HSV will gegen Leipzig den nächsten Schritt machen

Vom Fan auf der Tribüne zur Kapitänin im Volkspark

Annaleen Böhler (Hamburger SV) jubelt. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs
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Hamburg – Nach zwei Spieltagen wartet der Hamburger SV in der Frauen-Bundesliga noch auf den ersten Sieg. Dem 1:1 zum Auftakt gegen den SC Freiburg folgte eine 1:2-Niederlage beim VfB Stuttgart. Am Sonnabend um 12 Uhr empfangen die Rothosen nun RB Leipzig im Volksparkstadion. Vor dem zweiten Heimspiel der Saison spricht Vize-Kapitänin Annaleen Böhler über die Entwicklung der Mannschaft, ihre neue Rolle und ihre besondere Verbindung zum HSV.

„Wir müssen an unsere Stärken glauben“

Böhler sieht nach den ersten beiden Partien noch Steigerungspotenzial: „Wir haben schon einige Dinge gut gemacht, die wir auch in der Vorbereitung angesprochen haben, aber zugleich ist noch Luft nach oben. Jetzt geht es vor allem darum, mehr Konstanz in unserer Spiel zu bekommen. Wir müssen an unsere Stärken glauben. Wir kennen die Stärken jeder Einzelnen und müssen diese dann auch in Szene setzen.“

Die Innenverteidigerin ist vom Potenzial der Mannschaft überzeugt: „Ich denke schon, dass wir eine richtig gute Truppe sind, die sehr viel Potenzial besitzt. Hoffentlich können wir das schon am Samstag zeigen und im Vergleich zum letzten Spiel noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne machen.“

Besondere Rolle für Böhler

In den ersten beiden Saisonspielen führte Böhler die Hamburgerinnen als Kapitänin auf den Platz. Ihre neue Rolle als Vize-Kapitänin bedeutet ihr viel: „Es war natürlich ein unglaubliches Gefühl, die Mannschaft als Kapitänin aufs Feld führen zu dürfen. Vor allem bei diesem Verein ist das etwas ganz Besonderes für mich. Der HSV ist schon seit klein auf mein Lieblingsverein.“

Auch auf dem Platz will sie Verantwortung übernehmen. „Ich versuche, auch in meinen jungen Jahren eine Führungsrolle auf dem Platz zu übernehmen und der Mannschaft zu helfen. Aus der Innenverteidigung heraus habe ich einen guten Überblick und versuche der Mannschaft mit meinen Coachings zu helfen.“

Kapitänin Pauline Machtens sieht Böhler dabei als wichtige Unterstützung: „Pauline ist eine sehr gute Spielerin und übernimmt eine wichtige Führungsposition in der Mannschaft. Sie füllt dieses Amt wirklich gut aus und ist noch ein bisschen erfahrener als ich. Trotzdem versuche ich, sie zu unterstützen, wo es nur geht, und gleichzeitig von hinten der Mannschaft zu helfen und Verantwortung zu übernehmen.“

Vom HSV-Fan auf den Rasen

Eine besondere Bedeutung haben für Böhler die Auftritte im Volksparkstadion. „Es ist ein sehr tolles Gefühl, dort zu spielen. Eigentlich ist das gar nicht beschreibbar. Als kleines Kind saß ich auf der Tribüne und habe den Männern zugeschaut. Da war es überhaupt nicht vorstellbar, irgendwann selbst dort zu spielen.“

Damals gehörte Trochowski zu ihren Vorbildern. Ihre Verbindung zum HSV ging allerdings über einzelne Spieler hinaus: „Aber letztlich war es die komplette Mannschaft, weil ich das ganze Drumherum mit den Fans einfach so besonders fand. Deshalb war der HSV immer mein Verein. Ich habe mit ihm mitgefiebert, auch wenn es schlechte Zeiten gab. Man hat trotzdem immer zu diesem Verein gehört.“

Inzwischen steht sie selbst regelmäßig auf dem Rasen des Volksparkstadions: „Dann letztes Jahr das erste Spiel im Volksparkstadion zu machen, war wirklich ein Riesengefühl. Und jetzt alle zwei Wochen dort spielen zu dürfen, macht einfach Spaß.“

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Abitur und Fußball unter einen Hut gebracht

Neben dem Fußball absolvierte Böhler ihr Abitur. „Ich frage mich auch manchmal noch, wie ich das geschafft habe. (lacht) Aber mit dem richtigen Umfeld ist es machbar. Von schulischer Seite wurde ich sehr unterstützt, aber auch vom Verein und von der Mannschaft.“

Viel Zeit zum Feiern blieb anschließend nicht: „Die Abifeier war leider nicht so riesengroß, weil wir schon wieder in der Vorbereitung waren. Wir haben trotzdem ein bisschen gefeiert und es ein schöner Abend.“

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Der 3. Spieltag (4. – 7.9.)

Hoffenheim – Leverkusen (Fr., 18.30 Uhr)
Hamburg – Leipzig (Sa., 12 Uhr)
Mainz – Köln (14 Uhr)
Wolfsburg – Bremen (So., 14 Uhr)
München – Freiburg (16 Uhr)
Nürnberg – Stuttgart (18.30 Uhr)
Berlin – Frankfurt (Mo., 18 Uhr)

Die Tabelle

1.Wolfsburg2+76
2.München2+56
3.Bremen2+36
4.Stuttgart2+26
5.Frankfurt2+24
6.Freiburg2+14
7.Leverkusen2+13
8.Köln2-13
9.Hamburg2-11
10.Nürnberg2-61
11.Hoffenheim2-20
12.Mainz2-30
13.Berlin2-40
14.Leipzig2-40
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