Pönitz – Vor dem Spiel bei der SG Insel Fehmarn gab Andre Meier, Co-Trainer bei der SVG Pönitz, seinen Abschied beim Kreisligisten bekannt. Einen Tag nach dem peinlichen 0:7-Debakel folgte ihm Chefcoach Helge Thomsen (Foto). Der 33-Jährige wird nach fünf Jahren wieder die Segel streichen. Er brachte den kleinen Ort in der Gemeinde Scharbeutz in die Verbandsliga, stieg allerdings sofort wieder mit ihm ab. Nach der heftigen Insel-Klatsche wackelt nun die Qualifikation zur neuen Verbandsliga. Thomsen war am Montag nur kurz für HL-SPORTS zu erreichen, antwortete nur knapp auf die Frage, ob er mit seiner Arbeit in Pönitz bereits fertig sei: „Nein, am 30.6.“

Doch was passiert ab Juli bei der SVG? Mit Thomsen kam vor fünf Jahren fast eine komplette Mannschaft vom TSV Pansdorf II, darunter mehrere Spieler, die der 33-Jährige bereits dort in der Jugend trainierte. Auch danach fanden einige Spieler den Weg aus Pansdorf nach Pönitz. Nun scheint das Modell abgenutzt. Thomsen selbst spielt in der Alten Herren am Techauer Weg.

Dabei ist man auch mal gut für kleinere Geschichten. Sei es eine „Pinkel-Aktion“ bei einem Heimspiel des NTSV Strand 08 oder erst vor kurzem die TV-Affäre um Altenkrempe. Vor einer Pönitz TV-Live-Übertragung stellte man sich in Altenkrempe die Frage, wie die rechtliche Situation eigentlich sei. Eine Anfrage wurde bei den Gastgebern nicht gestellt. Die Pönitzer verzichteten daraufhin auf einen Internet-Stream, konnten sich allerdings einen kleinen Seitenhieb gegen den BCG nicht verkneifen. Beim Kreisfußballverband steht das Thema noch auf der „To-Do-Liste“. Auf Nachfrage von HL-SPORTS beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) verwies man auf die Satzung. Die besagt, dass TV-Rechte abwärts der SH-Liga bei der torwärts GmbH zu erwerben sind.

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Dafür tut man auch Gutes an der Lindenstraße, hat mit „Kicken gegen Krebs“ eine tolle Aktion vor drei Jahren ins Leben gerufen. Leider blieb es eine einmalige Sache.

Wie es in Pönitz weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen. Der Leitwolf Thomsen verlässt den Sportpark. Nun wird es spannend, welches Projekt er sich dieses Mal aussucht und wer ihm folgt. Ein Ausverkauf in Pönitz scheint aber nicht ganz abwegig.

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