Nach hochkarätigen Verstärkungen: Monte-Kicker peilen bessere Platzierung an

TSV Travemünde hat den Kader qualitativ und auch in der Breite verbessert

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Travemünde – Der TSV Travemünde geht ins zweite Kreisligajahr in Folge. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga gab es vergangene Saison den fünften Platz. Man gehörte zu den Spitzenteams, doch es reichte dennoch nicht für ganz oben. Nun nimmt man einen neuen Anlauf und dafür hat man sich gut verstärkt. Es kamen gute Spieler dazu, sodass man die Monte-Kicker in diesem Sommer durchaus auf dem Zettel haben muss.

Fehlstart nach der Winterpause verhindert bessere Platzierung

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga belegte der TSV Travemünde im ersten Kreisligajahr einen guten fünften Tabellenplatz. Somit war man der zweitbeste der insgesamt vier Verbandsligaabsteiger. Man war über weite Strecken der Saison sicherlich eines der stärksten Teams, doch um eine ernste Rolle im Aufstiegsrennen mitzuspielen, sollte es am Ende nicht reichen. Dies lag vor allem an der Abschlussschwäche in der Hinrunde, doch viel mehr am Fehlstart nach der Winterpause. Einen Punkt gab es nur in sechs Partien, sodass der Abstand nach oben immer größer wurde. Man rutschte in der Tabelle ab und es drohte eine Endplatzierung im Mittelfeld. Verletzungen und Abgänge waren dabei der Hauptgrund. Als sich das Lazarett allerdings wieder lichtete und einige Spieler zurückkehrten, sollten die Monte-Kicker allerdings wieder zu alter Form finden. In den letzten sechs Spielen der Saison gab es fünf Siege und ein Remis gegen den Eichholzer SV II, sodass man sich doch noch eine Platzierung im oberen Drittel der Tabelle sicherte.

Travemünde rüstet auf

Trainer Christian Jetz haderte dabei vor allem mit der Schwäche im Abschluss, denn zu selten nutzte der TSV seine Torchancen wirklich konsequent. Der echte Torjäger fehlte. Diesen hofft man nun gefunden zu haben. Thomas Aldermann gilt als Transfer-Coup an der Ivendorfer Landstraße, denn der erfahrene Offensivmann kommt vom FC Schönberg 95 und spielte nicht nur an der Maurine höherklassig. Bestens bekannt ist Aldermann aus seiner Zeit beim Eichholzer SV. Dort war er einer der torgefährlichsten Spieler und dies hofft man nun auch in Travemünde. Der Angreifer soll das fehlende Puzzleteil sein, das den TSV in diesem Jahr zu einer echten Spitzenmannschaft macht, die auch im Aufstiegsrennen mitreden kann. Doch er ist nicht der einzige Neue, den es nach „Monte“ zog. Wilhelm Citea ist ein echter Experte in der Kreisliga. Für Lübeck 1876 und zuletzt Viktoria war er ein echter Leistungsträger im Zentrum. Sei es in der Innenverteidigung oder aber in etwas vorgezogener Rolle.

citea @ Nach hochkarätigen Verstärkungen: Monte-Kicker peilen bessere Platzierung an
Wilhelm Citea ist einer der Neuzugänge des TSV. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Monte-Kicker zahlen Lehrgeld gegeb Verbandsligisten

Neben den beiden namhaften Verstärkungen begrüßte man beim TSV allerdings auch einige Spieler, die in der Vorbereitung bereits angedeutet haben, dass sie Soforthilfen sein können. Martin Langner ist einer davon, der vom VfL Bad Schwartau kam und einst beim VfL Vorwerk in der Verbandsliga spielte. Seine Qualitäten auf der Außenbahn schließen die Lücke, die Mephew Hinze im vergangenen Winter hinterlassen hat. Mit Christian Furchtmann hat man zudem einen weiteren Stürmer, der auch auf Außen spielen kann. Dieser traf in der Vorbereitung mehrfach und bietet eine weitere Option im Sturm. Die hochkarätigen Verstärkungen, der breite und starke Kader sowie der eingespielte Kern im Team machen die Monte-Kicker zu einer ambitionierten Truppe in der Kreisliga, die sicherlich um den Titel mitspielen könnte. Daran ändern auch die Ergebnisse in den bisherigen Testspielen nichts. Man versuchte es gleich dreimal gegen Verbandsligisten, doch ohne Erfolg. Es reichte insgesamt nicht, sodass man teils deutlich unterlegen war. Zuletzt sammelte man durch den Turniersieg im Dreikampf mit der SpVgg Putlos und dem SV Großenbrode etwas Selbstvertrauen.

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Eigentliche Stärke muss zurückkehren

Zur Vorbereitung sagte Trainer Christian Jetz: „Wir haben viel probiert, sind viel an Kondition bolzen. Spielerisch haben wir gegen die Verbandsligisten nicht überzeugt, haben aber viel ausgewechselt und viel gesehen, was nicht gut lief und trotzdem sehen die Ergebnisse am Ende brutaler aus, als die Spiele letztlich waren.“ Dabei sammelte der Trainer folgende Erkenntnis: „Unsere eigene Stärke gegen den Ball muss wieder besser werden und vorne im letzten Drittel müssen wir unsere Neuzugänge besser einsetzen.“ Die Hoffnung ist groß, dass diese allesamt einschlagen und den TSV Travemünde nochmals verstärken werden. Zum Eindruck der Neuen sagt Jetz: „Sie werden uns auf jeden Fall weiterbringen.“

Trainer peilt besseren Tabellenplatz an

Zum Start in die Kreisligasaison trifft der TSV auf den SV Viktoria 08. Damit empfangen gleich einige Spieler ihren Ex-Club, denn neben Citea kam auch Felix Rockrohr von der Falkenwiese. Es folgt das Auswärtsspiel beim VfL Rethwisch, wo man sich in der abgelaufenen Saison sehr schwergetan hat, bevor man in der ersten Englischen Woche den ATSV Stockelsdorf besucht. Danach kommt es schon zu einem echten Favoriten-Showdown, denn man empfängt am 15. August um 18 Uhr auf der heimischen Sportanlage den Top-Favoriten Eichholz II. Wenige Tage später könnte man auf die Erste vom Pöbelberg im Pokal treffen, denn dort wartet der Sieger der Partie Türkischer SV gegen Eichholz. Für die kommende Kreisligaspielzeit sagt der Cheftrainer: „Wir wollen uns verbessern in der Tabelle, das heißt auf jeden Fall Top-Fünf.“ Damit es mit diesem Ziel klappt, muss man sich durchaus steigern. Die Liga wird voraussichtlich noch ausgeglichener, sodass es auf jeden Punkt ankommt. Was man zur Vorsaison verbessern möchte, verriet der Coach: „Wir wollen im letzten Drittel gefährlicher sein und daher viele spielerische Ansätze finden. Wir möchten die Neuzugänge schnell integrieren und vom System variabler sein. Auch personell sollten wir breiter aufgestellt sein als im letzten Jahr.“

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