
Lübeck – Der erste Spieltag in der Kreisliga Süd hat bereits eine Menge geboten. Viele Tore, echte Überraschungen und ein hohes fußballerisches Niveau zeigten, worauf man sich in Lübeck freuen darf. Daher ist die Vorfreude auf den zweiten Spieltag groß. Es ist der Beginn der ersten Englischen Woche der Saison, die in der kommenden Woche bereits stattfindet.
Ratzeburger SV II – ATSV Stockelsdorf (Sa., 12 Uhr)
Am Sonnabend rollt bereits um 12 Uhr der Ball an der Riemannstraße. Der Ratzeburger SV II empfängt den ATSV Stockelsdorf, sodass es zum Duell zweier Verlierer des ersten Spieltags kommt. Der Aufsteiger hatte im Auswärtsspiel beim Krummesser SV, der ebenfalls aufstieg, mit 2:4 das Nachsehen. Es war vor allem im Spiel gegen den Ball ein dürftiger Auftritt, denn Trainer Paul Dietz bemängelte das Zweikampfverhalten seiner Mannschaft. Doch auch mit dem Ball tat sich die Zweitvertretung schwer gegen einen tief verteidigenden Gegner. Es war also insgesamt ein Auftritt, der klar zeigte, wo es noch Arbeit für die Zweitvertretung gibt. Bitter war allerdings, dass es die erste Liganiederlage seit Mai 2025 war und das Ziel, die Serie möglichst lange fortzusetzen, schon am ersten Spieltag verfehlt wurde. Nun steht allerdings das erste Heimspiel an und dort möchten die Lauenburger ganz klar ein anderes Gesicht zeigen. Es soll das auf den Platz gebracht werden, was sie eigentlich so stark macht. Doch erneut sieht es personell nicht rosig aus, denn nun fiel ein weiterer Spieler aus. Coach Dietz sagt vor dem Heimspielauftakt: „Wir freuen uns auf das erste Heimspiel der neuen Kreisligasaison und erwarten einen Gegner, der genauso hungrig auf die ersten drei Punkte der Saison sein wird wie wir. Zu den aktuell vielen Verletzten und Urlaubern fällt seit letzter Woche leider auch noch Çelik länger aus. Wir wollen trotzdem zu Hause dominant auftreten und werden alles geben, um die drei Punkte am Riemann zu behalten.“
Stockelsdorf will den nächsten Schritt gehen
Beim Gegner, dem ATSV Stockelsdorf, lief es am ersten Spieltag ebenfalls eher durchwachsen. Mit 1:3 gab man sich auf dem heimischen Kunstrasenplatz geschlagen, wobei deutlich mehr möglich gewesen wäre. Gegen den VfL Rethwisch spielte man noch eine eher dürftige erste Hälfte, auch wenn man zwischenzeitlich nach Ecke durch Tim-Niklas Seeger ausglich. Im zweiten Durchgang, beim Stand von 1:2, lief man an, hatte deutlich mehr vom Spiel, doch die Präzision im letzten Drittel ließ zu wünschen übrig. Trotz vieler Abschlüsse kamen dabei eindeutig zu wenig klare Chancen bei raus, sodass mit dem dritten Gegentor nach Konter die Messe gelesen war. Daher war der Auftakt für Stockelsdorf nach dem Sieg im Kreispokal gegen Lübeck 1876 sehr durchwachsen und nicht nach dem Geschmack der Mannen von Neu-Trainer Yannik Biemann. Dieser erwartet von seinem Team nun eine klare Leistungssteigerung in Ratzeburg. Es wartet eine spielstarke Mannschaft und daher ein etwas anderer Gegner als zuletzt. Ihr Trainer sagt vor dem Spiel: „Wir wollen uns weiter als Team verbessern und versuchen, den nächsten Schritt zu gehen. Vor dem Tor müssen wir kaltschnäuziger sein und versuchen, ruhiger am Ball zu werden. Wenn wir die kämpferische Leistung aus dem ersten Spiel mitnehmen und daran anknüpfen, dann kann es etwas werden. Wir erwarten einen guten Gegner, der sich nach dem ersten Spieltag nun auch belohnen und das Ruder rumreißen möchte.“
SV Azadi Lübeck II – Krummesser SV (Sa., 15.30 Uhr)
Wie schwer es gegen Aufsteiger sein kann, erlebte der SV Azadi Lübeck II bereits am vergangenen Wochenende. Zum Start in die neue Saison unterlag die Zweitvertretung dem TSV Zarpen deutlich mit 1:4. Es war ein dürftiger Auftritt, bei dem man sich in der Offensive nicht kaltschnäuzig genug präsentierte. Nun soll dies etwas anders aussehen und der Gegner ist etwas anders ausgerichtet. Krummesse legt den Fokus eher auf die Defensive, sodass zu erwarten ist, dass die Lübecker klar mehr Ballbesitz haben werden. Dies liegt ihnen, denn Azadi ist mit Spielern wie Serdar und Araz Hassan eher spielstark. Damit es nicht einen Fehlstart gibt und erneut nicht gegen einen Aufsteiger gepunktet werden kann, braucht es für Azadi noch mehr Zug zum Tor sowie eine gute Absicherung für die Vorstöße des KSV. Omar Yassin sagt vor dem zweiten Spiel der Kreisligasaison: „Wir spielen gegen einen ambitionierten Aufsteiger. Die Mannschaft kennen wir bereits aus der A-Klasse und wissen daher, dass wir sie keinesfalls unterschätzen dürfen. Wir erwarten einen motivierten Gegner und müssen von Beginn an konzentriert auftreten. Im ersten Spiel haben wir uns durch zu viele Fehler im Aufbauspiel das Leben selbst schwer gemacht und wurden dafür bestraft. Genau daran haben wir in dieser Woche mit einer guten und motivierten Trainingsbeteiligung gearbeitet. Deshalb gehen wir mit viel Motivation und einem guten Gefühl in die Partie. Auch wenn uns aufgrund von Arbeit und Urlaub noch einige Spieler fehlen, können wir einen schlagkräftigen und souveränen Kader stellen. Wir müssen unsere Fehlerquote im Spielaufbau deutlich reduzieren und insgesamt konsequenter auftreten. Gleichzeitig wollen wir an die gute Trainingswoche, den Teamgeist und die positive Einstellung anknüpfen. Wenn wir das auf den Platz bringen, sind wir überzeugt, dass wir ein gutes Spiel abliefern können.“
Legt der Aufsteiger nach?
Der Krummesser SV möchte nun sicherlich den Saisonstart vergolden und nach einem Sieg am ersten Spieltag nun nachlegen. Das 4:2 gegen den Ratzeburger SV II war durchaus eine Überraschung, sodass man die Mannschaft vom Hans-Georg-Börstler-Platz keineswegs unterschätzen darf. Mit Cesur Kaya kehrt ein Neuzugang der Lauenburger zu seinem Ex-Club zurück. Am ersten Spieltag fehlte der technisch starke Mittelfeldspieler noch, nun wird sich zeigen, ob er ausgerechnet gegen seinen Ex-Club sein Ligadebüt für Krummesse feiert. Am ersten Spieltag zog Cheftrainer Andre Bargholt ein positives Fazit, auch wenn man bei den beiden Gegentoren mithalf. Nun soll am Auftaktsieg angeknüpft werden: „Nach dem gelungenen Auftaktspiel wollen wir da anknüpfen, wo wir im Spiel gegen Ratzeburg aufgehört haben, keinen Zentimeter des Platzes kampflos aufgeben und unser Spiel auf den Rasen bringen. Uns erwartet mit der Zweitvertretung von Azadi Lübeck ein etablierter Kreisligist, der eine spielstarke Mannschaft stellt und über eine große individuelle Klasse verfügt.“ Viermal sind sich die beiden Mannschaften in der Vergangenheit begegnet. Dabei spricht die Bilanz relativ klar für den KSV. Drei Siege stehen einem Erfolg des SV Azadi II gegenüber. Im Aufstiegsjahr der Lübecker verlor die Mannschaft von Omar Yassin beide Spiele gegen den kommenden Gegner.
Lübeck 1876 – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (So., 14 Uhr)
So hatte sich Lübeck 1876 den Start in die neue Kreisligasaison sicherlich nicht vorgestellt. Bei der SG Breitenfelde/Mölln nahm man sich einiges vor und wollte nach dem Pokalaus gegen den ATSV Stockelsdorf ein anderes Gesicht zeigen. Am Ende stand gegen die SG allerdings eine deutliche 1:6-Niederlage, die sich für die Lübecker sehr schmerzhaft lesen lässt. Dabei hatte man zwischenzeitlich in den ersten Minuten der zweiten Hälfte sogar die Chance, das Spiel auf seine Seite zu ziehen, denn nach dem Ausgleich durch Norman Bierle ließ man die Führung liegen. Stattdessen folgten weitere Gegentore, sodass man sich nach und nach ergab. Dies darf nun am Sonntag allerdings keineswegs geschehen, denn auf der heimischen Sportanlage möchte man dringend ein anderes Gesicht zeigen und die ersten Punkte einfahren. Trainer Uwe Buchholz sagt vor dem Spiel: „Erstes Heimspiel in der neuen Saison. Wir hatten eine gute Trainingswoche und die Jungs sind heiß auf Wiedergutmachung. Dazu brauchen wir eine konzentrierte und engagierte Leistung über 90 Min. Die SG aus Wentorf verfügt über enorme Qualität, gerade in der Offensive, und da müssen wir die richtige Balance finden. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung und dass die Punkte am Ende auf unserem Konto stehen.“
SGWSS arbeitet an Offensive und Abschlussqualität
Mit der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg gastiert eine Mannschaft, die neu in der Liga ist, doch über eine hohe Qualität verfügt. Die Lauenburger spielten vergangene Saison noch in der Kreisliga Stormarn, wo man Platz fünf belegte. In diesem Jahr sehen die SGWSS allerdings nicht wenige erneut im Rennen um die oberen Plätze, in der Rolle des Geheimfavoriten. Selbst möchte man auch in die obere Tabellenhälfte. Doch der Start war sehr bitter. Man eröffnete die Kreisligasaison mit dem Derby gegen Verbandsligaabsteiger und Mitfavorit SV Grün-Weiß Siebenbäumen. Dabei ließ Wentorf einige Chancen ungenutzt. Man haderte mit der Effizienz vor dem Tor sowie unglücklichen individuellen Fehlern. Daher hatte man einen klaren Fokus in dieser Trainingswoche. Am Sonntag in Lübeck möchte man wesentlich kaltschnäuziger und präziser im letzten Drittel agieren und an der Travemünder Allee den ersten Saisonsieg einfahren. Dennis Hadler sagt vor dem Spiel: „Wir erwarten mit 1876 einen Gegner, der mit Sicherheit besser ist, als das Ergebnis am ersten Spieltag vermuten lässt, und trotz der Abgänge immer noch über einige Unterschiedsspieler wie zum Beispiel Norman Bierle, den ich noch aus Dornbreite kenne und mich auf ein Wiedersehen freue, verfügt. Trotzdem fahren wir mit dem Ziel zu 1876, dort unsere ersten Punkte zu holen. Die Jungs ziehen im Training voll mit und haben vom GWS-Spiel noch eine gehörige Portion Wut im Bauch.“
Hadler setzte fort: „Wenn wir es schaffen, unsere Leistung aus dem GWS-Spiel zu wiederholen und dieses Mal unsere Torchancen nutzen, bin ich sicher, dass wir dort etwas mitnehmen können. Der Fokus im Training liegt daher diese Woche weiter auf der Offensive und dem Abschluss.“ Es gab dieses Duell bereits viermal, wobei die Bilanz eine sehr klare Sprache sprach. Lübeck 1876 gewann alle vier Spiele, wobei es immer wieder torreich war. Vor zwei Jahren spielte man bereits in einer Liga, wo es an der Travemünder Allee einen 4:1-Sieg der Lübecker gab. Im Rückspiel behauptete sich die Mannschaft von Uwe Buchholz mit 5:3.
SV Grün-Weiß Siebenbäumen – SV Fortuna St. Jürgen (So., 14 Uhr)
Der SV Grün-Weiß Siebenbäumen gilt neben dem Eichholzer SV II als Top-Favorit auf den Titel. Man stieg aus der Verbandsliga ab, hielt zahlreiche Spieler aus der abgelaufenen Saison an Bord und verstärkte sich mit Franz Walter Schlatow hochkarätig. Dementsprechend waren die Erwartungen an die Mannschaft von Cheftrainer Marco Urban groß. Zum Start im Derby bei der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg feierte man einen 3:2-Auswärtssieg, der durchaus glücklich war. Das Chancenplus war klar auf Seiten der Hausherren, die zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt ließen. Gleichzeitig bestrafte Siebenbäumen die Fehler des Gegners eiskalt. Man führte mit 3:0, doch Wentorf kam auf 2:3 ran und in den letzten Minuten musste der Verbandsligaabsteiger alles wegverteidigen. Nun soll auf der heimischen Sportanlage nachgelegt werden, wenn der SV Fortuna St. Jürgen zu Gast ist. Man setzt erneut auf die individuelle Qualität, vor allem im Mittelfeld und der Offensive.
Fortuna möchte mit geschlossener Teamleistung Favoriten ärgern
Fortuna St. Jürgen verlor am ersten Spieltag mit 2:4 gegen den TSV Schlutup, wobei man über weite Strecken kein schlechtes Spiel machte. Der direkte Ausgleich nur wenige Sekunden nach der 2:1-Führung war der Knackpunkt, der Fortuna das Genick brach. Nun wollte man dieses Spiel aus den Köpfen bekommen, denn mit Siebenbäumen wartet ein erneut harter Brocken. Dort braucht es defensiv mehr Stabilität und vorne Effizienz. Viermal trafen sich die beiden Mannschaften, wobei die Lauenburger in allen Spielen als Sieger vom Platz gingen. Dabei fielen 12:5 Tore für den SV Grün-Weiß. Letztmals begegneten sich die aktuellen Kreisligisten im Juli 2023 sowie Oktober 2012 jeweils im Rahmen eines Testspiels. In der Liga kam es im Mai 2011 letztmals zu einem Duell. Am Sonntag möchte Fortuna erstmals gegen Siebenbäumen gewinnen, doch ihnen ist auch klar, wie schwer diese Aufgabe ist. Nikolay Frech sagt: „Mit Siebenbäumen erwartet uns ein Gegner, der durch eine große individuelle Qualität überzeugt. Wir müssen versuchen, über eine geschlossene Teamleistung den Gegner zu ärgern und extrem giftig in den Zweikämpfen zu sein. In allen Mannschaftsteilen gibt es im Vergleich zur Vorwoche noch Verbesserungspotenzial. Am Dienstag waren wieder über 20 Spieler im Training, und wir sind hochmotiviert, unser erstes Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten.“
TSV Schlutup – TSV Zarpen (So., 14 Uhr)
Nach einem schwierigen Sommer mit einigen Abgängen sowie einer Veränderung auf der Trainerposition war die Erleichterung groß beim TSV Schlutup, dass man mit einem Sieg in die neue Saison starten konnte. Beim SV Fortuna St. Jürgen gewann der letztjährige Tabellendritte mit 4:2. Dabei lief man zwischenzeitlich sogar einem 1:2-Rückstand hinterher. Vor allem ein herausragender Mert Büyükdemir sollte mit drei Toren allerdings der Matchwinner sein. Nun möchte man nachlegen und auch auf der heimischen Sportanlage punkten. Für Coach Robertino Borja ist es das Debüt am Palinger Weg. Dort möchte man am Auftakt gegen Fortuna anknüpfen und sich nochmal steigern. Zu Gast ist der TSV Zarpen, dem man das erste Mal überhaupt begegnet. Vor diesem Duell sagt der Coach: „Die Jungs sind heiß auf das erste Heimspiel der Saison und wollen dort an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen. Mit Zarpen kommt allerdings ein starker Aufsteiger nach Schlutup. Mit dem 4:1-Sieg bei Azadi II haben sie direkt im ersten Spiel bewiesen, dass sie zurecht in dieser Liga spielen. Meine Mannschaft weiß, dass wir den Gegner auf keinen Fall unterschätzen dürfen. Wir haben unsere Fehler aus dem letzten Spiel im Training intensiv aufgearbeitet. Entscheidend wird sein, über die gesamte Spielzeit konzentriert zu bleiben und zu keiner Phase des Spiels nachzulassen. Nur wenn wir über 90 Minuten unser Niveau halten, haben wir gute Chancen, die drei Punkte in Schlutup zu behalten.“
Zarpen plagen personelle Sorgen
Für den TSV Zarpen ist es das erste Auswärtsspiel in dieser Saison und in diesem möchte man an dem Auftritt der vergangenen Woche anknüpfen. Dort feierte man zu Hause einen 4:1-Sieg gegen den SV Azadi Lübeck II, wo man eine starke Leistung ablieferte. Dabei fehlten vor allem in der Offensive mit Nico Henkel und Philipp Luca Pohl zwei wichtige Spieler verletzungsbedingt. Beide werden nun erneut ausfallen. Dennoch blickt man zuversichtlich auf das Spiel, denn schließlich wurde auch gegen Azadi viermal getroffen. Trainer Tobias Clasen sagt: „Wir wollen die positiven Ansätze aus dem ersten Spiel mitnehmen und über 90 Minuten noch konstanter auftreten. Entscheidend wird sein, dass wir in den entscheidenden Momenten klarer und mutiger agieren, sowohl mit als auch gegen den Ball.“ Zum Gegner setzte er fort: „Wir erwarten einen Gegner, der uns mit Sicherheit alles abverlangen wird. Erschwerend kommt hinzu, dass wir personell aktuell stark gebeutelt sind. Trotzdem werden wir uns nicht darauf ausruhen. Wenn wir unsere Leistung abrufen und als Team geschlossen auftreten, bin ich überzeugt, dass wir unsere Chancen bekommen werden. Um da auch was für uns mitzunehmen an Punkten.“
SV Viktoria 08 – Eichholzer SV II (So., 14.45 Uhr)
Der SV Viktoria 08 hat im Sommer einen Umbruch vollzogen. Zahlreiche Leistungsträger haben die Lübecker verlassen, sodass sich andere Spieler, darunter auch einige aus der Zweiten, beweisen dürfen. Dennoch haben die 08er noch immer einen guten Kader zur Verfügung mit Spielern wie Jan Carlos Spoddig, Jonathan Thelitz oder aber Florian Hasan. Daher blickt man zuversichtlich und positiv auf die Saison, auch wenn der Start eher weniger erfolgreich lief. Beim TSV Travemünde verlor man mit 1:5, wobei man allerdings vor allem kurz vor der Pause, als der Anschlusstreffer fiel, am Drücker war und sogar leicht am Ausgleich kratzte. Mit dem 1:3 und 1:4 ging es dann dahin für Viktoria. Den Auftakt möchte man nun abschütteln, denn am Sonntag steht das nächste schwierige Spiel an. Der Top-Favorit der Liga, Eichholz II, kommt auf die Falkenwiese, sodass es für die Hausherren vor allem defensiv eine große Herausforderung wird. Timur Akgün sagt: „Wir freuen uns auf das erste Heimspiel in dieser Saison. Zugleich bekommen wir mit Eichholz II, dem Topfavoriten auf die Meisterschaft, zu Gast. Es wird sehr schwierig werden, über 90 Minuten auf dem Niveau mitzuhalten. Wir werden in unserem Rahmen alles geben.“
Eichholz reist mit großem Respekt an
Der Eichholzer SV II reist somit zu einem jungen Team, das mit einigen erfahrenen Spielern gespickt ist. Es wird eine spannende Aufgabe, auch wenn die Rollenverteilung klar an die Mannschaft vom Pöbelberg verteilt ist. Diese startete mit einem 3:0-Sieg gegen den TSV Kücknitz, wo man allerdings vor allem im ersten Durchgang Glück hatte, dass der Gegner das Spiel nicht auf seine Seite zieht. Aufgrund der zweiten Hälfte, in der Eichholz nichts mehr anbrennen ließ und nach zwei weiten Einwürfen erhöhte. Nun trifft die Zweitvertretung allerdings auf ihren Angstgegner, denn keines der fünf Spiele gegen Viktoria wurde gewonnen. Alle Duelle gewann „Vicky“, auch in der vergangenen Saison. Es war die einzige Mannschaft, die beide Spiele gegen den Aufsteiger von 2025 gewann. Das Hinspiel auf der Falkenwiese gewann man 6:2 und an der Guerickestraße gab sich Eichholz 1:3 geschlagen. Dieses Duell am 14. November 2025 war allerdings die letzte Kreisliganiederlage für die Mannschaft von Stephan Lindhoff. Seitdem gelang es keiner Mannschaft, den diesjährigen Top-Favoriten zu schlagen. Dieser hat allerdings einiges vor und möchte erstmals den Angstgegner bezwingen: „Am Sonntag spielen wir bei Viktoria 08. Einen Gegner, gegen den wir beide Spiele in der letzten Saison verloren haben. Nach dem Auftaktsieg gegen Kücknitz wollen wir den nächsten Sieg einfahren. Der Gastgeber hat einen kleinen Umbruch diese Saison hinter sich. Nichtsdestotrotz reisen wir mit dem gehörigen Respekt zur Falkenwiese. Die Mannschaft verfügt weiterhin über gute Einzelspieler und einer guten Spielidee. Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, können wir auch dort punkten. Die Jungs haben Bock und so werden wir auch in das Spiel gehen.“
TSV Kücknitz – SG Breitenfelde/Mölln (So., 15 Uhr)
Es war sicherlich mehr drin für den TSV Kücknitz. Am ersten Spieltag gastierte dieser beim Top-Favoriten Eichholz II, wo es am Ende eine 0:3-Niederlage gab. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache, doch chancenlos, wie es vermuten lässt, war der TSV keineswegs. Im ersten Durchgang hatte man sogar mehr und auch die besseren Chancen, doch man ließ gute Gelegenheiten ungenutzt. Stattdessen war es ein abgefälschter Freistoß sowie zwei Einwürfe, die für die Gegentreffer sorgten. Es zeigt, wie bitter der erste Spieltag für Kücknitz lief, doch auch, dass man aus dem Spiel heraus nichts zuließ. Gleichzeitig musste man allerdings auch hinnehmen, dass nach dem Seitenwechsel kaum noch klare eigene Chancen kreiert wurden. An dem Auftritt insgesamt gilt es nun dennoch anzuknüpfen, doch nun mit einem positiven Ausgang für die Mannen vom Roten Hahn. Zu Gast ist die SG Breitenfelde/Mölln, mit der es im vergangenen Jahr zu einer aus TSV-Sicht eher unschönen Situation kam. Zur Folge hatte diese, dass das Spiel in Lauenburg zunächst als Nichtantritt der Kücknitzer gewertet wurde. Nachdem ein Einspruch eingelegt wurde, kam es zur Neuansetzung, wobei sich Breitenfelde durchsetzte. Dabei war man personell geschwächt und dennoch war mehr drin. Vor dem Duell am Sonntag sagt Mirco Groß: „Zum ersten Heimspiel der Saison erwartet uns direkt ein richtig starker Gegner mit einem sympathischen Trainer. Im ersten Saisonspiel hat man deutlich gesehen, dass unser Torabschluss noch unser größtes Manko war. Genau daran haben wir die ganze Woche gearbeitet. Die Jungs sind hochmotiviert und freuen sich riesig auf das erste Heimspiel. Mit der Unterstützung unserer Fans wollen wir ein anderes Gesicht zeigen und die ersten Punkte der Saison holen.“
Das zweite von 30 Topspielen
Die SG Breitenfelde/Mölln hat das Auswärtsspiel am Roten Hahn ebenfalls nicht wirklich positiv in Erinnerung. Man verlor nach einer mehrwöchigen Ungeschlagen-Serie dort mal wieder ein Spiel, wo man einen schwachen Tag erwischte. Dies ist allerdings mehr als ein Dreivierteljahr her, sodass dieses Spiel keine Rolle mehr spielt. Die aktuelle Momentaufnahme zeigt eher eine SG, die von ganz oben der Tabelle grüßt. Durch einen 6:1-Heimsieg gegen Lübeck 1876 war dies der Fall. Man war über 90 Minuten die bessere Mannschaft und drehte vor allem nach der Pause auf. Gleichzeitig muss man allerdings auch sagen, dass die Lübecker sich mit der Zeit immer weniger wehrten und dies Breitenfelde gnadenlos ausnutzte. Nun wird man am Sonntag auf wesentlich mehr Gegenwehr treffen, wenn man am Roten Hahn gastiert. Vor diesem Spiel sagt Coach Arne Riewe: „Sonntag wartet Kücknitz auf uns, einer der unangenehmen Sorte, wo viel entschieden wird übers Gegenhalten und mental fit sein. Trotzdem ist der Plan klar und davon rücken wir nicht ab. Das wird das zweite von 30 Topspielen sein für uns und genau so bereiten wir uns vor.“
VfL Rethwisch – TSV Travemünde (So., 15 Uhr)
Zwei Gewinner des ersten Spieltags treffen am Sonntagnachmittag aufeinander. Der VfL Rethwisch startete mit einem 3:1-Auswärtssieg beim ATSV Stockelsdorf. Dort war es vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig guter Auftritt der Stormarner, die kaum etwas zuließen. Gleichzeitig gab es in der zweiten Hälfte allerdings auch eine Schwächephase, in der man froh sein konnte, dass der Gegner zu ungenau vor dem Tor agierte. So war mit einem Konter, den Gerrit Schubring vollendete, die Vorentscheidung. Somit startete der neue Cheftrainer Till Kniffka erfolgreich, denn es war sein erster Sieg im ersten Ligaspiel an der Seitenlinie. Nun steht das erste Heimspiel an, wo man sich ganz besonders wohlfühlt. Ein Großteil der Punkte in der abgelaufenen Saison wurden am Buchrader Weg geholt. Daher blickt man zuversichtlich auf das Spiel am Sonntag. Dann ist mit dem TSV Travemünde einer der Favoriten in der Liga zu Gast. Vor diesem Spiel sagt Kniffka: „Am Wochenende erwartet uns ein starker Gegner. Der, denke ich, mit zu den Favoriten gehört. Wir haben im letzten Spiel eine gute erste Halbzeit gespielt. Diesmal müssen wir es schaffen, dass die Leistung 90 Minuten gehalten wird. Die Kommunikation auf dem Platz wird immer besser und wir halten das Spiel kompakt. Ich bin mir sicher, wenn wir als Mannschaft konzentriert zusammen agieren, werden wir unsere Nadelstiche setzen können.“
Letztes Duell in Rethwisch hängt noch bis heute
Nach einem 5:1-Auftaktsieg möchte auch der TSV Travemünde nachlegen, doch an den kommenden Gegner hat man keine guten Erinnerungen. Trotz vier Punkten aus den beiden Spielen blieb vor allem das Hinspiel in Erinnerung. Dort trennten sich die Monte-Kicker mit 2:2-Remis, doch vor allem der Schiedsrichter stand im Mittelpunkt. Dieser verwehrte dem TSV, wenn es nach ihnen ging, klar den Sieg. Denn man haderte mit nicht gegebenen Treffern sowie ausgebliebenen Elfmeterpfiffen. Hinzu kam, dass gleich zwei Mitglieder des Trainerteams die Rote Karte sahen, wie auch Yannick Retzlik nach Abpfiff. Wie Trainer Christian Jetz verriet, ist dieses Spiel durchaus noch im Hinterkopf: „Wir freuen uns auf das zweite Saisonspiel in Rethwisch, das Spiel vom letzten Jahr hängt bis heute nach und das lag nicht an den Gastgebern, die zum Teil selber verdutzt waren und sich zum Teil sogar entschuldigten. Nun zum Sportlichen, Rethwisch hat den Anspruch, eine Spitzenmannschaft zu werden, wir möchten uns oben festsetzen und ebenfalls gewinnen. Wir sind dieses Jahr nicht so leicht ausrechenbar und verfügen über einen breiteren Kader und hoffen, das gleich auch auswärts zu zeigen. Langner und Bronnert fehlen, dafür rücken Furchtmann, Barczok und Yigit in den Kader. Wir wissen, dass Rethwisch zu Hause viele Punkte holt, aber wir wollen die Punkte mit an die Ostsee nehmen.“




