„Wer die Tabelle aus der letzten Saison kennt, weiß genau, dass wir uns hier deutlich steigern müssen“

Aufsteiger muss stabiler werden

Der Krummesser SV ist Aufsteiger in der Kreisliga Süd. Man geht voller Vorfreude, doch auch Respekt in die neue Liga. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Krummesse – Der Krummesser SV geht als Aufsteiger in die kommende Kreisliga Süd-Saison. Nach Platz zwei in der A-Klasse und dürftigen Aufstiegsspielen schien es zunächst so, als würde man den Aufstieg verpassen, doch am Ende man doch noch den Schritt eine Liga höher. Dort möchte man zeigen, welche Qualität im Team steckt und die Konkurrenz vielleicht sogar überraschen. Schließlich geht man tendenziell eher als Underdog in die neue Liga.

Offensive um Kasikci überragt

Mit 45 Punkten belegte der Krummesser SV in der abgelaufenen Kreisklasse A den zweiten Tabellenplatz. 14 Siege standen drei Remis sowie drei Niederlagen gegenüber. In sechs von 20 Spielen blieb man als Vizemeister also sieglos. Am Ende waren es sechs Punkte, die das Team von Dennis Hadler, der in der abgelaufenen Saison noch Trainer des KSV war, vom Meister TSV Zarpen trennten. Dennoch gab es einen Wert, in dem man klar die Nase vorn hatte und der die klare Stärke der Lauenburger widerspiegelt. Die Offensive war mit 85 erzielten Toren kaum aufzuhalten. Im Schnitt erzielte man mehr als vier Tore pro Spiel und traf im Schnitt alle 21 Spielminuten. Dies ist ein beeindruckender Wert, vor dem sich auch die Kreisliga in Acht legen muss. Torjäger ist dabei Bekir Kasikci, der 33 Saisontore erzielte und sich somit die Torjägerkanone sicherte. Der zweitbeste Schütze war Maurice Bernotat, doch dieser verließ den Aufsteiger in Richtung Breitenfelde/Mölln. Mit 42 Gegentoren und somit über zwei pro Spiel sollte die Defensive Sorge bereiten. Diese ist zu anfällig, sodass dort Arbeit besteht.

Top-Transfer von Ligakonkurrent

Nun gab es zur neuen Saison personell durchaus Veränderungen beim Krummesser SV. Die schmerzlichste ist dabei sicherlich der Abschied von Trainer Dennis Hadler, der zum künftigen Ligakonkurrenten SG Wentorf/Schönberg-Sandesneben wechselte. Mit ihm geht ein echter Fußballfachmann, der bereits höherklassige Erfahrungen gesammelt hat und zudem Jugendtrainer im Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 war. Doch mit Andre Bargholt hat man einen Coach, der die Truppe bereits bestens kennt. Er war im vergangenen Jahr der Partner von Hadler, denn beide bildeten ein gleichwertiges Trainerduo. Bargholt bleibt und soll nun als Cheftrainer Krummesse in der Kreisliga halten. Dazu begrüßte man durchaus einige Neuzugänge, wobei Cesur Kaya vom SV Azadi Lübeck II als Top-Transfer gilt. Der Mittelfeldmann bringt eine hohe fußballerische Qualität mit und verstärkt den Aufsteiger. Er tritt in die Fußstapfen des verabschiedeten Bernotat und soll Torjäger Kasikci idealerweise mit Vorlagen füttern.

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Kaum Pause

Kasikci war in der Vorbereitung allerdings noch nicht bei einhundert Prozent. Eine Verletzung aus der Rückrunde sorgte dafür, dass der Stürmer es etwas langsamer angehen musste. Dennoch ist man zuversichtlich, dass der Torjäger in der Kreisliga sofort ein Faktor sein wird. Er ist der Ziel- und Schlüsselspieler in der Offensive der Lauenburger und spielt daher eine wichtige Rolle in der kommenden Saison. In der Vorbereitung gab es bisher drei Test- sowie ein Pokalspiel. Zwei Testspielsiege gegen Dornbreite II (2:1) und ATSV Stockelsdorf III (5:4) stehen einer Niederlage gegen Verbandsligist Groß Grönau (1:5) gegenüber. Im Pokal gab es zuletzt einen 3:1-Sieg gegen den TSV Berkenthin im Derby, wo man defensiv wieder besser stand als zuvor. Diese muss in der Kreisliga ganz klar stabiler werden. Darum wurde daran durchaus gearbeitet. Man zeigte gegen Berkenthin, dass man kompakt stehen kann, doch es muss sich zeigen, ob dies auch gegen offensivstarke Kreisligisten der Fall ist. Zur Vorbereitung sagte Trainer Bargholt: „Die Vorbereitung lief bisher durchwachsen, da sie – wie bei vielen anderen Mannschaften vermutlich auch – durch Urlaube geprägt ist und bei uns durch die eigentlich nicht vorhandene Sommerpause, aufgrund der Relegationsspiele, die Haupturlaubsphase der Jungs in die Vorbereitung fällt. Dennoch haben wir bisher gut gearbeitet. Der Hauptschwerpunkt lag bisher ganz klar im konditionellen sowie im Spiel gegen den Ball. Die Jungs ziehen gut mit – wir sind recht zufrieden mit der Entwicklung.“

kasikci @ „Wer die Tabelle aus der letzten Saison kennt, weiß genau, dass wir uns hier deutlich steigern müssen“
Bekir Kasikci war der Torschützenkönig der Kreisklasse A. Seine Tore braucht der KSV dringend in der kommenden Saison, Foto: Lobeca/Niklas Runne

Defensive muss stabiler werden

In die Kreisliga geht man als einer der Außenseiter, sodass man auch realistisch sein muss in Krummesse. Es wird eine schwierige, doch keineswegs unlösbare Aufgabe, die auf den Aufsteiger in den kommenden Monaten wartet. Wichtig ist dabei, dass die Defensive kompakter wird und man gleichzeitig weiterhin vorne Nadelstiche setzt. Die Qualität zum Treffen ist unumstritten vorhanden, sodass Kasikci, Kaya und Co. immer für einen Treffer gut sind. Angepeilt wird ein klares Saisonziel, das der Trainer verriet: „Als Aufsteiger ist unser Ziel ganz klar der Klassenerhalt. Wir müssen dafür an unserem Defensivverhalten arbeiten. Wer die Tabelle aus der letzten Saison kennt, weiß genau, dass wir uns hier deutlich steigern müssen. Es geht erst einmal darum, defensiv stabil zu stehen, um so in der Liga anzukommen. Unser Spiel nach vorn wollen wir effektiver gestalten, da wir in dieser Saison voraussichtlich nicht so viele Torchancen kreieren werden wie noch in der vergangenen.“

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