
Bad Segeberg – Am vierten Spieltag der Kreisliga Südwest gab es wieder einige spannende Duelle. Bis in die Schlussminute sollte es auf einigen Plätzen spannend werden. Vor allem in Bad Segeberg erreichte die Partie in der Schlussphase ihren Höhepunkt. Zudem gab es auch Überraschungen und dementsprechend auch Enttäuschungen.
TuS Hoisdorf – SG Bargteheide/Hammoor 1:2 (1:1)
Der TuS Hoisdorf musste nach dem Auftaktsieg gegen den TSV Trittau II zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Dementsprechend nahm man sich viel vor für das Spiel am Freitagabend gegen die SG Bargteheide/Hammoor, doch diese kam mit einer breiten Brust. Zwei Siege in Folge, darunter ein Überraschungserfolg gegen den SV Wahlstedt, sollten dafür sorgen, dass man sich früh von der unteren Tabellenregion fernhielt. Nun sollte nachgelegt werden, was erneut aus einer tiefen und kompakten Defensive funktionieren sollte. Hoisdorf war klar spielbestimmend, während die SG sich klar auf Konter fokussierte. Erneut sollte die Heimmannschaft allerdings zu wenig aus dem Ballbesitz machen, sodass es wenige Chancen gab. Gästespieler Dominik Sparr sagte: „Es war kein einfaches Spiel. Hoisdorf lässt da auf ihrem Kunstrasenplatz den Ball unfassbar gut laufen, vorne ist es ein super junges Team. Permanent machen sie Positionswechsel und sorgen damit schon für Unruhe, denn das hat uns schon vor Aufgaben gestellt, ohne dass sie im Angriffsdrittel groß gefährlich wurden. Es war aber schon eine Herausforderung und wir haben wie schon gegen Wahlstedt versucht, uns der Situation anzupassen und haben mitgespielt.“
Bereits nach fünf Minuten traf Stefan Zivkovic (5.) nach einem Stellungsfehler der Hausherren. Vor der Pause sollte Luis Ledermann (39.) allerdings noch ausgleichen. Somit blieb es ein offenes Spiel, in dem Hoisdorf spielbestimmend blieb, doch zu wenig Gefahr erzeugte. Das Chancenverhältnis war ausgeglichen und es schien, als würden sich die Mannschaften Remis trennen, doch dann kam Nick Nordt (82.) mit einem absoluten Traumtor. Er traf aus 20 Metern stramm in den Winkel. Darauf fanden die Platzherren keine Antwort mehr, sodass es die dritte Niederlage im vierten Spiel gab. Es ist ein klarer Fehlstart an der Oetjendorfer Landstraße, doch man bleibt ruhig. Andre Meins sagte: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen, außer, dass wir nicht zwingend genug waren vor dem Tor. Wir haben eine gute Einstellung gehabt und die Moral stimmte. Wir sind auf einem guten Weg und müssen uns das Glück weiter erarbeiten.“ Sparr schätzte den Sieg folgendermaßen ein: „Ich würde sagen, wir sind verdienter Sieger, aber Hoisdorf hat wirklich guten Fußball gespielt. Wir sind trotzdem als Sieger vom Platz, freuen uns riesig und mal schauen, was die nächsten Wochen bringen.“
Leezener SC – Bargfelder SV 2:1 (2:1)
Der Bargfelder SV verlor die ersten drei Spiele allesamt und befindet sich daher am Tabellenende der Kreisliga Südwest. Es waren unglückliche Auftritte, in denen Führungen verspielt wurden. Zunächst trafen die Stormarner mit Eintracht Segeberg und Alsterland auf zwei sehr starke Gegner, die gut gestartet sind. Die Niederlage zu Hause gegen den SV Sülfeld war sehr enttäuschend. Nun gastierte die Mannschaft von Michael Burg beim Leezener SC, der mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage einen gemischten Start hinlegte. Insgesamt waren die Segeberger eher unzufrieden, denn der Auftritt bei der Pleite in Hartenholm war nicht zufriedenstellend. Nun sollte eine Reaktion her und die Vorzeichen waren sehr gut. Personell sah es für den LSC gut aus, anders beim Gegner. Große Personalsorgen plagten die Gastmannschaft aus Bargfeld-Stegen, sodass ein dünner Kader anreiste und in der ersten Elf fleißig getauscht werden musste.
Der BSV spielte aus einer kompakten Defensive heraus. Mit einer Fünferkette gegen den Ball sollte im 5-4-1 erst einmal hinten sicher gestanden werden. Nach vorne sollte es über Umschaltmomente gehen. Leezen war klar tonangebend und ging früh in Führung. Ein Steckpass zu Leif Fuhlendorf, der querlegte, und Marcel Bennsen (6.) schob mit dem ersten zu Ende gespielten Angriff ein. Trainer Phil Paustian sagte: „Wir wollten nach der Niederlage in Hartenholm einiges wiedergutmachen und haben uns viel vorgenommen für das Heimspiel. Wir sind auch gut in die Partie gestartet und haben ein schnelles Tor gemacht. Bis dahin volle Kontrolle über das Spiel gehabt und Bargfeld war weitgehend nur mit Verteidigen beschäftigt.“ Im Anschluss verflachte das Spiel allerdings etwas. Bei klaren Ballbesitzvorteilen für die Heimmannschaft sollte allerdings wenig Zwingendes herausgespielt werden. Die Anspielstationen im Mittelfeld fehlten, sodass es nur selten ins letzte Drittel ging. So verzeichnete Jerik Böttger mal einen Abschluss durch einen Freistoß über das Tor.
Bargfeld meldete sich nach 20 Minuten erstmals gefährlich vor dem Tor an, doch der Abschluss ging deutlich über den Querbalken. Kurz darauf gab es dann einen Freistoß für die Gäste. Aschkan Feizi (26.) übernahm die Verantwortung und traf sehenswert zum Ausgleich. Plötzlich waren die Gäste zurück im Spiel. Dies allerdings nur kurz, denn vier Minuten später steckte Bennsen durch und Tobias Neumann (37.) traf zur erneuten Führung. Im Anschluss verzeichneten beide Teams noch Abschlüsse, doch ein weiterer Treffer bis zum Pausentee fiel nicht. Im zweiten Durchgang wollte Leezen das Spiel vorzeitig entscheiden, doch es war ein enttäuschender Auftritt der Paustian-Elf. Dieser zeigte sich unzufrieden: „Je länger das Spiel ging und gerade in der zweiten Hälfte, haben wir eigentlich alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Einfache Sachen, die Basics haben wenig bis gar nicht funktioniert und durch unsere Fehler haben wir Bargfeld immer stärker gemacht, die dann zu kleinen Nadelstichen kamen. Wir waren nachher mehr damit beschäftigt, das 2:1 zu verteidigen, als auf das 3:1 zu spielen.“ Am Ende bekam die Führung über die Zeit, doch es war wenig Glanz, den die Platzherren im zweiten Heimspiel der Saison zeigten.
SV Eintracht Segeberg – Tralauer SV 2:3 (0:0)
Es war durchaus ein Topspiel, das am Sonntagmittag stieg. Der Aufsteiger SV Eintracht Segeberg empfing den Tralauer SV. Segeberg sollte mit einer Serie von 18 Siegen ins Spiel gehen. Nach dem Aufstieg startete die Mannschaft von Mark Galander mit zwei Siegen in die Saison und holte sich viel Selbstvertrauen. Dieses sollte auf den Platz gebracht werden im ersten Heimspiel der Saison, doch der Gegner gehört zu den stärksten der Liga. Tralau feierte zwei Siege aus den ersten drei Spielen und glänzt vor allem mit einer beeindruckenden Offensive. Vor dieser war der Aufsteiger gewarnt, sodass der Trainer eine etwas tiefere Ausrichtung wählte. Im Sturm sollte nur Adrian Rupsch beginnen und nicht Chris Hagemann, der erst einmal auf der Bank Platz nahm. Es war ein intensiver Start mit Vorteilen für die Gäste. In den ersten zehn Minuten gab es bereits zwei Großchancen der Stormarner, die das Führungstor verpassten. Kevin Öz zog am Tor vorbei, bevor er kurz danach querlegte und Tolga Albanoz den Ball nicht im Tor untergebracht bekam. Der Coach der Heimelf sagte: „Nach der Abtastphase ist Tralau besser im Spiel, muss hier eigentlich das erste Tor machen. Nach 20 Minuten kommen wir auf und machen das 15 Minuten überragend, sind drauf und dran, in Führung zu gehen. Die letzten Minuten gehören dann wieder Tralau und auch hier wieder Glück für uns.“
Im Anschluss sollte Tralau allerdings leicht den Faden verlieren und war nicht mehr ganz so zwingend und zielstrebig. Roman Ismagilov, Coach der Tralauer, sagte: „Insgesamt hatte das Spiel einen etwas wilden Verlauf. Wir starten gut und kontrolliert, schaffen es aber nicht, unsere Chancen zu nutzen. Dadurch werden wir unruhig und ungeduldig und Segeberg kommt immer wieder zu Nadelstichen.“ Es wurde ein offeneres Spiel, bei dem auf beiden Seiten die Schlüsselspieler eine große Rolle spielten. So war es bei der Eintracht der auffällige Rupsch, der für Gefahr sorgte, auf der anderen Seite Kevin Öz, der nach 33 Minuten auch ein Abseitstor erzielte. So ging es ohne Tore in einer munteren Kreisligapartie in die Pause. In dieser sprach der Gästecoach einige Dinge an: „Wir wollten wieder Ruhe und Miteinander in unser Spiel bekommen. Das ist uns zu Beginn der zweiten Hälfte auch gut gelungen und wir wurden mit dem 2:0 belohnt.“ Zuvor sollte es allerdings Chancen auf beiden Seiten geben. Tralau hatte mehr, doch Rupsch sollte den Gästekeeper zu einem starken Reflex fordern.
Nach einer Stunde war es dann der verdiente Führungstreffer der Gäste. Hannes Lüneburg (60.) kam vor dem Tor zum Abschluss und traf ins kurze Eck. Es war die Erlösung und der Joker sollte eine Viertelstunde später erhöhen. Es stand 2:0 und der TSV war auf Kurs. Eintracht-Coach Galander sagte: „Wir wechseln zu früh, den Schuh ziehe ich mir an und verlieren so die Stabilität im Mittelfeld. Diesen Moment nutzt Tralau eiskalt mit zwei Kontern aus.“ Doch diese Führung sollte noch nicht die Entscheidung sein. Ismagilov sagte: „Leider gibt uns die Führung keine Sicherheit. Stattdessen geben wir das Momentum komplett aus der Hand und Segeberg kommt verdient zum 2:2.“ Conner von Ahnen (77.) und Adrian Rupsch (88.) trafen. Das 2:2 war allerdings noch nicht der Schlusspunkt. Der Heimtrainer sagte: „Jetzt sind wir an Drücker und müssen das 3:2 machen. Aber Fußball ist halt manchmal ein „Arsch..ch“ und mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit, einer Ecke, rollt der Ball nach drei, vier Kontakten noch über die Linie. Sehr gute Schiedsrichter-Leistung, tolle Moral meiner Jungs, wir sind in der Liga angekommen und trotzdem sind Niederlagen scheiße.“
Für die Eintracht war es die erste Pleite seit 18 Spielen und somit das Ende einer langen Serie. Zu dieser sagte der geschlagene Coach: „Dass es irgendwann eine Niederlage gibt, war uns auch klar. Diese ist allerdings schwer zu verdauen.“ Der siegreiche Coach sagte nach dem Spiel: „Das Spiel hatte alles, was ein gutes Kreisligaduell ausmacht: Fußball, Kampf, Leidenschaft und jede Menge Dramatik. Unser Sieg ist nicht unverdient, aber definitiv auch etwas glücklich. Nach dem 2:0 müssen wir das Spiel mehr kontrollieren. Stattdessen übernimmt Segeberg mit großer Euphorie das Momentum und lässt uns ordentlich leiden. Heute kommen wir noch einmal mit einem blauen Auge davon und freuen uns über hart erkämpfte drei Punkte gegen einen sehr guten Gegner.“
SV Sülfeld – TSV Trittau II 1:0 (0:0)
Nachdem der SV Sülfeld beim Bargfelder SV den ersten Saisonsieg feiern konnte, wollte der Aufsteiger nun unbedingt nachlegen. Zu Gast war der TSV Trittau II, der in den ersten beiden Spielen noch sieglos blieb, doch einen Punkt auf dem Konto nach einem Remis gegen Alsterland hatte. Personell sah es allerdings eher schwierig aus beim TSV, der diesmal auch keine Unterstützung aus dem Verbandsligakader bekam. So war man auf sich allein gestellt. Dennoch hatte man mehr den Ball, während sich der Aufsteiger auf Umschaltmomente nach Ballgewinnen fokussierte. Dies sollte aufgehen, denn hinten stand man stabil und vorne wurden Nadelstiche gesetzt. Jan Niklas Treumann (59.) sollte der Matchwinner mit seinem Treffer sein. Er setzte gut nach, denn den ersten Abschluss parierte der Torhüter der Gäste noch. Am Ende gab es einen Dreier, der für großen Jubel beim SVS sorgte. Es war der zweite Dreier der Saison und der erste auf der heimischen Sportanlage.
Sülfelds Birger Broening sagte zum Sieg seiner Mannschaft: „Ein hochverdienter Sieg und gleichzeitig ein echter Kraftakt bei diesen Temperaturen. Kurz vor dem Spiel mussten wir leider noch drei Ausfälle verkraften. Trotzdem waren wir von der ersten Minute an da und haben Gier und Willen auf den Platz gebracht. Wenn wir angelaufen sind, konnten wir immer wieder gute Ballgewinne erzwingen und uns daraus Chancen erarbeiten. Teilweise haben wir diese Möglichkeiten zu fahrig ausgespielt oder waren im Abschluss nicht kaltschnäuzig genug. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann mit dem Führungstreffer belohnt und das Spiel anschließend verdient nach Hause gebracht. Defensiv standen wir kompakt und hatten die langen Bälle des Gegners gut im Griff. Auch die zweiten Bälle waren meistens bei uns. Sinnbildlich dafür unser Tor, bei dem wir nach dem Abschluss direkt nachgesetzt und den Abpraller verwertet haben. Wir sind froh, endlich wieder zu null gespielt zu haben und freuen uns, dass wir unseren ersten Saisonsieg in Bargfeld vor einer Woche mit drei Punkten vor heimischer Kulisse veredeln konnten.“
SV Wahlstedt – VfL Oldesloe 2:0 (0:0)
Nach dem torlosen Remis gegen den SV Borussia Möhnsen stand für Jan Vogelsang das zweite Spiel als Trainer der ersten Herren beim VfL Oldesloe an. Zu Gast war man beim SV Wahlstedt, der mit zu den Favoriten zählt und dies mit Siegen gegen Alveslohe und Tralau auch schon unter Beweis gestellt hat. Allerdings gab es auch eine 1:2-Niederlage in Hammoor, wo die Segeberger über 90 Minuten enttäuschten. Oldesloe sah also durchaus eine Chance, doch dazu brauchte es erneut einen sehr disziplinierten und leidenschaftlichen Auftritt gegen den Ball. Diesen zeigten die Stormarner auch, wofür es selbst vom gegnerischen Coach Nimet Jusufi Lob hagelte: „Es war das erwartet schwierige Spiel gegen einen tiefstehenden Gegner, der defensiv sehr diszipliniert und kompakt verteidigt hat. Dafür muss man dem Gegner auch ein Kompliment machen, er hat es uns über die gesamten 90 Minuten schwer gemacht und uns viel abverlangt.“ Es geht also in die richtige Richtung beim VfL, auch wenn Wahlstedt die aktivere Mannschaft war: „Wir sind trotzdem geduldig geblieben, haben den Ball gut in den eigenen Reihen laufen lassen und das Spiel über weite Strecken komplett kontrolliert. Defensiv haben wir nichts zugelassen. Über 90 Minuten ging das Spiel eigentlich nur auf ein Tor. Wir haben uns zahlreiche Chancen herausgespielt, waren aber leider nicht in der Lage, uns für unseren Aufwand und die gute Arbeit zu belohnen. Es war ein hart umkämpftes Spiel, in dem wir viel investiert haben. Mit unserer defensiven Leistung, unserer Geduld und der Art, wie wir das Spiel kontrolliert haben, können wir zufrieden sein. Gleichzeitig müssen wir uns künftig für die herausgespielten Chancen auch belohnen.“
Lange Zeit blieb es torlos, doch dann ging es in die Schlussminuten. Ein Freistoß des SV Wahlstedt kam direkt auf das Tor, der VfL-Keeper wehrte nach vorne ab, wo Julian Holz (84.) zur Führung abstaubte. Der Bann war für die Hausherren gebrochen, doch Oldesloe-Coach Vogelsang haderte:„Meiner Meinung nach war es aus meiner Sicht ganz klar Abseits. Der Linienrichter hob die Fahne, der sehr jung und in gewissen Situationen auch überfordert war, dem machen wir aber keinen Vorwurf.“ Farouk Salah-Brahim (93.) erhöhte sogar noch, doch auch hier war der Gästecoach nicht einverstanden. „Auch das 2:0 war für mich ganz klar Abseits, wo der Linienrichter dann zu mir sagt, dass der Schiri sagt, es war Abseits. Sorry, aber das ist eine Aussage, die passt für mich nicht. Der kann das ja gar nicht entscheiden, ob das Abseits ist, als Schiedsrichter sieht er es ja gar nicht. Nichtsdestotrotz haben wir sehr gut verteidigt, haben unseren Matchplan gut umgesetzt. Nach vorne fehlte uns die Durchschlagskraft. Jetzt kommen ein, zwei verletzte Spieler wieder, dann haben wir auch wieder eine etwas andere Qualität dazu. Es tut mir leid für die Jungs, die haben sich 84 Minuten den Allerwertesten aufgerissen, gefightet, gekämpft, haben alles reingeworfen und sehr gut umgesetzt. Wir hatten Wahlstedt am Rande der Verzweiflung und hätten uns gerne mit einem Punkt belohnt. Das ist leider nicht geworden, es ist aber auch nicht unsere Kragenweite. Die Punkte müssen wir woanders holen und das werden wir, wenn wir weiter so auftreten und Gas geben.“
SV Borussia Möhnsen – SV Henstedt-Ulzburg 2:0 (0:0)
Auf den SV Borussia Möhnsen wartete eine ganz schwierige Aufgabe. Der SV Henstedt-Ulzburg gastierte und somit der selbsternannte Top-Favorit. Dieser war allerdings angeschlagen, denn der Saisonstart lief nicht wirklich nach dem Geschmack von Trainer Keven Bostelmann. Auf den Sieg gegen Sülfeld folgten zwei Niederlagen gegen Leezen und Großensee. Nun musste ein anderes Gesicht gezeigt werden, wofür der Trainer bereits nach dem Heimspiel in der Vorwoche eine interne Aufarbeitung in Form von Gesprächen ankündigte. In Möhnsen wartete allerdings kein dankbarer Gegner, denn die Lauenburger blieben ungeschlagen in den ersten drei Spielen. Gleichzeitig wartete man allerdings auch noch auf den ersten Sieg, denn es gab drei Remis. Darunter gegen die letzten beiden Gegner des SVHU. Dieser war hochmotiviert und traf auf eine personell geschwächte Mannschaft.
Klar war, dass die Hausherren eine kompakte Defensive gegen die spielstarke Mannschaft aus dem Kreis Segeberg brauchten. Der Ball war mehr auf Seiten der Gäste, die damit allerdings wenig anzufangen wussten. Möhnsen machte es einfach gut und ließ kaum etwas zu. Vorne sollte im zweiten Durchgang tatsächlich sogar der Führungstreffer gelingen. Hendrik Siel (56.) traf und dies war keineswegs unverdient. Im ersten Durchgang ließ die Borussia bereits gute Chancen aus. Nach dem Seitenwechsel änderte sich dies, denn Lennart Bannach (69.) erhöhte. Henstedt-Ulzburg fiel darauf nicht ein, sodass es am Ende einen 2:0-Sieg gab. Möhnsen feierte den ersten Dreier und bleibt weiterhin ungeschlagen. Trainer Martin Krüger sagte: „Wir haben Henstedt nie zur Entfaltung kommen lassen, sodass ihre definitiv vorhandene fußballerische Klasse nie zum Tragen kam. Und auch mit dem Ball sah es heute sehr vernünftig aus. Bereits erste Halbzeit wäre eine Führung für uns alles andere als unverdient gewesen. Zweite Halbzeit haben wir unsere Chancen dann reingemacht. So bringt uns eine geschlossen sehr gute Mannschaftsleistung verdiente drei Heimpunkte.“ Für den Favoriten war es die dritte Niederlage in Serie, sodass man tief in einer Krise steckt.
SSV Großensee – TuS Hartenholm II 1:0 (1:0)
Der SSV Großensee führte die Kreisliga Südwest nach drei Spieltagen an. Mit sieben Punkten sollten die Stormarner ungeschlagen von ganz oben grüßen und wurde zur Überraschungsmannschaft der Liga. Ebenfalls für Furore gesorgt hat allerdings auch der Gegner. Der TuS Hartenholm II. Die Segeberger gewannen zwei der ersten drei Spiele und blieben dabei sogar jeweils ohne Gegentor. Hinten steht die junge Zweitvertretung also sehr sicher. Nun wartete eine offensivstarke Mannschaft, die allerdings durchaus SorSSV Großensee – TuS Hartenholm IIgen hatte: „Die Voraussetzungen zum heutigen Spiel waren für uns alles andere als gut, denn durch Urlaub, Verletzungen und kurzfristige Absagen standen uns lediglich 14 Spieler zur Verfügung. Die meisten davon mit einer mehr als grenzwertigen Spielvorbereitung am Vorabend. Kreisliga halt. Trotz der widrigen Umstände fanden wir gut in die Partie und erarbeiten uns ein deutliches Chancenplus. Leider wurden diverse Gelegenheiten entweder schlecht zu Ende gespielt oder man scheiterte teilweise kläglich“, sage Sascha Bartlakowski. Dennoch sollte Kevin Hoffmann (38.) nach Vorlage von Marcel Griem mit seinem vierten Saisontor die Führung der Hausherren besorgen. Der Heimtrainer sprach davon, dass der 1:0-Pausenstand für die Gastmannschaft „schmeichelhaft“ war. TuS-Coach Timo Novak sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gemacht. Zu viele einfache Ballverluste. So kam Großensee zu mehrerer Chancen. Wir liegen mit Glück und Großensee Unvermögen vorm Tor nur mit 1:0 hinten.“
Im zweiten Durchgang sollten die Gäste besser ins Spiel finden. Novak sagte: „In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser. Haben besser Fußball gespielt und uns so auch Torchancen erarbeitet. Wir haben alles reingeworfen und wurden am Ende nicht belohnt. Ich glaube das am Ende ein Unentschieden gerecht gewesen wäre auch wenn Großensees Trainer das aufgrund vieler vergebener Chancen wahrscheinlich nicht so sieht. Großensee verlor nach Überlegenheit somit komplett den Faden und durfte sich über den Punkte glücklichschätzen. Bartlakowski sagte: „Danach fing das Spiel an zu kippen. Bei meinen Partygängern wurde die Luft knapp und wir fingen an die Ordnung und Struktur zu verlieren. Es war dann einfach nur noch ein Gebolze und ein Kampf gegen Zeit. Schlussendlich sollte uns der eine Treffer die nächsten drei Punkte bescheren. War heute nicht schön, aber beschweren wollen wir uns auch nicht.“ Hartenholm verlor nach den beiden Siegen zuletzt mal wieder ein Spiel. Der Trainer sagte: „Leider haben heute einige Spieler im Offensivbereich gefehlt sodass viele auf nicht gewohnten Positionen gespielt haben. Wir befinden uns weiterhin im Prozess und bin dennoch mit dem Saisonstart zufrieden.“







