
Hamburg – Der Lüneburger SK Hansa ist in der 1. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Der niedersächsische Oberligist unterlag Werder Bremen am ausverkauften Hamburger Millerntor mit 0:3 (0:1). Der LSK verteidigte über weite Strecken engagiert, konnte sich gegen den Bundesligisten offensiv aber nur selten in Szene setzen.
Die Lüneburger hatten ihr Heimspiel wegen der zu geringen Kapazität ihrer aktuellen Spielstätte beim VfL Lüneburg nach Hamburg ins Stadion des FC St. Pauli verlegt. Dort übernahm Bremen von Beginn an die Kontrolle. Der LSK zog sich weit zurück und versuchte, die Räume vor dem eigenen Strafraum eng zu halten.
Früher Rückstand nach Standard
In der elften Minute fiel die Führung für Werder. Nach einer Ecke von Oliver Deman köpfte Jens Stage aus sieben Metern zum 1:0 ein. Bremen blieb anschließend spielbestimmend, während Lüneburg nur wenig Entlastung fand. LSK-Torhüter Exner verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand. Unter anderem parierte er einen Freistoß von Samuel Mbangula sowie Abschlüsse von Justin Njinmah und Deman. Zur Pause blieb es beim knappen 0:1.
Elfmeter sorgt für Vorentscheidung – LSK wehrt sich bis zum Ende
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bremen den Druck. In der 52. Minute verursachte Tom Muhlack einen Foulelfmeter an Stage. Bremens Rückkehrer Niclas Füllkrug verwandelte sicher zum 2:0. Lüneburg versuchte anschließend etwas mutiger nach vorne zu spielen. Die beste Möglichkeit hatte Nevio Scheuer (74.), dessen Schlenzer aus 18 Metern nur knapp am Tor vorbeiging. Zwei Minuten später sorgte Ludovit Reis für die Entscheidung. Nach Vorarbeit von Marco Grüll traf der ehemalige HSV-Profi mit einem leicht abgefälschten Linksschuss zum 3:0-Endstand. Auch in der Schlussphase gab sich der Oberligist nicht auf. Muhlauf versuchte es noch aus der Distanz, in der Nachspielzeit köpfte Malte Meyer nach einem Freistoß von Kunze über das Tor.
Am Ende setzte sich der Favorit verdient durch. Lüneburg verabschiedete sich nach einer engagierten Leistung aus dem Wettbewerb und ist in der kommenden Woche wieder in der Oberliga gefragt (gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder). Werder Bremen zog souverän in die zweite Runde ein.






