Kurioses Tor leitet Sieg ein – Insel Fehmarn gewinnt gegen zu uneffektive SGGO

Eutin macht großen Schritt in die richtige Richtung

Die SGGO und die SG Insel Fehmarn lieferten sich ein intensives Spiel. Dabei sollten die Spielanteile klar auf einer Seite sein, doch der Sieg ging an den Gegner. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Oldenburg – Am siebten Spieltag in der Kreisliga Südost ging es wieder ordentlich zur Sache. Es gab spannende Duelle, verschiedene Gefühlswelten und zahlreiche Tore. Es wurde also wieder einiges geboten. So gab es für Eutin 08 II einen lang erhofften Schritt in die richtige Richtung. Bösdorf/Malente gewann souverän gegen einen formstarken Aufsteiger und auch der TSV Lensahn sollte drei Punkte einfahren. In Oldenburg und Kirchbarkau stiegen zwei spannende Duelle im Kampf um die oberen Plätze, wobei es jeweils einen Sieg der Gäste gab.

SG Bösdorf/Malente – SV Rickling 4:0 (2:0)

Die 3:4-Niederlage beim TuS Tensfeld war für die SG Bösdorf/Malente durchaus ein Dämpfer. Nach fünf ungeschlagenen Spielen gab es die erste Pleite, doch diese war eine der besonders bitteren Art. Bis zur 88. Minute war Bösdorf mit 3:1 auf Kurs in Richtung Auswärtssieg und Tabellenführung, doch das Spiel wurde aus der Hand gegeben. Daran hatte aus Sicht des Trainers der Schiedsrichter einen großen Anteil, denn gleich zwei Spieler wurden vom Platz gestellt und auch ein Elfmeter gegen die SG ließ Fragen aufkommen. Dieses Spiel wurde allerdings voll und ganz abgehakt und der Fokus klar auf die nächste Aufgabe gerichtet. Unter der Woche traf man, wie Coach Berger verriet, ein Agreement. Dabei geht es um die Art, wie die Spiele angegangen werden sollen, um nicht mehr so „verkopft“ zu sein. Lockerheit und Spaß sollten mehr im Fokus stehen und dies schon am Sonnabend. Dann gastierte mit dem SV Rickling nämlich eine gefährliche Truppe. Der Aufsteiger schien in den ersten Wochen noch als ein klarer Abstiegskandidat, was drei Niederlagen und 2:24-Tore zeigten, doch zuletzt gab es einen klaren Aufwärtstrend. Fünf Punkte aus drei Spielen machten deutlich, dass das Team von Sebastian Latendorf, der für den zurückgetretenen Oliver Pekrun übernahm, mittlerweile in der Liga angekommen war. Die Defensive stand sicherer, so gab es beispielsweise mit dem Remis in Tensfeld ein Statement an die Liga.

Bösdorf/Malente mit Kontrolle

Personell sah es beim SV Rickling etwas durchwachsen aus. Zum Spiel am Mittwochabend gab es vier Veränderungen. Im Tor fehlte Kevin Offermann. Zudem musste auf Kapitän Niklas Last, Tim Simon und Florian Kaup verzichtet werden. An der Herangehensweise änderte dies allerdings nichts. Es wurde erneut auf das zuletzt erfolgreiche Rezept vertraut. Aus einer Fünferkette mit Dominik Lembke als Kapitän und Abwehrchef sollte die Defensive primär wieder stabil stehen und nach vorne über die beiden schnellen Joe Pagenstecher und Shafli Bakari umgeschaltet werden. Bösdorf hatte mit Kim Kaun und Trainer Berger zwei Optionen weniger durch die Platzverweise aus Tensfeld, doch bei diesen Ausfällen sollte es nicht bleiben. Mittelfeldspieler Matti Radzuhn sowie Thore Meyer, Fabian Riemann und Matthis Boysen sollten ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Dafür kehrte mit Leo Korn ein Spieler zurück und auch Verteidiger Niklas Böhme sollte nach seiner Verletzung aus der Sommervorbereitung zurückkehren. Von Beginn an übernahm die Heimmannschaft die Kontrolle über das Spiel. Ein Abtasten gab es nicht, denn direkt wurde der Weg nach vorne gesucht. So gab es in der zweiten Minute eine Ecke, die Rickling gleich dreimal nicht konsequent klärte, doch dann retteten sie zur nächsten. Die Gäste kamen durch Nis Berger mal zu einem Distanzschuss, der allerdings ein gutes Stück über das Tor ging.

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Die SG Bösdorf/Malente empfing den formstarken SV Rickling. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Kurioses Tor

Im Gegenzug wurde es dann mal brandgefährlich. Böhme steckte gut durch für Korn, der halbrechts vor dem Tor auftauchte, doch den Ball knapp am Pfosten vorbei setzte. Nun nahm die Partie etwas Fahrt auf, denn Paulauskas verpasste ebenfalls. Die ersten 20 Minuten waren nicht ganz vorbei, dann sollte der Ball im Netz zappeln. Es war ein kurioses Tor, denn ein Verteidiger schoss Korn (18.) an und anschließend ging der Ball rein. Ein bitterer Gegentreffer für die Gäste, die sich davon allerdings nicht beeindruckt zeigten. Im direkten Gegenzug gab es nämlich die Großchance für den Aufsteiger, der knapp vorbeizog. Keine 60 Sekunden später war es erneut Rickling, denn Lembke forderte Nico Fischer. In dieser Phase fehlte der SG etwas der Zugriff, doch trotz mehrerer Abschlüsse war es kaum richtig gefährlich. In den letzten zehn Minuten vor der Pause wurde Bösdorf wieder aktiver, sodass Marek Saggau und Jonas Lüdtke zum Abschluss kamen. Kurz vor der Pause legten sie dann nach, denn Lucas Paulauskas (44.) traf. So ging es mit 2:0 in die Halbzeit, was nicht unverdient war. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel und das Chancenplus, denn die Gäste wurden nur in der Phase nach dem 0:1 zwingend, wobei die Präzision zu oft fehlte.

These macht den Deckel drauf

Zur zweiten Hälfte brauchte es eine Steigerung der Gäste, wenn diese nochmal ins Spiel finden wollten. Stürmer Bakari wurde nun etwas auffälliger, nachdem dieser im ersten Durchgang kaum Momente hatte. So sollte der Torjäger und doppelte Vorlagengeber vom Spiel am Mittwoch zwei gute Abschlüsse haben. Er sorgte für etwas mehr Tempo im letzten Drittel, doch so richtig spannend wurde es nicht mehr. Mit dem 3:0 durch Thies Theede (58.) war der Sack vorzeitig zu. Zum einen, weil die SG kaum etwas anbrennen ließ, doch auch, weil die Kräfte bei den Segebergern immer mehr schwanden. Das Nachholspiel steckte in den Knochen und so musste beispielsweise auch Abwehrchef Dominik Lembke zehn Minuten nach dem Seitenwechsel angeschlagen raus. Viele Highlights bot der zweite Durchgang nicht mehr, bis auf den vierten Treffer des eingewechselten Jannes Radzuhn (79.) zum 4:0-Endstand. Für die Gäste sollte es nach drei ungeschlagenen Spielen also mal wieder eine Niederlage geben. Diese war am Ende leistungsgerecht, da man der SG letztlich unterlegen war und zu wenig eigene Gefahr erzeugte. Hinten ließ der Aufsteiger zwar auch wenig klare Chancen des Gegners zu, die wenigen nutzte die Heimmannschaft allerdings dennoch eiskalt. Trainer Latendorf war selbst nicht vor Ort, doch vertreten wurde dieser von Konrad Eibl. Dieser sagte zum Spiel: „Ein Spiel auf unterem Niveau. Leider waren wir mit einem sehr dezimierten Kader los. Bei uns läuft es einfach, wie es bei einem läuft, der unten steht, erste Aktion von Bösdorf. Der Gegner wird angeschossen und das Ding segelt ins lange Eck! Bösdorf hat 4 Chancen und diese genutzt und wir waren vor dem Tor einfach nicht wach! Die Jungs, die heute gespielt haben, haben sonst ihre Sache vernünftig gemacht. Es hat leider nicht gereicht, nun heißt es Wunden lecken und nächste Woche auf ein neues! Vor 5 Wochen hätten wir noch 8 bekommen, auch wenn der Gegner nicht besser ist.“

SG hat alles im Griff

Die Heimelf ließ gegen den zuletzt formstarken Gegner nichts anbrennen und fuhr einen ungefährdeten Heimsieg ein. Trainer Benjamin Berger sagte dazu: „Bei dem bescheidenen Wetter konnten wir von Beginn an unser Spiel aufziehen, auch wenn es nicht so konzentriert und diszipliniert war, wie wir es uns gewünscht haben. Wir haben Passgeschwindigkeit und Passgenauigkeit etwas missen lassen, haben es aber in der zweiten Halbzeit wesentlich besser gemacht. Wir haben gegen die harte Gangart gut gegengehalten, hochverdient gewonnen und kaum etwas zugelassen. Nun geht es nächste Woche nach Großenbrode für die nächsten drei Punkte.“

SG Dersau/Kalübbe – Eutin 08 II 1:1 (1:0)

Im Dersauer Waldstadion sollten am Sonnabend die beiden Enttäuschungen der bisherigen Saison aufeinandertreffen. Der letztjährige Tabellendritte, die SG Dersau/Kalübbe, gewann am sechsten Spieltag erst das zweite Mal in dieser Saison, sodass den eigenen Erwartungen hinterhergelaufen wurde. Dieser besagte Sieg war allerdings ein 12:0-Sieg gegen den TSV Lütjenburg, wobei vor allem Steffen Uhl mit einem Fünferpack herausragte. Die Mannschaft von Holger Böttcher erhoffte sich, dass es nun der Befreiungsschlag war und gegen den letztjährigen Tabellennachbarn nachgelegt werden würde. Die Bilanz gegen Eutin 08 II ist bei der SG sehr positiv, denn vergangene Saison wurden vier Punkte geholt. Die Mannschaft aus der Rosenstadt hat ebenfalls keinen guten Saisonstart hingelegt, denn es gab nur einen Sieg aus sechs Spielen und zuletzt 22 Gegentore aus vier Spielen. Es war ein krasser Fehlstart für den Vizemeister, der sich trotz eines größeren Umbruchs viel vorgenommen hatte. Am Mittwochabend gab es im Pokal einen 4:0-Sieg beim TSV Neustadt II, wo es einige positive Eindrücke und etwas Selbstvertrauen gab, welches nun mitgenommen werden sollte.

Eutin Matchplan geht auf

Personell sah es bei der Mannschaft vom Waldeck allerdings nicht so gut aus. 15 Spieler umfasste der Kader am Sonnabend, darunter auch Trainer Florian Schumacher. In der ersten Elf mussten Tom Buhmann und Jesper Görtz ersetzt werden. Lasse Buck und Andri Stepanov rückten in die erste Elf, die ein ganz anderes Gesicht als in den vergangenen Wochen zeigte. Gegen einen personell sehr gut besetzten Gegner um Fatlum Zymberi, der jahrelang in der Ersten der Eutiner spielte, sollte der so erhoffte nächste Schritt der jungen Gastmannschaft erfolgen. Dabei kam man eher durchwachsen ins Spiel. Man musste sich erst einmal finden und dies nutzte die Heimelf zur Führung. Mehrfach bekam die Defensive der 08er den Ball nicht gelöscht, sodass Steffen Uhl (13.) sein zehntes Saisontor erzielte. Im Anschluss sollte Eutin allerdings voll im Spiel sein und den Gegner in Schach halten. Offensiv wurden selbst Akzente gesetzt, wie Trainer Florian Schumacher verriet: „Dennoch ging unser Matchplan auf und Dersau hatte keine Räume, ihre schnellen offensiven Spieler ins Spiel zu bekommen. Wir waren gut im Spiel und können uns eigentlich in der ersten Halbzeit schon belohnen, treffen aber nur den Pfosten und sind durch unsere Ecken sehr gefährlich.“

Gutzeit belohnt 08

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Eutin 08 II am ersten Durchgang nahtlos an. Sie standen stabil und hatten vorne gute Möglichkeiten. So sollte der Ausgleich hochverdient sein. Einen Freistoß ließ Felix Köbis nach vorne klatschen, wo Monty Gutzeit (77.) eiskalt abstaubte. Der Torjäger, der sich in dieser Saison ebenfalls noch schwertat, sollte genau dort stehen, wo ein Stürmer in solchen Situationen zu stehen hat und belohnte sich und seine Mannschaft. Vergleicht man die Eutiner der vergangenen Wochen mit denen, die in Dersau zu Gast waren, dann sollte es kaum vorstellbar sein. Sie drückten nun auf den Siegtreffer, doch die Latte rettete die in der zweiten Halbzeit offensiv harmlosen Hausherren vor dem zweiten Gegentor. Der Schumacher-Plan ging defensiv voll und ganz auf, denn hinten wurde keine einzige nennenswerte Chance der zuletzt offensivstarken Hausherren zugelassen. Am Ende gab es zwar nur einen Punkt, denn das Spielglück war noch nicht ganz auf Seiten der Rosenstädter, doch auch dieses soll nun erarbeitet werden. Es war, auch wenn am Ende mehr drin war, für die Eutiner ein großer Erfolg. Es geht nach diesen so schwierigen Wochen in die richtige Richtung. Der Trainer zeigte sich zufrieden und sagte nach dem Spiel: „Meine Jungs haben ein super Spiel gemacht und eine starke Reaktion gezeigt. So wollen wir weitermachen und dann werden wir auch mehr Punkte sammeln. Es war ein gutes Spiel beider Mannschaften und auch die Schiedsrichter haben das hervorragend und ruhig geleitet.“

FSG Saxonia – TuS Tensfeld 4:1 (1:0)

Sowohl die FSG Saxonia als auch der TuS Tensfeld bekamen zuletzt einen Dämpfer. Die Mannschaft aus Bornhöved musste sich nach sieben von neun Punkten auf der Insel mal wieder geschlagen geben. Bei der SG Insel Fehmarn hatte man mit 1:3 das Nachsehen. Personell sah es nicht gut aus und vor allem im ersten Durchgang war man mit nur drei Gegentoren sehr gut bedient. Nun empfing die Mannschaft von Tobias Becker den TuS Tensfeld und dieser sollte nach drei Siegen in Serie, darunter einem späten 4:3-Sieg nach 1:3-Rückstand gegen Bösdorf/Malente, ausgerechnet im Derby gegen Aufsteiger SV Rickling mal wieder einen Punktverlust hinnehmen. Zwar wurde nicht verloren, doch der Auftritt war nicht nach dem Geschmack von Trainer Christoph Hinz. Offensiv gab es viel Luft nach oben, denn im letzten Drittel fehlte die Klarheit. Zwei Standards retteten noch zumindest einen Punkt. Die ruhenden Bälle sind in der bisherigen Saison die große Stärke, auf die nun auch bei der FSG Saxonia vertraut wurde. Personell fehlte mit Torge Broetzmann wohl der wichtigste Mann in der Offensive. Auf der anderen Seite kehrten einige Spieler zurück, wobei vor allem mit Mattis Kringel wieder der Kapitän dabei sein sollte.

Knaub überragt

Im ersten Durchgang sollten Tore noch lange auf sich warten lassen. Beide Mannschaften standen stabil, wobei es ein Spiel im Mittelfeld war, ohne dass eine Mannschaft so richtig ein Übergewicht entwickelte. Jonas Griese brachte in der Defensive wieder enorme Sicherheit für Saxonia. So wurde wenig zugelassen. Mit Pausenpfiff zappelte der Ball im Netz. Mattis Kringel (45.) eröffnete das Derby mit seinem dritten Saisontor. Somit lief Tensfeld zur zweiten Hälfte einem Rückstand hinterher, doch einfacher sollte es nicht werden. Mit Luka-Noel Pietzsch musste ein weiterer Offensivspieler zur Pause raus, für ihn kam Alex Borgart. Der zweite Durchgang war fünf Minuten alt, da sollte die Heimelf bereits nachlegen. Andrej Knaub (50.) erhöhte und sollte im zweiten Durchgang nicht zu stoppen sein. Sieben Minuten später schnürte er nämlich den Doppelpack und erhöhte für die Becker-Elf auf 3:0.

Zu einfache Gegentore

Nun wurde es ein bitterer Nachmittag für den TuS, der durch Nikolajs Sinakovs (67.) verkürzte. Doch Spannung kam nicht mehr auf, denn keine 120 Sekunden später fiel auch schon das vierte Saxonia-Tor. Der Torschütze war, wieder einmal Knaub (69.). Es sollte schon das sechste Saisontor für den 20-Jährigen sein. Das 4:1 war der Schlusspunkt, sodass die Heimelf auf dem heimischen Platz weiterhin ungeschlagen bleibt. Acht Punkte wurden aus vier Spielen geholt, dabei nur fünf Gegentore kassiert. Tensfeld musste sich nach vier ungeschlagenen Spielen wieder geschlagen geben. Die Defensive bereitet derzeit dennoch Sorgen, denn es gab noch kein einziges zu Null und neun Gegentreffer in nur sechs Tagen. Trainer Christoph Hinz sagt: „Der tiefe Platz und die Belastung der letzten Tage haben uns das Leben sicherlich nicht leichter gemacht, soll aber keine Ausrede sein. Wir haben die Gegentore zu einfach bekommen und gerade bei langen Bällen als Mannschaft nicht gut genug verteidigt. Gleichzeitig müssen wir mit dem Ball weiterhin mehr Mut entwickeln, vor allem beim letzten Pass. Das sind Dinge, die wir klar verbessern müssen. Ich habe aber großes Vertrauen in die Jungs und sehe, wie sie arbeiten. Jetzt haben wir eine komplette Trainingswoche vor uns und die werden wir nutzen.“

SG Göhl/Oldenburg – SG Insel Fehmarn 1:3 (0:1)

Es war ein Spiel mit Topspiel-Charakter, das am Sonnabendnachmittag am Schauenburger Platz stattfand. Die SG Göhl/Oldenburg empfing die SG Insel Fehmarn. Die Heimelf zeigte zwei Gesichter in den bisherigen sechs Spielen. Während es in der Fremde drei Niederlagen gab, sollten die ersten drei Heimspiele allesamt gewonnen werden. Dabei wurden mit Kirchbarkau (3:2), Eutin 08 II (7:2) und dem TSV Dannau (10:2) zwei Siege gegen starke Gegner sowie ein Kantersieg gegen einen Aufsteiger eingefahren. Zu Hause ist der Verbandsligaabsteiger also eine echte Macht. Die Gäste haben allerdings vier der ersten fünf Spiele gewonnen und für ordentlich Furore gesorgt. Offensiv begeisterte die Mannschaft von Andre Hack mit 33 Toren aus fünf Spielen, was ein beeindruckender Wert ist. Personell sah es allerdings nicht optimal für die Mannen von der Sonneninsel aus. Das Mittelfeld musste ordentlich umgebaut werden, denn mit Justin Simon und Fabian Ackermann fehlten zwei wichtige Spieler, die auch für die Offensive einen hohen Wert haben. Levin Demtröder und Max Lafrentz übernahmen die Vertretung und sollten das derzeit beste Offensivtrio aus Fabian Plöger, Tjelk Jacob und Nico Müntz in Szene setzen. Oldenburg musste offensiv auf Mattis Markmann verzichten, doch Rasheed Jano und Mika Wölk unterstützten die SGGO.

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Oldenburg macht das Spiel, Fehmarn das Tor

Die Heimelf nahm sich viel vor und übernahm von Beginn an die Kontrolle. Der erste Abschluss ließ keine 60 Sekunden auf sich warten, da zog Tim Röben mal aus der Distanz ab, doch zog knapp vorbei. Oldenburg war klar spielbestimmend, während Fehmarn hinten kompakt stand und über Umschaltmomente nach vorne kommen wollte. Die Hausherren versuchten es, doch im letzten Drittel gab es kaum Durchkommen. Jano sorgte mit seinem Dribbling und Tempo zwar für ordentlich Schwung, doch es kam kaum etwas Zwingendes dabei heraus. Die rechte Seite der SG Insel machte es sehr ordentlich, denn Max Mackeprang blieb meist im Zweikampf gegen den besagten Flügelspieler, der eigentlich zum Kader der Ersten gehört, siegreich. So waren es meist Schüsse aus der Distanz, die das Heimteam verzeichnete, wie von Lukas Röhrle, die allerdings entweder vorbeigingen oder aber leichte Beute für Kevin Heinecke waren. Aus dem vielen Ballbesitz kreierte die SGGO also noch zu wenig. Fehmarn kam nach zwölf Minuten dann zur ersten Offensivaktion. Ein Einwurf von Michal Paluczynski leitete diese ein, anschließend konnten die Platzherren im Zentrum nicht konsequent klären, sodass Levin Demtröder (12.) zur Führung traf. So sieht Effektivität aus, denn es war der erste richtig ausgespielte Angriff der Mannen von der Insel, der direkt zum Torerfolg führte.

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Levin Demtröder (SG Insel Fehmarn) traf zur Führung. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Gäste retten sich in die Pause

Im Anschluss verflachte das Spiel, doch der Ball lief dennoch weiterhin überwiegend in den Reihen der jungen Oldenburger Mannschaft. Dabei kam allerdings nicht Nennenswertes bei heraus. Fehmarn wartete auf die Umschaltmomente, wie nach knapp 20 Minuten. Dort ging es über Nico Müntz auf rechts, der Fabian Plöger bediente, doch der Stürmer schob am Tor vorbei. Zwei Minuten später kam die SGGO mal wieder zum Abschluss, doch wie so oft sollte der Abschluss aus der Distanz am Tor vorbeigehen. Den Hausherren fiel im Spiel mit dem Ball einfach zu wenig ein, sodass aus 70–80 % Ballbesitz zu wenig Torchancen erzeugt wurden. Zu oft war man zu verspielt und nicht zielstrebig genug, sodass man im letzten Drittel meist an einem Verteidiger hängenblieb. In den letzten Minuten vor der Pause sollte es dann allerdings eine richtige Drangphase der Oldenburger geben. Jano ließ seinen Gegenspieler mal stehen, machte zwei Haken und forderte Heinecke anschließend zu einer Glanzparade. Zwei Minuten später köpfte Röben an die Latte, dann kam der Ball zu Tim Doormann, der am erneut stark reagierenden Heinecke scheiterte. Der Ball ging nicht rein, sodass die Insulaner ihre Führung in die Halbzeit retteten.

Wölk gleicht aus – Müntz trifft nur den Pfosten

Es standen allerdings noch 45 Minuten an, in denen es für die SG Insel darum ging, diese Führung zu verteidigen und weiterhin so stabil zu stehen, wie in den ersten 42 Minuten. Die Heimelf sollte erneut von Beginn das Zepter in die Hand nehmen und den Gegner in die eigene Hälfte drängen. Das Spiel verlagerte sich ausschließlich in die Hälfte der Gäste, sodass diese dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten konnten. Es ging einmal schnell durch die Mitte, wo sich die Lücke bot und Mika Wölk den Ball aus kurzer Distanz vollendete. Es war der verdiente Ausgleich. Die SGGO blieb allerdings nicht drückend, sodass es zwar weiterhin mehr Spielanteile für die Platzherren gab, doch kaum klare Chancen. Diese hatten eher die Gäste, die auf ihre Umschaltmomente warteten und die Verteidiger zu Fehlern zwangen. So beispielsweise in der 63. Minute, als Nico Müntz den Ball eroberte und freie Bahn hat, doch den Ball an den Pfosten setzte. Es war die Riesenchance für Fehmarn. Auf der Gegenseite sollte es einen Freistoß für die SGGO geben, den Wölk scharf auf das Tor zog, doch Heinecke wehrte ab. Die Schlussphase brach an und aufgrund des Ballbesitzes schienen die Gastgeber dem zweiten Tor näher, doch die besseren Chancen hatte der Gast.

Fehmarn bestraft uneffektivität der SGGO

In der 75. Minute gab es dann einen langen Ball, der durchrutschte, Müntz (75.) hatte daher erneut freie Bahn, doch diesmal blieb er eiskalt. Es war der Führungstreffer für die Mannschaft von der Insel. Im Anschluss lief das Team von Mario Markmann an und kam durch Jannik Fuhrmann und Wölk zum Schuss. Kurz vor dem Ende segelte eine Flanke von rechts in die Mitte, wo Dennis Bräuer völlig frei stand, doch den Kopfball nicht aufs Tor bekam. Die Nachspielzeit stand an und es bot sich die Riesenchance auf die Vorentscheidung. Tjelk Jacob eroberte den Ball und tauchte vor dem Tor auf, doch er scheiterte an Rico Ott. So blieb das Spiel weiterhin offen, doch nicht lange. Es bot sich erneut der Konter, diesmal in Überzahl für Fehmarn. David Beljan, der als Co-Trainer ebenfalls eingewechselt wurde, legte quer und Max Lafrentz (92.) traf. Es war die Entscheidung zum 3:1 für die SG Insel Fehmarn. Schluss war allerdings noch nicht, denn es sollte noch einen Aufreger geben. Beljan sprang in die Beine des Oldenburger Verteidigers und sah dafür binnen weniger Momente die Gelb-Rote Karte. Damit war er gut bedient, denn wie die Heimmannschaft auch forderte, sollte dies eigentlich eine klare glattrote Karte sein. Es war der Schlusspunkt im Spiel, sodass Fehmarn den Auswärtssieg einfuhr.

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Die Gäste machten den Deckel drauf. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Markmann kann es nicht fassen

Die Mannschaft von der Insel sollte sich den fünften Sieg im sechsten Spiel erkämpfen. Es war ein hart erarbeiteter, denn die Mannschaft wurde defensiv enorm gefordert. Man kam nicht zum gewohnten Spiel. David Beljan sagte zum Auswärtssieg: „Spielerisch waren wir leider unterlegen, aber mit Einsatz und Kampfgeist haben wir das Spiel nicht unverdient gewonnen, wenn man die Chancen sieht, hatten wir klar die besseren. Aber am Ende sind das auch nur drei Punkte. Mehr nicht. Dienstag geht es weiter im Pokalspiel und danach spielen wir zuhause gegen Cismar, dort wartet der nächste gute Gegner und wir freuen uns wieder auf ein Heimspiel.“ Der SGGO-Coach Mario Markmann konnte es nicht fassen, dass seine Mannschaft als Verlierer vom Feld ging. Er sagte: „Es ist schon wieder unfassbar, dass wir so ein Spiel verlieren. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit weit über 60 % Ballbesitz und das Spiel komplett im Griff. Die Jungs spielen es fußballerisch überragend. Wir spielen faktisch auf ein Tor, sind spielerisch eine Klasse besser als der Gegner und müssen zur Halbzeit 3:0 führen. Stattdessen verballern wir die guten Chancen zu leichtfertig und fangen uns schon wieder so ein dummes Tor, wo wir mit fünf gegen zwei im Strafraum verteidigen. Auch wenn es in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so dominant war, haben wir ausreichend Torchancen und lassen ja auch defensiv maximal vier oder fünf Torabschlüsse des Gegners zu. Am Ende müssen wir so ein Spiel 6:1 gewinnen. Uns fehlt einfach ein Knipser, der zumindest die hundertprozentigen reinmacht.“

TSV Lensahn – TSV Dannau 11:1 (3:1)

Die Rollenverteilung am Sonntagmittag war im Jahnstadion glasklar. Der TSV Lensahn sollte als einer der Favoriten auf den Aufstieg gegen den TSV Dannau als haushoher Favorit ins Spiel gehen. Dieser gewann nur eines der ersten sechs Spiele und musste dabei zahlreiche Gegentore hinnehmen. Gegen den SC Cismar gab es zwar mal wieder einen Punktgewinn, doch dieser war auf dem heimischen Platz. Dort fühlt sich der Aufsteiger wesentlich wohler, denn die Auswärtsbilanz vor dem siebten Spieltag las sich mit null Punkten und 3:17-Toren nämlich ziemlich miserabel. Daher war man gewarnt vor einem offensivstarken Gegner, der schließlich die meisten Tore erzielte. In der Vorwoche sollte dieser allerdings gegen den TSV Gremersdorf verlieren und somit auch die Tabellenführung abgeben. Nun gegen Dannau setzte Trainer Daniel Safadi auf eine Menge Offensivpower. Mit Haruna Jammeh begann der beste Torschütze der Liga. Zudem sollte auch der formstarke Connor Prüß wieder beginnen. Damit nicht genug, rückten nun auch die Ratje-Brüder zurück in die erste Elf, sodass auf den Underdog eine Menge Offensivwucht wartete. Doch dieser sollte die Heimelf überraschen. Im Spielaufbau unterlief dieser ein Fehler, sodass Maurice Stöffer (11.) aufs Tor zulief und ins Eck traf. Dannau führte und sorgte direkt für eine dicke Überraschung.

Lensahn macht es zweistellig

Vadim König vom TSV Lensahn sagte: „Wir haben das Spiel über die gesamte Spielzeit klar dominiert und kontrolliert. Umso ärgerlicher war es, dass wir durch einen eigenen Aufbaufehler zunächst mit 0:1 in Rückstand geraten sind. Danach hat die Mannschaft aber genau die richtige Reaktion gezeigt, das Spiel an sich gerissen und sich zahlreiche Torchancen erarbeitet.“ Noch vor der Pause stellte Haruna Jammeh (18.), Connor Prüß (32.) und Finn-Ole Ratje (35.) auf 3:1. Der Gegentreffer war längst egalisiert und Dannau konnte nichts wirklich entgegensetzen. Ratje (55.) traf kurz nach Wiederbeginn erneut, sodass es nun richtig deutlich wurde. Jammeh (65./71./79.) schnürte den Viererpack, Thorben Ratje (78.) traf ebenfalls, wie auch sein Bruder, der den Dreierpack schnürte (80.). In den letzten zehn Minuten sollten Alae Naji (81.) und Moritz Gallowsky (88.) sogar ebenfalls sich bei den Torschützen einreihen. So gab es einen 11:1-Sieg für den TSV Lensahn, der überhaupt keine Zweifel aufkommen ließ. Sie zeigten ihre gesamte Offensivpower und fügten dem Aufsteiger die dritte Auswärtsklatsche der Saison zu. 28 Gegentore in drei Spielen auf fremdem Platz sind zu viele. Es braucht mehr Stabilität, denn defensiv zeigt sich Dannau nicht kreisligawürdig. Lensahn ist allerdings auch kein Maßstab, denn die Ostholsteiner zeigten, warum man sie im Titelrennen klar auf dem Zettel haben muss. König sagte: „Am Ende steht ein auch in dieser Höhe verdienter 11:1-Erfolg. Der Gegner verhielt sich dabei jederzeit fair, was bei einem solchen Spielverlauf ebenfalls erwähnt werden sollte. Für uns war es insgesamt eine sehr starke und geschlossene Mannschaftsleistung, auf der wir weiter aufbauen können.“

SV Kirchbarkau – TSV Gremersdorf 2:4 (1:1)

Das Topspiel am siebten Spieltag stieg in Kirchbarkau. Die zu Hause noch punktverlustfreie Mannschaft vom SV Kirchbarkau sollte den in sechs Spielen unbesiegten TSV Gremersdorf empfangen. Es war ein Spiel, auf das mit Spannung geblickt wurde, denn beide Teams stehen in der Tabelle weit oben. Weiter als vor der Saison womöglich erwartet wurde, doch beide haben ganz klare Argumente auf ihrer Seite. Personell musste Gremersdorf erneut auf ein paar Spieler verzichten. Der Ausfall von Dustin Gabbey schmerzte und auch Verteidiger Luca Zielinski sollte fraglich sein, doch er wurde tatsächlich noch fit genug, um zu starten. Dies tat dem Spiel seiner Mannschaft enorm gut. Dabei sollte diese sich im ersten Durchgang enorm schwertun. Trainer Christian Ippig sagte: „Wir haben heute eines unserer schlechteren Spiele gemacht. Sicherlich war es schwierig auf dem kleinen, tiefen und sehr unebenen Platz, aber dies haben wir in der ersten Halbzeit nicht richtig angenommen, den Ball zu lange gehalten, zu weit von den Gegenspielern gewesen und so nicht richtig Zugriff auf das Spiel bekommen.“

Freistöße ins Glück

Kirchbarkau kam gut in die Partie und sollte sich belohnen. Es gab einen Freistoß, den Luis Schröder (22.) mit etwas Glück im Tor unterbrachte. Er wurde abgefälscht und daher nicht haltbar für Fabian Mandt im Tor. Danach verlor die Heimelf allerdings etwas den Faden. Man verfiel in eine Passiv-Phase, in der man nicht mehr wirklich den Zugriff wie zuvor hatte. Gremersdorf wurde drückender und belohnte sich. Wie auf der anderen Seite sollte es ein Freistoß sein, den Jonas Kock (33.) verwandelte. Es entwickelte sich im Anschluss ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich allerdings die Riesenchance für die Gäste bot. Es gab Elfmeter nach Foul von Mari Hanke, doch Rene Klein scheiterte am stark reagierenden Till Korte. So ging es mit 1:1 in die Halbzeit. In dieser passten beide Trainer etwas an, sodass es im zweiten Durchgang ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften war, die durchaus das Spiel auf ihre Seite ziehen wollten. Keine Mannschaft wirkte mit einem Remis zufrieden. Der TSV verpasste, sich zu belohnen und ließ Chancen aus, während Kirchbarkau in Führung ging. Jesse Schlüter (66.) zog aus 25 Metern ab, den Schuss wehrte Mandt ab, doch nicht richtig, denn hinter ihm fiel der Ball ins Tor. Der Keeper machte keine gute Figur.

Aufregung um das vermeintliche 3:1

Gremersdorf lief nun also erneut einem Rückstand hinterher und hatte Glück, dass nicht das dritte Gegentor folgte. Es gab einen Aufreger, denn Finn Busse und Mandt gingen zum Ball und lieferten sich einen Pressschlag. Der Ball blieb bei Busse, der für Schlüter ablegte, welcher zum vermeintlichen 3:1 traf. Es wurde bereits gejubelt, doch auf dem Weg zurück in die eigene Hälfte nahm der Schiedsrichter den Treffer nach Hinweis seines Assistenten zurück. So blieb es beim 2:1, doch auf der anderen Seite sollte Gremersdorf treffen. Oskar Fink brachte eine Flanke rein, die Anton Helmke klären wollte, doch der Ball rutschte ihm über den Fuß, sodass er im eigenen Tor landete. Es brach die Schlussphase an und die Gäste sollten mit Rune Jaekel nochmal eine Option von der Bank bringen. Der großgewachsene Stürmer setzte direkt Impulse und haute den Ball nach einer flachen Hereingabe an den zweiten Pfosten rein (82.). Das Spiel war nun gedreht und die Hausherren machten in der Folge auf. Sie warfen alles nach vorne, sodass nach einem langen Ball sich die Konterchance für den Verbandsligaabsteiger bot. Jaekel legte für Rüddiger ab, der mit dem 4:2 den Schlusspunkt setzte. Gremersdorf holte sich die Tabellenführung, die zwischenzeitlich für eine Nacht an Fehmarn verloren wurde, zurück und blieb auch im siebten Spiel ungeschlagen. Der siegreiche Coach schätzte den fünften Saisonsieg wie folgt ein: „Insgesamt ein wichtiger Sieg auf einem schwer bespielbaren Platz.“

Der 7. Spieltag im Überblick

FT Preetz – SC Cismar 5:0
TSV Lütjenburg – SV Großenbrode 2:4
SG Bösdorf/Malente – SV Rickling 4:0
SG Dersau/Kalübbe – Eutin 08 II 1:1
FSG Saxonia – TuS Tensfeld 4:1
SG Göhl//Oldenburg – SG Insel Fehmarn 1:3
TSV Lensahn – TSV Dannau 11:1
SV Kirchbarkau – TSV Gremersdorf 2:4

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