„Man merkt, dass hier etwas zusammenwächst“ – Bargfelder SV verjüngt sich

Weiterentwicklung im Fokus

Der Bargfelder SV hat einige Neuzgänge begrüén dürfen. Darunter sind auch zahlreiche Talente aus der eigenen U19. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige

Bargfeld-Stegen – Der Bargfelder SV belegte in der vergangenen Saison den achten Tabellenplatz in der Kreisliga. Mit 37 Punkten holte man im Schnitt 1,2 pro Spiel, was insgesamt durchwachsen ist. Man hat also noch viel Luft nach oben, sodass man sich nun verbessern möchte. Personell gab es einige Veränderungen, sodass der Kader sich verjüngt hat. Die jungen Neuen sollen das Team nun vor allem spielerisch verbessern.

Offensiv Luft nach oben

Seit 2016 spielt der Bargfelder SV in der Kreisliga. Man geht in die zehnte Spielzeit in Serie, wobei man in verschiedenen Tabellenregionen landete. So belegte man 2017/18 den vierten Platz, was die beste Ausbeute seit dem Verbandsligaabstieg 2015/16 war. Doch es gab auch Endplatzierungen, die eher durchwachsen waren, wie 2022/23 oder aber 2024/25. Dort belegte man Rang elf und zehn. Im vergangenen Jahr war es Rang acht, den man belegte. Dabei startete man gut, fand sich zunächst im oberen Drittel ein, bevor der Trend leicht nach unten zeigte. Doch nur kurz, denn schnell änderte sich dies wieder, sodass man sich konstant im Mittelfeld einfand. Tendenziell schaute man sogar leicht nach oben. Die Stärke war die Defensive, trotz 67 Gegentoren. Offensiv hakte es noch, denn die 50 erzielten Tore waren die viertwenigsten der Liga. Kein Spieler traf häufiger als fünfmal.

Viele junge Neue

Personell gab es einige Veränderungen beim BSV. Abgänge sind es insgesamt sieben. Levent und Yasin Meydaner zog es zur SG Elmenhorst/Tremsbüttel, Joscha Kock, Heiner Studt und Joshi Hecker zur SG Fischbek-Bargteheide und Marco Beck und Lukas Iden pausieren. Vor allem die Abgänge von Levent und Yasin Meydaner schmerzen, denn beide waren wichtige Spieler im Team des Kreisligisten. Doch dem stehen auch einige Neuzugänge gegenüber. Namentlich sind dies: Moritz Ahrens (SV Hammoor), Yazab Alhosari, Mahmoud Allabed, Nour Orabi (alle SSV Pölitz), Tim Richter (SV Eichede), Philipp Wonneberger (TSV Kattendorf), Lennox Ethni, Ansgar Göttsch, Mika Hasselbusch, Philipp Götsch, Jonas Vogt, Florian Wenk (alle eigene A-Jugend). Zudem kehrt Björn Krüger aus einer Fußballpause zurück. Man hat sich somit massiv verjüngt und den Kader vor allem in der Breite verstärkt. Trainer Michael Burg sagt über die Neuen: „Ein besonderes Augenmerk lag in den vergangenen Wochen auf unseren vielen Neuzugängen. Es freut mich unglaublich, wie schnell sich die Jungs – sowohl aus unserer eigenen A-Jugend als auch die externen Neuzugänge – in die Mannschaft integriert haben. Sie wurden von der gesamten Mannschaft herzlich aufgenommen und bringen frischen Wind, Ehrgeiz und jede Menge Qualität mit.“

michael burg @ „Man merkt, dass hier etwas zusammenwächst“ - Bargfelder SV verjüngt sich
Bargfeld-Coach Michael Burg gibt Einblicke in die Vorbereitung. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Sehr zufriedenstellende Vorbereitung

In der Vorbereitung standen viele Einheiten und auch das ein oder andere Testspiel an. Dabei galt es, die Neuen zu integrieren und die Abläufe kennenzulernen. Trainer Burg zeigte sich zufrieden mit der Vorbereitung: „Als Trainerteam sind wir mit unserer bisherigen Vorbereitung wirklich sehr zufrieden. Was mich besonders freut, ist die enorme Trainingsbeteiligung. Die Jungs ziehen hervorragend mit, arbeiten hart und man spürt in jeder Einheit, dass alle Lust auf die neue Saison haben. Genau diese Einstellung ist die Grundlage für alles, was wir in den kommenden Monaten erreichen wollen.“ Ein Highlight in der Sommervorbereitung für den Bargfelder SV ist auch ganz klar der Mares-Cup. Das traditionelle Turnier ist ein Highlight für Vereine und Zuschauer, was auch in diesem Jahr der Fall war. Dabei konnten die Mannschaften unter Wettkampfbedingungen testen. Burg verriet, wie er die Leistungen seiner Truppe beim Turnier einschätzte: „Der eigene Mares-Cup war für uns deshalb viel mehr als nur ein Turnier. Unser Ziel war es nicht, unbedingt den Pokal zu gewinnen. Viel wichtiger war es mir, jedem Spieler Einsatzzeit zu geben, die Neuzugänge zu integrieren und als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen. Rückblickend kann ich sagen, dass uns das sehr gut gelungen ist. Natürlich haben wir auch sportlich viele positive Eindrücke gesammelt. In der Gruppenphase blieben wir ungeschlagen. Gegen Pölitz und den späteren Turniersieger TuS Berne spielten wir jeweils unentschieden, gegen den VfL Rethwisch konnten wir mit 2:1 gewinnen. Besonders beeindruckt hat mich aber unser Spiel um Platz drei gegen den Duvenstedter SV. Nach einem 0:3-Rückstand hätten viele Mannschaften aufgegeben. Meine Jungs haben das nicht getan. Sie haben Charakter gezeigt, sich mit viel Leidenschaft zurückgekämpft und den Ausgleich zum 3:3 erzielt. Dass wir das Spiel am Ende in den Schlussminuten noch verloren haben, war natürlich ärgerlich. Trotzdem sind wir stolzer auf die gezeigte Moral als enttäuscht über das Ergebnis. Genau solche Spiele zeigen, welchen Teamgeist eine Mannschaft besitzt.“

Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Starker Pokalfight

Die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele waren gemischt. Es gab Siege, Niederlagen und auch Unentschieden, sodass es noch schwierig ist, den BSV einzuschätzen. Im Kreispokal zuletzt gelang es ihnen, gegen die SG Elmenhorst/Tremsbüttel ins Elfmeterschießen zu kommen. Vor allem gegen den Ball war es ein guter Auftritt, denn man ließ wenig zu. Zwar hatte man vom Punkt das unglücklichere Ende, doch unzufrieden war man nicht. Es konnten vor dem Ligastart weitere Erkenntnisse gesammelt werden. Was das Trainerteam in der Vorbereitung allgemein wahrnahm, verriet Burg: „Unsere jungen Spieler konnten erste wichtige Erfahrungen im Herrenbereich sammeln und haben ihre Sache wirklich stark gemacht. Fußballerisch haben wir bereits viele gute Ansätze gesehen. Wir haben uns immer wieder sauber nach vorne kombiniert und mutig Fußball gespielt. Noch wichtiger war für mich aber zu sehen, dass die Mannschaft auf und neben dem Platz enger zusammengerückt ist. Man merkt, dass hier etwas zusammenwächst. Diese positive Energie wollen wir jetzt mitnehmen. In den kommenden Trainingseinheiten werden wir weiter an unseren Abläufen arbeiten, unsere Automatismen verbessern und dafür sorgen, dass jeder Spieler seine Rolle noch besser kennt. Wir möchten, dass jeder weiß, was seine Aufgabe ist und wie er seine Mitspieler bestmöglich unterstützen kann. Denn nur als geschlossene Einheit werden wir erfolgreich sein.“

bsv sget @ „Man merkt, dass hier etwas zusammenwächst“ - Bargfelder SV verjüngt sich
Man bot im Pokalderby gegen die SGET einen starken Kampf. Erst im Elfmeterschießen musste man sich geschlagen geben. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Gesichertes Mittelfeld mit Blick nach oben im Visier

Die Liga startet mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Eintracht Segeberg. Anschließend wartet das Auswärtsspiel bei der FSG Alsterland, einem der Favoriten auf den Aufstieg. Es folgen Spiele gegen Sülfeld (H), Leezen (A), Großensee (H) und Borussia Möhnsen (A). Es ist ein spannender Start, bei dem man auf potenzielle Teams aus allen Tabellenregionen trifft. Vor allem die ersten vier Spiele könnten früh zeigen, wo es hingeht. Zur Zielsetzung heißt es: „Wenn wir unseren Zusammenhalt, unsere Leidenschaft und unsere Bereitschaft, füreinander zu arbeiten, beibehalten, dann bin ich überzeugt, dass wir eine gute Saison spielen können. Unser Ziel ist es, uns als Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln und am Ende einen Platz im gesicherten Mittelfeld mit Blick auf die obere Tabellenhälfte zu erreichen. Ich freue mich auf die kommenden Wochen – denn ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung angekommen sind.“

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein