
Hamburg – Nach fünf gemeinsamen Jahren gehen der FC St. Pauli und Jackson Irvine getrennte Wege. Der Australier verlässt die Kiezkicker nach insgesamt 153 Pflichtspielen und prägte eine der erfolgreichsten Phasen der jüngeren Vereinsgeschichte als Führungsspieler und Kapitän.
Vom Mentalitätsspieler zur Identifikationsfigur
Als Jackson Irvine im Sommer 2021 ans Millerntor wechselte, war der damalige australische Nationalspieler für viele Fans noch ein unbeschriebenes Blatt. Sportchef Andreas Bornemann bezeichnete ihn damals als „absoluten Mentalitätsspieler mit hoher Laufbereitschaft“ – eine Einschätzung, die sich schnell bewahrheiten sollte. Nach einem verpassten Saisonstart spielte sich Irvine unter Timo Schultz sofort in die Stammelf und war fortan aus dem zentralen Mittelfeld nicht mehr wegzudenken. Besonders seine enorme Laufstärke, sein kompromissloser Einsatz und seine Führungsqualitäten machten ihn zu einer Schlüsselfigur. Mit seinen zahlreichen Kopfballtoren erhielt er von den Fans den Spitznamen „Airvine“.
Kapitän, Aufstieg und emotionaler Abschied
Unter Fabian Hürzeler übernahm Irvine die Kapitänsbinde dauerhaft und führte den FC St. Pauli wenig später zurück in die Bundesliga. Insgesamt sammelte der 32-Jährige für die Braun-Weißen 15 Tore und 15 Vorlagen, ehe ihn in der Bundesliga eine langwierige Fußverletzung zwischenzeitlich ausbremste.


