Mit mehr Stabilität in der Defensive: Kann der SSV Großensee zum Überraschungsteam werden?

Kreisligist nun besser aufgestellt

Der SSV Großensee blickt sehr zufrieden auf die Vorbereitung und voller Vorfreude auf die neue Saison. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Großensee – Der SSV Großensee geht in seine zweite Spielzeit nach dem Aufstieg 2024/25. Im vergangenen Jahr noch als SG FSG Großensee, in Form einer Spielgemeinschaft mit der FSG Südstormarn, ist man nun zurück unter altbekanntem Namen. Dabei möchte man eine bessere Saison spielen als die vergangene, in der personelle Sorgen ein besseres Abschneiden verhinderten und die Stormarner zittern ließen.

Dünner Kader sorgt für schwachen Schlussspurt

Mit 32 Punkten belegte der Aufsteiger von 2025, die SG FSG Großensee, den zehnten Tabellenplatz der letztjährigen Kreisliga Süd. Zehn Siege standen zwei Remis und insgesamt 18 Niederlagen gegenüber und am Ende der Saison war der Vorsprung nach unten zwar sechs Punkte groß, wodurch man eine relativ ruhige erste Kreisligasaison spielte und dennoch war auch klar, dass durchaus noch mehr möglich gewesen wäre. In der Hinrunde tat man sich schwer, musste in die neue Liga finden, doch hatte dennoch nie eine schlechtere Platzierung als Rang zwölf. Im Herbst schien Großensee so richtig in Fahrt zu kommen, denn es wurden vier Spiele in Serie gewonnen. Auch der Start ins Kreisligajahr 2026 war gut, denn nach der 1:2-Niederlage beim Bargfelder SV folgten drei Siege. Diese beiden Serien verschafften eine gute Ausgangslage für den Schlussspurt, auch wenn dieser alles andere als nach dem Geschmack der SG FSG verlief. Nur einen Sieg gab es aus neun Spielen. Zwar spielte man in dieser Phase gegen alle Spitzenteams, doch auch da waren Pleiten wie gegen Tangstedt dabei, die vermeidbar waren. Insgesamt musste das Torverhältnis durch diese Ergebniskrise enorm leiden. Man kassierte zwar sieben Gegentreffer weniger als noch in der Hinrunde, doch 42 Gegentore in neun Spielen waren zu viele.

Mehr Optionen

Zurückzuführen war die besagte Phase im Saisonendspurt vor allem auf die personelle Situation. Es sah nicht gut aus beim Team von Sascha Bartlakowski, der kaum noch Optionen hatte und bei der 0:8-Klatsche gegen Vizemeister SSC Hagen II sogar ohne einzigen Ersatzspieler anreisen musste. Dies war ein Problem, das die Verantwortlichen durchaus störte, denn die fehlenden Optionen bei Ausfällen verhinderten ein besseres Abschneiden in der Liga. Nun geht man mit einem breiteren Kader in die Saison, denn man freut sich über zahlreiche Neuzugänge. Vor allem aus der eigenen A-Jugend rückt eine große Anzahl an Spielern hoch, die mehr Optionen und neue Qualitäten bringen. Namentlich sind dies Max Herrlein, Mika Weigelt, Branco Ziethen, Tom Sievers, Tom Luca Hoffmann, Johannes Petz, Keanu Sureck, Mex Riedel sowie Till Siemers. Extern kamen Simon Henningsen und Jan-Niclas Bergmann dazu. Ein neuer Konkurrenzkampf ist im Team entfacht, was dem Cheftrainer sehr gefällt.

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ssv grossensee 2 @ Mit mehr Stabilität in der Defensive: Kann der SSV Großensee zum Überraschungsteam werden?
In der vergangenen Saison haderte man mit personellen Ausfällen und einem zu dünnen Kader. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Kreisligist ist mit Testspielen hochzufrieden

Nun geht man zudem nicht mehr als SG FSG Großensee in die Saison, sondern wieder eigenständig und unter bekanntem Namen als SSV Großensee. In der Vorbereitung standen bis dato drei Testspiele an. Diese wurden allesamt gewonnen, bei einem Torverhältnis von 15:2. Die Offensive scheint somit also zu funktionieren, doch was viel wichtiger für den Cheftrainer ist, auch die Defensive. Diese war im vergangenen Jahr die klare Schwäche, woran man in diesem Sommer primär arbeiten wollte. Dies ist geschehen und die zwei Gegentore sprechen dabei klar für sich. Es sieht sehr positiv aus und der Cheftrainer zeigt sich zufrieden mit der Vorbereitung: „Die üblichen Urlaubszeiten erschweren natürlich eine Vorbereitung immer irgendwie etwas, insgesamt können wir aber sehr zufrieden sein, da die Anwesenden stets mitziehen, die Stimmung hervorragend ist und sich durch diverse Neuzugänge eine gewisse Euphorie entwickelt hat, die uns momentan trägt. Mit den bisherigen Testspielerfahrungen und Ergebnissen sind wir ebenfalls hochzufrieden und blicken mit Vorfreude auf den Ligastart.“

Großensee die Überraschungsmannschaft?

Es herrscht in Großensee durchaus eine Art Euphorie, denn es läuft derzeit vieles so, wie man es sich vorgestellt hat. Torjäger Gerrit Ulka scheint sich auch bereits warmzuschießen für die Saison, denn der Torjäger erzielte in den bisherigen drei Tests schon sieben Treffer und knüpft damit an die vergangenen Jahre an. Zudem hat man einen Unterschiedsspieler in den Reihen, denn Max Kischkat bringt Erfahrung aus Todesfelde und Dornbreite mit und spielte bereits Oberliga trotz seines jungen Alters. Der gelernte Innenverteidiger präsentiert sich dabei nicht nur als Stabilisator, sondern glänzt auch mit Torgefahr. Am kommenden Sonntag steht das letzte Testspiel gegen den SC Schwarzenbek II an, bevor am Dienstagabend der Pflichtspielauftakt steigt. Man trifft im Kreispokal auf Absteiger WSV Tangstedt. Es ist ein spannendes Duell, bevor man beim VfL Oldesloe in die neue Kreisligasaison startet. Es folgen die Partien gegen Möhnsen (H), Henstedt-Ulzburg (A), Hartenholm II (H) sowie den Bargfelder SV (A). Das Auftaktprogramm ist machbar, sodass ein guter Start direkt wichtig wäre. Bezüglich eines Saisonziels sagte Bartlakowski: „Wir wollen uns weiterentwickeln und peilen eine bessere Platzierung als letztes Jahr (Platz zehn) an. Dafür ist aber zwingend notwendig, dass wir unsere Defensivperformance deutlich verbessern, worauf wir in der Vorbereitung unser Hauptaugenmerk gerichtet haben.“ Durch die Neuzugänge und den größeren Kader steht hinter dem SSV Großensee derzeit noch ein Fragezeichen. Man weiß noch nicht genau, wie sie es angehen werden und wofür sie stehen wollen. Worauf genau man sich bei ihnen freuen darf, wollte der Coach ebenfalls noch nicht so richtig verraten. Dazu sagte er: „Unsere Zuschauer dürfen sich auf eine andere Mannschaft und anderen Fußball freuen.“

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