Auftakt im Kreispokal Lübeck: Halbfinal-Neuauflage am Kasernenbrink, Kreisliga-Duell und David-gegen-Goliath

Pflichtspielauftakt für Lübecker Mannschaften

De beiden Finalisten Eichholzer SV und FC Dornbreite sind am Dienstagabend gefordert. Während auf Eichholz die Neuauflage des letztjährigen Halbfinale gegen den Türkischen SV wartet, gastiert Dornbreite bei Roter Stern. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Der Kreispokal Lübeck startet am kommenden Dienstagabend in die Runde der letzten 32. Das Sechzehntelfinale steht vor der Tür und dieses hat direkt einige echte Pokalkracher im Gepäck. Dabei geht der Blick vor allem an den Kasernenbrink, wo es zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinales kommt. Doch es gibt auch ein Kreisligaduell sowie typische David-gegen-Goliath-Duelle.

Roter Stern Lübeck – FC Dornbreite Lübeck (Di., 19 Uhr)

Die Rollenverteilung auf dem Kunstrasenplatz am Buniamshof ist glasklar. Der Gast FC Dornbreite geht als haushoher Favorit ins Duell mit dem B-Klassisten Roter Stern Lübeck. Eine Chance gibt es dennoch für den Underdog, nicht nur weil der Pokal seine eigenen Gesetze hat, sondern auch, weil man es bereits im Vorjahr schaffte, bis ins Viertelfinale einzuziehen. Damals schaltete man Dänischburg und Buntekuh aus, schied am Ende allerdings gegen Halbfinalist TSV Travemünde aus. Mit Dornbreite kommt nun allerdings ein Landesligist, der erst im Finale der Vorsaison geschlagen wurde und sich gut verstärkt hat. Neben einem neuen Trainertrio aus Denny Skwierczynski, Henning Meins und Sören Warnick kamen auch einige Spieler dazu, die über hohe Qualität verfügen. Dazu gehören unter anderem Jannik Edler, doch auch Julian Albrecht, der vom VfB Lübeck kam. Die Vorbereitungsspiele des FCD waren durchwachsen, es gab Licht und Schatten. Nun steht der Pflichtspielauftakt an, bevor man am 5. August gegen den TSV Pansdorf in die Liga startet. Dazu sagt Sascha Strehlau: „Wir freuen uns auf die erste Runde im Kreispokal. Wir treffen auf den Roten Stern. Die Favoritenrolle ist klar verteilt und diese werden wir auch respektvoll annehmen.“

ATSV Stockelsdorf – Lübeck 1876 (Di., 19 Uhr)

Ein ligainternes Duell steigt am Dienstagabend auf dem Kunstrasenplatz an der Georg-Ohm-Straße. Der ATSV Stockelsdorf empfängt Lübeck 1876. Es ist nach einer schwierigen Vorbereitung der Heimmannschaft, die einen großen Umbruch im Sommer vollzogen hat, der Pflichtspielstart. Viele Testspiele wurden abgesagt, sodass die „neue“ Truppe des Kreisligisten nur ein richtiges Testspiel absolvierte. Gegner Lübeck 1876 verabschiedete mehrere Leistungsträger in diesem Sommer und begrüßte eine verhältnismäßig große Anzahl an Neuzugängen. Es könnte ein spannendes Duell werden, in dem die 76er in Sachen Rollenverteilung minimal die Nase vorn haben. Stockelsdorf schied im vergangenen Jahr gegen den SV Azadi Lübeck im Achtelfinale mit 1:3 aus, zog in dieses zuvor durch einen 15:0-Sieg beim TSV Siems ein. Lübeck 1876 hatte in der ersten Runde bereits das Hammerlos mit Finalist FC Dornbreite, wo man 1:4 ausschied.

SV Olympia Bad Schwartau – SC Rapid Lübeck (Di., 19.30 Uhr)

Als höchstklassige Mannschaft des Kreispokals geht der SC Rapid Lübeck ins Rennen. Die Mannschaft vom Kasernenbrink stieg in die Oberliga auf und vertritt die Hansestadt in dieser neben den Zweitvertretungen des 1. FC Phönix Lübeck und des VfB Lübeck. Die Vorbereitung begann anfangs schleppend, doch zuletzt ging es immer mehr in die richtige Richtung. Es gab überzeugendere Auftritte und auch Ergebnisse. Im Pokal soll nun, nachdem es im vergangenen Jahr das Viertelfinalaus gegen Dornbreite gab, ein längerer Verbleib im Wettbewerb gelingen. Trainer Christian Arp sagte vor dem kommenden Pokalduell: „Wir werden das Spiel gegen Olympia nutzen, um einigen Spielern Spielzeit zu geben, die in der bisherigen Vorbereitung weniger zum Einsatz gekommen sind und sich so noch bei uns Trainern empfehlen können.“ Vergangene Saison ebenfalls gegen den FCD ausgeschieden, ist der Gegner des SC Rapid. Der SV Olympia Bad Schwartau verabschiedete sich eine Runde zuvor nach einem 0:15. Nun hofft der B-Klassist auf eine große Sensation, doch dafür muss schon eine Menge passen.

TSV Siems – SV Azadi Lübeck (Di., 19.30 Uhr)

Der Pokalsieger von 2025, der SV Azadi Lübeck, möchte nun einen neuen Anlauf nehmen. Im vergangenen Jahr gab es das bittere Aus, ausgerechnet im Elfmeterschießen gegen Ligakonkurrent Türkischer SV, nun soll es weiter als das Viertelfinale gehen. Der Start erfolgt dazu beim TSV Siems, dem letztjährigen Tabellenzehnten der C-Klasse. Es ist ein klassisches Duell „David gegen Goliath“, in dem kaum etwas für den Underdog spricht. Dennoch hat man diesen kleinen Funken Hoffnung, den Landesligaaufsteiger zu bezwingen. Dass dazu vieles zusammenkommen muss, ist der Mannschaft um Cheftrainer Ronny Gruhle bewusst. Im vergangenen Jahr war es eine 0:15-Klatsche gegen den ATSV Stockelsdorf, die das Pokalabenteuer beendete. Für Azadi ist es der Pflichtspielauftakt, bevor die Landesliga beginnt. Niwar Jasim, Trainer des Favoriten sagt: „Das Kreispokalspiel am Dienstag beim TSV Siems ist für uns der Start in die Pflichtspielsaison. Wir sind gut vorbereitet und können es kaum erwarten, dass es endlich wieder losgeht. Für uns zählt am Dienstag nur ein Ziel: das Weiterkommen.“

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Türkischer SV Lübeck – Eichholzer SV (Di., 19.30 Uhr)

Das Topspiel des Sechzehntelfinals in diesem Jahr steigt unumstritten am Kasernenbrink. Es kommt zur Neuauflage des Halbfinals zwischen dem Türkischen SV und dem Eichholzer SV. Die beiden Landesligisten duellierten sich bereits im Oktober letzten Jahres, als sich der ESV im Elfmeterschießen durchsetzte. Zweimal ging der TüSV dabei in Führung, doch jeweils antwortete der Gast. Vom Punkt behielt letztlich Eichholz die Nerven, sodass der ESV ins Finale einzog. Dieses wurde bekanntermaßen mit 6:1 gegen den FC Dornbreite gewonnen, sodass die Elf von Rene Sternberg als Titelverteidiger ins Duell geht. Vor diesem sagte Trainer Rene Sternberg: „Wir richten den vollen Fokus auf das Pokalspiel am Dienstag beim Türkischen SV. Wir wissen, dass uns dort eine anspruchsvolle Aufgabe gegen einen motivierten Aufsteiger erwartet. Im Pokal zählen andere Gesetze, deshalb werden wir den Gegner sehr ernst nehmen und alles investieren, um die nächste Runde zu erreichen.“

Der Türkische SV hofft nun auf eine Revanche und während der Gast bereits im Landespokal den Pflichtspielauftakt hinlegte, startet der TüSV nun erst. Unter Neu-Trainer Serkan Rinal soll die Saison gleich einmal mit einem positiven Gefühl und sportlichen Ausrufezeichen beginnen. Die Vorbereitung hinterließ allerdings eher gemischte Emotionen. So gab es überzeugende Auftritte zum Start, bei denen man gegen Bargteheide/Hammoor (10:1) gewann und dem VfB Lübeck II (1:1) ein Remis abnahm, doch der Gesamtauftritt beim Turnier in Pansdorf zeigte, dass es noch viel Luft nach oben gab. Nun, vor dem Duell mit dem Ligakonkurrenten im Pokal, sagt der Chefcoach: „Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht. Und mit Eichholz haben wir gleich einen dicken Brocken vor der Brust. Aber trotzdem wollen wir eine Runde weiterkommen und dafür werden wir sehr fokussiert an die Sache herangehen.“

Die Partien im Überblick

Roter Stern Lübeck – FC Dornbreite Lübeck (Di., 19 Uhr)
ATSV Stockelsdorf – Lübeck 1876
SV Olympia Bad Schwartau – SC Rapid Lübeck (19.30 Uhr)
TSV Siems – SV Azadi Lübeck
Türkischer SV – Eichholzer SV II
TSV Dänischburg – SC Buntekuh (Mi., 19.30 Uhr)
AKM Lübeck – Eintracht Groß Grönau (19.8. 19.30 Uhr)

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