Mehr Stabilität gegen den Ball: SV Azadi II möchte die Defensive stärken

Dert SV Azadi Lübeck II spielte eine enttäuschende Rückrunde im vergangenen Jahr. Nun möchte man wieder ein anderes Gesicht zeigen und eine bessere Platzierung ins Visier nehmen, Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Der SV Azadi Lübeck II geht in sein zweites Kreisligajahr nach dem Aufstieg 2025. Im vergangenen Jahr war es vor allem die Hinrunde, in der man begeisterte und den Grundstein für eine insgesamt sorgenfreie Saison legte. Zumindest was die Tabellenplatzierung angeht, doch vor allem nach dem Winter trat man nicht so auf, wie man es sich eigentlich wünscht. Eine enttäuschende Rückserie sorgte für ein Abschneiden im Niemandsland.

Enttäuschende Rückrunde

Mit 35 Punkten belegte der SV Azadi Lübeck II im ersten Jahr nach dem Aufstieg den zehnten Tabellenplatz der Kreisliga Südost. Dies ist an sich eine gute Ausbeute für ein Team, das zwei Jahre zuvor noch in der Kreisklasse B spielte, doch mit Blick auf die Ausbeute vor und nach dem Winter kann man klar sagen, dass für die Zweitvertretung deutlich mehr drin war. In der Hinrunde holte der Aufsteiger noch 24 Punkte, sodass man den Grundstein für eine gute Saison legte. Es gab Spiele, in denen man für Furore sorgte, wie gegen den TSV Schlutup (7:2), oder in denen man auf Augenhöhe mit Spitzenteams war, wie gegen Eichholz II in der Hinrunde. Es waren Auftritte, die andeuteten, welches Potenzial im Team von Omar Yassin steckt. Doch dieses wurde zu selten auf den Platz gebracht. Vor allem nach der Winterpause sollte vom starken Aufsteiger, der kaum Eingewöhnungszeit brauchte und mit Offensivfußball begeisterte, nicht mehr viel kommen. Platz 13 in der Rückrundentabelle, nur zwei Siege aus 15 Spielen und Punktverluste gegen Kellerkinder wie Gudow, Vorwerk oder Groß Grönau II waren trotz der Rolle des Aufsteigers nicht der Anspruch, den man hatte.

Ein Hassan geht, einer kommt

Nun geht man ins zweite Kreisligajahr und mit Ramezan Hassan verließ der beste Spieler des SV Azadi II aus der abgelaufenen Saison den Verein. Den Torschützenkönig zog es nach Sereetz, sodass man ihn ersetzen musste. Dies ist geschehen, denn mit Serdar Hassan hat man einen alten Bekannten zurück an den Koggenweg geholt. Dieser kam vom Oberligaaufsteiger SC Rapid Lübeck und ist der Bruder des nach Sereetz gewechselten Torschützenkönigs. Mit seiner Qualität kann er die Zweitvertretung enorm verstärken, denn bereits in den Verbandsligajahren bei der Ersten war der Neuzugang einer der Schlüsselspieler, bevor es ihn zurück an den Kasernenbrink zog. Doch der Rückkehrer ist nicht der einzige Neue, den man begrüßen durfte. Man begrüßte eine Handvoll Neue, darunter Ramadan Al Selaivany, einen der besten Vorwerker der vergangenen Saison. Durch die Verstärkungen und den größeren Kader der Ersten wird man sicherlich auch von dieser wieder Unterstützung erhalten. Bereits in der Vorbereitung kam Halo Ali zum Einsatz, der mit seiner Erfahrung in der Defensive eine Verstärkung sein könnte. Die Testspiele verliefen insgesamt sehr gemischt. Man startete mit einer Niederlage gegen den Ligakonkurrenten SV Viktoria 08 (1:3), wo noch viel Luft nach oben war. Anschließend wurde allerdings der VfL Vorwerk vor allem dank einer starken zweiten Hälfte mit 6:2 bezwungen. Im letzten Test trennte man sich mit 2:2 vom ambitionierten Kreisligisten aus Ostholstein, dem TSV Lensahn. Dabei überzeugte man, war spielbestimmend und kassierte erst spät den Ausgleich.

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Azadi sammelt wichtige Erkenntnisse

Zur Vorbereitung zog der Trainer bereits vor dem jüngsten Test gegen Lensahn ein Fazit: „Die Vorbereitung verlief bislang insgesamt solide. Zwar musste das Team den Ausfall eines Testspielgegners verkraften, dennoch konnten zwei erfolgreiche Testspiele absolviert werden. Aus beiden Begegnungen zog die Mannschaft wichtige Erkenntnisse, die nun gezielt in die weitere Trainingsarbeit einfließen sollen.“ Im dritten Test konnten sicherlich weitere Erkenntnisse gesammelt werden, sodass man sich nun intensiv auf den Ligastart vorbereiten kann. Dieser steigt am kommenden Sonntag beim TSV Zarpen. Beim Aufsteiger wartet eine offensivstarke Mannschaft, die mit Selbstvertrauen und großer Vorfreude in die Kreisliga kommt. Es folgen die Duelle mit den weiteren beiden Aufsteigern Krummesse (H) und Ratzeburger SV II (A), bevor man den ATSV Stockelsdorf empfängt. Der Start ist aus Sicht des SV Azadi II machbar, doch kein Selbstgänger. Es sind gleich vier Teams, die im vergangenen Jahr nicht zu den Gegnern gehörten. Zwar kennt man Ratzeburg aus dem eigenen Aufstiegsjahr, doch dieses ist nun auch schon etwas her. Auf Stockelsdorf traf man zwar im vergangenen Jahr, doch dort lief eine ganz andere Mannschaft auf. Der ATSV hat einen Umbruch vollzogen und ist daher ebenfalls eine Unbekannte.

omar yassin @ Mehr Stabilität gegen den Ball: SV Azadi II möchte die Defensive stärken
Trainer Omar Yassin möchte mit seiner Mannschaft defensiv stabiler werden und ins obere Drittel schauen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Azadi orientiert sich am oberen Tabellendrittel

In der Liga möchte man sich sicherlich zur Vorsaison verbessern. Dazu sagte Cheftrainer Yassin bezüglich der Zielsetzung: „Konkrete Tabellenziele möchte man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht formulieren. Als Orientierung gilt jedoch ein Platz im oberen Tabellendrittel. Dabei soll die Mannschaft ihrer Spielphilosophie treu bleiben und weiterhin attraktiven Offensivfußball mit vielen Toren bieten. Die Zuschauer dürfen sich erneut auf eine spielfreudige Mannschaft freuen, bei der Tore traditionell zum Markenzeichen gehören. Dabei soll die Teamchemie dieses Jahr im Vordergrund stehen.“ Zudem gibt es einige Punkte, in denen man sich gegenüber der Vorsaison verbessern möchte. „Ein besonderer Fokus liegt jedoch darauf, die Schwächen der vergangenen Saison abzustellen. Während die Offensive kaum Anlass zur Sorge gab, offenbarte die Defensive immer wieder Verbesserungspotenzial. Hierzu wurde im Training intensiv an taktischen Abläufen gearbeitet, um künftig mehr Stabilität gegen den Ball zu entwickeln. Ziel ist es, die Balance zwischen offensiver Durchschlagskraft und defensiver Kompaktheit deutlich zu verbessern und so insgesamt konstanter aufzutreten.“

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