MTV Lübeck vor hochkarätigem Härtetest beim Sauerland Cup 2026

Die weibliche B1 des MTV Lübeck. Foto: MTV/oH
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Lübeck – Die weibliche B1 des MTV Lübeck steht am kommenden Wochenende vor einem der sportlichen Höhepunkte ihrer Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison. Beim traditionsreichen Sauerland Cup trifft das Team auf ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld und bekommt es bereits in der Vorrunde mit mehreren national und international renommierten Nachwuchsmannschaften zu tun.

Der Sauerland Cup zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Jugendhandballturnieren in Deutschland. Die Startplätze sind begrenzt und werden überwiegend an leistungsstarke Vereine, Nachwuchsleistungszentren und Mannschaften aus den höchsten Jugendspielklassen vergeben. Auch internationale Teams gehören regelmäßig zum Teilnehmerfeld. In diesem Jahr ist der Wettbewerb erneut nahezu vollständig mit Jugendbundesligisten und leistungsstarken Nachwuchsprogrammen besetzt.

Für den MTV Lübeck ist die Teilnahme gleichzeitig eine Bestätigung der sportlichen Entwicklung der vergangenen Monate. Bereits im Januar hatte die damalige weibliche C-Jugend des MTV den Sauerland Cup 2026 gewonnen. Nach weiteren erfolgreichen Turnierauftritten und einer überzeugenden Bundesliga-Qualifikation folgt nun der nächste Schritt: die Teilnahme am großen Sauerland Cup der weiblichen B- und A-Jugenden.

Anspruchsvolle Vorrundengruppe

Die Lübeckerinnen haben dabei eine besonders starke Vorrundengruppe erwischt. Gegner sind VOC Amsterdam, die TSG Münster und die Turnerschaft St. Tönis.

Mit VOC Amsterdam wartet eines der bekanntesten Nachwuchsprogramme der Niederlande. Der Verein gilt als eine der führenden Ausbildungsadressen im niederländischen Frauenhandball und stellt aktuell gleich mehrere Spielerinnen für die niederländische U16-Nationalmannschaft. Besonders interessant aus Lübecker Sicht: Bereits 2024 gewann der heutige B-Jugend-Jahrgang von VOC Amsterdam den Sauerland Cup in der weiblichen C-Jugend und blieb dabei ungeschlagen.

Auch die TSG Münster gehört aktuell zur deutschen Nachwuchsspitze. Die Mannschaft erreichte 2026 das Final Four um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen B-Jugend und gewann zudem den Sauerland Cup 2025. Für den MTV Lübeck ist es die erste Begegnung mit der TSG auf diesem Niveau.

Der dritte Gruppengegner ist den Lübeckerinnen dagegen bereits bekannt. Die Turnerschaft St. Tönis verfügt ebenfalls über einen sehr starken aufrückenden Jahrgang und wurde mit 34:2 Punkten Meister der Regionalliga Nordrhein. Beim Henstedt-Ulzburg-Cup trafen beide Mannschaften bereits im Halbfinale aufeinander. Dort entwickelte sich ein intensives und spannendes Spiel, sodass sich der MTV nun auf das Wiedersehen freut.

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Mannschaftskreis der weiblichen B1 des MTV Lübeck. Foto: MTV/oH

Standortbestimmung vor dem Bundesliga-Start

Für den MTV Lübeck ist das Turnier weniger ein klassischer Vorbereitungstermin als vielmehr eine echte Standortbestimmung wenige Wochen vor dem Start der Bundesliga-Saison.

„Genau für solche Spiele trainieren wir. Wir wollen uns mit den besten Mannschaften messen, sehen, wo wir aktuell stehen und gleichzeitig viele Erkenntnisse für die nächsten Wochen mitnehmen. Dass wir inzwischen regelmäßig gegen solche Gegner spielen dürfen, empfinden wir weiterhin als große Auszeichnung für die Entwicklung der Mannschaft“, sagt Trainer Christoph Nisius.

Der sportliche Anspruch bleibt dabei hoch. Gleichzeitig steht für das Trainerteam nicht ausschließlich das Ergebnis im Vordergrund. Das Turnier soll genutzt werden, um Abläufe weiter zu stabilisieren, Spielerinnen unter hohem Wettkampfdruck zu testen und zusätzliche Erfahrungen gegen unterschiedliche Spielsysteme zu sammeln.

Gerade die Vorrundengruppe bietet dafür ideale Voraussetzungen: niederländische Ausbildungsschule mit VOC Amsterdam, deutsche Nachwuchsspitze mit der TSG Münster und ein bereits bekannter, körperlich und taktisch starker Gegner aus St. Tönis.

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Große Unterstützung aus Lübeck

Auch außerhalb des Spielfeldes wird der Sauerland Cup für die Mannschaft erneut zu einem besonderen Wochenende. Die Spielerinnen reisen am Freitag an und beziehen gemeinsam ihre Apartments.

Bemerkenswert ist auch die Unterstützung aus dem Umfeld der Mannschaft. Rund 40 Eltern und Angehörige begleiten das Team nach Nordrhein-Westfalen und haben für das Wochenende gemeinsam ein Hotel gebucht. Für den MTV ist das ein weiterer Ausdruck des engen Zusammenhalts innerhalb der Mannschaft und ihres Umfeldes.

Neben dem sportlichen Programm gehören mittlerweile auch einige feste Rituale zu solchen Turnierfahrten. Am Sonnabendabend übernimmt beispielsweise die Mannschaft selbst die Küche und bereitet für den Trainer- und Betreuerstab ein komplettes Abendessen mit Vor-, Haupt- und Nachspeise zu.

Damit verbindet der MTV den hohen sportlichen Anspruch bewusst mit Teambuilding und gemeinsamen Erlebnissen außerhalb der Halle.

Am Ende soll das Wochenende deshalb deutlich mehr liefern als Ergebnisse und Tabellenstände. Für die Lübeckerinnen geht es darum, sich wenige Wochen vor dem Bundesliga-Start auf höchstem Niveau zu testen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und gleichzeitig weitere gemeinsame Erfahrungen als Mannschaft zu sammeln.

Mit VOC Amsterdam, TSG Münster und St. Tönis wartet dafür bereits in der Vorrunde eine der wohl anspruchsvollsten Gruppen des gesamten Turniers.

In welcher Tabellenregion landet der Hamburger SV am Ende der Saison?

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