
Hammoor – Der fünfte Spieltag in der Kreisliga Südwest sollte mit zwei spannenden Duellen bereits am Freitagabend eröffnet werden. Beide Spiele wurden im Vorfeld bereits von vielversprechenden Geschichten begleitet, doch schaut man auf die Ergebnisse, dann sollten es zwei deutliche Siege sein. In Alveslohe ließ der Sieger überhaupt keine Zweifel an den drei Punkten aufkommen. In Hammoor schien die Partie ebenfalls früh entschieden zu sein, doch die Hausherren sollten eine starke Moral zeigen, sodass man trotz Niederlage sehr stolz war.
SG Bargteheide/Hammoor – SV Eintracht Segeberg 2:5 (0:3)
Zwei gut in die Saison gestartete Mannschaften trafen am Freitagabend am Kamp aufeinander. Die SG Bargteheide/Hammoor empfing mit drei Siegen in Folge im Rücken den starken Aufsteiger Eintracht Segeberg. Dieser musste sich am Sonntag nach 18 Pflichtspielsiegen in Serie mal wieder geschlagen geben, dabei war man gegen Tralau so dicht dran zu punkten. In der 88. Minute traf Stürmer Adrian Rupsch zum 2:2 nach 0:2-Rückstand. Mit der letzten Aktion des Spiels wurde der erkämpfte, zum Greifen nahe Punkt allerdings doch noch entrissen, sodass die Serie ein Ende fand. Nun ist das Ziel ganz klar, eine neue zu starten, denn in Hammoor wollte der Aufsteiger wieder an den ersten beiden Spielen, die jeweils gewonnen wurden, anknüpfen. Während die Hausherren sich auf einen stärkeren Gegner einstellten, sollte es für Eintracht darum gehen, die Konteranfälligkeit abzustellen, denn dies ist die größte Stärke des Gegners.
0:3 nach 15 Minuten
Personell gab es bei der SG einige urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle, sodass man sich über zahlreiche Unterstützung aus dem Landesligakader freuen durfte. Nils Fritzsche, Michel Otto und Sandro Schönberger starteten, zudem nahm Lukas Mladenic auf der Bank Platz. Bei der Eintracht startete Chris Hagemann, der gegen Tralau nur auf der Bank Platz nahm. Der Start war für den Aufsteiger schwungvoll und genau so, wie man es sich vorgestellt hat. Dominik Schenk (6.) und Adrian Rupsch (7.) stellten früh auf 2:0, sodass man die Hausherren eiskalt erwischte. Erneut Rupsch stellte nach einer Viertelstunde auf 3:0. Eintracht-Coach Mark Galander sagte: „Die ersten 20 Minuten waren Zucker, da setzten wir Trainingsinhalte und die besprochene Taktik komplett um.“ SG-Kapitän Dominik Sparr sagte: „Wir haben nicht ganz so gut ins Spiel gefunden und die Gäste gingen schnell mit 3:0 in Führung. Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir wieder ins Spiel reingefunden.“
Pech im Abschluss bei der SG
Das Spiel wurde offener und die Hausherren hatten längst nicht aufgegeben. Die Stormarner bekamen einen Elfmeter, den Nick Nordt allerdings gegen Torhüter Keno Weber parierte. Kurz nach der Pause sollte Michel Otto (52.) verkürzen, sodass die SG wieder im Spiel war. Gästecoach Galander sagt: „Leider hören wir ab der 20. Minute auf Fußball zu spielen und lassen B-H wieder in die Partie.“ Egor Zahn (71.) stellte für Segeberg allerdings auf 4:1, doch den Stecker des Gegners zog man damit immer noch nicht. Rico Krecker (86.) verkürzte erneut für Hammoor/Bargteheide, die kurz darauf sogar aus kurzer Distanz nur die Latte trafen. Die Moral bei der Heimmannschaft stimmte also definitiv, doch der eingewechselte Mattis Pulß (91.) machte mit dem 5:2 für die Eintracht den Deckel drauf. Der siegreiche Coach sagte: „Am Ende gewinnen wir sehr verdient. Auch sehr positiv, wieder eine sehr gute Schiedsrichter-Leistung, wie in allen Spielen bis jetzt.“
Sparr: „Es ist eine verdiente Niederlage, aber wie solch eine fühlte es sich nicht an“
Zwar musste Bargteheide/Hammoor nach drei Siegen in Serie mal wieder eine Niederlage hinnehmen, doch unzufrieden war man keineswegs. Dominik Sparr sagte: „In der zweiten Halbzeit haben wir wirklich sehr gut mitgespielt, Druck und auch unsere Tore gemacht. Im Großen und Ganzen war die zweite Hälfte ausgeglichen. Wir haben gegen Segeberg gut mitgehalten. Es ist ein wirklich spielstarkes Team, stehen hinten auch gut, machen das also wirklich top. Es war für uns nicht viel zu holen, aber alle haben wirklich alles gegeben und wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Es ist eine verdiente Niederlage, aber wie solch eine fühlte es sich nicht an, da sich das gesamte Team in der zweiten Hälfte wirklich aufgerissen hat und das war positiv und darauf kann man aufbauen.“ Der Kapitän zeigte sich enorm stolz auf sein Team, sodass er an dieses auch unmittelbar nach Abpfiff einige Worte gerichtet hat: „Ich habe der Mannschaft im Kreis nach dem Spiel gesagt, dass ich wirklich stolz auf alle bin. Nach 0:3-Rückstand zur Halbzeit, nach der Pause nochmal so zurückzukommen, so Gas zu geben und sich aufzureißen, war echt stark und hat Spaß gemacht.“
TuS Teutonia Alveslohe – SV Sülfeld 6:0 (3:0)
Das Ziel der TuS Teutonia Alveslohe am Freitagabend war klar. Nach zwei Niederlagen zu Hause sollte der erste Dreier an der heimischen Bahnhofstraße her. Zu Gast war der SV Sülfeld, der mit zwei Siegen im Gepäck anreiste und sich daher erneut einiges vornahm. Der Respekt vor dem Gegner war allerdings riesig, so betitelte man Alveslohe sogar als ein Vorbild aufgrund des Weges, wie man sich in der Kreisliga etabliert hat. An der Defensivleistung von zuletzt sollte angeknüpft werden, zudem sollte es mehr Konsequenz im Offensivspiel geben. Doch die Realität in den 90 Minuten am Freitagabend sah anders aus. Nach bereits vier Minuten ging Alveslohe durch Gabriel Stockinger (4.) in Führung. Trainer Dennis Rerop sagte: „Das frühe 1:0 spielt uns natürlich in die Karten, aber haben danach trotzdem weiter hervorragend Fußball gespielt.“ Über die volle Spielzeit sollten die Platzherren deutliche Ballbesitz- und Spielanteile haben. Sülfeld stand sehr tief in der eigenen Hälfte, sodass der Gegner viel Kontrolle hatte: „Es war teilweise wirklich krass, wie lange wir den Ball hatten“, verriet Rerop.
Rerop sehr zufrieden
Nach nicht ganz einer halben Stunde sollte das leistungsgerechte 2:0 fallen. Ein gut herausgespieltes Tor von Jonas Beckmann (28.) sowie Felix Burkhardt (36.) stellten bereits zur Halbzeit auf 3:0. Die Partie war früh entschieden und der Trainer der Hausherren zeigte sich sehr zufrieden: „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben viel den Ball laufen lassen, haben sehr geduldig gespielt und trotzdem immer wieder die richtigen Situationen gefunden, wo wir mutig nach vorne gespielt haben und dann auch richtig in die gefährlichen Bereiche gekommen sind. Ich finde, wir waren von der Positionierung insgesamt sehr gut, haben immer wieder die Halbräume gefunden und in die gefährlichen reingespielt. Gerade unsere Innenverteidiger und Sechser haben es hervorragend gemacht, viel Ballsicherheit gehabt. Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir weiter auf dem Gaspedal bleiben, nach vorne spielen und weiterhin mutig sein wollen. Das haben wir gut hinbekommen. Ich fand aber, wir hatten eine Phase so um die 60. Minute, wo wir vier bis sieben Minuten bisschen ungenau, hibbelig und unkonzentriert waren.“ Dennoch sollte in dieser Phase das 4:0 fallen, auch wenn dabei durch ein Eigentor von Sebastian Hoppe ordentlich Mithilfe geleistet wurde.
Mit Sicherheit und Selbstvertrauen
Alveslohes Trainer sagte über die Schlussphase: „Ich muss sagen, dass wir auch hinten heraus mit einer Konzentriertheit und Reife gespielt haben, das hat mir schon sehr gefallen, auch mit den vielen Wechseln, die wir hatten. Wir hatten heute einfach einen guten Ballbesitz mit viel Sicherheit und Selbstvertrauen, das liegt natürlich auch daran, dass du viele Tore machst, dir viel gelingt und Sülfeld uns viel spielen gelassen hat.“ In dieser Phase sollte Gabriel Stockinger (70./77.) mit seinem Doppelpack das halbe Dutzend voll machen. Es war der Schlusspunkt, sodass der erste Dreier zu Hause perfekt war. Für den siegreichen Coach war es ein: „Absolut hochverdienter Sieg für uns. Auch in der Höhe. Wir sind froh über den Heimsieg und dass wir die nächsten drei Punkte einfahren konnten. Das gehört zu unserer Entwicklung, wir haben jetzt zwei Spiele gewonnen und zwei verloren, aber die Aufgabe ist klar im Fokus. Wir können das heute genießen, aber spätestens ab Sonntag ist der Fokus dann auf das Alsterland-Spiel. Da liegt eine sehr große Aufgabe vor uns.“
Ein gebrauchter Tag
Der SV Sülfeld musste nach den beiden Siegen zuletzt nun einen Dämpfer hinnehmen. Zu sehr ließ der Aufsteiger den Gegner machen, sodass einfach nicht ins Spiel gefunden wurde. Co-Trainer Birger Broening sagt über die 0:6-Auswärtspleite: „Es war für uns heute einfach ein gebrauchter Tag. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt richtig Zugriff auf das Spiel und haben Alveslohe zu viel Raum gegeben. Wenn man sie spielen lässt, zeigen sie auch, welche Qualität sie haben. Trotzdem dürfen wir uns davon nicht entmutigen lassen, sondern müssen weiter an unserem Weg festhalten. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht: Am Dienstag geht es bereits gegen Tralau weiter, einen Gegner, der nochmal viel Qualität mitbringt. Dort müssen wir wieder zu unserem Spiel finden und zeigen, was uns eigentlich auszeichnet.“





