Eintracht Norderstedt hadert mit zu hoher Niederlage – Schönreden keine Option

Özden Kocadal (Trainer Eintracht Norderstedt) gestikuliert am Seitenrand. Foto: Lobeca/Ralf Homburg
Anzeige

Norderstedt – Der FC Eintracht Norderstedt musste nach dem Erfolg im Pokal am vergangenen Wochenende in der Regionalliga ein Dämpfer hinnehmen. Gegen den SC Weiche Flensburg verloren die Segeberger mit 1:4 – und das, obwohl man zur Pause dank des Treffers von Jonas Behounek (17.) mit 1:0 in Führung lag.

Für Eintracht-Trainer Özden Kocadal fiel das Ergebnis allerdings deutlich zu hoch aus. Seine Mannschaft habe über weite Strecken auf Augenhöhe agiert, sei in den entscheidenden Situationen aber nicht konsequent genug gewesen. „Die Niederlage kannst du ganz klar als unnötig verbuchen. Ich finde, wir waren definitiv über die 90 Minuten nicht die schlechtere Mannschaft“, sagte Kocadal nach der Partie. Vor allem die Höhe der Niederlage konnte der Trainer nur schwer nachvollziehen: „Schon gar nicht, finde ich, dass wir vier Tore kassieren müssen.“

Fehlende Konsequenz entscheidet die Partie

Als entscheidenden Faktor machte Kocadal die fehlende Konsequenz in den entscheidenden Momenten aus: „Wir hatten große Probleme beim Verteidigen in den Situationen, wo wir die Tore kassieren. Gerade das 1:1 ist so ein Tor, wo du sagst: Da ist eigentlich nicht viel falsch gelaufen und bei Flensburg ist einfach ganz viel gut gelaufen. Da siehst du dann einfach auch die Qualität, die Flensburg vorne hat.“

Auch beim weiteren Spielverlauf sah der Norderstedter Trainer vermeidbare Gegentore. „Das 4:1 legen wir selber auf. Das 3:1 ist so ein Tor, wo du sagst: Eigentlich zehn von zehn oder neun von zehn Schiedsrichtern wertet die Aktion, die vorher war, als Foulspiel. Der Spieler, der hätte noch eingreifen können von uns, wird da extrem weggeblockt.“

„Wir dürfen uns das nicht schönreden“

Trotz seiner Kritik am Ergebnis wollte Kocadal die Niederlage nicht schönreden. „Man kann gegen Flensburg verlieren, definitiv, aber dieses Spiel spiegelt auf jeden Fall nicht wider, was am Ende beim Ergebnis rauskommt.“ Gleichzeitig sieht der Trainer bei seiner Mannschaft eine klare Lernaufgabe. In der Regionalliga Nord würden Fehler konsequent bestraft – entsprechend müsse Norderstedt selbst in der Lage sein, Fehler des Gegners auszunutzen.

Genau darin habe Flensburg am Ende den Unterschied gemacht. „Davon hat Flensburg gestern auf jeden Fall ein bisschen was angeboten, sie selber haben es ausgenutzt und wir nicht.“ Kocadals Fazit fällt deshalb trotz der deutlichen Niederlage differenziert aus: „Sie haben konsequenter verteidigt, konsequenter abgeschlossen und wir eben nicht und das hat am Ende zu dieser 4:1-Niederlage geführt.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
VfB Lübeck

Die Tabelle

1.Flensburg517 : 713
2.Oldenburg411 : 310
3.FSV Schöningen47 : 210
4.Hannover 96 II47: 29
5.Phönix Lübeck47 : 27
6.HSC Hannover48 : 67
7.Delmenhorst45 : 57
8.Drochtersen/Assel48 : 76
9.Eimsbüttel48 : 96
10.SV Todesfelde411 : 115
11.Norderstedt511 : 135
12.Bremer SV41 : 44
13.Emden411 : 154
14.FC St. Pauli II46 : 103
15.SSV Jeddeloh44 : 93
16.VfB Lübeck42 : 82
17.SV Werder Bremen II45 : 101
18.Hamburger SV II45 : 111

In welcher Tabellenregion landet der FC Eintracht Norderstedt am Ende der Saison?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein