TSV Zarpen bleibt nach spätem Ausgleich Tabellenführer – Ratzeburger SV II ärgert Favoriten

Travemünde gewinnt in Breitenfelde

Der TSV Zarpen feierte ein spätes Remis gegen Kücknitz und behielt damit die Tabellenführung. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige

Lübeck – In der Kreisliga Süd standen am vergangenen Wochenende wieder einige muntere Spiele an. Auf acht Plätzen rollte der Ball und erneut wurde einiges geboten. Viele Tore, spannende Aufeinandertreffen und ein irres Finish sollten wieder einmal zeigen, was die Kreisliga so besonders macht.

Ratzeburger SV II – SV Grün-Weiß Siebenbäumen 2:2 (1:2)

Nach dem 5:4 beim TSV Schlutup sollte der Jubel groß beim Ratzeburger SV II sein. Es war der erste Saisonsieg nach dem Aufstieg, sodass man hoffte, dass man endlich in der Kreisliga angekommen ist. Nun sollte dies gegen einen Top-Favoriten bestätigt werden, das Derby gegen den SV Grün-Weiß Siebenbäumen stand an. Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz am Riemann, wo bereits nach wenigen Minuten der Favorit in Führung ging. Kokouvi Ahiandjipe (6.) brachte den Verbandsligaabsteiger früh in Führung. Die tief im 5-4-1 verteidigenden Hausherren wurden somit früh geknackt. Es war ein individueller Fehler in einer Situation, in der eigentlich überhaupt keine Gefahr bestand. Die Lauenburger operierten viel mit langen Bällen, fanden über die 90 Minuten nur schwer ins eigene Spiel. Ratzeburg sollte nach einer Ecke nur sechs Minuten nach dem Gegentor, in Person von Christian Meints (12.), ausgleichen. „Wir bekommen dann kurz vor der Halbzeit einen gerechtfertigten Elfmeter gegen uns und kurz vorher eine Gelb-Rote Karte gegen Siebenbäumen, durch einen sehr guten Schiedsrichter, der jegliches Zeitspiel und Unsportlichkeiten sofort bestraft hat“, sagte RSV-Coach Paul Dietz. Luke Pantas (45.) traf vom Punkt und brachte den Favoriten mit 2:1 in Führung.

Ratzeburg gleich spät verdient aus

In Überzahl waren die Hausherren nach dem Seitenwechsel überlegen. Drei gute Chancen ließ der Aufsteiger ungenutzt, bevor der eingewechselte Jan-Henrik Braasch (86.) den überfälligen Ausgleich erzielte. Die Frage, ob dieser verdient war, sollte mit Blick auf den Spielverlauf in den zweiten 45 Minuten klar beantwortet werden. Es war am Ende ein hochverdienter Punkt für die Zweitvertretung, die allerdings gerne sogar noch mehr mitgenommen hätte. Dietz sagte: „Vor dem Spiel hätten wir ein 2:2 mitgenommen. Im Nachhinein wäre sogar mehr drin gewesen und wir hätten uns die drei Punkte verdient. Trotzdem ist eine gute Entwicklung zu erkennen und wir sind mittlerweile in der Liga angekommen.“

SV Fortuna St. Jürgen – SV Viktoria 08 3:3 (3:2)

Der SV Fortuna St. Jürgen wollte nach vier Niederlagen zum Start in die Kreisligasaison am Sonntagmittag endlich die ersten Punkte einfahren. Zu Gast war der SV Viktoria 08, der ebenfalls nur einen Sieg auf dem Konto hatte und daher sich ebenfalls viel vorgenommen hatte. Beide Mannschaften waren personell sehr geschwächt, doch legten schwungvoll los. Nach wenigen Minuten brachte Tilo Karsten (6.) Viktoria in Führung. Die Antwort folgte durch Ahmad Ezzo (13.) allerdings prompt. Es ging Schlag auf Schlag am Kalkbrenner, wo klar zu merken war, dass für beide Teams durchaus schon ein kleines bisschen Druck herrschte. Karsten (16.) traf nur drei Minuten nach dem Ausgleich erneut und brachte die Gäste zum zweiten Mal auf Kurs. Doch auch das 2:1 sollte nicht von langer Dauer sein, denn im direkten Gegenzug war es Paul Grewecke (17.) zum erneuten Ausgleich.

Remis dank Karsten-Show

Vier Tore nach 17 Minuten waren ein schwungvoller Start in dieses Spiel zweier Teams, die unter der Woche beide aus dem Kreispokal geflogen sind. Im Anschluss beruhigte es sich etwas, doch nicht lange. Dominik Schaarschmidt (30.) traf und diesmal sollte also Fortuna in Führung gehen. Mit dieser ging es auch in die Pause, sodass sich Andre Meese und Nikolay Frech überlegten, wie dieser Vorsprung über die Ziellinie gebracht werden würde. Keine 60 Sekunden nach Wiederbeginn stand allerdings schon wieder alles auf Null, denn Karsten (46.) gelang der dritte Streich. Er war der Mann des Tages, denn beim Torjäger, der im vergangenen Jahr noch in der Zweiten des SVV auf Torejagd ging, schien es in der Kreisliga keine Eingewöhnungszeit gebraucht zu haben. Es ist sein sechstes Saisontor gewesen. Sechs von neun Treffern gehen also auf das Konto Karstens.

img 3382 1 @ TSV Zarpen bleibt nach spätem Ausgleich Tabellenführer - Ratzeburger SV II ärgert Favoriten
Tilo Karsten ist in der Kreisliga angekommen. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Englische Wochen machen sich bemerkbar

Am Kalkbrenner sollte nach dem 3:3 nichts mehr großartig passieren. So spektakulär der erste Durchgang war, so wenige Höhepunkte bot der zweite Durchgang. Es fielen keine weiteren Treffer, sodass sich die beiden Mannschaften die Punkte teilten. Die Kräfte waren auf beiden Seiten früh weg, was klar zu merken war. Nikolay Frech sagte: „Man hat heute schon gemerkt, dass es für beide Mannschaften die zweite englische Woche in Folge war. Beide Teams waren personell stark angeschlagen und auch kräftemäßig sicherlich nicht auf dem Niveau, auf dem sie normalerweise sind. In der ersten Halbzeit war trotzdem einiges los: Wir sind zweimal zurückgekommen, gehen anschließend sogar noch mit 3:2 in Führung. Direkt nach der Halbzeit bekommen wir dann das 3:3. Danach war beiden Mannschaften anzumerken, dass die Kräfte langsam nachlassen. Am Ende geht das Unentschieden aus meiner Sicht in Ordnung – ich denke, keine Mannschaft hat sich den Sieg wirklich verdient.“ Sein Gegenüber Yannik Plaumann sah es etwas anders: „Vom Start weg kamen wir gut ins Spiel und haben uns schnell Chancen erarbeitet. Das Spiel geriet nach zwei verletzungsbedingten Wechseln etwas in Stocken. In der zweiten Halbzeit kamen wir nach dem Rückstand schnell wieder zurück, konnten uns am Ende aber nicht belohnen.“

TSV Zarpen – TSV Kücknitz 3:3 (1:1)

Der TSV Zarpen ist in den ersten vier Spielen der Kreisliga ungeschlagen geblieben. Es gab zehn von zwölf Punkten sowie einen Überraschungssieg gegen Siebenbäumen. Vor allem im heimischen Otto-Dechert-Stadion ist der Aufsteiger kaum zu schlagen, denn letztmals sollte es im Mai 2025 eine Pleite dort geben. Nun war der TSV Kücknitz zu Gast und dies voller Sorgen. Personell mussten die Lübecker auf viele Spieler verzichten. Marvin von Ohlen verletzte sich im Pokal schwer und der Kapitän sollte nicht der einzige Spieler sein, der nicht zur Verfügung stand. Die Gäste hatten im ersten Durchgang Schwierigkeiten und fanden nicht so richtig ins Spiel. Nach einer Viertelstunde brachte Luca Rohr (15.) die Heimelf in Führung. Gästecoach Mirco Groß sagte zum Auftritt in den ersten 45 Minuten von seinem Team: „Mit einigen angeschlagenen Spielern reisen wir zum erwartet schweren Auswärtsspiel nach Zarpen. Von Beginn an agiert der Gastgeber mit vielen langen Bällen und setzt uns damit unter Druck. Wir bekommen in der ersten halben Stunde überhaupt keinen Zugriff, stehen zu weit von den Gegenspielern und verlieren zu viele Zweikämpfe. Folgerichtig geht Zarpen mit einem sehenswerten Abschluss mit 1:0 in Führung. Ab der 30. Minute kommen wir besser ins Spiel, stehen kompakter, gewinnen mehr Zweikämpfe und setzen offensiv immer wieder Akzente. Kurz vor der Pause belohnen wir uns mit dem verdienten 1:1-Ausgleich.“

Kücknitz kassiert Platzverweis

Sein Gegenüber Tobias Clasen sah es etwas anders: „Im Endeffekt müssen wir in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung gehen. Wir waren die dominantere Mannschaft, hatten auch mehr Chancen herausgespielt.“ Nach der Pause sollte Kücknitz die bessere Mannschaft sein. „Nach dem Seitenwechsel treten wir deutlich mutiger auf und erspielen uns direkt zwei bis drei gute Möglichkeiten. Nach 50 Minuten sehen wir allerdings die Ampelkarte und müssen fortan in Unterzahl agieren“, sagte Groß. Benny Bregulla sah den Platzverweis. Sidney Munier (61.) brachte Zarpen erneut in Führung, doch Kücknitz zeigte Moral. „Wir kommen in die zweite Halbzeit und sind nicht mehr so präsent im Spiel wie in der ersten. Kücknitz wollte mit Blick auf die Körpersprache es mehr als wir.“ Sie drehten das Spiel dank Sean Cekim (74.), der sein zweites Tor an diesem Tag erzielte, sowie ein Eigentor.

Später Ausgleich

Nun lief Zarpen dem Rückstand hinterher, doch dies in Überzahl. „Wir haben immer wieder Moral gezeigt“, sagte Zarpen-Coach Clasen. Bereits in der Vorwoche gab es spät noch Punkte und erneut sollte die Niederlage in der Schlussminute abgewendet werden. Munier (95.) glich mit der letzten Aktion des Spiels an. Die Serie hält weiter an und die Stormarner bleiben weiterhin ganz oben. „Im Endeffekt geht der Punkt für beide Mannschaften völlig in Ordnung und die Jungs haben wieder stark eine Moral gezeigt und sind immer noch ungeschlagen“, sagt Clasen. Kücknitz-Coach Groß sagte nach dem spät verlorenen Dreier: „Unterm Strich geht das 3:3 wohl in Ordnung. Trotzdem müssen wir bei den Gegentoren deutlich konsequenter werden. Zweikämpfe müssen angenommen und Bälle verteidigt werden – wer Angst vor dem Zweikampf oder dem Ball hat, wird auf Dauer keine Spiele gewinnen. Danke an Zarpen für das faire Spiel und Glückwunsch zum starken Saisonstart als Aufsteiger.“

SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – VfL Rethwisch 4:0 (1:0)

Vier Punkte aus den ersten vier Spielen waren nicht unbedingt das, was man sich bei der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg gewünscht hat. Die ersten beiden Spiele wurden verloren, doch nach dem Sieg gegen Kücknitz sollte der Trend wieder in die richtige Richtung zeigen. Nun gastierte der VfL Rethwisch und dieser startete richtig gut in die Saison. Sieben Punkte aus vier Spielen, nur eine Niederlage, diese in Eichholz, sollten für die Stormarner einen richtig guten Saisonstart bedeuten. Vor allem die vier Punkte gegen Travemünde (1:0) und Breitenfelde/Mölln (1:1) waren sehr beeindruckend. Nun stand eine schwierige Aufgabe in Lauenburg an. Die Heimmannschaft startete gut ins Spiel und sollte von Beginn an dieses kontrollieren. Florian Allner scheiterte nach elf Minuten erstmals an Maximilian Chylla. Fünf Minuten später sollte der Torhüter allerdings erstmals geschlagen sein. Eine halbhohe Flanke von links fand am Fünfmeterraum Fritz Witten (16.), der einschiebt. Es war bereits früh die verdiente Führung der SGWSS. Im Anschluss gab es Abschlüsse der Gäste, die allerdings zu ungenau aufs Tor kamen.

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Löffler trifft doppelt

Die SG war klar tonangebend und verpasste mehrfach noch vor der Halbzeit zu erhöhen. Zak war dem 2:0 am nächsten, denn Chylla war bereits geschlagen, doch Tim Sämann rettete auf der Linie. Nach dem Seitenwechsel sollte der verdiente zweite Treffer fallen. Lasse Löffler (59.) bestrafte einen Torwartfehler. Etwa zehn Minuten später sollte Lennart Krüger für erneut Löffler (61.) zum 3:0 ablegen. Nun wurde es deutlich, denn nach einem Steilpass war es Luis Zak (83.) zum 4:0. Es war der Endstand, sodass Wentorf den zweiten Sieg holte und in der Liga angekommen ist. Dennis Hadler sagte: „Man kann den Jungs heute nur gratulieren. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir das Spiel heute kontrolliert und auch in der Höhe verdient gewonnen. Dabei war die Ausgangslage gar nicht so einfach. Insgesamt standen uns 13 Spieler nicht zur Verfügung. Kurzfristig mussten wir im Tor Malte Müller-Krumwiede sowie Marcel Gewert und Jakob Loeck ersetzen, welche alle drei am Mittwoch noch in der Startelf standen. Umso mehr freut es mich für David im Tor und die neu formierte Abwehr, dass wir zu null gespielt haben. Vorne war sogar noch das ein oder andere Tor möglich, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Rethwisch wünschen wir alles Gute für die weitere Saison und danke für die Bereitschaft, heute eine Stunde vorher anzustoßen.“

img 1849 @ TSV Zarpen bleibt nach spätem Ausgleich Tabellenführer - Ratzeburger SV II ärgert Favoriten
Die SGWSS feierte einen deutlichen Sieg gegen Rethwisch. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Schlechtester Auftritt unter Knifka

Für den VfL war es die zweite Niederlage in dieser Saison. Trainer Til Knifka war nicht wirklich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Heute haben wir das schlechteste Spiel gezeigt, seit ich in Rethwisch bin. Wir konnten heute das ganze Spiel nicht überzeugen und haben auch in der Höhe verdient verloren. Die SG hat mutig und bissig nach vorne gespielt. Vom Kopf her waren wir heute nicht da und müssen uns zum nächsten Spiel wieder deutlich steigern und auf unsere Tugenden und Stärken bauen. Glückwunsch an die SG, die ein gutes Spiel gemacht hat.“

TSV Schlutup – SV Azadi Lübeck II 5:3 (4:1)

Der TSV Schlutup verlor am vierten Spieltag erstmals unter der Leitung von Robertino Borja. Es sollte eine katastrophale zweite Hälfte sein, in der das Spiel gegen Aufsteiger Ratzeburg II komplett aus der Hand gegeben wurde. Nun empfing man den SV Azadi Lübeck II, der mit drei Siegen in Serie im Rücken anreiste. Es war der erste Härtetest für den TSV, der sich viel vornahm. Nach einer Viertelstunde sollten die Gäste früh geschwächt werden. Es gab eine Rote Karte für Azadi. Sieben Minuten später wechselten die Platzherren erstmals, denn für Alshekhi ging es nicht mehr weiter, sodass Sütlü ins Spiel kam. Schlutup hatte das Spiel im Griff und sollte um die 30. Minute mit 3:0 in Führung gehen. Leon Staniec (27.), Mert Dogan (31.) und Gerrit Dühring (36.) trafen. Zwei Minuten vor der Pause gab es dann allerdings einen Elfmeter für Azadi, den Serdar Hassan (43.) verwandelte. Spannung sollte dadurch allerdings nicht entstehen, denn noch vor dem Pausentee stellte Mehmet Sütlü (45.) auf 4:1.

img 3392 @ TSV Zarpen bleibt nach spätem Ausgleich Tabellenführer - Ratzeburger SV II ärgert Favoriten
Mert Büyükdemir machte alles klar. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Azadi kommt ran, doch nur kurz

Es war ein Ausrufezeichen, das Schlutup zur Pause bereits setzte, doch nach dem Seitenwechsel gab es eine kleine Schwächephase. Cüdie Cibrail (47.) und Araz Hassan (61.) stellten auf 3:4 und plötzlich schien es erneut so, dass der Vorjahresdritte ein Spiel abgeben würde. Mert Büyükdemir (62.) fand allerdings nur eine Minute nach dem dritten Gästetreffer die direkte Antwort. So war es wieder ein Zwei-Tore-Vorsprung, den Schlutup allerdings souverän über die Zeit brachte. Kurz vor Schluss sah Abdul Malik Demir noch die Rote Karte, doch am Spielausgang änderte dies nichts mehr. So war es am Ende ein verdienter Sieg der Hausherren. Deren Trainer sagte: „Die Jungs haben zur Vorwoche eine richtig gute Reaktion gezeigt. Den Matchplan, den wir heute vorgegeben haben, haben sie zu 100 % umgesetzt. Bis auf die 15 Minuten nach der Halbzeit, in denen wir nicht konsequent genug verteidigt und dadurch noch zwei Gegentore bekommen haben, hatten wir das Spiel über die gesamte Spielzeit gut im Griff. Wir haben heute genau zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore gemacht und uns damit für eine starke Mannschaftsleistung belohnt. Insgesamt war das heute eine sehr gute Reaktion auf die Niederlage der Vorwoche. Genau diese Einstellung, Leidenschaft und Konsequenz müssen wir jetzt mitnehmen.“

Krummesser SV – Lübeck 1876 0:2 (0:0)

Nach drei Niederlagen, darunter einer 0:12-Klatsche gegen Siebenbäumen, wollte der Krummesser SV eine Reaktion zeigen. Zu Gast war Lübeck 1876, eine Mannschaft, die zwei Siege und zwei Niederlagen aus den ersten vier Spielen holte. Zuletzt wurde eine 2:0-Führung gegen Zarpen verspielt und noch verloren, sodass das Spiel beim nächsten Aufsteiger wichtig war. Personell sah es bei den Hausherren, die zuletzt enorme Sorgen hatten, etwas besser, doch immer noch schwierig aus. Zur Pause ließen Tore auf sich warten, sodass es mit einem 0:0 in die Halbzeit ging. Überschattet wurde das Spiel von einer schweren Verletzung. Uwe Buchholz sagte: „Das Ergebnis ist heute zur Nebensache geworden, da sich unser Capitano Christian Hessler voraussichtlich schwer verletzt hat. Gute Besserung und komm noch stärker wieder zurück.“

img 1858 @ TSV Zarpen bleibt nach spätem Ausgleich Tabellenführer - Ratzeburger SV II ärgert Favoriten
Krummesse-Trainer Andre Bargholt wollte endlich wieder mit seinem Team punkten. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Eigentor und Joker entscheiden

Beide Mannschaften lieferten schwere Kost. KSV-Coach Andre Bargholt sagte: „Es war heute ein Kreisligaspiel der schlechteren Art von beiden Seiten. Phasenweise prägten Ballverluste über Ballverluste über weite Strecken das Spielgeschehen. In der zweiten Halbzeit kommen wir etwas besser rein, haben einige Chancen, allerdings muss man sagen, auch nichts unbedingt Zwingendes. Durch eine abgefälschte Hereingabe geraten wir in Rückstand, haben dann die große Chance auf den Ausgleich, scheitern aber an der Latte und kassieren, nachdem wir den Ausgleich erzwingen wollten, das 0:2.“ Ein Eigentor von Niclas Petermann brachte die Lübecker 17 Minuten vor dem Ende in Führung, bevor der drei Minuten zuvor eingewechselte Max Rosenthal (89.) den Deckel drauf machte. Der siegreiche Coach sagte: „Das Spiel war schlecht, aber wir gewinnen am Ende verdient mit 2:0. Heute haben unsere Einwechselspieler das Spiel gedreht. Danke an unsere zweite Herren für die Unterstützung.“ Sein Gegenüber ordnete die vierte Niederlage der Saison folgendermaßen ein: „Gebrauchter Nachmittag, nächste Woche geht es gegen Kücknitz weiter.“

SG Breitenfelde/Mölln – TSV Travemünde 1:2 (0:1)

Das Topspiel sollte den fünften Spieltag am Sonntagnachmittag komplettieren. Die SG Breitenfelde/Mölln empfing den TSV Travemünde. Beide Mannschaften waren vor dem Spiel Tabellennachbarn und punktgleich. Zudem sollten die Gäste gegen die Lauenburger vor dem Anpfiff noch sieglos gegen die SG bleiben, denn vergangene Saison gab es nur einen Punkt aus zwei Spielen für die Lübecker. Personell sah es nun auf beiden Seiten schwierig aus. Travemünde musste auf den gesperrten Robin Fehrs im Tor verzichten, zudem sollten auch Pascal Schönknecht, Alexander Bronnert, Wilhelm Citea und Yigit Keremsah ausfallen. Bei den Hausherren fehlten Finn Sult, Frederik Pfalzgraf und Leif Wolff.

Travemünde macht spät alles klar

Travemünde war über die volle Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft. Gegen die junge Truppe von Arne Riewe machten die Monte-Kicker ein gutes Spiel und gingen bereits nach sieben Minuten durch Felix Rockrohr (7.) in Führung. Das Chancenplus war klar auf Seiten der Gäste. Breitenfelde machte kein gutes Spiel und hatte Glück, dass es nach einer Notbremse gegen Lennard Prüßmann im Elf gegen Elf weiterging. Der Verteidiger riss den Travemünder als letzter Mann um. Das 1:0 hielt lange Zeit, denn die Schlüsselspieler Philipp Reimann und Marvin Edler kamen kaum zur Entfaltung. Mit dem 2:0 durch Levy Riemer (87.) sollte die Messe gelesen sein, auch wenn Breitenfelde das letzte Wort hatte. Patrick Schwan (94.) verwandelte eine Ecke direkt. Das 1:2 war der Endstand, sodass die Monte-Kicker den Dreier einfuhren gegen einen an diesem Tag enttäuschenden Gastgeber. Dessen Trainer Riewe sagte: „Glückwunsch nach Travemünde zum verdienten Sieg.“ Sein Gegenüber Christian Jetz, der eine Verletzung von Verteidiger Tobias Lüth zu beklagen hatte, sagte: „Wenn wir eine Top-Mannschaft sein wollen, müssen wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen nutzen und das Spiel entscheiden. Über 90 Minuten bin ich sehr über unseren Auftritt erfreut, denn in Breitenfelde wird nicht jeder gewinnen.“

Der 5. Spieltag im Überblick

ATSV Stockelsdorf – Eichholzer SV II 3:8
Ratzeburger SV II – SV Grün-Weiß Siebenbäumen 2:2
Fortuna St. Jürgen – SV Viktoria 08 3:3
TSV Zarpen – TSV Kücknitz 3:3
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – VfL Rethwisch 4:0
Krummesser SV – Lübeck 1876 0:2
TSV Schlutup – SV Azadi Lübeck II 5:3
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Travemünde 1:2

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein