Trotz Abgängen von Leistungsträgern: Lübeck 1876 visiert bessere Platzierung an

Defensive soll wieder stabiler werden

Für Kreisligist Lübeck 1876 soll es eine bessere Platzierung als im Vorjahr geben, Man hat allerdings einen kleinen Umbruch vollzogen, sodass einige Leistungsträger den Verein verlassen haben. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – An der Travemünder Allee gab es einen kleinen Umbruch. Gleich vier Leistungsträger haben Lübeck 1876 verlassen, sodass man diese auffangen muss. Dies soll mit einigen Neuzugängen geschehen. Davon gab es einige, wobei vor allem einer, der bereits bei den 76ern bekannt ist, helfen soll. Im vergangenen Jahr beendete man die Saison im Tabellenniemandsland, doch nun möchte man sich verbessern.

Defensive bereitete Sorgen

In der abgelaufenen Spielzeit belegte Lübeck 1876 den neunten Tabellenplatz. Mit 38 Punkten hatte man einen großen Vorsprung nach unten, doch gleichzeitig auch einen noch größeren Rückstand nach oben. Diese Platzierung war sicherlich nicht das, was man sich vorgenommen hatte. Die Defensive zeigte sich deutlich instabiler als noch im Jahr zuvor. 81 Gegentore wurden kassiert, was 39 mehr als noch im Vorjahr sind. Dort gibt es also noch viel Luft nach oben. Offensiv hat man sich sogar um zwei Tore verbessern können. Es braucht nun etwas mehr Balance, doch klar ist auch, dass man sich nach den Abgängen von vier Leistungsträgern erst einmal finden muss. Im vergangenen Jahr startete man gut in die Saison, fand sich früh im oberen Drittel der Tabelle ein. Für nicht wenige war das Team von Uwe Buchholz und Andreas Beyer einer der Anwärter im Kampf um die Aufstiegsplätze, was die ersten Wochen noch bestätigten. Mit der Zeit zeigte der Trend allerdings nach unten, sodass man sich, auch wenn man selbst nicht das Ziel ausrief, früh von oben verabschieden musste.

Leistungsträger verlassen 76

Zu selten brachte man das ganze Potenzial auf den Platz. Es war wesentlich mehr drin, denn die Qualität im Kader war unumstritten da. Allerdings war es auch ein sehr alter Kader, mit dem Lübeck 1876 in die Saison ging. Nun hat man vier Spieler in Richtung Sereetz verloren, die zu den absoluten Leistungsträgern gehören. Neben Cihan Kilic und Torben Wendt haben nämlich Gabib Aliev und Jonas Jacobsen den Kreisligisten verlassen. Vor allem der Abschied von Jacobsen sollte schmerzen, denn er war als Anführer auf dem Platz sowohl mit seiner Erfahrung, Zweikampfstärke, als auch Torgefahr eine Stütze im Team des Kreisligisten. Nun begrüßte man einige Neuzugänge, wobei vor allem Daniel Möllner als Soforthilfe gilt. Dieser kennt das Trainerteam bereits vom Lübecker SC. Zuletzt war der Offensivspieler in der Landesliga beim TSV Friedrichsberg-Busdorf aktiv. Zudem stellte man mit Bennet Groeschke, Nick Restorf, Jan Luca Behnke, Diyar Akan und Mehmet Sener fünf weitere Neue vor. Damit wird auch der Kader größer, denn im vergangenen Jahr hatte man oftmals mit Personalsorgen zu kämpfen. Auf der Torhüterposition gab es mit dem Abschied von Cedric Steinbach zum FC Dornbreite einen Abgang. Man hat mit Julian Grotzky zwar weiterhin einen starken Keeper, doch es brauchte einen weiteren. Dieser wurde mit Kevin Hilbert gefunden.

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uwe buchholz andreas beyer @ Trotz Abgängen von Leistungsträgern: Lübeck 1876 visiert bessere Platzierung an
Das Treinerduo aus Uwe Buchholz und Andreas Beyer legte den Fokus aufs Teambuilding und die Grundlagenausdauer zu schaffen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Teambuilding und Ausdauer im Fokus

Mit Blick auf die Vorbereitung war man nicht unzufrieden, auch wenn die ersten Testspielergebnisse noch ziemlich dürftig waren. Gegen Eutin 08 II musste man sich mit 2:3 geschlagen geben. Dabei spielten die Lübecker eine gute erste Hälfte, doch nach der Pause hatte man das Nachsehen. Im zweiten Test gegen Verbandsligist MTV Ahrensbök lief es alles andere als nach Plan. Mit 0:5 verlor man, wobei man zu viele Fehler machte. Im Anschluss gab es allerdings erfolgreichere Auftritte. Gegen den TuS Lübeck setzten sich die 76er mit 3:0 durch. Gegen den TSV Pansdorf III aus der A-Klasse trennte man sich 1:1, bevor es am vergangenen Wochenende einen 3:1-Sieg gegen den FC Selmsdorf gab. Dabei feierte Neuzugang Möllner seine Torpremiere im Trikot der Hansestädter. Trainer Uwe Buchholz sagt zur Vorbereitung: „Wir haben eine gute Trainingsbeteiligung und da wir viele neue Spieler haben, lag der Schwerpunkt erst einmal auf Teambuilding und Grundlagenausdauer.“

Lübeck 1876 möchte variabler werden

Nun stand bereits am Dienstagabend das erste Pflichtspiel im Kreispokal gegen den ATSV Stockelsdorf an. Beim Ligakonkurrenten musste man sich allerdings mit 1:2 geschlagen geben. Es war ein enttäuschender Auftakt. In der Kreisliga erfolgt der Startschuss am Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei der SG Breitenfelde/Mölln. Es wartet direkt ein spannender, starker Gegner. Im Anschluss treffen die Lübecker auf Wentorf-Sandesneben/Schönberg (H), Fortuna St. Jürgen (A), TSV Zarpen (H), Krummesse (A) und Ratzeburg II (H). Man duelliert sich also in drei der ersten sechs Spiele mit Aufsteigern, sodass der Start durchaus machbar, doch keineswegs ein Selbstgänger ist. Es wird sich zeigen, wie weit Lübeck 1876, das durchaus einen kleinen Umbruch hinter sich hatte, ist. Zur Zielsetzung heißt es: „Wir wollen eine bessere Platzierung als im letzten Jahr und variabler Fußball spielen.“ Damit dies gelingt, hat man einen klaren Punkt, den man verbessern möchte. Dazu setzt Buchholz fort: „Gegenüber dem letzten Jahr wollen wir unsere Anzahl an Gegentoren reduzieren.“ Gerade in der Defensive wird sich durch die Abgänge von Wendt und Aliev etwas verändern, sodass sich zeigen wird, wie stabil die neue Defensive ist. Neben den Neuzugängen hat man allerdings auch einige Spieler, die bereits im vergangenen Jahr da waren. Insbesondere Norman Bierle als Zielspieler vorne drin oder aber Christian Hessler in der Defensive sind geblieben und werden keine Eingewöhnungszeit brauchen.

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