
Hoisdorf – Es war das Duell der Sorgenkinder, das am Freitagabend in der Kreisliga Südwest stieg. Der TuS Hoisdorf empfing den VfL Oldesloe. Nach 60 Minuten sollte diese Partie abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits eine komfortable Führung für die Heimelf. Das Sportliche sollte allerdings in den Hintergrund rücken.
Oldesloe überrascht mit Spielweise
Nach vier Niederlagen in Folge rutschte der TuS Hoisdorf trotz dem guten Auftakt mit einem Sieg zum Start bis in den Tabellenkeller ab. Die junge Mannschaft zahlte viel Lehrgeld, kassierte zu viele Gegentore und war vorne oftmals noch unkalver. Der VfL Oldesloe dagegen hatte einen XXL-Umbruch im Sommer und sollte nach zwei Niederlagen zum Start sich bereits früh von David Elke als Trainer trennen. Jan Vogelsang übernahm und brachte wesentlich mehr Stabilität. Drei Spiele, ein Punkt und null Gegentore in den ersten 45 Minuten sollten Mut machen. Offensiv blieb die Mannschaft aus der Kreisstadt allerdings zu harmlos. Daran wurde in der Trainingswoche gearbeitet, sodass an der Oetjendorfer Landstraße mehr Durchschlagskraft erhofft wurde. Dabei sollte es eine Herangehensweise geben, denn anders als bisher unter Vogelsang, war es diesmal nicht so, dass der VfL tief gegen den Ball stehen würde und eher abwartend agierte. TuS-Coach Andre Meins sagte: „Oldesloe stand nicht sehr tief und hat versucht vorne anzugreifen, das hat mich gewundert. Wir blieben aber cool und haben unseren Stiefel runtergespielt.“
Doppelschlag nach der Pause macht alles klar
Für das Spiel gegen den Verbandsligaabsteiger hatte Meins eine klare Idee. „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen. Ich habe diesmal viel auf Erfahrungsspieler gesetzt und mit ein paar jungen Spielern wollten wir die perfekte Mischung haben.“ Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Ball in die Mitte, wo Sinan Ince (10.) einschob. Früh war der Gegner geknackt. Hoisdorf hatte mehr vom Spiel und sollte zehn Minuten vor der Pause nachlegen. Diesmal ging es über links, wo Progoda für Ince (35.) ablegte. Zur Pause stand es somit 2:0, sodass die Hausherren auf Kurs in Richtung erstem Heimsieg war. Vogelsang sagt: „Wir haben unsere Chancen gehabt, aber nicht genutzt. Hoisdorf dagegen schon. Sie haben so gespielt wie wir es erwartet haben.“ Doch entschieden war die Partie längst noch nicht. Der Lucky-Punch sollte schnell nach dem Seitenwechsel gelingen. Hannes Henkel (48.) köpfte nach einer Ecke ein zum 3:0 und nur vier Minuten später sollte Tom Pogoda (52.) sogar zum 4:0 erhöhen. „Für ihn freut es mich sehr, denn er war lange verletzt“, sagte sein Coach. Die Partie war entschieden und sollte kurz darauf vorzeitig enden. Dejan Vujovic verletzte sich so schwer, dass der Krankenwagen kommen musste. Das Spiel wurde auf Wunsch der Gäste abgebrochen. Meins sagte: „Ich weiß nicht, wie es passiert ist, das kann ich nicht beurteilen. Der Fuß war dick und er klagte über Schmerzen. Folgerichtig haben wir den RTW gerufen. Er wollte selber vom Platz, Trainer hat gesagt sitzen bleiben. Schiri hat mit Obmann und so telefoniert. Wir wünschen dem Spieler auf jeden Fall eine gute Besserung.“
Spielabbruch in Hoisdorf
Oldesloe-Coach Vogelsang sagte zum Abbruch: „Das Spiel wurde abgebrochen, weil ein Spieler von uns hat sich beim Stand von 0:4 voraussichtlich den Mittelfuß gebrochen. Das Spiel ist mir erst einmal egal, weil es geht um meinen Spieler, der hat am Donnerstag das erste Mal wieder trainiert und jetzt sowas.“ Bitter geht es wohl kaum für den Oldesloer Spieler. In der 57. Minute fand das Duell ein vorzeitiges Ende beim Stand von 4:0. Wie es nun weitergeht und wie dieses Spiel gewertet wird, ist nun unklar. Für Meins ist allerdings klar, dass er ein Szenario nicht begrüßen würde: „Ich bin jetzt gespannt, wie das gewertet wird. Eine Neuansetzung würde ich doof finden, weil wir dadurch in einen Nachteil geraten würde.“ Schließlich lief es sportlich bei seiner Mannschaft sehr gut und die Partie war eigentlich bereits entschieden. Daher sagte der TuS-Coach zum Auftritt seiner Mannschaft: „Wir waren die klar bessere Truppe, habe gut gespielt und uns belohnt. Ich hoffe, dass der Knoten geplatzt ist und wir gegen Segeberg wieder so performen können.
Bildquellen
- Rettungswagen: Archivfoto
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