Lübeck 1876 hält erneut die Null und springt auf Platz Zwei – Kein Sieger im Stormarn-Duell

Eichholz holt nur einen Punkt in Wentorf

Lübeck 1876 feierte seinen dritten Sieg in Serie. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Der siebte Spieltag in der Kreisliga Süd sollte etwas ausgedünnt sein. Gleich zwei Partien sollten verlegt werden. Dennoch gab es sechs Spiele, die wieder einiges boten. Am Sonnabend sollte es ein spannendes Aufeinandertreffen in Ratzeburg geben, wo der Aufsteiger nach Führung verpasste, sich endlich mit dem zweiten Saisonsieg zu belohnen. Am Sonntag gab es dann einen knappen Favoritensieg am Kalkbrenner, eine Aufholjagd sowie zwei vergebene Elfmeter in Zarpen sowie einen Patzer des Top-Favoriten und einen erneuten Zu-Null-Sieg für Lübeck 1876. Es war also wieder einiges geboten auf den Plätzen.

Ratzeburger SV II – TSV Kücknitz 2:4 (1:0)

Der Ratzeburger SV II hat nach dem Aufstieg in die Kreisliga durchaus noch Startprobleme. Die neue Liga fordert den RSV II enorm, was auch an vielen personellen Ausfällen in den ersten Spielen lag. Zudem blickt man auf eine sehr dürftige Vorbereitung zurück. Dennoch hält sich die Zufriedenheit nach fünf Punkten aus den ersten sechs Spielen eher in Grenzen. Nun war der TSV Kücknitz zu Gast am Riemann und die Lübecker sind gut in Form. Nach schleppendem Start, wo sich trotz vieler Chancen nicht belohnt wurde, sollte die Mannschaft von Mirco Groß mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Partien nun wohl endgültig in der Saison angekommen sein. Personell sah es zwar erneut nicht optimal aus, doch mit der Rückkehr von Alexander Birkholz und Sean Cekim sollte sich die angespannte Situation etwas lichten. Der Offensivspieler, der im vergangenen Winter aus Travemünde kam, sollte auch direkt starten, während Birkholz zunächst auf der Bank Platz nahm. Die erste Hälfte lief für die Gastmannschaft allerdings alles andere als wie erhofft. „Auf dem kleinen Platz in Ratzeburg kommen wir zunächst schwer ins Spiel. Im Spielaufbau machen wir zu viele einfache Fehler und gehen folgerichtig mit 0:1 in Rückstand“, sagte Trainer Groß. Nach 18 Minuten ging der Aufsteiger in Führung. Patrick Wulf (18.) erzielte sein drittes Saisontor und belohnte seine Mannschaft für einen guten Start ins Spiel.

Torwart sieht Rot

Kücknitz, das in der Fremde vor dem Spiel nur einen Punkt aus drei Spielen holte, bekam also direkt wieder eine kalte Dusche und es sollte nur wenig später den nächsten Nackenschlag geben. Torhüter Kevin Boydenow sah die Rote Karte, sodass nun auch eine lange Unterzahl sowie ein Wechsel im Tor anstand. Trainer Mirco Groß nahm zudem Cekim raus, der sich am Knie verletzte, und brachte Birkholz, dafür sollte Julian Müller ins Tor gehen. Einfach war der Start für die Mannen vom Roten Hahn also nicht wirklich. Es ging mit dem Rückstand in die Pause. In dieser nahm Groß vereinzelte Anpassungen vor und fand die richtigen Worte, denn es war eine klare Leistungssteigerung zu sehen. Gegen die Ratzeburger traf Birkholz (56.) zum Ausgleich und nur sechs Minuten später war es Benny Bregulla (62.), der nach Sperre zurückkehrte und seine Mannschaft in Führung brachte. Das Spiel war nun auf Seiten der dezimierten Lübecker gekippt, die durch Pierre Witt (77.) sogar auf 3:1 stellten. Ratzeburg bekam die Überzahl nicht so richtig zu ihrem Vorteil. Die letzten zehn Minuten brachen an und nun sollte auch Braasch für wiederholtes Foulspiel ebenfalls vom Platz verwiesen werden. Somit waren die beiden Teams wieder in Gleichzahl, was der Heimmannschaft wohl deutlich besser lag. Der 18-Jährige Finley Sund (87.) entfachte nochmal neue Hoffnung, doch der Ausgleich blieb aus. Stattdessen nutzte Witt (94.) einen Konter zum 4:2. Der Deckel war drauf und Kücknitz sicherte sich den nächsten Sieg. Es war der dritte im vierten Spiel, sodass Kücknitz in Fahrt kommt.

Ratzeburg verpasst nachzulegen

Ratzeburg stand erneut mit leeren Händen da, trotz keinem schlechten Auftritt. Trainer Paul Dietz sagt zum Spiel: „Wir spielen eine sehr gute erste Hälfte und müssen eigentlich mit 2:0, 3:0 in die Halbzeit gehen. Anfang der zweiten Hälfte haben wir dann 2 Großchancen, die der Torwart super pariert, und fangen uns dann zwei Gegentore nach einem langen Einwurf. Nach dem Ausgleich verlieren wir dann die Spannung und Kücknitz kommt zurück in die Partie. Die letzten zehn Minuten drücken wir dann und schaffen noch den Anschlusstreffer. Wir belohnen uns nicht für eine sehr gute Vorstellung und stehen mit leeren Händen da, dabei wäre heute deutlich mehr drin gewesen.“ Sein Gegenüber war mit dem Auftritt im zweiten Durchgang absolut einverstanden. Groß sagte: „In der zweiten Halbzeit zeigen wir dann genau das, was uns als Mannschaft auszeichnet: Moral, Wille und Zusammenhalt. Trotz Unterzahl drehen wir das Spiel und gehen mit 3:1 in Führung. Am Ende gewinnen wir verdient mit 4:2 und nehmen drei wichtige Punkte unter hervorragender Leitung durchs Schiri-Gespann mit nach Kücknitz. Ein riesiges Kompliment an die Jungs für diese zweite Halbzeit. Genau so stelle ich mir Mannschaftsfußball vor. Ratzeburg weiterhin viel Erfolg – und danke für den Solarium-Gutschein.“

Fortuna St. Jürgen – TSV Travemünde 0:1 (0:1)

Der SV Fortuna St. Jürgen hat im Auswärtsspiel beim VfL Rethwisch den ersten Saisonsieg einfahren können. Mit 4:0 setzten sich die Mannen vom Kalkbrenner durch, wobei alle Tore nach dem Seitenwechsel fielen. Diesen Schwung wollte das Team von Andre Meese mit ins Heimspiel nehmen, doch es sollte alles andere als einfach werden. Zum einen sah es personell eher dürftig aus, denn mit Lukas Cosmus fehlte ein wichtiger Defensivspieler. Zudem sollte Moritz Mitterhuber nicht zur Verfügung stehen, wie auch Paul Grewecke. Dies sind nur drei von einigen Ausfällen. Hinzu kam, dass mit dem TSV Travemünde ein Gegner zu Gast war, der über hohe Qualität verfügt und sich einiges vornahm. Man ging mit zwei Wochen Pause ins Spiel, da die Partie gegen die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg ausfiel. So konnten Kräfte getankt werden und einige Spieler sich wieder auskurieren, die in Breitenfelde noch fehlten. Mit Blick auf die Startelf des TSV gab es das Startelfdebüt eines Neuzugangs. Yigit Keremsah begann. Im Tor sollte Bennet Montag stehen, denn kein Keeper stand zur Verfügung.

Neuzugang legt vor, Prüßmann trifft

Die Monte-Kicker wurden von einer mutigen Heimelf, die direkt den Weg nach vorn suchte, gefordert. Aldermann, in ungewohnter Rolle als Innenverteidiger, sollte dort allerdings gemeinsam mit Pascal Behrens das Zentrum dichthalten. Offensiv kamen die Gäste dann nach einer knappen Viertelstunde gefährlich nach vorne. Keremsah steckte durch, sodass Lennard Prüßmann (13.) zur Führung traf. Andre Meese, Trainer des SV Fortuna, sagte: „Trotz einiger Ausfälle und mit Unterstützung aus der Zweiten kommen wir dennoch gut in die Partie und bestimmen weitestgehend das Geschehen und erarbeiten uns zunehmend mehr Feldposition, so dass uns der Gegner wiederholt nur im Strafraum auf eine äußerst diskutable Art stoppen konnte. Anschließend sind wir dann bei einer Einzelaktion zu passiv und der Gegner geht mit dem ersten und nahezu einzigen Torschuss in der ersten Halbzeit in Führung.“

Trainer sind sich uneinig

Wie Fortuna darauf reagierte, verriet der Coach: „Davon haben wir uns jedoch nicht beirren lassen und aus einer defensiven Kompaktheit das Spiel weiterhin bestimmt, jedoch es verpasst, die uns notwendigen Abschlüsse zu nehmen. Auch nach der Pause kommen wir sehr druckvoll aus der Kabine und verpassen den Ausgleich nur knapp oder scheitern am Aluminium. Hinten raus machen wir dann natürlich mehr auf, wodurch der Gegner dann noch einige Kontersituationen erhält, die aber keine größere Gefahr ausgestrahlt haben. So bleibt ein durchaus schmeichelhafter Sieg unterm Strich stehen. Wir werden weiter arbeiten, um uns zu belohnen und wieder erfolgreich zu sein.“ Der TSV Travemünde, in Person von Christian Jetz, hatte eine etwas andere Sicht auf das Spiel. Er sah einen souveränen Sieg seiner Mannen, die es nur verpassten, das Ergebnis weiter auszubauen. Der Trainer sagte: „Ich denke, wir gewinnen das Spiel hochverdient mit 1:0. Wir müssen über die Chancenverwertung reden, denn wir haben ganz klare Chancen erarbeitet, die wir nicht genutzt haben. Am Ende stehen drei Punkte und das ist das Wichtigste.“

TSV Zarpen – VfL Rethwisch 3:3 (0:2)

Der Tabellenführer empfing am Sonntagmittag den VfL Rethwisch. Mit einer Ungeschlagen-Serie von sechs Spielen ging der TSV Zarpen ins Duell. Zuletzt bezwang der Aufsteiger den SV Viktoria 08 mit 3:2 durch einen späten Treffer in der Nachspielzeit. Nach 1:2-Rückstand zeigte Zarpen eine starke Moral und hielt die Serie am Leben. Nun sollte Rethwisch gastieren, welches zuletzt dreimal sieglos blieb und dabei zu viele Gegentore kassierte. Vor allem im zweiten Durchgang sollte die Stabilität immer mehr schwinden. Daher ist die Anfangseuphorie etwas verflogen. Am Dienstagabend sollte es ein starkes Pokalspiel gegen den SV Eichede geben, wo die Mannschaft zeigte, welches kämpferische Potenzial im Team des VfL steckt. An diesem Auftritt wollte man anknüpfen, was im Otto-Dechert-Stadion absolut gelang. Man kam gut ins Spiel und versteckte sich nicht. Es wurde direkt der Weg nach vorne gesucht, sodass es nach zwei Minuten den ersten Schuss aufs Tor gab. Fünf Minuten später sollte sich Rethwisch gut durchkombinieren, die Defensive war zu weit weg vom Gegenspieler, sodass Rene Bossert (6.) zur Führung traf. Im Anschluss wurde Zarpen aktiver und sollte sich annähern. Philipp Pohl und Nico Scheel wurden gefährlich. Der Treffer fiel allerdings auf der anderen Seite. Jannes Schönwald (32.) erhöhte, erneut sahen die Hausherren nicht gut aus. Diese kamen allerdings kurz darauf zu einer Riesenchance, denn es gab Elfmeter für Zarpen. Sidney Munier wurde getroffen und ging zu Fall. Vom Punkt sollte der TSV allerdings an Torhüter Chylla scheitern.

Effiziente Gäste

Zur Pause waren die Gäste mit 2:0 in Führung. Trainer Till Knifka sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir genau das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Die Mannschaft hat als Einheit überragend gearbeitet, unsere Taktik ist zu 100 Prozent aufgegangen und die 2:0-Führung zur Pause war der verdiente Lohn dafür.“ Zarpen nutzte die Chancen nicht und war bei den beiden Gegentoren zu weit weg vom Angreifer. Trainer Tobias Clasen sagte: „Wir waren schon die bessere Mannschaft. In der ersten Halbzeit hatten wir mehrere Möglichkeiten und Rethwisch kommt aus drei, vier Situationen zu zwei Toren, wo wir einfach viel zu passiv verteidigen und zu weit weg sind von den Gegenspielern.“ Im zweiten Durchgang sollte sich dies allerdings ändern. Die Nordstormarner waren nun noch spielbestimmender und offensiver. So fiel nach einem ruhenden Ball der Anschluss. Es gab Freistoß, der per Kopf verlängert wurde und letztlich von Nico Scheel (51.) vollendet. Rethwisch wurde defensiv immer mehr gefordert, doch sie hielten dagegen. Zudem sollten vorne weitere Nadelstiche gesetzt werden. Ein Freistoß an den langen Pfosten wird abgelegt, wo Christopher Willuhn (64.) völlig blank einschob. Erneut pennten die Hausherren, für die sich tatsächlich die erste Niederlage der Saison andeutete. Wenn die vergangenen Wochen allerdings eines zeigten, dann dass der Aufsteiger eine starke Moral hat und sich auch von Rückständen nicht aus dem Konzept bringen lässt. Sie spielen mutig nach vorne und verkürzten. Munier legte für Phlipp Pohl (76.) ab, der anschließend ins Tor lupfte. Nun fehlte nur noch ein Tor und es sollte direkt den nächsten Angriff geben. Dieser wurde durch ein Foul unterbunden, sodass es Elfmeter für den TSV gab. Es war der zweite an diesem Tag und erneut sollte dieser nicht den Weg ins Tor finden. Die Situation war allerdings noch nicht ganz geklärt, denn Alexander Stein (78.) verwandelte den Nachschuss.

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VfB Lübeck

Zarpen zeigt erneut Moral

Aus 1:3 wurde innerhalb weniger Minuten ein 3:3, sodass die Partie einiges bot. In den letzten zehn Minuten versuchten es die Teams nochmal, am Siegtreffer zu schnuppern. So forderte Leon Süpke Zarpens Keeper. Es blieb am Ende allerdings beim Gleichstand, sodass es keinen Sieger gab. Zarpen bleibt weiterhin ungeschlagen und auch Tabellenführer. Ihr Trainer sagte: „Die Jungs geben nochmal richtig Gas nach vorne und machen im Endeffekt verdient das 3:3. Wir sind die bessere Mannschaft, müssen eigentlich viel mehr machen. Rethwisch hat es aber clever gemacht und viele Zweikämpfe für sich entschieden. Daher ist es aus meiner Sicht zu wenig, dieses 3:3, weil wir wirklich gute Möglichkeiten hatten und der Keeper von Rethwisch an diesem Tag wirklich überragend war.“ Rethwisch zeigte eine klare Steigerung zu den vergangenen Ligaspielen und verdient sich trotz weniger Spielanteilen den Punkt. Ihr Trainer sagte: „Nach dem Wechsel wurde es das wie zu erwartende intensive und von vielen Zweikämpfen geprägte Spiel. Der Tabellenführer hat enormen Druck gemacht, wodurch die Partie sehr unruhig wurde. Unterm Strich geht das 3:3 absolut in Ordnung – auch wenn es sich direkt nach Abpfiff durch die verpasste Chancen wie zwei verlorene Punkte anfühlt. Wenn wir in einigen Schlüsselsituationen einen kühleren Kopf bewahren, nehmen wir hier den Dreier mit. Trotzdem: Wir nehmen diesen Punkt beim Spitzenreiter mit Stolz mit und bedanken uns beim Gegner für einen echten, hochspannenden Kampf auf Augenhöhe. Ich bin mächtig stolz auf die Leistung meiner Truppe.“

Lübeck 1876 – SV Azadi Lübeck II 3:0 (1:0)

An der Travemünder Allee sollte Lübeck 1876 den SV Azadi Lübeck II empfangen. Die Heimmannschaft startete mit nur zwei Niederlagen aus sechs Spielen gut in die Saison und sollte die Kritiker nach den ersten beiden Pflichtspielen, in denen es das Pokalaus gegen Stockelsdorf sowie eine Klatsche in Breitenfelde gab, verstummen. Die Defensive steht enorm stabil und vorne werden immer wieder gefährliche Nadelstiche gesetzt. Dies sollte auch gegen einen zuletzt zweimal sieglosen Gegner gelingen, doch noch vor dem Anpfiff gab es einen Dämpfer. Torjäger Norman Bierle fiel kurzfristig aus und musste ersetzt werden. Azadi sollte erneut ohne Serdar Hassan auskommen müssen, der in der Ersten die Lücke des verletzten Marco Pajonk schließen musste. Die Heimelf kam gut ins Spiel, trotz der Bierle-Verletzung vor Anpfiff. So sollte der Führungstreffer durch Nick Restorf (27.) nicht unverdient sein. Azadi tat sich gegen die stabile Defensive des Gegners schwer, zu Chancen zu kommen, sodass es mit dem 1:0 in die Pause ging. Thomas Klingbiel sagte: „Der Beginn des Spiels stand unter einem nicht so glücklichen Stern. Wir mussten kurzfristig auch noch auf unseren Topscorer Normen Bierle verletzungsbedingt verzichten und hatten somit nur noch 2 gesunde Spieler auf der Bank. Wir sind trotzdem gut in die Partie reingekommen. Die Defensive stand gut. Ein Kopfballtor von Nick Restorf brachte die Führung.“

Grotzky hält die Null

Zur zweiten Halbzeit reagierte Azadi und brachte Justin Thiele und Niwar Jasim. Beide sollten für mehr Kreativität sorgen und die Durchschlagskraft erhöhen. Man kam zu mehr und klareren Chancen, doch Julian Grotzky verhinderte den Ausgleich. Daniel Möllner (90.) sollte einen Foulelfmeter zum 2:0 verwandeln, womit die Messe gelesen war. Zudem traf auch Mohammed Sadiq (92.), sodass es am Ende einen 3:0-Sieg gab. Mit dem dritten Sieg in Serie ist Lübeck 1876 derzeit richtig gut drauf. Die Defensive steht beeindruckend stabil, denn in allen drei Spielen zuletzt blieb die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Buchholz ohne Gegentor. Dennoch sollte man nicht voll und ganz zufrieden sein: „Eine geschlossene Mannschaftsleitung am Ende, vielleicht um ein Tor zu hoch. Fazit: Nicht so gut gespielt, aber gewonnen.“ Azadi verlor erneut und musste nun zwölf Gegentore in drei Spielen hinnehmen. Offensiv gab es zudem zweimal keinen eigenen Treffer, sodass es derzeit einfach nicht läuft. Das Fehlen von Serdar Hassan hat einen Bruch in der Offensive hinterlassen.

SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – Eichholzer SV II 2:2 (2:1)

Das Topspiel am Wochenende stieg in Wentorf. Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg empfing den Eichholzer SV II und beide Mannschaften waren gut drauf. Das letzte Spiel der Lauenburger lag allerdings auch schon zwei Wochen zurück, denn das geplante Duell in Travemünde wurde auf eigenem Wunsch verlegt. Dies versuchte man auch gegen Eichholz, doch ohne Erfolg. Daher sollte es personell spannend werden, denn einige Spieler fielen aus. So standen Florian Allner, Marcel Gevert und auch Kapitän Lennart Krüger nicht zur Verfügung. Eichholz, das nach Anfangsproblemen zuletzt in der Saison angekommen ist, sollte allerdings ebenfalls auf einige Spieler verzichten. Maik Germann, Magnus Breitung oder auch Caspar Stark waren nicht dabei. Auf beiden Seiten sollten also wichtige Spieler ausfallen, dennoch verfolgten die Teams das gleiche Ziel. Der Dreier sollte her, damit die aktuelle Form fortgesetzt wird. In den ersten Minuten startete die Heimelf gut und sollte durch Philipp Schmiester (5.) in Führung gehen. Das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten, denn Fritz Witten (14.) erhöhte.

Meier verkürzt im Gegenzug

Die Lauenburger erwischten den Favoriten eiskalt, doch im direkten Gegenzug war es Tom Meier (15.), der verkürzte. Das Team vom Pöbelberg kam besser rein und sollte vor allem in der Schlussphase des ersten Durchgangs auf den Ausgleich drücken. Es gab mehrere gute Chancen, doch ein starker Malte Müller-Krumwiede im Tor war auf seinem Posten und rettete. So ging es mit der knappen Führung der Hausherren in die Halbzeit. In dieser sollte Stephan Lindhoff sicherlich die letzten Minuten des ersten Durchgangs als Mutmacher ansprechen, denn an diesen knüpfte seine Mannschaft nahtlos an. Es gab weitere Chancen, doch Torhüter als auch Aluminium retteten die SGWSS. Diese kam nun nach und nach wieder besser ins Spiel und sollte sich Chancen erarbeiten. Die beste war dabei sicherlich ein Umschaltmoment, als der Angreifer aufs Tor zulief, doch nur den Pfosten traf. Auf der anderen Seite machte es die Zweitvertretung besser, denn Tim Blociszeski (80.) glich aus.

Gerechte Punkteteilung

Das 2:2 sollte der Endstand sein, sodass die Hausherren dem Top-Favoriten zwei Punkte klauten. Dennis Hadler, Trainer der SGWSS, sagte: „Ich denke, wenn man am Ende zufrieden ist und trotzdem vielleicht sogar etwas mehr drin gewesen wäre, ist das Ergebnis okay. Am Ende können beide Teams das Spiel noch gewinnen, ich denke also, über 90 Minuten geht das Ergebnis in Ordnung. Ich bin sehr stolz auf das Team, wo sich jeder einzelne 100% reingehauen hat, auch auf teilweise völlig ungewohnte Positionen. Nun geht es nächste Woche gegen Mölln im Derby weiter. Mit einer Leistung wie heute werden wir auch da etwas Zählbares holen, es gilt nun, die Leistung zu bestätigen.“ Für Eichholz waren es sicherlich zwei verlorene Punkte im Titelrennen. Man konnte in der Fremde erneut nicht dreifach punkten, wie schon bei Viktoria und in Travemünde. Trainer Stephan Lindhoff sagte: „Wir verschlafen die ersten 15 Minuten komplett und verteilen zwei Geschenke, die die SG dankend annimmt. Zwischen der 15. bis zur 80. Minute drücken wir die SG hinten rein und sind klar spielbestimmend. Machen mit dem direkten Gegenangriff das 1:2. Leider stehen wir uns selber im Weg oder das Aluminium. Der Ball wollte heute einfach nicht ins Tor gehen. Der Ausgleich in der 80. Minute durch Tim Blociszeski war mehr als verdient. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt mit 2:3 oder 2:4 in Führung liegen, darf sich auch keiner beschweren. Die letzten zehn Minuten geht es hin und her, wobei die hundertprozentige Chance die SG hatte. Am Ende ist der Punkt für die SG nicht unverdient. Viel Erfolg der SG im weiteren Saisonverlauf.“

Der 7. Spieltag im Überblick

ATSV Stockelsdorf – SG Breitenfelde/Mölln 3:1
Ratzeburger SV II – TSV Kücknitz 2:4
Fortuna St. Jürgen – TSV Travemünde 0:1
TSV Zarpen – VfL Rethwisch 3:3
Lübeck 1876 – SV Azadi Lübeck II 3:0
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – Eichholzer SV II 2:2

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