
Lübeck – Die Woche ist schon wieder so gut wie vorbei, doch es wartet noch der fünfte Spieltag der Kreisliga Süd. Eröffnet wird dieser bereits am Freitagabend, wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sehr unterschiedlich gestartet sind. Der ATSV Stockelsdorf empfängt den Eichholzer SV II. Die Favoritenrolle geht klar an den Pöbelberg, doch ein Selbstgänger wird es nicht. Vergangene Saison tat sich der ESV sehr schwer gegen Stockelsdorf, sodass man gewarnt ist.
Stockelsdorf noch sieglos
Der ATSV Stockelsdorf ist mit einem Punkt aus den ersten vier Spielen in die neue Kreisligasaison gestartet. Nach einem Umbruch im Sommer mit vielen Ab- und einigen Zugängen, war allerdings auch zu erwarten, dass die Mannschaft von Neu-Trainer Yannik Biemann auch etwas Zeit benötigen würde. Vor dem Ligastart gab es allerdings mit dem 2:1-Sieg im Pokal gegen Lübeck 1876 einen kleinen Achtungserfolg, sodass der ATSV selbstbewusst ins erste Spiel der Kreisliga Süd startete. Es gab allerdings eine 1:3-Niederlage zum Start gegen den VfL Rethwisch. Es folgten weitere Spiele ohne Sieg. Einzig ein Teilerfolg beim Ratzeburger SV II, bei dem man allerdings sogar selbst mit 3:1 führte, sollte bisher herausspringen.
Aufholjagd im Pokal soll Selbstvertrauen geben
Nun soll das Warten auf einen Sieg in der Kreisliga endlich ein Ende finden, doch die Aufgabe wird keineswegs einfach. Stockelsdorf empfängt mit dem Eichholzer SV II einen der Top-Favoriten in dieser Liga, der mit hoher Qualität gespickt ist. Spieler wie Marcel Stellbrinck, Niklas Hamer, Tom Meier oder Caspar Stark können in dieser Liga den Unterschied machen. Es wartet auf die defensiv bisher eher anfälligen Stockelsdorfer eine ganz schwierige Aufgabe. Dennoch malen sie sich eine Chance aus. Im Pokal wurde sich gegen den B-Klassisten mit einem späten 4:3-Sieg nach Rückstand Selbstvertrauen geholt, mit dem es nun ins Duell mit dem Favoriten geht. Das vergangene Heimspiel muss dabei klar abgeschüttelt werden, denn dort kassierte der ATSV gegen einen Gegner mit ähnlichem Kaliber, dem TSV Travemünde, eine 0:6-Klatsche.
Sand im Getriebe
Auf den Eichholzer SV II wartet nun das dritte Auswärtsspiel in dieser Saison und das Ziel ist ganz klar. Der erste Dreier auf fremdem Platz muss her. In den ersten beiden Spielen gab es für den Favoriten nämlich nur einen von möglichen sechs Punkten. Beim SV Viktoria 08 verlor die Mannschaft vom Pöbelberg mit 2:3, zuletzt in Travemünde gab es eine 2:2-Punkteteilung. Es war in beiden Spielen mehr drin, doch es gelang ihnen jeweils nicht, über 90 Minuten ihr Spiel durchzudrücken. Dieses Problem begleitet die Mannschaft von Stephan Lindhoff schon durch die ersten Wochen. Es ist noch Sand im Getriebe und die Erwartungen konnten nur teilweise erfüllt werden. Im Heimspiel gegen den bis dahin ungeschlagenen VfL Rethwisch dachte man, es sollte der Knoten platzen und die Zweitvertretung würde eine Machtdemonstration hinlegen. 6:1 führte diese bereits zur Halbzeit, doch im zweiten Durchgang wurde ein nur schwer zu erklärender Auftritt geboten. 6:4 hieß es am Ende nur noch und die Chancen auf den Ausgleich für den Gegner waren tatsächlich da.
Vergangene Saison schwergetan
Die ersten Spiele sollen allerdings nun hinter sich gelassen werden, denn die Punkteausbeute bleibt mit Blick auf das Startprogramm zufriedenstellend, doch mehr bisher auch nicht. In den kommenden Wochen warten schwierige Aufgaben, denn nach dem Gastspiel in Stockelsdorf begrüßt der ESV mit Breitenfelde/Mölln eine junge, starke Truppe. Zudem reist man nach Wentorf. Nun liegt der Fokus erst einmal auf das Spiel beim ATSV, denn ein Selbstgänger wird dies nicht. Vergangene Saison tat sich Eichholz sehr schwer gegen den kommenden Gegner. Zu Hause wurde mit 0:4 verloren, wodurch die Serie von über einem Jahr ohne Heimniederlage endete. Im Rückspiel drohte erneut ein Punktverlust. Eine 3:1-Führung wurde verspielt, sodass in der 84. Minute der 3:3-Ausgleich fiel. Eichholz zeigte sich allerdings unbeeindruckt und gewann dank zwei späten Toren doch noch mit 5:3. Mann des Tages war mVergangeen it drei Treffern Matthis Schock. Nun möchte Trainer Lindhoff sicherlich einen souveräneren Auftritt seiner Mannschaft sehen. Vor dem Spiel am Freitagabend sagt er: „Am Freitag sind wir schon wieder auswärts gefordert. Wir reisen zum ATSV Stockeldorf. Stockelsdorf ist nach dem Pokalsieg gegen Lübeck 1876 nicht optimal in die Saison gestartet und wird alles versuchen, um das Ruder rumzureißen. Wir sind also gewarnt. Bei uns werden leider einige Spieler am Freitag fehlen, jedoch werden wir Freitag eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen. Wir müssen wie in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen, die drei Punkte zu holen.“







