. Nach Training, Videoanalyse und Gesprächen möchte der VfL-Coach den beruflichen Teil des Handballs möglichst abschließen. „Wenn ich nach Hause komme und alles erledigt ist, mache ich lieber einen Cut und sage: Jetzt ist privat.“ Gemeinsam verfolgen beide zwar weiterhin Spiele aus der Bundesliga oder der Champions League, der eigene Arbeitsalltag bleibt dabei jedoch meist außen vor.
Gemeinsames Pendeln statt Fernbeziehung
Obwohl inzwischen beide im leistungsorientierten Handball tätig sind, empfinden sie die Organisation ihres Alltags nicht als besonders kompliziert. In der Vergangenheit lebten sie zeitweise mehrere Stunden voneinander entfernt, als Lara Röhrig in Solingen spielte und David bereits beim VfL tätig war. „Wir hatten fünf Stunden Autofahrt zwischen unseren Wohnungen. Dagegen ist es heute fast bequem, wenn wir aus derselben Wohnung durch Handball-Deutschland pendeln“, sagt David Röhrig.
Bildquellen
- Röhrig: Lobeca/Max Petershans
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