SGGO entscheidet Derby deutlich für sich – TuS Tensfeld feiert ersten Saisonsieg dank Broetzmann-Doppelpack

TSV Lensahn gewinnt 5:1 gegen Kirchbarkau

Die SG Göhl/Oldenburg feierte am Mittwochabend einen 7.2-Sieg gegen Vizemeister Eutin. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Oldenburg – Das war er also: Der dritte Spieltag der Kreisliga Südost ist nun auch schon Geschichte und erneut wurde einiges geboten. Es gab Spiele, in denen eine Menge drinsteckte und die wieder klar zeigten, was diese Liga auszeichnet. Die Ausgeglichenheit und Qualität ist enorm und dies wurde wieder einmal auf den Plätzen unter Beweis gestellt. Es gab einige Tore und enorme Spannung. Dies war bereits am Dienstagabend in den ersten drei Spielen der Englischen Woche der Fall und setzte sich 24 Stunden später fort. Dies nicht nur in Grömitz, wo es einen 3:1-Heimsieg im Duell zwischen dem SC Cismar und der SG Dersau/Kalübbe gab.

SG Göhl/Oldenburg – Eutin 08 II 7:2 (4:1)

In der Partie auf dem Kunstrasenplatz am Schauenburger Platz steckte eine Menge drin. Die SG Göhl/Oldenburg empfing Eutin 08 II, sodass ein fußballerisch starkes Spiel zweier junger, spielstarker Teams zu erwarten war. Beide wollen um den Aufstieg mitspielen und peilen die Top-Zwei an, sodass dieser Partie mit hoher Spannung entgegengefiebert wurde. Beide Mannschaften holten aus den ersten beiden Spielen drei Punkte, verloren jeweils ihre Partie in der Fremde. Dies sprach eher für die SGGO, die zu Hause mit 3:2 gegen den SV Kirchbarkau am ersten Spieltag gewann. Zuletzt verlor der Verbandsligaabsteiger allerdings mit 3:4 in Dersau, in einem Spiel, wo wesentlich mehr möglich gewesen wäre. Die Offensive funktioniert bei den Oldenburgern, was die sechs Tore klar zeigen. Vor allem die jungen Talente aus dem Oberligakader erwiesen sich als gute Hilfen, denn Mattis Markmann und Mika Wölk waren zuletzt erfolgreich. Eutin haderte beim Auftakt gegen Bösdorf/Malente noch mit der eigenen Durchschlagskraft, doch zeigte am vergangenen Sonnabend, dass es keineswegs vorne hakt. 4:2 wurde die FSG Saxonia bezwungen, wobei noch einige weitere Tore möglich gewesen wären. Die Vorzeichen für ein packendes Derby am Mittwochabend waren also gut.

Eutin muss früh verletzungsbedingt wechseln

Personell sollte es auf beiden Seiten Veränderungen zum Sonnabend geben. Oldenburg startete im Tor mit Mike Benecke aus dem Oberligakader. Tolas Shamzin und Tim Röben-Müller waren die weiteren beiden, die neu in die erste Elf rückten. Eutin musste auf Torhüter May Castells verzichten, sodass Niklas Boeck begann. Zudem sollte allerdings Jannik Sarnow die Abwehr verstärken und auch Mittelfeldspieler Paul Kuszak aus dem Landesligateam war dabei. Jorge Bruckmann diesmal allerdings nicht. Überraschend nahm Lennard Jakubenko in diesem Spiel zunächst einmal nur auf der Bank Platz. Beim Spiel gegen Saxonia fehlte dieser allerdings bereits komplett im Kader, sodass es nun zumindest wieder eine Option war. Nach einer Viertelstunde gingen die Hausherren durch Mattis Markmann (15.) in Führung. Bis hierhin verteidigte Eutin es gut, ließ wenig zu, sodass die Anfangsphase noch nicht von allzu vielen Highlights geprägt war. Acht Minuten später kam es für die Gäste allerdings ganz bitter, denn wie bereits zuletzt, musste Florian Schumacher doppelt verletzungsbedingt wechseln. Sowohl Christian Witt als auch Monty Gutzeit konnten nicht mehr weitermachen und mussten daher frühzeitig vom Feld. Zwei Minuten danach sollte Eutin dann allerdings durch Mika Maczey (25.) ausgleichen. SGGO-Coach Mario Markmann sagte: ‚Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen. Wir waren zu Anfang nicht sicher und es gab zu viele hektische Aktionen. Da das für beide Teams galt, war es anfangs ein zerfahrenes Spiel.
Nach gutem Pressing machen wir das Führungstor. Dann kommen wir besser ins Spiel und fangen uns dann wieder ein wildes Gegentor, wo wir in Überzahl den Ball aus dem 16er nicht klären. Nach unserem Doppelschlag haben wir dann aber das Spiel endgültig in den Griff bekommen.“

Röben trifft dreifach gegen seinen Ex-Verein

Nach der 30. Minute sollte Göhl/Oldenburg dann durch den doppelten Tim Röben-Müller (33./44.) sowie Adrian Zedlewski (35.) auf 4:1 zur Pause erhöhen. So war es zur Pause bereits ein deutliches Ergebnis, das allerdings laut Florian Schumacher täuschte: „Es steht 4:1 zur Halbzeit und Oldenburg weiß gar nicht warum. Wir bekommen 3 Dinger (1 Freistoß, 1 Eckball und ein Fernschuss), wo unser TW schlecht aussieht. Wir haben beim Stand von 1:1 zwei Chancen und stehen sehr gut. Müssen wieder zweimal in der ersten Hälfte verletzungsbedingt wechseln.“ Trotz des Drei-Tore-Rückstands wollten die Eutiner noch nicht dieses Spiel abschenken und gingen daher großes Risiko. Es sollte irgendwie schnellstmöglich zurück in die Partie gefunden werden, doch die Heimmannschaft nutzte dies. „Zur Halbzeit haben wir drei vor und in der zweiten Halbzeit haben die Jungs es dann mit der Sicherheit der Führung sehr gut gemacht. Wir haben den Ball laufen lassen und viele gute Chancen  rausgespielt, die wir leider teils fahrlässig ungenutzt gelassen haben. Röben-Müller (50.) und Tolas Shamzin (56.) erhöhten schnell auf 6:1, womit die Partie vorzeitig entschieden war. Eutin kam nicht mehr zurück, auch wenn auf das 7:1 durch Markmann (89.) im direkten Gegenzug der zweite Treffer der Rosenstädter durch Leon van den Eeckhaut (90.) fiel. Es war am Ende ein deutliches Ergebnis auf dem Schauenburger Platz, doch die Partie war insbesondere im ersten Durchgang wesentlich offener, als das Ergebnis vermuten ließ. Der siegreiche Coach sagte: „Mit dem deutlichen Ergebnis hat sicher keiner gerechnet. Das war eine gute Leistung und nach den geklauten Punkten aus dem Dersau-Spiel die richtige Reaktion.
Ein Sonderlob haben sich Lukas Röhrle mit starker Defensivarbeit und Tim Röben in der Offensive verdient.“

tim roben muller @ SGGO entscheidet Derby deutlich für sich - TuS Tensfeld feiert ersten Saisonsieg dank Broetzmann-Doppelpack
Tim Röben-Müller spielte einst für Eutin 08 und schnürte nun einen Dreierpack gegen seinen Ex-Verein. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Zielsetzung wird revidiert

Für Eutin war es nun die zweite Niederlage im dritten Spiel, womit der Fehlstart perfekt ist. So hat man es sich am Waldeck sicherlich nicht vorgestellt und das Ziel, erneut die Top-Zwei zu erreichen, scheint bereits frühzeitig gefährdet zu sein. Daher sagt Schumacher: „Wir haben einen Umbruch mit vielen jungen Neuzugängen. Da müssen wir vielleicht auch mit uns ehrlich sein und den Jungs die Zeit geben und unser Saisonziel revidieren.“

TSV Lütjenburg – TuS Tensfeld 1:2 (0:2)

An der Kieler Straße herrschte durchaus schon etwas Druck. Der TSV Lütjenburg kassierte zwei deutliche Niederlagen gegen Fehmarn (1:9) und Lensahn (1:7), sodass sich nach dem Umbruch früh zeigen sollte, in welche Tabellenregion es gehen wird. Es wird ein Kampf ums Überleben, in dem jeder Punkt elementar ist. Gegen den TuS Tensfeld sollte erstmals gepunktet und ein anderes Gesicht als in den vorherigen Spielen gezeigt werden. Die Segeberger nahmen sich allerdings ebenfalls einiges vor, denn auch sie haben zum Start in die Saison eher enttäuscht. Ein Punkt stand nach zwei Spielen auf dem Konto, dabei wurden beide Spiele zu Hause ausgetragen. In der „Kuhle“ war der TuS eigentlich immer ganz schwer zu schlagen, doch am zurückliegenden Wochenende gab es nicht nur eine Niederlage, sondern auch eine 2:8-Klatsche gegen Fehmarn. Trainer Christoph Hinz forderte ein anderes Gesicht seiner Truppe, auch wenn er Geduld für diese forderte. Sein neues Spielsystem muss sich erst noch einspielen und dies geht nur, wenn man der Mannschaft aus dem Kreis Segeberg Zeit gibt. Daher waren die Ambitionen in diesem Jahr auch deutlich zurückhaltender als in der Vergangenheit. Nun in Lütjenburg konnte der Cheftrainer im Vergleich zum Fehmarn-Spiel auf vereinzelte Akteure zurückgreifen, die zuletzt fehlten. Mit Christian Pohl und Jess Bewersdorff gab es daher zwei Veränderungen in der ersten Elf.

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Broetzmann schnürt Doppelpack

Auf dem Rasenplatz an der Kieler Straße sollte es etwas dauern, bis der erste Treffer des Abends fiel. Dann war es allerdings Torge Broetzmann (36.), der für die Segeberger zur Führung traf. Kurz darauf musste der TSV bereits erstmals im Spiel wechseln. Hussein Kelairi konnte nicht mehr weitermachen und somit kam Riad Abdelkbir Abdalla in die Partie. Fünf Minuten danach sollte es allerdings erneut der Stürmer des TuS sein, der zum verdienten 2:0-Pausenstand traf (45.). Die Gäste waren die bessere Mannschaft, auch wenn Lütjenburg nach 16 Gegentoren aus den ersten beiden Spielen mehr Stabilität bekam. Doch in der ersten Hälfte hielt das Team von Michael Müller auch zuletzt noch gut dagegen, erst in Durchgang zwei wurde es deutlich. Diesmal war es allerdings anders. Noch vor der 60. Minute war es der vor der Pause eingewechselte Abdalla Riad (57.), der für die Platzherren verkürzte und das Spiel nochmal spannend machte. Es sollte allerdings nach 90 Minuten auch dabei bleiben, sodass Tensfeld den ersten Sieg der Saison holte. Trainer Hinz sagte dazu: „Für uns war es wichtig, nach dem letzten Spiel eine Reaktion zu zeigen. Das haben die Jungs richtig gut gemacht. Wir hatten über weite Strecken die Kontrolle und haben uns viele gute Situationen herausgespielt. Im letzten Drittel können wir noch konsequenter sein, dann kann das Ergebnis am Ende auch deutlicher ausfallen. Gleichzeitig muss man Lütjenburg ein Kompliment machen, wie sie sich in jeden Ball geworfen und ihr Tor verteidigt haben. Insgesamt können die Jungs mit dem Auftritt zufrieden sein. Jetzt geht es darum, weiter dranzubleiben und Schritt für Schritt besser zu werden.“

broetzmann @ SGGO entscheidet Derby deutlich für sich - TuS Tensfeld feiert ersten Saisonsieg dank Broetzmann-Doppelpack
Torge Brotzmann machte mit seinem Doppelpack den Unterschied. Foto: Lobeca/Niklas Runne

TSV Lensahn – SV Kirchbarkau 5:1 (2:0)

Der TSV Lensahn ist derzeit noch sehr schwer einzuschätzen. Der Auftakt beim SC Cismar war für die Mannschaft aus dem Jahnstadion eine Vollkatastrophe, denn das Derby gegen einen potenziellen direkten Konkurrenten auf die Aufstiegsplätze wurde 1:7 verloren. Es war ein rabenschwarzer Tag, an dem die Defensive der Mannschaft von Daniel Safadi sich anfällig und offen präsentierte, wie seit Jahren nicht mehr. Die Reaktion der Mannschaft folgte eine Woche später, als der TSV Lütjenburg mit 7:1 bezwungen wurde. Im ersten Durchgang zeigten sich die Ostholsteiner noch nervös und vorsichtig, doch mit zunehmender Dauer kam die Lockerheit immer mehr zurück und es wurde ein deutlicher Erfolg. Dieser fiel am Ende sogar nicht ganz so hoch aus, wie der Spielverlauf vermuten ließ, dennoch ließ dieses keine Zweifel aufkommen. Nun stand das erste Heimspiel der Saison auf dem Programm und zu Gast war mit dem SV Kirchbarkau eine sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft, die für viele noch eine Unbekannte ist. Dies bekam der SC Cismar am Sonnabend dort zu spüren, sodass der TSV ganz klar gewarnt war. Die Gäste reisten mit einem eher durchwachsenen Aufgebot an, denn einige Spieler sollten fehlen. Dennoch war der Kader groß und auch die auffälligsten Spieler vom besagten Heimsieg waren dabei.

Jammeh macht den Unterschied

Die Heimelf setzte von Beginn an auf ihre Offensivpower mit den Ratje-Brüdern, Connor Prüß und Haruna Jammeh. Daher kam auf Kirchbarkau eine echte Wucht zu, sodass der Fokus erst einmal aufs Verteidigen lag. Erneut wurde das Zentrum dicht gemacht und so fanden die Ostholsteiner am Anfang noch nicht so richtig in die Partie. Es gab auf dem schmalen Kunstrasen noch kein Durchkommen und so gab es wenige Chancen in der Anfangsphase. Nach einem Einwurf sollte dann allerdings Haruna Jammeh (20.) zum Abschluss kommen und treffen. Lensahn nutzte die Vorteile des schmalen Platzes und eine Viertelstunde später war es ein Eckball, der erneut Jammeh (36.) fand. Der Stürmer ist einfach nicht zu stoppen, denn es war bereits sein viertes Tor im zweiten Spiel diese Saison. Der TSV konnte durch die Pausenführung etwas den Fuß vom Gas nehmen und sich auf vermehrt lange Bälle auf die schnellen Offensivspieler konzentrieren. Finn-Ole Ratje (69.) traf so zum 3:0, doch die Gäste gaben sich nicht auf. Theo Schröder (81.) verkürzte für Kirchbarkau, die nun mehr Risiko gingen, was allerdings gnadenlos bestraft wurde. Jammeh (82.) schnürte den Dreierpack und machte den Deckel drauf, bevor Finn-Ole Ratje (88.) nach einem weiteren Standard den 5:1-Endstand besorgte.

jammeh @ SGGO entscheidet Derby deutlich für sich - TuS Tensfeld feiert ersten Saisonsieg dank Broetzmann-Doppelpack
Mit drei Toren war Haruna Jammeh wieder einmal der Matchwinnner für den TSV Lensahn. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Ein mehr als gelungener Auftritt

Lensahn feierte den zweiten deutlichen Sieg in Folge und ist somit nach dem Ausrutscher zum Start zurück in der Spur. Es war ein guter Auftritt auf dem heimischen Kunstrasen, mit dem der Gegner sichtbar Probleme hatte, sich an diesen zu gewöhnen. Vadim König sagte: „Das war heute in allen Belangen ein mehr als gelungener Auftritt von den Jungs. Die haben wirklich alles umgesetzt was wir vorher besprochen haben. Auch wenn das Gegentor schade ist, war der Sieg heute auch in der Höhe so verdient.“ Kirchbarkau verlor auch das zweite Auswärtsspiel in Ostholstein.

Der 3. Spieltag im Überblick

SG Bösdorf/Malente – TSV Dannau 7:1
FSG Saxonia – TSV Gremersdorf 1:1
SV Großenbrode – FT Preetz 1:1
SC Cismar – SG Dersau/Kalübbe 3:1
SG Göhl/Oldenburg – Eutin 08 II 7:2
TSV Lütjenburg – TuS Tensfeld 1:2
TSV Lensahn – SV Kirchbarkau 5:1

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