
Todesfelde – Zum Auftakt in den 6. Spieltag in der Landesliga standen sich bereits am Freitagabend der SV Todesfelde II und der Türkische SV gegenüber. Den Zuschauern wurde ein echtes Spektakel geboten. Nach wildem Hin und Her trennten sich beide Teams am Ende mit 4:4 (2:3), was aufgrund des Spielverlaufs für eine Mannschaft besonders bitter war.
Starker Start, Knackpunkt kurz vor der Pause
Die Gäste erwischten einen guten Start und gingen nach elf Minuten durch den Treffer von Ugur Dagli (11.) in Führung. Der SVT antwortete jedoch prompt und glich durch Paul Niklas Rieseler (12.) aus. Nach einer halben Stunde schnürte Dagli (30.) seinen Doppelpack und stellte den alten Vorsprung wieder her, ehe Sergen Tarim (37.) sogar auf 3:1 aus Sicht des Gastes erhöhte. Die Zwei-Tore-Führung hielt aber nicht lange an. Eray Korkmaz sah in der 40. Minute für ein Handspiel im eigenen Sechzehner die Rote Karte. Die Folge: Strafstoß, Anschlusstreffer von Yannick Phil Hagemann (40.) und eine komplette zweite Halbzeit in Unterzahl für den TSV.
Führung in Unterzahl und Lucky Punch
Nach dem Seitenwechsel dauerte es keine 15 Minuten, bis die Gastgeber die Überzahl in ein Tor ummünzten. Henrik Martin Lohmann (59.) traf zum 3:3. Doch die Lübecker zeigten besondere Moral und gingen mit einem Mann weniger erneut in Führung. Der Torschütze hieß abermals Ugur Dagli (66.) – sein drittes Tor an diesem Abend. Seine Mannschaft bekam knappe zehn Minuten vor Schluss die Chance auf die Entscheidung. Maximilian Hellmers vom SVT verursachte einen Elfmeter und flog vom Platz, aber die Gäste vergaben vom Punkt. Das sollte sich rächen. In der Nachspielzeit wurde auch Efe Emrah Gökgöz vom TSV des Feldes verwiesen, wenig später erzielte Tim Niklas Schmidt (97.) doch noch das 4:4.
„Schwächen uns selbst“
Serkan Rinal (Türkischer SV): „Bitteres 4:4 nach großem Kampf! Wir erwischen einen starken Start und gehen verdient mit 3:1 in Führung. Kurz vor der Halbzeit bekommen wir nach einem Handspiel einen Handelfmeter gegen uns, der zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelt wird. In der zweiten Halbzeit müssen wir somit die komplette Spielzeit in Unterzahl bestreiten. Trotz dieser schwierigen Situation zeigt die Mannschaft unglaubliche Moral, Leidenschaft und Kampfgeist und geht sogar erneut mit 4:3 in Führung. Doch dann schwächen wir uns durch eine unnötige Gelb-Rote Karte nochmals selbst. In der Nachspielzeit bekommen wir schließlich noch den bitteren Ausgleich zum 4:4. Nach diesem Spielverlauf fühlt sich das Ergebnis natürlich wie zwei verlorene Punkte an. Trotzdem gebührt der Mannschaft großer Respekt für die Leistung und den Kampf über die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl.“


