„Die Jungs haben alles reingehauen“ – Klare Meinungen zum Remis gegen Fürth

St. Pauli sieht sich trotz Remis auf dem richtigen Weg

Louis Oppie (FC St. Pauli) am Ball. Foto: Lobeca/Max Krause
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Hamburg – Der FC St. Pauli ist mit einem 1:1 gegen Greuther Fürth in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Nach der Partie überwog bei den Kiezkickern trotz des verpassten Heimsiegs die Zufriedenheit mit dem eigenen Auftritt. Gleichzeitig machten Trainer und Spieler deutlich, wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

Rapp sieht die „Kleinigkeiten“ als Problem

Cheftrainer Marcel Rapp sah seine Mannschaft grundsätzlich auf einem guten Weg. St. Pauli habe über die gesamte Partie versucht, nach vorne zu spielen und sich Möglichkeiten zu erarbeiten. Nach der Führung durch Marcus Mathisen kassierten die Hamburger allerdings zu schnell den Ausgleich. „Die Kleinigkeiten sind uns heute abgegangen“, erklärte Rapp. Besonders die Abseitsstellungen und die vielen zugelassenen Konter störten den 47-Jährigen. Dennoch zog der Coach ein positives Fazit: „Grundsätzlich bin ich zufrieden, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Sie wollte in den 90 Minuten nach vorne spielen und Tore erzielen, sie ist immer dran geblieben. Die Jungs haben alles reingehauen.“ Nun gehe es darum, die Spielkontrolle weiter zu verbessern und dem Gegner weniger Umschaltmöglichkeiten anzubieten.

Nemeth stolz – Mathisen mit erfolgreichem Heimdebüt

Für David Nemeth war die Partie gleichzeitig das erste Pflichtspiel als neuer Kapitän. „Für solch einen Verein Kapitän sein zu dürfen, erfüllt mich mit sehr viel Stolz“, sagte der Innenverteidiger. Auch er sah vor allem bei den gegnerischen Umschaltmomenten Probleme. Gleichzeitig hob Nemeth die hohen Ballgewinne hervor, aus denen künftig noch mehr Kapital geschlagen werden müsse. Neben ihm in der Dreierkette sorgte Marcus Mathisen für das erste St. Pauli-Tor der Saison. Der Neuzugang köpfte kurz nach der Pause eine Ecke von Branimir Hrgota zum 1:0 ein. „Es war ein geiles Gefühl, vor unseren Fans ein Tor zu schießen“, sagte Mathisen. Gerade bei Standards sieht der Däne großes Potenzial: „Wir können diese Saison viele Standardtore machen.“

Lob für Voll – Diskussion um möglichen Elfmeter

Dass am Ende zumindest ein Punkt am Millerntor blieb, lag auch an Ben Voll. Der Keeper parierte mehrfach stark und verhinderte insbesondere bei den Fürther Kontern weitere Gegentreffer. Eric Smith fand anschließend deutliche Worte: „Ben ist aber ein unglaublicher Keeper. Das hat er heute unter Beweis gestellt. Er ist einer der besten Torhüter, mit denen ich bislang zusammengespielt habe.“ Diskussionen gab es zudem um die Szene mit Ricky-Jade Jones in der Schlussphase. Der Offensivspieler ging im Fürther Strafraum zu Boden, ein Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Mathias Rasmussen hatte dazu eine klare Meinung: „Für mich ist die Aktion gegen Ricky-Jade Jones ein Elfmeter.“ Trotz des enttäuschenden Ergebnisses sieht auch der Norweger eine positive Entwicklung: „Wir sind aber auf einem guten Weg und können darauf aufbauen.“

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