
Alveslohe – Die Englische Woche in der Kreisliga Südwest wurde mit dem dritten Spieltag komplettiert. Es war eine packende erste Woche der Saison, in der bereits einiges geboten wurde. Überraschungen und Kantersiege prägten bereits die ersten beiden Spieltage, doch zum Start in den dritten sollte es sich fortsetzen. Die drei Spiele am Freitagabend hatten es durchaus in sich und dies sollte sich über das gesamte Wochenende fortsetzen.
SG Bargteheide/Hammoor – SV Wahlstedt 2:1 (1:1)
Die Saison begann für die SG Bargteheide/Hammoor mit einem Sieg und einer Niederlage. Zum Start unterlag die neue Spielgemeinschaft aus dem SV Hammoor und TSV Bargteheide II mit 1:7 gegen den Tralauer SV, wo man sich defensiv löchrig präsentierte. Wenige Tage später folgte eine klare Leistungssteigerung gegen den VfL Oldesloe, wo es einen 4:2-Sieg gab, trotz Rückstand. Die Moral und Einstellung stimmte bei der SG also, was sie positiv für das dritte Spiel stimmte. Es war erneut ein Heimspiel, doch es kam eine Spitzenmannschaft, die mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet ist. Der SV Wahlstedt reiste an und nach zwei Siegen gegen Alveslohe (2:0) und Tralau (3:2) spielte sich das Team von der Scharnhorststraße durchaus in den Favoritenkreis auf den Aufstieg. Zwar waren es auch erst zwei Partien, doch die Art und Weise, wie die Segeberger auftraten, war beeindruckend. Im ersten Spiel wurde kaum etwas zugelassen und am Dienstag gegen den letztjährigen Tabellendritten aus Travenbrück bot der SVW einen hochklassigen und souveränen Eindruck. Hinten stand Wahlstedt weitgehend stabil und vorne wurden die Chancen genutzt. Daher war die Favoritenrolle am Freitagabend in Hammoor glasklar an die Gäste verteilt.
Wahlstedt knackt den Abwehrblock
Wahlstedt hatte klar mehr Spielanteile und einen deutlich höheren Ballbesitzanteil. Die Heimmannschaft konzentrierte sich auf die Arbeit gegen den Ball und wollte hinten tief stehen. Dominik Sparr, Spieler der SG, sagte: „Wir haben einen starken Gegner erwartet und das waren sie auch. Sie haben wirklich gut den Ball laufen lassen und uns war klar nach dem Debakel gegen Tralau, dass wir uns anders positionieren müssen und haben einfach versucht, uns als Block tief zu stellen und die Ketten zu verschieben, was uns in den 90 Minuten glaube ich auch gut gelungen ist.“ Dennoch war es die Gastmannschaft, die in Führung ging. Ein Freistoß führte zum 1:0 der Wahlstedter durch Yannick Klahn (23.). Dieser traf bereits am ersten Spieltag, war dort mit einem Doppelpack gegen Alveslohe der Matchwinner. Der tiefe Block der Hausherren war also geknackt, doch die Führung hielt nicht lang. Drei Minuten später konterte Bargteheide/Hammoor und Klemens Frauenholz brachte den Ball letztlich im eigenen Tor unter. Bitter für Wahlstedt, die ihre Führung zu leichtfertig aus der Hand gaben. Es war nicht der erste Konter der SG, denn dieses Mittel sollte immer mal wieder für Gefahr sorgen. Gästetrainer Nimet Jusufi sagte: „Wir sind zwar recht früh in Führung gegangen, haben danach aber schnell den Ausgleich kassiert, weil wir einen Konter schlecht verteidigt haben. Danach waren wir eigentlich überhaupt nicht mehr richtig im Spiel. Uns haben über weite Strecken die grundlegenden Dinge gefehlt, die es braucht, um Fußball zu spielen: Leidenschaft, Körperlichkeit, sauberes Passspiel und die nötige Genauigkeit. Dadurch sind wir über die gesamten 90 Minuten nicht wirklich in unseren Rhythmus gekommen.“
Konter ins Glück
Zur zweiten Hälfte hofften die Gäste, mehr Lösungen zu finden, doch es blieb dabei, dass sich die Segeberger extrem schwer taten. Jusufi sagte zu seiner Halbzeitansprache und Anpassungen: „Wir haben in der Halbzeit versucht, noch einmal etwas umzustellen, um mehr Druck nach vorne zu entwickeln und offensiv gefährlicher zu werden. Das ist uns allerdings auch nicht wirklich gelungen. Der Gegner hat sehr tief und kompakt gestanden, wodurch es für uns zusätzlich schwierig war, Lösungen zu finden. Wir haben heute einfach einen miserablen Tag erwischt und konnten auch in der zweiten Hälfte nicht die Leistung abrufen, die wir uns vorgenommen hatten.“ Lange Zeit blieb es bei dem 1:1, sodass es so schien, als würde es keinen Sieger in Hammoor geben. Doch dann brach die Schlussminute an und in dieser sollte tatsächlich der Luck-Punch für die SG gelingen. Kevin Erpenstein (90.) vollendete einen Konter und brachte seiner Mannschaft somit die drei Punkte. Es war eine große Überraschung und gleichzeitig sehr ernüchternd für die Gastmannschaft. Deren Trainer zog daher folgendes Fazit: „Das Fazit fällt natürlich enttäuschend aus. Wir müssen die Partie jetzt ehrlich analysieren und einige Dinge aufarbeiten. Gleichzeitig ist es noch relativ früh in der Saison. Wir müssen weiter hart trainieren und an unseren Schwächen arbeiten. Ich bin aber guter Dinge, dass wir die angesprochenen Dinge verbessern werden und in den nächsten Spielen wieder ein anderes Gesicht zeigen können.“
TuS Teutonia Alveslohe – SV Eintracht Segeberg 1:4 (1:0)
Der TuS Teutonia Alveslohe legte am Dienstagabend beim TuS Hoisdorf einen starken Auftritt hin. Der Cheftrainer sprach vom nahezu perfekten Spiel und lobte sein Team für eine „herausragende Mannschaftsleistung“. Es war genau das, was man sich vorstellt, doch nun sollte am Freitagabend nachgelegt werden. Nach einer 0:2-Niederlage im ersten Heimspiel visierte man den ersten Heimsieg der Saison an, gegen den Aufsteiger SV Eintracht Segeberg. Dieser hatte unter der Woche durch eine Spielverlegung frei, ging also ausgeruht ins zweite Auswärtsspiel in Folge, nachdem zum Start mit 3:1 in Bargfeld gewonnen wurde. Es war ein spannendes Duell zu erwarten, denn beide Mannschaften verfügen über eine hohe Qualität in ihren Reihen. Die Gäste aus Bad Segeberg hatten allerdings personelle Ausfälle zu verkraften. Eintracht-Coach Mark Galander sagte: „Wir hatten zwei, drei kurzfristige Ausfälle und haben von daher tiefer gestanden als wir eigentlich wollten.“ Nach vorne sollte es über lange Bälle gehen, während die Hausherren spielbestimmend waren. Die Chancen sollte allerdings die Gastmannschaft haben, die zwei gute Chancen hatte. Vor allem Adrian Rupsch ließ eine Riesengelegenheit ungenutzt.
Segeberg vergibt, Alveslohe trifft
Statt der Führung der Eintracht sollte dann allerdings auf der anderen Seite der Treffer fallen. Gabriel Stockinger behauptete sich im Eins-gegen-Eins und legte den Ball quer in den Sechzehner, wo Jonas Ihde (28.) einschob. Es war die Pausenführung des TuS. Trainer Dennis Rerop sagte: „Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir insgesamt einfach ein bisschen schneller spielen, aktiver sein und cleverer die zweiten Bälle annehmen müssen, weil Segeberg viel über lange Bälle operiert hat und wir bei den zweiten Bällen immer ein bisschen zu spät beziehungsweise nicht nah genug dran waren. Das wollen wir etwas anpassen, aber haben auch gesagt, dass, wenn wir weiter unser Spiel machen, weiter den Ballbesitz haben und aktiv sind, weiterhin zu unseren Chancen kommen werden. Außerdem, dass, solange es so steht und wir die Null halten können und führen, dann wird es irgendwann in unsere Seite kippen, weil Segeberg aufmachen muss.“ Die Gäste liefen dem Rückstand hinterher, doch sahen keinen Grund, etwas anzupassen: „Wir haben zur Halbzeit nichts geändert. Warum auch, wir hatten die Chancen und folgerichtig fielen dann auch die Tore für uns“, sagte der Eintracht-Coach.
Teutonia bekommt Stumduo nicht in den Griff
Mark Galander sollte durchaus auch Recht behalten, denn seine Mannschaft nutzte nun auch die Chancen. Conner von Ahnen (52.) glich aus. Alveslohe kam nicht gut aus der Kabine, was nicht nur der Gegentreffer zeigte. Rerop bestätigte dies ebenfalls: „Wir sind dann ganz schlecht aus der Halbzeit gekommen. Wir haben viele Fehler gehabt, die Räume nicht gut besetzt, viele Zweikämpfe verloren und viele zweite Bälle verloren. Wir waren da einfach nicht gut und dann fällt auch folgerichtig das 1:1. Es ist dann ein offenes Spiel mit leichten Vorteilen für Segeberg. Das hat uns schon ein bisschen getroffen, da mussten wir uns etwas schütteln.“ Es ging in die letzten 20 Minuten und nach einem Fehler im eigenen Aufbauspiel lief die Heimelf in einen Konter. Diesen konnte Timo Glinka im Strafraum nur noch mit der Notbremse unterbinden. Es gab die Rote Karte für den Verteidiger und zudem den Elfmeter für Segeberg. Chris Hagemann (76.) trat an und blieb sicher, sodass die Partie gedreht wurde. „Das war natürlich ein Nackenschlag. Wir wollten trotzdem weiter nach vorne spielen, haben uns aber einfach zu naiv hinten angestellt“, verriet der Coach des TuS Teutonia. Erneut von Ahnen (83.), sowie Adrian Rupsch (85.) schraubten das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe und sicherten den zweiten Saisonsieg für den Aufsteiger. Der siegreiche Coach zog ein kurzes Fazit: „Alveslohe hat richtig gute Kicker, wir hatten einen guten Plan. Top-Schiedsrichter-Leitung. Unser Sieg war sehr verdient.“
Rerop hadert mit unglücklichem Spielverlauf
Alveslohe bekam einen Dämpfer nach dem starken Auftritt vom Dienstag, sodass man sich schütteln muss. Es wurde von einem bitteren Abend, mit bitterem Spielverlauf gesprochen, denn die Rote Karte war durchaus ein Knackpunkt. Dennoch sah auch der Cheftrainer den Sieg der Gäste als verdient: „Sie waren sehr griffig und gierig und auch sehr emotional und haben am Ende auch verdient gewonnen.“ Zudem setzte Rerop fest: „Insgesamt war es ein sehr unglücklicher Spielverlauf. Gerade in der zweiten Halbzeit, wenn du mit 1:0-Führung in die Halbzeit gehst. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass wir, auch wenn wir nicht so richtig im Spiel waren, die Partie weitgehend unter Kontrolle hatten mit viel Ballbesitz in der ersten Halbzeit. Wir aber insgesamt nicht so präsent, griffig und gierig wie gegen Hoisdorf waren. Trotzdem war es leider, trotz Ansage, dass wir die beiden Stürmer von Segeberg nicht wirklich in den Griff bekommen haben. Sie konnten sich immer wieder aufdrängen und die Bälle verteilen. Das waren meist lange Bälle, die sie festmachen, verteilen, nachrücken konnten. Das haben wir nicht verteidigt bekommen. Insgesamt war es ein sehr bitterer Abend, weil wir gerade im zweiten Heimspiel unbedingt den Dreier mitnehmen wollten. Wir waren letztes Jahr sehr heimstark und glaube ich, sind es auch immer noch, aber konnten dies in den ersten beiden Heimspielen leider gar nicht auf den Platz bringen. Nichtsdestotrotz ist es jetzt mal ganz gut, nach der Englischen Woche mit drei Spielen in sieben Tagen mal durchzuatmen und nächste Woche spielfrei zu haben.“
TuS Hoisdorf – Tralauer SV 1:8 (0:3)
Der Dienstagabend verlief sowohl für den TuS Hoisdorf als auch den Tralauer SV nicht unbedingt so, wie man es sich vorgestellt hatte. Hoisdorf musste sich mit 0:3 gegen den TuS Teutonia Alveslohe geschlagen geben, wobei man es nicht schaffte, sich klare Chancen zu erspielen. Vorne fielen die Ideen gegen einen gierigen und griffigen Gegner, sodass kaum Gefahr von den Stormarnern ausging. Tralau hingegen verlor beim SV Wahlstedt mit 2:3. Es war ein hochklassiges Spiel, von dem Coach Roman Ismagilov trotz Niederlage seiner Truppe schwärmte. Daher hatten beide Kreisligisten im Duell am Freitagabend einiges vor, denn nach einem Sieg und einer Niederlage sollte die Englische Woche mit einem guten Gefühl beendet werden. Der TuS konnte dabei im Mittelfeld wieder auf Jarron Punzius, der gegen Alveslohe seine Gelb-Rot-Sperre absaß, zurückgreifen. Außerdem gab es mit Natan Niemann eine weitere Veränderung. Man erhoffte sich mehr Durchschlagskraft, doch gleichzeitig brauchte es auch Stabilität, denn der Gegner kam mit einer Menge Offensivpower. In der vergangenen Saison gab es zwei klare Niederlagen gegen den TSV Tralau. Dieser erwartete eine anspruchsvolle Aufgabe, denn trotz des Sieges in der Vorsaison an der Oetjendorfer Landstraße tat man sich auf dem Kunstrasenplatz durchaus schwer.
Ergebnis ist deutlicher, als es letztlich war
Diesmal sollte das Ergebnis bereits nach 45 Minuten eine klare Angelegenheit sein. Ein Doppelschlag von Nico Ploog (17.) und Kevin Öz (18.) sorgte für die frühe 2:0-Führung. Tolga Abanoz (3.) erhöhte noch vor dem Seitenwechsel. Trotz der 3:0-Führung sollte das Spiel allerdings nicht ganz so einseitig sein, wie man denken könnte. Roman Ismagilov sagte: „Das Spiel stand nach einer unglücklichen Aktion im Schatten einer schweren Verletzung. An dieser Stelle wünschen wir dem betroffenen Spieler von Hoisdorf alles Gute und eine schnelle Genesung. Ansonsten war es zunächst das erwartete anspruchsvolle Spiel. Auch wenn wir mit einer 3:0-Führung in die Halbzeit gegangen sind, war die Partie deutlich umkämpfter, als es das Ergebnis vermuten lässt. Hoisdorf hatte einen sehr guten Spielaufbau mit starken Rotationen und Bewegungsabläufen und hat uns damit durchaus vor Probleme gestellt.“ Hoisdorf-Coach Andre Meins sagte zum ersten Durchgang: „Wir haben gut angefangen und waren spielbestimmender. Nur laden wir zurzeit leider unsere Gäste immer wieder zu Abschlüssen ein durch individuelle Fehler, die dann leider immer bestraft werden, und liegen dann 0:3 hinten.“
Anerkennung für den Gegner
Nach der Pause sollten erneut Ploog (52.), sowie ein Eigentor noch vor der 60. Minute auf 5:0 erhöhen. Hoisdorf verkürzte zwar durch Nick-Kevin Kammann (68.), doch in der Schlussphase sollte es noch deutlicher werden. Ploog (76./90.) schnürte den Viererpack und auch Nis Janus (83.) traf. Somit gab es am Ende einen 8:1-Auswärtssieg, der ein dickes Ausrufezeichen ist. Dennoch ordnet der Tralauer Cheftrainer dies realistisch ein: „Das Ergebnis spiegelt die Kräfteverhältnisse beider Mannschaften aus meiner Sicht nicht wirklich wider. Unsere Jungs haben vieles richtig und gut gemacht. Wir sind stolz auf den Sieg, wollen das Ergebnis aber nicht überbewerten. Hoisdorf hat gerade in der ersten Halbzeit gezeigt, dass in dieser jungen Mannschaft viel Qualität steckt. Dafür gebührt der Mannschaft und dem Trainerteam viel Anerkennung.“
Lernprozess für junge TuS-Kicker
Für Hoisdorf war es nun die zweite Niederlage im dritten Spiel, sodass der Trend nach unten zeigt. Dennoch ist man zuversichtlich, dass es aus dieser Phase wieder rausgeht. Meins sagte: „Für unsere junge Truppe ist es ein Lernprozess, den wir durchlaufen. Wir mussten zweimal verletzungsbedingt wechseln, somit füllt sich die Verletztenliste leider weiter. Momentan ist das unglaublich bitter für uns, aber wir wollen nicht jammern, sondern werden immer weiter arbeiten. Uns fehlt momentan die Durchschlagskraft vorne. Abhaken und weiter ruhig arbeiten als Team, dann wird der Erfolg wieder kommen. Glückwunsch an Tralau, die es clever runtergespielt haben, und viel Erfolg weiterhin.“
SV Henstedt-Ulzburg – SSV Großensee 2:3 (2:2)
Die Enttäuschung über die Auswärtsniederlage am Mittwochabend war beim SV Henstedt-Ulzburg groß. Es wurde sich so viel vorgenommen, doch gegen den Leezener SC gelang es dem Titelfavoriten nicht, das vollständige Potenzial auf den Platz zu bekommen. Erst nach der Pause deuteten sie dieses an, doch da war es bei einem 0:3-Rückstand bereits zu spät. Es gab am Ende eine 2:4-Pleite, wo Trainer Keven Bostelmann die Einstellung seiner Mannschaft durchaus kritisierte. Nun sollte auf dem heimischen Platz eine klare Leistungssteigerung her, doch der Gegner kam mit einer großen Portion Selbstvertrauen. Vier Punkte holte der SSV Großensee aus den ersten beiden Partien, sodass der Saisonstart geglückt war. Dennoch war sogar mehr drin, denn während die Stormarner beim 7:1 gegen den VfL Oldesloe fußballerisch eher enttäuschten, retteten sie sich gegen Borussia Möhnsen erst spät einen Punkt. Die klaren Ballbesitzvorteile sowie das Chancenplus wurden in den 90 Minuten nicht in Tore umgemünzt. Doch nachdem sie in Rückstand und sogar in Unterzahl gerieten, sollte man mit dem Punkt dann doch einverstanden sein. Nun stand das Gastspiel in Henstedt-Ulzburg an, wo man klarer Underdog war. Der Trainer sprach im Vorfeld davon, dass seine Mannschaft entspannt ins Spiel gehen würde, denn gegen solche Gegner seien keine Punkte eingeplant. Gleichzeitig hoffte er durchaus, durch die Leichtigkeit, die seine Mannschaft als klarer Underdog hatte, überraschen zu können.
SVHU spielt Großensee 20 Minuten an die Wand
SVHU-Coach Bostelmann warnte seine Mannschaft und appellierte im Vorfeld, dass sein Team eine andere Einstellung an den Tag legen würde. In der ersten Halbzeit bestimmten die Segeberger klar das Spiel. Der Führungstreffer fiel allerdings auf der anderen Seite, denn Max Kischkat (17.) köpfte nach einer Ecke ein. Somit traf der junge Ex-Oberligaspieler auch im dritten Spiel. Die Führung sollte allerdings nur von kurzer Dauer sein, denn Oguzhan Yeni (22.) glich aus. Sieben Minuten später traf SVHU-Mittelfeldmann Nick Berger (29.) sogar zur Führung. Diese war hochverdient. Einige weitere Chancen blieben noch ungenutzt, sodass sich dies in Person von Branco Ziethen (43.) rächen sollte. Der Flügelspieler glich aus, so ging es mit einem 2:2 in die Halbzeit. Gästecoach Sascha Bartlakowski sagte: „Es war der erwartet schwere Gegner, der uns quasi in den ersten 20 Minuten an die Wand gespielt hat. Im Kopf nicht wach, ohne Tempo und mit erschreckender Fehlpassquote ging der Beginn eindeutig an die Heimmannschaft. Unsere Führung durch ein Kopfballtor nach Ecke wurde zwangsläufig korrigiert. Umstellungen, eine Auswechselung und ein Kontertor aus dem Nichts brachten dann etwas Ruhe rein. Das 2:2 zur Halbzeit aus unserer Sicht eher schmeichelhaft, denn der Gast ließ weitere sich bietende Chancen ungenutzt.“
Interne Aufarbeitung
Trotz dem für Großensee zufriedenstellenden Ergebnis musste etwas angepasst werden. So war es nämlich eine Frage der Zeit, bis Henstedt-Ulzburg mit dem dritten Tor erneut in Führung gehen und die Überlegenheit auch im Ergebnis widerspiegeln würde. Bartlakowski sagte: „In der Halbzeit wurden dann deutliche Worte gesprochen, nochmal umgestellt und meine Mannschaft zeigte sich wie verwandelt. Der Gast zwar mit mehr Ballbesitz, aber ohne jegliche Durchschlagskraft. Wir präsentierten uns defensiv sattelfest und kamen immer wieder zu Kontermöglichkeiten und somit auch zur Führung, die bis zum Schluss halten sollte.“ Kevin Hoffmann (51.) wurde zum Matchwinner und erzielte den Siegtreffer für den SSV. Die favorisierte Heimelf verlor somit das zweite Mal in Folge und beendet die Englische Woche enttäuschend. Es war nicht das, was sich die Verantwortlichen vorgestellt hatten. Trainer Bostelmann schätzte die Situation ein: „Wir sind aktuell einfach nicht da, wo wir sein wollen. Das müssen wir uns eingestehen. Die ersten drei Spiele sind nicht so gelaufen, wie es geplant war, und das müssen wir einfach intern klären. Es müssen harte Worte gesprochen werden, um wieder in die Spur zu finden. Mehr kann man dazu erstmal nicht sagen, es wird aber interne Lösungen geben. Glückwunsch an Großensee, sehr faire und engagierte Mannschaft und verdiente drei Punkte, die sie heute mitgenommen haben.“
TSV Trittau II – FSG Alsterland 3:3 (1:1)
Für den TSV Trittau II stand am Sonntagmittag das zweite Ligaspiel der neuen Saison an. Nach einer 2:5-Niederlage zum Start gegen den TuS Hoisdorf hatte die Zweitvertretung unter der Woche spielfrei. Somit konnte sie sich länger auskurieren und ging mit frischen Beinen ins zweite Heimspiel in Folge. Dabei sollten einige Spieler aus dem Urlaub in den Kader zurückkehren und auch aus der Ersten gab es Unterstützung. So war es erneut Till Schwarz, der im Mittelfeld auflief, sowie auch Lukas Goesch, der startete. Zu Gast war mit der FSG Alsterland ein Gegner, der mit zwei Siegen in die Saison startete und selbst in Richtung Wiederaufstieg schaut. Dabei haben die Segeberger vor allem mit Nico Post eine Waffe im Sturm, denn der Torjäger erzielte in beiden Partien einen Dreierpack. Er ist ein absoluter Unterschiedsspieler, sodass Trittau gewarnt war. Gleichzeitig musste Alsterland allerdings auch auf ein paar Spieler verzichten, wie der Trainer bereits im Vorfeld verriet, sodass auch etwas an der Ausrichtung verändert werden sollte.
Gäste finden nicht ins Spiel
Mit Spannung wurde daher auf das Duell auf dem Kunstrasenplatz geschaut. Auf diesem sollte die FSG Probleme haben, sodass die Hausherren besser ins Spiel kamen. Bereits in der Anfangsphase rettete Gästekeeper Cedric Michel seine Mannschaft vor dem frühen Rückstand. In der 17. Minute konnte allerdings auch dieser nichts mehr machen. Till Schwarz (17.) brachte Trittau verdient in Führung. Im Anschluss kam Alsterland besser in die Partie und belohnte sich durch einen starken Abschluss von Debütant Moritz Knees (30.) mit dem Ausgleich. Gästevoach Harjas Ahluwalia sagte: „Wir schaffen es auch weiterhin im Verlauf der ersten Halbzeit nicht, in unser Spiel zu finden, der Untergrund spielt da sicherlich für uns eine Rolle, aber Trittau macht es auch stark. Im Spielaufbau selbst sind wir zu fahrig und leiten auch viele Chancen der Heimmannschaft ein. Nach dem Gegentor wachen wir auf und finden kurzfristig besser ins Spiel. Wir brauchen erneut den Rückstand, um uns stark zu machen. In der Kabine besprechen wir primär unser fahriges Aufbauspiel, was von vielen Fehlern gespickt war. Dieses läuft etwas besser.“ Trittau wollte an der ersten Hälfte anknüpfen. Trainer Sören Metzner sagte: „In der zweiten Halbzeit wollten wir gucken, dass wir Ruhe bewahren und wie die erste Halbzeit genauso weiter agieren und spielen, sowie zu weiteren Torchancen kommen.“
Später Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel sollte allerdings erneut die Heimelf in Führung gehen. Der zur zweiten Hälfte ins Spiel gekommene Maximilian Wiebke (61.) nutzte eine Einladung der FSG. Diese glich allerdings direkt im Gegenzug aus und natürlich traf Nico Post (62.). Es war das siebte Tor im dritten Spiel für den Stürmer. Sechs Minuten später sollte es ein Angriff über drei Stationen sein, den Tom Lux (68.) vollendete. Nun war der Rückstand gedreht und die Hoffnung groß, dass man erneut mit der Leidenschaft, wie beim Heimspiel am Donnerstagabend, diese über die Ziellinie brachte. Auf beiden Seiten sollte in der 87. Minute je ein Spieler vom Platz verwiesen werden. Trittau’s Soleyman Sedighi sah für eine Tätlichkeit die Rote Karte. Außerdem kassierte Alsterlands Torjäger Post die Gelb-Rote Karte, weil er laut dem Schiedsrichter provozierte. Die Schlussminuten im Zehn gegen Zehn brachen an und die Gäste sollten einmal nicht konsequent genug verteidigen, sodass Verbandsliga-Leihgabe Schwarz (92.) seiner Mannschaft einen Punkt rettete. Es war der 3:3-Endstand, mit dem die Gäste am Ende zufrieden sein konnten. Ahluwalia sagte: „Aktuell brauchen wir Rückstände, um aufzuwachen, und können mit einer Führung nicht gut umgehen. Das gilt es in den nächsten zwei Wochen abzustellen. In der Summe ist der Punkt aber glücklich für uns und wir hätten uns bei einer Niederlage nicht beschweren dürfen. In den ersten drei Spielen mit sieben Punkten dazustehen ist für uns sehr gut, und wir können mit der Ausbeute zufrieden sein. Mit dem Wie aber nicht. Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie die Kreisliga angenommen haben, hier sind ganz andere Werte und Tugenden wichtig als in der Verbandsliga, und das muss man erstmal verstehen und umsetzen.“
Zwei verlorene Punkte
Trittau rettete zwar spät einen Punkt, doch dieser war am Ende auch mehr als verdient. Metzner sagte: „Es ist sehr ärgerlich, weil wir wirklich ein sehr gutes Spiel über beide Halbzeiten abgeliefert haben und eigentlich aufgrund der Chancen der Sieg absolut verdient gewesen wäre. Wir hatten über die 90 Minuten mehr und die besseren Chancen und waren dem Gegner spielerisch überlegen.“ Zudem setzte er fort: „Wir sind am Ende glücklich, dass wir in der 90. Minute das 3:3 machen, aber wenn man das Spiel gesehen hätte, dann ist es eher so, dass man aufgrund unserer Leistung eher zwei Punkte verloren hat, als den einen gewonnen. Trotz allem bin ich zufrieden, dass wir für den Kopf auch etwas Zählbares mitgenommen haben und ich hoffe, dass wir dies auch in den nächsten Wochen so fortführen können.“
VfL Oldesloe – Borussia Möhnsen 0:0 (0:0)
Die vergangenen Tage waren in der Kreisstadt Stormarns alles andere als ruhig. Es gab eine Veränderung auf der Trainerposition, die allerdings alles andere als ruhig vollzogen wurde. Dennoch war klar, dass im zweiten Heimspiel des VfL Oldesloe mit Jan Vogelsang ein neuer Trainer auf der Bank Platz nehmen würde. Dieser ist kein Unbekannter und kommt mit Erfahrungen als Chef- sowie Co-Trainer aus der Landesliga. Daher erhoffte sich der VfL einen positiven Impuls durch diese Veränderung. Zu Gast war der SV Borussia Möhnsen, der in die Saison mit zwei Unentschieden gestartet war. In beiden Spielen sollten die Lauenburger sehr viel gegen den Ball arbeiten, doch dies mit Erfolg. Sowohl Leezen als auch Großensee konnten die Borussia nicht bezwingen, sodass dem Verbandsligaabsteiger von der Trave klar war, dass es nicht einfach werden würde. Mit Spannung wurde auf das Vogelsang-Debüt geschaut, denn es sollte personell auch Veränderungen geben. So gab es zwei Überraschungen in der Startelf, denn die junge Truppe, in der Michel Falkus verletzt ausfiel, wurde durch zwei erfahrene Spieler verstärkt. Christian Biermann und Tobias Fischer rückten in die Defensive und machten sich klar bemerkbar. Oldesloes Alex Stamer sagte: „Tobi Fischer und Christian Biermann haben eine Stabilität reingebracht, die uns weiterbringt, sodass wir uns sehr über deren Hilfe freuen.“
Nullnummer im Travestadion
Möhnsen wollte nach zwei Partien, in denen bei Weitem nicht das volle Potenzial ausgeschöpft wurde, nun einen verbesserten Auftritt hinlegen. Coach Martin Krüger sagte: „Wie erwartet waren heute wir die Mannschaft mit gefühlten 80 % Ballbesitz. Wir sind aber gegen einen gut organisierten Gegner zu selten durchgekommen. Richtig vorwerfen kann ich meiner Mannschaft aber nichts. Hinten haben wir wenig zugelassen und dann muss man halt den einen Punkt mitnehmen.“ Am Ende hieß es nämlich 0:0, womit Oldesloe nicht unzufrieden war, allerdings dennoch ein bisschen haderte. „Erstes Spiel und es war ein ganz anderes Feeling für die Jungs, glaube ich. Wir haben einen Matchplan gehabt und den haben wir fast in Perfektion umgesetzt. Wir haben unsere Chancen gehabt, das ein oder andere Tor zu machen. Da waren wir zu unclever vor dem Tor“, sagte VfL-Coach Vogelsang. Eine positive Entwicklung war klar erkennbar, die auch Stamer sah: „Am Anfang war die Mannschaft ein bisschen verunsichert, aber dann wurde sie stärker, doch hat ihre Chancen nicht genutzt. Man sieht eine absolute positive Tendenz nach vorne. Sie haben gekämpft, Gas gegeben und Spaß gehabt.“ Der Coach des VfL zog folgendes Fazit: „Zweite Halbzeit hat man gemerkt, dass die Körner gefehlt haben, was nach der Vorbereitung aber kein Wunder ist. Dementsprechend haben wir es aber gut umgesetzt. Jeder Spieler, der reinkam oder aber von Anfang an gespielt hat, hat sich komplett reingehauen für das Team und es wäre nicht ganz unverdient gewesen, wenn wir als Sieger vom Platz gehen, weil wir auch zwei richtig gute Chancen gehabt haben, die wir liegen gelassen haben. Dann haben wir auch zweimal die falsche Entscheidung vor dem Tor getroffen, was auch bitter war, aber grundsätzlich war es wichtig, erst einmal die Null zu halten, und das haben wir geschafft. Jetzt heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten, Kondition tanken und das Spielerische reinkriegen, was wir vorhaben, und dann schauen wir mal die nächsten Wochen.“
Bargfelder SV – SV Sülfeld 1:4 (1:2)
Zum Abschluss der Englischen Woche herrschte im Spiel zwischen dem Bargfelder SV und SV Sülfeld durchaus schon etwas Druck. Beide Mannschaften verloren die ersten beiden Spiele, wobei Bargfeld zweimal sogar führte, doch am Ende mit leeren Händen dastand. Sülfeld blieb nicht nur punkt-, sondern auch torlos. Daher ging es nun darum, offensiv mehr zu kreieren und den kompletten Fehlstart abzuwenden. Bei den Segebergern sollte allerdings Stürmer Sebastian Hoppe fehlen, sodass nun nicht nur Torjäger Robin Geller ersetzt werden musste. Die Anfangsphase war über weite Strecken ausgeglichen, allerdings mit leichten Vorteilen für die Gäste. Bargfeld mühte sich und fand nicht so richtig in ihr Spiel: „Heute haben wir leider überhaupt nicht zu unserem Spiel der letzten Wochen gefunden. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und waren in den Zweikämpfen nicht präsent genug. Dadurch haben wir Sülfeld immer wieder Räume angeboten und es dem Gegner zu leicht gemacht.“ Es gab zunächst Halbchancen auf beiden Seiten, doch dann sollte Ali Mohammadi (18.) den Aufsteiger in Führung bringen. Ausgangspunkt war hierbei ein hoher Ballgewinn, anschließend wehrte Till Frenzel noch ab, doch der zweite Versuch fand den Weg ins Tor.
Bargfeld antwortet prompt
Direkt nach dem Gegentor sollte sich Bargfeld allerdings gut durchkombinieren und mit dem Ausgleich belohnen. Direkt vom Anstoß ging es über Außen, die Flanke kam halbhoch und wurde abgefälscht, sodass am zweiten Pfosten Philipp Wonneberger (19.) traf. BSV-Coach Michael Burg sagte: „Nach dem 0:1 sind wir kurz aufgewacht und haben mit einer guten Kombination direkt den Ausgleich gemacht. Danach haben wir es aber leider nicht geschafft, dauerhaft die nötige Energie und Konsequenz auf den Platz zu bringen. Gerade in der zweiten Halbzeit hat uns in vielen Situationen die letzte Gier gefehlt.“ Mehrere gute Möglichkeiten der Gäste blieben nach dem Ausgleich ungenutzt, sodass ein Foulelfmeter mit Pausenpfiff helfen musste. Jendrik Weers (45.) trat an und verwandelte souverän.
Konter zur Entscheidung
Im zweiten Durchgang bekam Bargfeld mehr Ballbesitz und auch einige gute Chancen. Um die 60. Minute gab es eine dreifache Torchance, bei der sowohl SVS-Keeper Lars Schröder als auch ein Verteidiger auf der Linie den Ausgleich verhinderten. Die Stormarner gingen immer mehr Risiko, was gleichzeitig auch Konterchancen für die Segeberger eröffnete. Weers (76.) vollendete solch einen zum 3:1, doch kurz darauf ließ Bargfeld die Riesenchance auf den Anschluss liegen. Nach einer weiteren Umschaltsituation, wo der Sülfelder gleich zwei Gegenspieler stehen ließ und anschließend vollendete, sollte Mohammadi (87.) den Deckel drauf machen. Es war kein unverdienter Sieg der Gäste, die vor allem mit einer beeindruckenden Effizienz glänzten. Zudem sollte die Defensivarbeit ein Schlüssel zum Erfolg sein. Cheftrainer Jens Schimanski sagte zum ersten Sieg in der Kreisliga: „Großer Respekt an unsere Mannschaft. Wir waren von Anfang an wach und haben das Spiel bei sommerlichen Temperaturen verdient gewonnen. Bis auf eine kurze Phase in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff und freuen uns, dass wir nun auch punkt- und tortechnisch in der Kreisliga angekommen sind. Die ersten beiden Spiele haben uns gezeigt, dass wir uns an das höhere Tempo und die körperliche Härte der Kreisliga erst gewöhnen müssen. Heute konnten wir vieles davon schon besser umsetzen und wollen diese Entwicklung in den kommenden Spielen weiter fortsetzen.“
Bargfelder Fehlstart perfekt
Der Bargfelder SV musste die dritte Niederlage im dritten Spiel hinnehmen, sodass die Englische Woche als Tabellenletzter beendet wurde. Als einziges Team blieben die Mannen aus Bargfeld-Stegen ohne einzigen Punkt. Dabei waren die ersten beiden Auftritte noch keineswegs schlecht. Trainer Burg sagt: „Der Fehlstart mit null Punkten aus drei Spielen ist jetzt natürlich perfekt. Das müssen wir ehrlich ansprechen und uns an die eigene Nase fassen. Wir werden die kommende Woche nutzen, um die Fehler aufzuarbeiten und im Training an den richtigen Dingen zu arbeiten. Wichtig ist, dass wir jetzt nicht den Kopf hängen lassen, sondern eine Reaktion zeigen. Wir fahren nächste Woche nach Leezen und wollen dort endlich unseren ersten Dreier holen.“
TuS Hartenholm II – Leezener SC 1:0 (1:0)
Am Donnerstagabend feierte der TuS Hartenholm II seinen ersten Saisonsieg. Beim SV Sülfeld war es ein souveräner 3:0-Auswärtssieg, bei dem gerade einmal ein Torschuss zugelassen wurde und sich vorne immer wieder gute Gelegenheiten herausgespielt wurden. Es war für Trainer Timo Novak, der seinen ersten Sieg als Trainer feierte, ein ganz besonderer Abend. Nun stand das zweite Heimspiel der Saison an und das Ziel war klar, dass es nun auch auf der heimischen Sportanlage geben sollte. Der Gegner reiste allerdings mit Selbstbewusstsein ein, denn der Leezener SC bezwang den Titelfavoriten SV Henstedt-Ulzburg mit 4:2. Dort zeigte der LSC einen sehr defensivstarken Eindruck. Es wurde aus einer tiefen und kompakten Abwehrkette heraus gespielt. Trainer Phil Paustian erwartete nun einen Gegner, der ebenfalls tief steht und den Fokus auf die Defensive legt. Bei hohen Temperaturen war es ein Spiel, in dem beide nicht allzu viel Risiko gingen, was auch den Temperaturen geschuldet war. TuS-Coach Novak sagte: „Die Partie war schon taktisch geprägt. Bei dem Wetter wollte keiner ins offene Messer laufen, also beide haben bei Ballbesitz des Gegners relativ tief gestanden, verschoben, aber sind nicht hoch angelaufen.“ Auch sein Gegenüber schätzte die Partie als eher unspektakulär ein: „Es war eigentlich ein Spiel, das relativ langweilig und unspektakulär war, also eigentlich ein 0:0-Spiel.“
Tor des Tages fällt nach Einwurf
Nach rund 20 Minuten kamen die Hausherren besser in die Partie. Es gab einige Halbchancen, wobei allerdings oftmals der letzte Pass zu ungenau war oder aber eine falsche Entscheidung getroffen wurde. Drei Minuten vor der Pause spielten es die Landesliga-Reserve allerdings mal richtig gut aus. Aus einem Einwurf wurde es nach links verlagert, wo Mika Lischka (42.) eiskalt im Eins-gegen-Eins blieb. Der Gästetrainer schilderte das Gegentor: „Wir haben bei einem Einwurf ein bisschen gepennt, sind nicht richtig hinterhergekommen. Das spielen sie gut aus und machen das 1:0.“ Mit der Führung ging es auch in die Halbzeit. Zum zweiten Durchgang sagte Novak: „Das Spiel ist gleich geblieben. Weder Leezen noch wir sind noch aktiv angelaufen. Immer mal wieder, aber kein hohes Pressing.“ Zweimal verpassten die Hausherren in der Schlussphase per Konter das 2:0, sodass noch gezittert werden musste. Leezens Tobias Neumann, der am Mittwoch mit einem Dreierpack zum Matchwinner wurde, verpasste den Ausgleich, sodass es am Ende den Sieg für Hartenholm gab. Der siegreiche Coach sagte: „Wir haben wieder nicht viel zugelassen. Es war ein sehr gutes Spiel von uns, gerade defensiv. Nach vorne können wir uns eigentlich nur ankreiden, dass wir nicht das zweite gemacht haben, um dann das Spiel bei den Temperaturen ganz auf unsere Seite zu ziehen, um dann noch diese Mega-Meter gehen zu müssen. Ich bin super zufrieden mit der Englischen Woche und den zwei Siegen. So kann es weitergehen.“
Bonuspunkte wieder verspielt
Leezen musste die erste Niederlage in dieser Saison hinnehmen und war klar enttäuscht. Nach dem Gegentor gab es kaum klare Torchancen und zu wenig Durchschlagskraft, um dieses Spiel auf seine Seite zu ziehen. LSC-Coach Paustian sagte: „Danach war es auch eher ein sehr zerfahrenes Spiel, also kaum Torchancen, weder für die noch für uns. Wir sind gar nicht in unser Spiel gekommen, konnten also gar nicht an die Leistung vom Mittwoch anknüpfen und sind unseren eigenen Erwartungen hinterhergelaufen. Es war schwer, nach dem Auftritt am Mittwoch daran wieder anzuknüpfen. Das war uns bewusst, aber wir haben es zu keinem Moment geschafft, auch nur ansatzweise da ranzukommen und müssen uns daher am Ende mit der Niederlage, auch wenn es ein Unentschieden-Spiel war, fast schon zufriedengeben. Hartenholm hat einfach mehr investiert. Wir müssen damit leben, auch wenn es wehtut nach Mittwoch. Dort haben wir uns die Bonuspunkte geholt, die wir uns nun verspielt haben. Wir machen aber weiter.“
Der 3. Spieltag im Überblick
SG Bargteheide/Hammoor – SV Wahlstedt 2:1
TuS Teutonia Alveslohe – Eintracht Segeberg 1:4
TuS Hoisdorf – Tralauer SV 1:8
SV Henstedt-Ulzburg . SSV Großensee 2:3
TSV Trittau II – FSG Alsterland 3:3
VfL Oldesloe – Borussia Möhnsen 0:0
Bargfelder SV – SV Sülfeld 1:4
TuS Hartenholm II – Leezener SC 1:01. SSV Großensee 3 12 : 5 7 2. FSG Alsterland 3 12 : 8 7 3. Tralauer SV 3 17 : 5 6 4. SV Eintracht Segeberg 2 7 : 2 6 5. SV Wahlstedt 3 6 : 4 6 6. TuS Hartenholm II 3 7 : 6 6 7. SG Bargteheide-Hammoor 3 7 : 10 6 8. Leezener SC 3 5 : 4 4 9. SV Henstedt-Ulzburg 3 7 : 7 3 10. SV Bor. Möhnsen 3 3 : 3 3 11. TuS Teutonia Alveslohe 3 4 : 6 3 12. SV Sülfeld 3 4 : 7 3 13. TuS Hoisdorf 3 6 : 13 3 14. TSV Trittau II 2 5 : 8 1 15. VfL Oldesloe 3 3 : 11 1 16. Bargfelder SV 3 4 : 10 0







