HSV: Erfolgreiches Volksparkfestival – aber nicht auf dem Rasen

40.000 Fans zur Saisoneröffnungsfeier

Die Fans auf der Nordtribüne des HSV. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs
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Hamburg – Das Volksparkfestival lockte 40.000 Fans rund um das Volksparkstadion und bot mit den Testspielen der Frauen und Männer gegen den FC Everton gleich zwei sportliche Höhepunkte. Auf dem Feld gaben sich jedoch beide Teams des Hamburger SV den Gästen aus England geschlagen. Positiv verlief dagegen der Tag für Nicolai Remberg, der vor dem Anpfiff der Männer-Partie zum neuen Kapitän ernannt wurde. Zudem feierte Torhüterin Kinga Szemik bei den Frauen ihr Debüt.

Remberg übernimmt die Kapitänsbinde

Vor dem Anpfiff des Männer-Testspiels gab Cheftrainer Merlin Polzin bekannt, dass Nicolai Remberg den HSV in der Saison 2026/2027 als Kapitän anführen wird. Der 26-jährige Mittelfeldspieler übernimmt das Amt von Yussuf Poulsen. Stellvertreter sind Albert Sambi Lokonga und Nicolas Capaldo.

„Es ist etwas ganz Besonderes für mich, neuer Kapitän des HSV zu sein. In meiner Karriere ging es nie steil, aber stetig bergauf, weil ich immer an mir gearbeitet habe – und das werde ich auch als Kapitän weiter vorleben. Als Typ auf und neben dem Platz vorangehen und von unserem Team immer einfordern, die Hundert Prozent zu erreichen. Zeitgleich kann das Team von Sambi, Capi und mir mit Yussi an unserer Seite volle Unterstützung und volles Vertrauen erwarten“, sagte der neue Chef auf dem Platz.

Polzin erklärte: „Rambo hat einen unfassbar hohen Anspruch an sich selbst und versucht täglich seine Grenzen nach oben zu verschieben. Dieser Leistungsgedanke und seine Einstellung sind etwas, für das unser HSV stehen soll, damit wir alle gemeinsam den nächsten Schritt gehen. Neben Rambo als High Performer haben wir mit Sambi einen Strategen und Capi einen emotionalen Leader, die hohe Standards setzen und deren Wirken sich unmittelbar auf den Rest der Gruppe auswirkt. Dazu hilft Yussi dem Trio sowie dem gesamten Team mit seiner unglaublichen internationalen Erfahrung.“

Späte Niederlage gegen Everton

Sportlich unterlagen die Hamburger dem Premier-League-Club trotz einer ordentlichen Leistung mit 1:2 (0:1). Nach dem Rückstand durch Röhl (40.) gelang Neuzugang Patson Daka (50.) kurz nach der Pause der Ausgleich. In einer ausgeglichenen Partie entschied schließlich ein unglückliches Eigentor von Jordan Torunarigha in der Nachspielzeit die Begegnung zugunsten der Engländer.

Bereits in der Anfangsphase musste der HSV Capaldo verletzungsbedingt auswechseln. Im weiteren Spielverlauf feierte Daka nicht nur sein Heimdebüt, sondern auch seinen ersten Treffer im HSV-Trikot.

Für die Mannschaft von Polzin geht es nun am Montag ins fünftägige Trainingslager auf dem adidas Home Ground. Das nächste Testspiel steigt am 8. August um 15 Uhr im Volksparkstadion gegen den französischen Erstligisten LOSC Lille.

HSV-Frauen unterliegen knapp

Bereits am Nachmittag hatten die HSV-Frauen das Volksparkfestival eröffnet. Nach zuvor fünf ungeschlagenen Testspielen musste die Mannschaft von Rodolfo Cardoso beim 0:1 gegen Everton die erste Niederlage der Vorbereitung hinnehmen.

Vor allem in der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Chancen durch Linberg und Wrede blieben jedoch ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel traf Vignola in der 52. Minute mit einem Distanzschuss zum einzigen Tor des Tages. Trotz weiterer Möglichkeiten gelang den Hamburgerinnen der Ausgleich nicht mehr.

Szemik feiert Debüt

Erstmals im HSV-Trikot stand dabei Torhüterin Kinga Szemik zwischen den Pfosten. Die polnische Nationalspielerin war erst wenige Tage zuvor vom englischen Erstligisten West Ham United verpflichtet worden.

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„Kinga ist eine Torhüterin von internationalem Top-Niveau, die ihre Qualität in den vergangenen Jahren auf der größten europäischen Bühne eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Mit ihrer Erfahrung aus der Women’s Super League wird sie unserem jungen Team nicht nur zusätzliche Stabilität verleihen, sondern auch eine wichtige Führungsrolle einnehmen. Wir sind sehr froh, dass wir Kinga von unserem gemeinsamen Weg überzeugen konnten, und freuen uns darauf, mit ihr die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen“, sagte Christoph Rohmer, Direktor NLZ & Sportstrategie beim HSV.

Szemik selbst erklärte: „Ich habe mich für Hamburg entschieden, weil ich einen Ort gesucht habe, an dem ich mich weiterentwickeln, neue Erfahrungen sammeln und als Spielerin besser werden kann. Ich freue mich sehr auf die kommende Saison und werde alles dafür geben, das Beste aus mir herauszuholen. Ich werde hart arbeiten, um der Mannschaft mit meiner Qualität zu helfen.“

Acht Neuzugänge bei Frauen-Bundesligist

Außer der neuen Torfrau verpflichteten die Rothosen in diesem Sommer auch die polnische Nationalspielerin Sylwia Matysik (1. FC Köln), die tschechische Angreiferin Andrea Svibkova (LASK), die französische Mittelfeldspielerin Leila Peneau (SKN St. Pölten), die Innenverteidigerin Celainy Obispo (Feyenoord), Torhüterin Jule Baum (SC Sand), die polnische Nationalstürmerin Nikola Karczewska (Lazio Rom) sowie Mittelfeldspielerin Paulina Bartz (Bayer 04 Leverkusen).

Erste Test-Niederlage

Gegen den Tabellenachten der vergangenen Saison aus der Women’s Super League gab es die erste Niederlage in der Vorbereitung. Zuvor trennte man sich gegen Union Berlin 2:2-Unentschieden und besiegte Holstein Kiel 6:0 und Odense BK 5:0. Zwei Testspiele kommen noch: Mainz 05 am kommenden Sonnabend und Werder Bremen (16.8.). Danach empfängt der HSV den SC Freiburg zum Bundesliga-Auftakt (23.8.).

In welcher Tabellenregion landet der 1. FC Phönix Lübeck am Ende der Saison?

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Bildquellen

  • Volksparkstadion: Lobeca/Henning Rohlfs
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