
Tensfeld – Am Mittwochabend kommt es in der Kreisliga Südost zu einem Nachholspiel. Das Duell der beiden Mannschaften aus dem Kreis Segeberg steigt und dabei geht der Blick vor allem an die Seitenlinie. Beide Trainer stehen im Fokus. Sportlich wird es ebenfalls ein hochinteressantes Spiel, denn beide Mannschaften befinden sich im Aufwind.
Tensfeld kommt in Fahrt
Der TuS Tensfeld ist in der Kreisliga Südost angekommen. Dies zeigen zehn Punkte aus den ersten fünf Spielen sowie die vergangenen drei Wochen. Nach einem dürftigen Start mit einem Punkt aus zwei Partien sollte der TuS immer mehr in Fahrt kommen und gleich drei Spiele in Serie gewinnen. In Lütjenburg (2:1) und Großenbrode (3:1) wurden die ersten beiden Auswärtssiege eingefahren, bevor es nun zuletzt auch den ersten Heimsieg gab. Es wurde Bösdorf/Malente nach 1:3-Rückstand durch drei späte Tore mit 4:3 bezwungen, sodass Ekstase in der Kuhle herrschte. Es waren drei Punkte der Moral, denn trotz sehr enttäuschender erster Halbzeit kämpfte man sich zurück. Blickt man auf den Saisonstart, dann kann man ganz klar festhalten, dass die Mannschaft vom Bahndamm bereits ihr Potenzial in Teilen zeigt, doch noch längst nicht ausgeschöpft hat. Über 90 Minuten wurde bisher selten voll und ganz überzeugt und vor allem im letzten Drittel gibt es noch Luft nach oben. Ansonsten zeigt man sich bei ruhenden Bällen brandgefährlich, denn der beste Torschütze ist Bennet Nagel, ein Innenverteidiger. Der 19-Jährige war bereits in Großenbrode mit einem Doppelpack, jeweils nach Ecke, der Matchwinner. Am ersten Spieltag gegen Preetz war er ebenfalls erfolgreich, genauso wie nun zuletzt gegen Bösdorf/Malente, als er das 3:3 erzielte.
Ein besonderes Wiedersehen
Nun wartet am Mittwochabend auf den TuS der SV Rickling, der in der vergangenen Saison den Schritt in die Kreisliga machte. Auch wenn es in der Vergangenheit wenig Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams gab, soll es für einen ein ganz besonderes Spiel werden. TuS-Coach Christoph Hinz war vor nicht allzu langer Zeit noch Co-Trainer beim kommenden Gegner. Daher ist es ein besonderes Wiedersehen, auf das er sich sehr freut. Er sagte: „Für mich ist das natürlich ein besonderes Spiel. Ich war mehrere Jahre in Rickling und habe dort mit vielen Menschen und Spielern eine richtig gute Zeit erlebt. Deshalb freue ich mich auf das Wiedersehen bei uns zu Hause in der Kuhle. Ich kenne einige der Jungs noch sehr gut und weiß, was uns da erwartet.“ Der Fokus liegt beim TuS-Chef allerdings klar auf dem Erfolg mit seiner Mannschaft, denn nun soll auch der vierte Sieg in Serie her. Hinz sagt: „Nach dem intensiven Spiel vom Wochenende geht es jetzt vor allem darum, gut zu regenerieren und am Mittwoch wieder frisch und wach zu sein. Drei Spiele in sieben Tagen sind schon eine ordentliche Belastung und mit den beiden Derbys wird uns sicherlich einiges abverlangt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Mannschaft gut mit unseren Kräften umgehen und trotzdem in jedem Spiel voll da sind. Für die 90 Minuten am Mittwoch zählt dann aber nur das Hier und Jetzt. Ich freue mich auf das Spiel und auf einen besonderen Fußballabend.“
Aufwärtstrend beim SV Rickling
Beim SV Rickling gab es zuletzt einen Aufwärtstrend, nachdem die ersten Wochen alles andere als einfach waren. Der Aufsteiger startete mit drei deutlichen Niederlagen in die Saison und kassierte dabei 24 Gegentore. Es war ein Auftakt, der kaum hätte schlechter für die Segeberger laufen können. Mit dem 3:1-Sieg beim TSV Lütjenburg gelang allerdings der Befreiungsschlag, auf den zuletzt ein Unentschieden gegen Großenbrode (1:1) folgte. In beiden Spielen war es ein guter Auftritt, auch wenn das große Manko dabei noch die Chancenverwertung ist. Das jüngste Heimspiel gegen die Ostholsteiner war zudem das erste, nachdem Oliver Pekrun seinen Rücktritt erklärt hatte. Aus privaten und beruflichen Gründen legte er sein Amt nieder. Nachfolger ist der bisherige Co-Trainer Sebastian Latendorf. Er war der Nachfolger von Christoph Hinz als Co-Trainer, sodass dieses Aufeinandertreffen am Mittwochabend durchaus ein besonderes ist. Selten sind sich die beiden Segeberger Teams zudem auch nicht begegnet, denn es ist nun schon das 31. Aufeinandertreffen. Dabei ist die Bilanz mit 17 Siegen für Tensfeld eigentlich relativ klar, denn Rickling gewann nur dreimal. Elf Spiele sollten allerdings keinen Sieger finden. Etwa vier Tore fallen im Schnitt zwischen diesen beiden Mannschaften, sodass auch am Mittwoch einige Treffer erwartbar sind. Letztmals in einem Pflichtspiel wurde sich im Mai 2022 getroffen. Beide Teams spielten damals in der Kreisliga Mitte. Am Bahndamm gab es einen 2:0-Heimsieg für Tensfeld. Das Hinspiel sollte am grünen Tisch mit 6:0 für den TuS entschieden werden.








