
Großensee – Am Mittwochabend standen in der Kreisliga Südwest zwei weitere Spiele am zweiten Spieltag an. Es ist die erste Englische Woche der Saison und diese startete bereits mit drei torreichen Spielen am Dienstag. Dabei gab es 14 Treffer und nur eine Mannschaft, die nach ihrem ersten auch das zweite Spiel gewann. Nun folgten am Mittwochabend in Großensee und Leezen zwei spannende Duelle.
SSV Großensee – SV Borussia Möhnsen 2:2 (1:1)
Der SSV Großensee startete am ersten Spieltag mit einem deutlichen Auswärtssieg in die neue Saison. Beim VfL Oldesloe setzte man sich mit 7:1 durch, wobei man allerdings nicht voll und ganz überzeugte. Spielerisch sah der Cheftrainer noch viel Luft nach oben bei seiner Mannschaft, denn die Tore wurden kaum selbst aus dem Spiel heraus kreiert. Daher forderte Sascha Bartlakowski von seiner Mannschaft einen fußballerisch verbesserten Auftritt beim Heimspielauftakt gegen den SV Borussia Möhnsen. Dabei sollte personell bis auf eine Veränderung die gleiche Startelf auflaufen. Tom Sievers kam für Simon Henningsen ins Mittelfeld. Erwartet hatte der Coach des SSV einen sehr unbequemen, defensivstarken Gegner, der vor allem nach Standards sehr gefährlich ist. Möhnsen spielte am ersten Spieltag 1:1 gegen Leezen, wobei man sich aus Sicht von Martin Krüger zu sehr hinten reindrängen ließ und zu wenig Entlastung bekam.
Großensee bestimmt das Spiel
Nun sollte dies erneut der Fall sein, denn Großensee kam besser in die Partie und hatte deutlich mehr vom Spiel. Der Trainer sagte: „Gestern war es das erwartet komplizierte Spiel gegen einen sehr leidenschaftlich kämpfenden Gegner. Im Prinzip fanden wir gut in die Partie, hatten gefühlt 80 % Ballbesitz und alles unter Kontrolle.“ So fiel die Führung verdientermaßen nach zehn Minuten. Tom Sievers steckte durch für Kevin Hoffmann (10.), der vor dem Tor eiskalt blieb. Auch im Anschluss blieben die Stormarner die bessere Mannschaft, denn sie verzeichneten ein Chancenplus. Hoffmann, Max Kischkat und Gerrit Ulka verpassten nachzulegen. Zudem sollten auch Krüger, erneut Hoffmann und Müthel sich annähern. Offensiv kam Möhnsen kaum zur Geltung bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit: „Leider passiert uns dann in der dritten Minute der Nachspielzeit ein totaler Blackout. Mit der letzten Aktion vor der Halbzeit bekommen wir einen Freistoß an deren Strafraumgrenze, schenken diesen völlig überflüssig und dumm weg, kassieren einen Konter, aus dem ein Elfmeter resultiert, und der Gegner stellt mit seinem ersten Torschuss zum 1:1“, sagt Bartlakowski. Julian Höppener (45.) blieb vom Punkt sicher und glich aus.
Möhnsen dreht das Spiel
Somit ging es mit einem 1:1 in den zweiten Durchgang, in dem die Heimmannschaft weiterhin spielbestimmend blieb. „In der zweiten Halbzeit setzten wir unseren guten Auftritt fort, fanden im letzten Drittel aber keine Lösungen gegen einen Gegner, der sich größtenteils mit neun Feldspielern am eigenen Sechzehner verbarrikadierte“, sagte der SSV-Coach. Es gab dennoch leichte Annäherungen seiner Mannschaft, doch auch Möhnsen kam acht Minuten nach Wiederbeginn durch einen Konter nach Fehlpass der Heimmannschaft zu einer guten Chance. Der Angreifer setzte den Ball allerdings über das Tor. Kurz darauf verlor der SSV erneut die Kugel, sodass ein langer Ball auf Hendrik Siel (63.) kam, der gewohnt eiskalt blieb und die Borussia in Führung brachte. Man stellte den Spielverlauf damit etwas auf den Kopf, denn Möhnsen machte aus wenigen Offensivszenen mehr als der Gegner. Dieser sollte sich nach einer „dummen, aber berechtigten Gelb-Roten Karte“, wie Bartlakowski verriet, schwächen. Kevin Krüger sah innerhalb weniger Momente zwei Gelbe Karten, sodass Großensee in der Schlussphase in Unterzahl dem Rückstand hinterherlaufen musste. Die Gastgeber liefen nun immer wieder an und kamen zu Chancen. Mit der Gelb-Roten Karte für Pascal Lüders sollte in der 85. Minute die Gleichzahl wiederhergestellt werden. Die letzten Minuten brachen an und der Coach der Hausherren brachte mit Maximilian Herlein einen weiteren, jungen Offensivspieler. Dieser sollte in der 90. Minute für Max Kischkat (90.) auflegen, welcher zum Ausgleich traf.
Krüger unzufrieden
Großensee rettete sich den Punkt, der am Ende allerdings auch hochverdient war. Bartlakowski zog ein Fazit zum Spiel: „Es wäre sicherlich mehr drin gewesen, aber aufgrund des Spielverlaufs sind wir am Ende froh, zumindest noch einen Punkt geholt zu haben. Meine Mannschaft muss ich loben, denn sie hat zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, das Spiel irgendwie doch noch zu drehen, und auch dem Gegner muss man für seinen leidenschaftlich kämpfenden Auftritt Respekt zollen.“ Möhnsen holte im zweiten Spiel das zweite Unentschieden, in dem man sich als sehr unbequemer Gegner gegen den Ball erwies. Dennoch war Martin Krüger nicht voll zufrieden mit seiner Mannschaft, denn der Trainer sieht mehr Potenzial in seinem Team: „Kein gutes Spiel von uns. Das können und müssen wir deutlich besser spielen. Daran werden wir arbeiten. Trotzdem führen wir bis zur 90. Minute in einem intensiven, aber nie unfairen Spiel. Drei Punkte wären heute aber ehrlich gesagt nicht wirklich verdient gewesen. Trotzdem sind wir nach zwei Spielen noch ungeschlagen und wollen diese Serie am Sonntag fortsetzen. Dann gerne auch mit den vollen drei Punkten.“
Leezener SC – SV Henstedt-Ulzburg 4:2 (3:0)
Der Leezener SC hatte sich am ersten Spieltag sicherlich mehr erhofft, als nur einen Punkt aus Möhnsen zu entführen. Mit 1:1 trennte man sich von den Lauenburgern, wobei man mehr Spielanteile hatte und immer wieder anlief. Als der Knoten platzte und man in Führung ging, kassierte der LSC doch noch den Ausgleich. Nun nahm die Mannschaft von Phil Paustian einen neuen Anlauf, doch die Aufgabe sollte keineswegs einfach werden. Der SV Henstedt-Ulzburg reiste nämlich an die Hamburger Straße und somit einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg. Dieser startete mit einem 3:0-Sieg gegen den SV Sülfeld in die Saison und wollte nachlegen. Die Bilanz sprach klar für den SVHU, sodass Leezen sich unbedingt vornahm, erstmals seit dem 28. Juli 2015 wieder gegen den Angstgegner zu gewinnen. Damals war es ein 2:1-Sieg im Kreispokal.
Paustians Idee geht auf
Für LSC-Coach Phil Paustian sollte es das Heimdebüt an der Hamburger Straße werden und für dieses hatte sich der neue Cheftrainer, der im vergangenen Jahr noch selbst die Schuhe schnürte, eine klare Idee. Man wollte primär hinten sicher stehen und vor allem die starken Außenspieler des SV Henstedt-Ulzburg aus dem Spiel nehmen. Dazu startete Leezen mit einer Fünferkette gegen den Ball. Das Spiel bestimmten die Gäste, die den Ball laufen ließen und in der siebten Minute den ersten Abschluss verzeichneten. Der auffällige Mittelfeldspieler Nick Berger zog aus der zweiten Reihe ab, doch setzte den Ball knapp am Tor vorbei. Eine Minute später schoss auch Moritz Markschies vorbei. Die Gäste kamen in der Anfangsphase nur durch Distanzschüsse zum Abschluss, denn Leezen stand kompakt. So zog Berger erneut aus etwa 20 Metern vorbei.
SVHU bestimmt das Spiel, doch Leezen trifft
Nach einer Viertelstunde sollte sich dann die Heimelf mal vor dem Tor anmelden, als einer von vielen Chip-Bällen in Richtung Stürmer kam, doch der Verteidiger der Gäste rettete in höchster Not. Im Gegenzug zog Gästekapitän Dennis Memisi knapp über die Latte. Die Mannschaft von Coach Keven Bostelmann hatte mehr vom Spiel, doch ohne noch richtig gefährlich zu werden. In der 17. Minute sollte die Heimmannschaft dann vors Tor kommen, wo Tobias Neumann den Ball zunächst an den Pfosten touchierte, doch anschließend Lukes Zahn (17.) den Ball über die Linie drückte. Es war nicht gut verteidigt vom SVHU. Somit musste der Ligafavorit das Tempo mehr erhöhen, doch die beste Chance der ersten halben Stunde resultierte nach einem Eckball. Osman Burtakucin köpfte den Ball an die Latte. Statt des Ausgleichs sollte allerdings auf der anderen Seite der Treffer fallen, denn Tobias Neumann (23.) drückte die Kugel über die Linie. Der LSC schockte den Gegner, der zwar trotz mehr Spielanteilen und klarem Chancenplus nicht wirklich im Spiel war. Man hatte in den Zweikämpfen klar das Nachsehen, verlor viele zweite Bälle und fand aus dem Spiel heraus auch noch zu wenige Mittel, um die kompakten Hausherren zu fordern.
Einstellung stimmte nicht?
Acht Minuten vor der Halbzeit sollte Henstedt-Ulzburg eine Riesenchance bekommen. Mergim Rrahmoni verlor den Ball im eigenen Strafraum, sodass Oguzhan Yeni frei vorm Tor zum Schuss kam, doch LSC-Keeper Tjark Reimers war zur Stelle. Sieben Minuten vor der Halbzeit kam es für den Gast noch dicker, denn ein Ball in die Tiefe fand Neumann (44.), der Keeper Erik Kuhnert umkurvte und ins leere Tor schob. Es war das 3:0 für die Heimelf, die sich als enorm effizient präsentierte und aus wenigen Offensivszenen eine Menge machte. Gleichzeitig war es der Pausenstand, sodass der Favorit mit einem deutlichen Rückstand in die Kabine ging. In dieser hatte Keven Bostelmann einiges anzusprechen. Er verriet seine Einschätzung zum ersten Durchgang sowie die Punkte, in denen man sich steigern wollte: „Wir haben bis zur 45. Minute nicht einen einzigen Zweikampf gewonnen. Das war mir erst einmal primär wichtig. Ich finde, das haben wir in der zweiten Halbzeit dann auch gut umgesetzt, dass wir auch mutiger im Eins-gegen-Eins sind und dass wir auch mal was anbieten und Zwei-gegen-Eins-Situationen kreieren, was gar nicht da war, und dass man füreinander da ist. Das ist das Problem, wenn man Favorit in einer Liga ist und dann gegen eine Mannschaft spielt, die vielleicht im Mittelfeld oder oberen Drittel mitspielt und den Gegner dann nicht ernst nimmt. Das hat man gerade in der ersten Halbzeit gemerkt.“
Joker sticht doppelt
Zur zweiten Hälfte reagierte der SVHU doppelt und brachte neue Impulse für die Offensive. Man ging nun deutlich früher drauf und setzte die Leezener unter Druck. Man agierte zielstrebiger und zeigte ein anderes Gesicht. So kam man sechs Minuten nach Wiederbeginn durch den eingewechselten Imad Laoukili (51.) mit Tempo nach vorne. Der Angreifer war zu schnell für die Verteidiger, lief über die rechte Seite in Richtung Tor und traf zum 1:3. Es kam nochmal Spannung auf, denn der Torschütze schob zwei Minuten später knapp vorbei, bevor 120 Sekunden später Markschies aus 23 Metern den Ball an die Latte setzte. Der Anschlusstreffer lag in der Luft, doch nur eine Minute nach dem Alutreffer gab es den Schock für SVHU. Der LSC kam erstmals im zweiten Durchgang in Richtung gegnerisches Tor, Marcel Bennsen bereitete stark vor, sodass Neumann (56.) den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Es war das 4:1 für die Hausherren. Klar war schon jetzt, dass der Mann des Tages an der Hamburger Straße Angreifer Neumann ist, denn dieser erzielte sein drittes Tor und hatte mit seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor einen großen Anteil an der Effizienz der Leezener.
LSC hält in Unterzahl dagegen
Das vierte Tor sollte allerdings noch nicht die Vorentscheidung sein, denn nach einem Freistoß kam erneut Joker Laoukili zum Abschluss. Es war das 2:4. Im Anschluss musste Leezens Max Braunschweig angeschlagen raus. Die Gastmannschaft lief immer wieder an und verzeichnete gute Abschlüsse. Kapitän Memisi zog aus der Distanz ab, doch Reimers kratzte den Ball aus dem unteren linken Eck. Vier Minuten später setzte sich Liam Rogge gut auf der linken Außenbahn durch, doch scheiterte ebenfalls am Keeper der Platzherren. Der dritte Gästetreffer lag in der Luft, doch die Paustian-Elf versuchte mit allen Kräften dagegenzuhalten. Mit der Gelb-Roten Karte für Tobias Bennsen sollte die Aufgabe nicht einfacher werden. Die Nachspielzeit brach an und es sollte noch einmal sieben Minuten Zeit für Henstedt-Ulzburg geben. Doch es brauchte schnell das 3:4, welches von Laoukili per Kopfball an die Latte verpasst wurde, doch es lag auch eine Abseitsposition vor. Die letzte Offensivaktion gehörte Leezen per Freistoß, sodass der Schiedsrichter die Partie beendete. Es gab einen überraschenden 4:2-Heimsieg der Gastgeber, der vor allem durch die erste Hälfte zustande kam. Dies sah auch der Coach der Gäste, der folgendes Fazit zog: „Das Spiel haben wir ganz klar in der ersten Halbzeit verloren. Wir sind zweimal wegen individuellen Fehlern, wo wir uns das Ding eigentlich selber reinhauen, in Rückstand geraten. Dann sind die Köpfe unten und es fällt das dritte. Ich finde aber trotzdem über die 90 Minuten hinweg waren wir die bessere Mannschaft, hatten viel mehr Chancen und vom Spiel, aber man muss Leezen auch zugutehalten, dass sie es wirklich gut gemacht haben. Sie haben sich 90 Minuten reingeworfen und das probiert, was sie können, und das haben sie gut gemacht.“
Mentalität als Faktor
Der Coach der Siegermannschaft zeigte sich nach dem Abpfiff sehr stolz. Es war der erste Sieg der Leezener in dieser Saison und zugleich auch für Phil Paustian als Coach. Dieser sollte mit seinem Trainerteam einen großen Anteil daran haben, denn sein Matchplan war die Grundlage für den Erfolg gegen den Titelfavoriten: „Ich bin durchaus positiv überrascht. Wir haben uns einen Matchplan diese Woche ausgedacht, den haben wir den Jungs am Dienstag nach dem Training schon einmal eingetrichtert und den haben sie voll und ganz über 97 Minuten verfolgt. Wir haben den Jungs von Henstedt-Ulzburg, die uns natürlich spielerisch überlegen waren durch ihre Klasse gerade auf der Außenbahn, die haben wir gut angenommen und ihnen die Lust am Fußball genommen.“ Der kompakte Abwehrblock wurde kaum aus dem Spiel heraus geknackt und das Tempo der Außenspieler des Gegners war nur vereinzelt eine Waffe. Was am Ende letztlich ausschlaggebend war, verriet der Coach ebenfalls: „Ich glaube, es war eine Mentalitätssache. Die Jungs waren so heiß, man hat das richtig gespürt. In der Kabine, in der Halbzeit, die Jungs wussten genau, worum es geht, sie hatten einfach Bock und genau das hat man auch gesehen.“
SG Bargteheide/Hammoor – SV Wahlstedt (Fr., 19.30 Uhr)
Die Englische Woche verlief für die SG Bargteheide/Hammoor durchaus positiv. Nach dem 1:7 zum Auftakt gegen Tralau folgte zuletzt der erste Sieg nach der Bildung der neuen Spielgemeinschaft gegen den VfL Oldesloe. Mit 4:2 setzte man sich auf dem heimischen Platz in Hammoor durch, dabei lag die Mannschaft von Flemming Strufe zunächst 0:1 zurück. Man hatte sogar durchaus Glück, dass es nicht einen deutlicheren Rückstand gab, denn der VfL ließ gute Gelegenheiten liegen. Erst als der gegnerische Stürmer verletzt runter musste, kippte das Spiel in die Richtung der SG, die noch vor der Pause den Rückstand drehte. Am Ende hieß es 4:2, wobei vor allem Michel Otto, Leihgabe der Landesligamannschaft, mit zwei Toren glänzte. Er war einer von drei Spielern, die dem Kader der Ersten angehören und am Dienstagabend in Hammoor aufliefen. Nun wartet allerdings ein Härtetest für die SG Bargteheide/Hammoor, denn der SV Wahlstedt ist am Freitagabend zu Gast. Dieser startete mit zwei Siegen in die neue Kreisligasaison. Nach dem 2:0-Sieg gegen Alveslohe folgte ein Heimsieg gegen den Tralauer SV, der zu den Favoriten auf den Aufstieg gehört. Es war in einem hochklassigen Spiel durchaus ein Statement an die Liga der Segeberger. Nun soll dieses bestätigt werden, denn in Hammoor ist der SV Wahlstedt der klare Favorit. Dennoch hoffen die Stormarner auf eine Überraschung im ersten Duell der beiden Mannschaften überhaupt.
TuS Teutonia Alveslohe – SV Eintracht Segeberg (Fr., 20 Uhr)
Der SV Eintracht Segeberg hatte unter der Woche spielfrei, denn das geplante erste Heimspiel der neuen Saison gegen den TSV Trittau II wurde in den Dezember verlegt. Somit hat man erst eine Partie absolviert, doch diese erfolgreich. Beim Bargfelder SV wurde trotz 0:1-Rückstand mit 3:1 gewonnen, sodass die Euphorie aus dem Aufstiegsjahr sowie die Ungeschlagen-Serie fortgesetzt wurde. 17 Pflichtspiele verloren die Mannen aus Bad Segeberg nicht mehr, letztmals am 19. Oktober 2025 gegen den SV Rickling. Daher war auch zu erwarten, dass die Eintracht kein gewöhnlicher Aufsteiger ist, denn die Qualität im Kader ist unumstritten und nach nur drei Jahren Abstinenz kennt man die Kreisliga ebenfalls.
Alveslohe glänzte zuletzt mit „herausragender Mannschaftsleistung“
Nun gastiert der SV Eintracht Segeberg bei einer ambitionierten Mannschaft der Kreisliga Südwest mit dem TuS Teutonia Alveslohe. Dieser verlor zwar den Auftakt gegen Wahlstedt zu Hause (0:2), doch gewann am Dienstagabend mit 3:0 in Hoisdorf. Dort bestrafte man die Fehler des Gegners gnadenlos und ließ hinten nichts anbrennen. Es war ein ganz starker Auftritt Alveslohes, nachdem der Cheftrainer davon sprach, dass man ganz nah am perfekten Spiel war. Rerop sah eine „herausragende Mannschaftsleistung“. Der Aufsteiger hat es also mit einer ganz schwierigen Aufgabe zu tun. Eintracht-Cheftrainer Mark Galander sagt über den Gegner: „Alveslohe hat viele junge, schnelle und gut ausgebildete Spieler. Wenn die ins Rollen kommen, wird es schwierig, sie zu stoppen. Da müssen wir von Anfang an wach und clever sein.“ Komplett verstecken möchte man sich allerdings auch nicht, auch wenn die Defensive keineswegs vernachlässigt werden soll, wie der Coach verriet: „Wir wollen wieder kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen und gleichzeitig selbst mutig nach vorne spielen. Wenn wir als geschlossene Einheit auftreten, sind wir für jeden Gegner unangenehm. Wir haben jetzt 17 Pflichtspiel-Siege in Folge geholt – und diese Serie wollen wir natürlich weiter ausbauen.“
Eintracht möchte Chancen nutzen
Gegen Bargfeld, als man mit 3:1 gewann, sah Galander durchaus Punkte, wo man sich verbessern möchte. Vor allem die Effizienz vor dem Tor ist dort ein klarer Punkt, sodass Galander sagt: „Im ersten Spiel haben wir in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen gelassen, da hätten wir schon den Deckel drauf machen müssen. Gegen Alveslohe darf uns das nicht passieren, sonst werden wir dafür bestraft.“ Gleichzeitig möchte man gegen die Mannschaft von Dennis Rerop an etwas anknüpfen, was den Aufsteiger auszeichnet: „Anknüpfen wollen wir vor allem an unserem Zusammenhalt und Geschlossenheit. Wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten, ist das unser allergrößtes Pfund, genau wie schon in der letzten Woche.“ Die beiden Segeberger Mannschaften begegneten sich in der Vergangenheit zweimal. 2023/24, als man gemeinsam in der A-Klasse spielte, setzte sich Alveslohe zweimal durch. 3:1 und 4:1 behauptete sich der TuS.
TuS Hoisdorf – Tralauer SV (Fr., 20 Uhr)
So hatten sich der TuS Hoisdorf und Tralauer SV sicherlich den zweiten Spieltag nicht vorgestellt. Beide Mannschaften gewannen am ersten Spieltag noch, doch verloren am Dienstagabend. Hoisdorf verteilte gegen den TuS Teutonia Alveslohe zu viele Geschenke, sodass es am Ende eine 0:3-Heimniederlage gab. Bereits nach zehn Minuten gerieten die Stormarner mit 0:2 ins Hintertreffen. Im Anschluss hatte man zwar mehr den Ball, doch daraus wurde fast keine Torgefahr kreiert. Dementsprechend musste man auf einen eher enttäuschenden Auftritt zurückblicken. Ebenfalls verloren hat der Tralauer SV in Wahlstedt, doch dort war die Gefühlslage etwas anders. Bei den Segebergern lieferten beide Mannschaften ein hochklassiges Duell, in dem die Heimmannschaft am Ende die Nase vorn hatte und mit 3:2 gewann. Dabei haderte man einzig damit, dass man auf dem Ballbesitz zu wenig klare Chancen kreierte.
Spielstarke Manschaften im Duell
Nun treffen die beiden Stormarner Mannschaften am Freitagabend aufeinander. Es ist ein spannendes Duell zweier junger, spielstarker Mannschaften zu erwarten. Beide Teams verfolgen spielerische Ansätze und wollen gerne selbst das Spiel gestalten. Gleichzeitig gibt es allerdings auch noch kleine Schwächen in der Defensive. Vor allem die individuellen Fehler möchte man beim TuS abstellen, denn diese waren es vor allem am Dienstag zu viele. Man ist gewarnt vor dem letztjährigen Tabellendritten, doch gleichzeitig auch selbstbewusst, trotz weiterhin einiger Urlauber: „Wir erwarten einen schweren Gegner mit Tralau, die mit guten Spielern wie zum Beispiel Öz eine gewisse Klasse haben, die Spiele entscheiden können. Aber wir wollen unsere ersten Heimpunkte einsammeln. Ich glaube, es wird ein schönes Kreisligaspiel, auch wenn immer noch einige im Urlaub verweilen, haben wir eine gute Truppe zusammen, um unsere Punkte einzusammeln“, sagte Andre Meins.
Bilanz ausgeglichen
Die Bilanz zwischen den beiden Stormarner Mannschaften ist sehr ausgeglichen. Viermal duellierten sie sich, wobei beide Mannschaften je zweimal als Sieger vom Feld gingen. Im vergangenen Jahr, als man erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder gemeinsam in einer Liga spielte, sollte Tralau die Oberhand behalten. Dabei setzte man im Heimspiel ein 7:0-Statement. Beim TuS wurde mit 2:0 gewonnen. In beiden Spielen ließ der Aufsteiger von 2025 nichts anbrennen. Doch schaut man auf die ersten beiden Aufeinandertreffen, dann sah es ganz anders aus. 2008/09 gingen beide Teams ebenfalls in der Kreisliga ins Rennen, doch damals hatte Hoisdorf zweimal die Nase vorn. 2:0 und 3:0 setzte sich der spätere Tabellensechste durch, für Tralau sollte es in diesem Jahr den Abstieg aus der Kreisliga geben. Seitdem sind allerdings einige Jahre vergangen und es hat sich einiges getan. Daher wird mit Spannung auf dieses Duell geblickt. Tralau-Coach Roman Ismagilov sagt vor dem dritten Saisonspiel seiner Mannschaft: „Hoisdorf hat eine gute und junge Truppe. Im Rückspiel der abgelaufenen Saison haben wir uns auf dem Kunstrasen etwas schwergetan, deshalb wissen wir, dass wir dort nichts geschenkt bekommen werden. Ich erwarte eine interessante Partie gegen einen Gegner, der mutig mitspielen und sich auch fußballerisch wieder gut präsentieren wird. Es wird anspruchsvoll werden.“
Der 2. Spieltag im Überblick
TuS Hoisdorf – TuS Teutonia Alveslohe 0:3
SG Bargteheide/Hammoor – VfL Oldesloe 4:2
SV Wahlstedt – Tralauer SV 3:2
Leezener SC – SV Henstedt-Ulzburg 4:2
SSV Großensee – Borussia Möhnsen 2:2
FSG Alsterland – Bargfelder SV (Do., 20 Uhr)
SV Sülfeld – TuS Hartenholm II
Der 3. Spieltag im Überblick
SG Bargteheide/Hammoor – SV Wahlstedt (Fr., 19.30 Uhr)
TuS Hoisdorf – Tralauer SV (20 Uhr)
TuS Teutonia Alveslohe – SV Eintracht Segeberg
SV Henstedt-Ulzburg – SSV Großensee (Sa., 14 hr)
TSV Trittau – FSG Alsterland (So., 12 Uhr)
VfL Oldesloe – Borussia Möhnsen (15 Uhr)
Bargfelder SV – SV Sülfeld
TuS Hartenholm II – Leezener SC (15.30 Uhr)1. SV Wahlstedt 2 5 : 2 6 2. SSV Großensee 2 9 : 3 4 3. Leezener SC 2 5 : 3 4 4. Tralauer SV 2 9 : 4 3 5. FSG Alsterland 1 6 : 3 3 6. SV Eintracht Segeberg 1 3 : 1 3 7. SV Henstedt-Ulzburg 2 5 : 4 3 8. TuS Teutonia Alveslohe 2 3 : 2 3 9. TuS Hoisdorf 2 5 : 5 3 10. Bargteheide-Hammoor 2 5 : 9 3 11. SV Bor. Möhnsen 2 3 : 3 2 12. Bargfelder SV 1 1 : 3 0 13. TuS Hartenholm II 1 3 : 6 0 14. TSV Trittau II 1 2 : 5 0 15. SV Sülfeld 1 0 : 3 0 16. VfL Oldesloe 2 3 : 11 0







