
Lübeck – Mit sommerlichem Wetter ist die Travemünder Woche in ihre zweite Hälfte gestartet. Während am Donnerstag zehn Klassen auf der Ostsee um Welt- und Europameistertitel kämpften, begannen mit den Drachen und den RS 21 zwei weitere Wettbewerbe.
Bereits am Morgen gab es für die Organisatoren einen besonderen Anlass: Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, feierte Geburtstag und wurde von den zahlreichen Ehrenamtlichen mit einem Ständchen überrascht.
Doppelführung für Hamburg bei den Drachen
Bei der Norddeutschen Meisterschaft der Drachen, die als Generalprobe für den Gold-Cup 2027 gilt, liegen nach zwei Wettfahrten zwei Hamburger Crews an der Spitze. Benjamin Morgen führt vor Benjamin Hub. Rang drei belegt Tanja Jacobsohn vom gastgebenden Lübecker Yacht-Club.
Dänen übernehmen beim Gold-Cup
Beim Gold-Cup der Folkeboote hat sich das Klassement verändert. Nach zwei Tagen an der Spitze musste Andreas Blank aus Berlin die Führung an die dänischen Crews abgeben. Per Hovmark liegt nun vor Titelverteidiger Sören Kästel. Bester Deutscher ist Walther Furthmann aus Strande auf Rang drei.
Polen führen bei den RS 21
International geht es in der Klasse RS 21 zu. Nach drei Wettfahrten haben sieben Nationen den Sprung in die Top Ten geschafft. Trotz einer Punktstrafe wegen eines nicht abgeholten Trackers übernahm die polnische Crew um Lukas Wosinsky die Gesamtführung vor dem litauischen Team von Tadas Zizys. Die Münchner Mannschaft um Melanie Höveler liegt als bestes deutsches Boot auf Platz drei.
Italiener vor WM-Titel bei den Vaurien
Vor dem Finale der Vaurien-Weltmeisterschaft haben Olmo Cerri und Gioia Bertolani aus Italien beste Chancen auf den Titel. Sie führen vor den Spaniern Pablo Cabello Vieitez und Isabel Cabello Canas. Um Bronze kämpfen die Niederländer Johan und Anouk Vissia mit den Franzosen Francois-Xavier Drogou und Caroline Guilloux.
Peter Lakshmanan, internationaler Klassenpräsident der Vaurien, zeigte sich erneut begeistert von der Veranstaltung: „Wir wollten unbedingt zurück, denn die Organisation ist professionell. Campen auf dem Grünstrand, Festival, Revier – alles passt. Es ist die beste Segelwoche in Deutschland.“
Segler aus Island genießt Travemünder Woche
Mit Aðalsteinn Jens Loftsson ist auch ein Teilnehmer aus Island erstmals bei der Travemünder Woche dabei. Der 63-Jährige startet in der Klasse RS Aero 7 und berichtete von den Unterschieden zu seinem Heimatrevier.
„Die Bedingungen in Travemünde sind nicht einfach. Ich bin es nicht gewohnt, bei so viel Wind und Welle zu segeln“, sagte Loftsson. „Wir segeln zu Hause meist nur bei Leichtwind und in geschützten Gebieten. Aus einem einfachen Grund: Es darf nichts kaputt gehen, denn Ersatzteile müssen wir immer umständlich im Ausland ordern. Das dauert.“
Sein persönliches Motto lautet: „Segeln hält fit. Wenn man aufhört zu segeln, wird man alt.“
Entscheidungen rücken näher
Bei den RS Aero 5 behauptet der Este Jorgen Kuivonen nach elf Wettfahrten die Gesamtführung. In der Klasse RS Aero 6 übernahm der Australier Rhett Cowans die Spitzenposition. In den Klassen RS Aero 7 und RS Aero 9 liegen der Schwede Aron Warnberg beziehungsweise Baabir’o Flower weiterhin vorn.
Bei der Europameisterschaft der RS 200 führen nach drei Wettfahrten die Briten Ian Pickard und Lauren Callaghan. In der RS-400-Klasse übernahmen ihre Landsleute John Reekie und Justin Denny nach dem ersten Wettkampftag die Führung.
Auch bei den RS Feva XL liegen die Briten Cassius Day und Harry O’Callaghan an der Spitze. Mit nur einem Punkt Rückstand folgen die Italiener Edoardo Bastini und Samuele Bardelli vor den Schweizern Jack Laborde und Albert Wells.










