SG Bargteheide/Hammoor setzt auf Zusammenhalt und verfolgt ein klares Ziel

Neue Spielgemeinschaft zwischen dem TSV Bargteheide II und SV Hammoor

Der SV Hammoor ging in der vergangenen Saison noch eigenständig in der Kreisliga ins Rennen. Nun bildet man eine SG mit dem TSV Bargteheide II. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Hammoor – In diesem Sommer kam es im Kreis Stormarn zum Zusammenschluss zweier Kreisligisten. Der TSV Bargteheide II und der SV Hammoor schlossen sich zusammen und bilden künftig die SG Bargteheide/Hammoor. Diese geht nun in der Kreisliga Südwest ins Rennen, wo man ein klares Ziel verfolgt.

Personalsorgen plagen Bargteheide

Der TSV Bargteheide II und der SV Hammoor gingen in der abgelaufenen Saison als zwei Mannschaften jeweils eigenständig an den Start. Die sportliche Ausbeute war dabei für beide durchwachsen. Bargteheide beendete die Saison auf dem elften Platz im gesicherten Mittelfeld, doch weiß auch, dass mehr möglich gewesen wäre. Die „weinrote Zwote“ holte nur noch vier Siege in der Rückrunde, wodurch eine insgesamt gute Hinrunde nicht komplett bestätigt werden konnte. Vor allem offensiv konnte der TSV nicht an die ersten 15 Spiele anknüpfen und traf nur noch 21-mal. Ein Problem war dabei klar die Personalsituation. Der Kader war regelmäßig dünn und trotz einer Ersten, die im Laufe der Saison immer wieder unterstützt hat, sollte sich dieses Problem nach dem Winter durch die Rückrunde ziehen. Der Tiefpunkt war dabei sicherlich der Nichtantritt gegen den Tralauer SV.

tsv bargteheide ii @ SG Bargteheide/Hammoor setzt auf Zusammenhalt und verfolgt ein klares Ziel
Der TSV Bargteheide II hatte vor allem in der vergangenen Rückrunde mit personellen Sorgen zu kämpfen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Hammoor trotz Abstieg weiterhin Kreisligist

Beim SV Hammoor sollte es sportlich eigentlich nicht für ein weiteres Kreisligajahr reichen, denn man beendete die Saison auf dem letzten Platz mit zwölf Punkten. Nur ein Sieg in der Rückrunde konnte den Abstieg nicht mehr abwenden. Dabei hat sich die Defensive minimal stabilisieren können, doch die Offensive blieb dadurch harmloser als in der Hinrunde. Bargteheide und Hammoor waren die beiden offensivschwächsten Teams der Rückserie. Nun gab es den Zusammenschluss, denn die personelle Situation in Bargteheide wurde keineswegs besser und auch Hammoor hatte einen eher dünnen Kader. 27 Spieler wurden schließlich nur eingesetzt, darunter fünf mit weniger als fünf Spielen. Daher ist der Zusammenschluss eine nicht unlogische Konsequenz, wodurch beide Mannschaften, künftig als eine, in der Kreisliga erhalten bleiben. Es ist ein Neuanfang, den man gemeinsam gestartet hat.

Breiter Kader

Cheftrainer der SG Bargteheide/Hammoor ist Flemming Strufe, der in der Vergangenheit noch die Schuhe beim SVH schnürte. Dieser soll der führende Kopf der SG sein. Nun liegt die erste Vorbereitung als Spielgemeinschaft hinter ihnen, in der es erst einmal darum ging, sich als neues Team zu finden. Dominik Sparr ist Spieler und gab einen Einblick: „Wir haben einen 30-Mann-Kader, aber waren in der Vorbereitung dann doch immer nur mit 18 bis 20 Leuten da. Das ist noch ein bisschen ausbaufähig. Die Schwerpunkte lagen in der Gestaltung, wie wir spielen wollen, sowohl gegen als auch mit dem Ball, das heißt, die neue Spielidee des neuen Trainers einzubringen. Es ist ein neues Team, wir müssen uns alle erst einmal kennenlernen. Der neue Trainer muss uns kennenlernen und das Team ihn. Es ging also erst einmal darum, sich zu finden als Truppe, und da sind wir, glaube ich, auf einem sehr guten Weg.“

Sieben Testspiele

Die Mannschaft hat einen großen Teil, der im vergangenen Jahr in Hammoor gespielt hat. Ergänzt wird sie durch eine Handvoll Bargteheider. In den Testspielen zeigte der Kreisligist verschiedene Auftritte. Sieben Mal wurde getestet, wobei es drei Siege gab. Zum Start verlor man noch mit 1:10 gegen den Landesligisten Türkischer SV. Im Anschluss gab es allerdings Siege gegen den SC Poppenbüttel II (9:2) und die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (2:0). Es folgten zwei 0:3-Niederlagen gegen die SG Elmenhorst/Tremsbüttel und Glashütte II. Nach einem Sieg gegen Duvenstedt (4:3) wurde die Vorbereitung mit einer 2:3-Niederlage beim SC Poppenbüttel abgeschlossen. Es gab also insgesamt durchaus gute Ergebnisse, wenn man bedenkt, dass gegen zwei höherklassige Mannschaften, einen Bezirksligaabsteiger und einen ambitionierten Kreisligisten aus Hamburg verloren wurde.

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Truppenstärke und Zusammenhalt

Nun geht der Blick auf die Liga, in die man mit dem Heimspiel gegen den Tralauer SV am heutigen Sonnabend gestartet ist. Sparr sagt über die Liga: „Ich glaube, dass die Liga stärker ist als letztes Jahr.“ Zu seinen Favoriten setzte er fort: „Ich glaube, dass die Absteiger ganz weit oben sein werden, vielleicht auch Tralau, wenn sie ähnlich gut performen wie letztes Jahr.“ Selbst möchte man sich primär um einen Verbleib in der Liga bemühen. Zur eigenen Zielsetzung heißt es: „Unsere Zielsetzung ist ganz klar Truppe bilden und finden, als SG gut fungieren und der Klassenerhalt. Wir wollen nicht irgendwo mit unten rumspielen wie im letzten Jahr, sondern sich zeitnah irgendwo im Mittelfeld abzusetzen und nicht bangen zu müssen, dass es runtergeht.“ Dafür gibt es auch mit Blick auf die Vergangenheit, wo die Mannschaften noch eigenständig spielten, Verbesserungspotenzial. Dazu sagt der Spieler der SG: „Verbessern wollen wir die Truppenstärke, Zusammenhalt, den familiären Zusammenhalt in der Mannschaft und dadurch Spaß am Spiel zu haben, um die Klasse zu halten.“

hammoor team @ SG Bargteheide/Hammoor setzt auf Zusammenhalt und verfolgt ein klares Ziel
Über Truppenstärke und Zusammenhalt möchte die SG im kommenden Jahr kommen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Darauf darf man sich freuen

Der Schritt zur SG ist nicht nur mit Blick aufs Personal ein hilfreicher, sondern bietet auch mit Blick auf die Strukturen Vorteile. So kann man im Falle von Nichtbespielbarkeit des Rasens in Hammoor auch nach Bargteheide ausweichen und dort auf dem Kunstrasen spielen. Spielabsagen können verhindert werden und somit auch viele Englische Wochen im Endspurt. Doch worauf dürfen sich die Zuschauer bei der SG Bargteheide/Hammoor freuen? „Die Zuschauer dürfen sich auf eine neu gegründete Truppe freuen. In Hammoor ist es immer schön, das Vereinsleben ist toll, die Plätze gut und mit der Kombination, dass wir auch in Bargteheide Spiele austragen und da einen Kunstrasen anbieten können, sodass die Spiele nicht so häufig ausfallen aufgrund des Wetters und viele Freitagabendspiele bei Flutlicht, Bier und Bratwurst.“

Startprogramm hat es in Sich

Zum Start empfing man nun den Tralauer SV, bevor es am Dienstag gegen den VfL Oldesloe weitergeht. Im dritten Heimspiel in Folge kommt dann der SV Wahlstedt, der zum Favoritenkreis gehört. Mit den Spielen in Hoisdorf, gegen Eintracht Segeberg und bei der FSG Alsterland wird der schwierige Saisonstart abgerundet. Das Programm hat es direkt in sich, sodass sich direkt zeigen wird, wo man steht. Zur taktischen Herangehensweise sagt Sparr: „Wir wollen kompakt stehen, ein Pressing gegen den Ball spielen. Wir wollen den Ball laufen lassen, aber auch trotzdem kämpferisch kommen. Also von allem ein bisschen was, aber grundsätzlich gut gegen den Ball stehen.“

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