Offensivspektakel zu erwarten? Vorgezogenes Topspiel unter Flutlicht

Beste Offensive gastiert bei heimstarker FT Preetz

Der TSV Lensahn stellt die beste Offensive der Liga. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige

Preetz – Am Dienstagabend kommt es zu einem vorgezogenen Spiel des achten Spieltags in der Kreisliga Südost. Im Fichtestadion geht es dabei ab 19.30 Uhr ordentlich rund, denn zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel, die richtig gut drauf sind, treffen aufeinander. Es sind packende 90 Minuten zu erwarten, auf die sich die Zuschauer freuen dürfen.

FT Preetz für (fast) alle unter dem Radar

Die Kreisliga-Fans müssen nicht lange warten, bis es wieder ordentlich zur Sache geht. Schon am heutigen Dienstagabend rollt wieder der Ball und in der Südost-Staffel soll es ein echtes Topspiel geben. Zwei Mannschaften treffen aufeinander, die gut in die Saison gestartet sind, eine Menge Offensivpower mitbringen und zuletzt echte Ausrufezeichen setzten. Daher ist das Selbstvertrauen bei beiden Mannschaften keineswegs klein. Als Gastgeber wartet die FT Preetz. Die Mannschaft von Spielertrainer Florian Manstein und seinem Co-Trainer Kay Warkotsch sollte vor der Saison nicht unbedingt zu den Favoriten auf die oberen Tabellenplätze zählen. Mit Gremersdorf-Coach Christian Ippig war es nur ein Trainer, der die FT als einen Mitfavoriten nannte. Dass der Bruder des ehemaligen St.-Pauli-Spielers Volker Ippig ein Experte in dieser Liga ist, zeigt nicht nur, dass sein Team diese als einzige ungeschlagene Mannschaft anführt, sondern auch, dass Preetz tatsächlich eine gute Rolle in den oberen Plätzen spielt.

Bittere Punktverluste

Aus den ersten sieben Spielen holten die Mannen aus dem Kreis Plön zwölf Zähler. Auf den ersten Blick stehen bereits neun verlorene Punkte, die sicherlich auch sehr schmerzen, doch schaut man genauer hin, dann sticht heraus, dass Preetz nur einmal verlor. Einzig bei der FSG Saxonia gab es eine Niederlage, diese an einem rabenschwarzen Tag, wo man einfach überhaupt nicht ins Spiel fand. Ansonsten sollte die Manstein-Elf nur schwer zu schlagen sein. Es gab drei Siege, sowie drei Remis. Die Punkteteilungen sollten besonders bitter sein, denn die eigene Chancenverwertung verhinderte die Maximalausbeute. In Tensfeld sollten einige hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt bleiben und dies setzte sich auch in Großenbrode und bei der SG Bösdorf/Malente fort. So gab es nur drei Punkte aus diesen Auswärtsspielen, was mit Blick auf den Spielverlauf viel zu wenig war. Es setzte sich also fort, dass die FT auf fremdem Platz nur schwer gewinnen kann. In dieser Saison gelang dies noch gar nicht. Ganz anders sieht es zu Hause aus, wo das Team von Florian Manstein unschlagbar schien. Es gab drei Spiele im Fichtestadion und dabei wurde die Maximalausbeute eingefahren. Damit nicht genug, sollten auch schon 18 Treffer zu Hause erzielt werden. Es ist ein sehr starker Wert und auch wenn davon zehn Treffer gegen Aufsteiger SV Rickling fielen, soll dies nicht die vergangenen beiden Spiele schmälern.

danberg jubel @ Offensivspektakel zu erwarten? Vorgezogenes Topspiel unter Flutlicht
Michel Danberg konnte zuletzt in zwei Spielen in Folge jubeln. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Ausrufezeichen im Fichtestadion

Mit der SG Göhl/Oldenburg (3:1) und dem SC Cismar (5:0) haben die Preetzer zwei Anwärter auf die oberen Plätze deutlich und hochverdient bezwungen. Beide Mannschaften galten vor der Saison wesentlich mehr als Favoriten, sodass es Achtungserfolge waren. Es sind die Resultate des nächsten Entwicklungsschritts, den die FT ging. So wurde der Kader im Sommer verstärkt mit jungen Spielern, die für eine Menge Schwung sorgen. Sei es ein Kilian Bollmann auf dem Flügel oder aber der neue Stürmer Michel Danberg. Beide bieten der, schon in den vergangenen Jahren so starken Offensive der FT neue Fähigkeiten. Man hat mehr Tempo in der Spitze und dennoch sollten die beiden jungen Offensivspieler noch ein großes Manko haben. Beide gingen nämlich in Sachen vergebener Torchancen in den ersten Wochen voran. Die Youngster ließen viel liegen. Bei Danberg schien der Knoten sich zuletzt gelöst zu haben, denn er traf zweimal in Folge. Auf seine Kaltschnäuzigkeit wird es nun auch am Dienstagabend ankommen. Die Offensive der FT ist qualitativ enorm gut besetzt. So hat man mit Özal Berk noch den besten Torschützen der Plöner aus der vergangenen Saison. Vergessen darf man dabei auch den Spielertrainer nicht, der schließlich Jahr für Jahr konstant trifft. Der derzeitige fünfte Tabellenplatz und die 23 erzielten Tore kommen also nicht von ungefähr. Zudem muss man ganz klar auch die Defensive hervorheben, die sich enorm stabilisiert hat. Vergangene Saison wurden 2,3 Gegentore pro Partie kassiert. Dieses Jahr sind es derzeit bei insgesamt neun, nur 1,3 pro Spiel.

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige
Anzeige

TSV Lensahn mit Kantersieg im Rücken

Nun wird die Preetzer Hintermannschaft allerdings am Dienstagabend mal richtig gefordert. Es kommt die beste Offensive der Liga, die sich am vergangenen Sonntag warmgeschossen hat. Der TSV Lensahn reist an und mit einem 11:1-Heimerfolg im Rücken soll das Selbstvertrauen riesig sein. Es war ein ganz starkes Spiel gegen den Aufsteiger, wo es nur minimale Punkte gab, wo es Verbesserungspotenzial gibt. Zum einen sicherlich das frühe Gegentor. Nach elf Minuten geriet der TSV in Rückstand. Ansonsten wären wohl noch ein paar Tore mehr möglich gewesen, doch dies ist Meckern auf hohem Niveau. Auf diesem spielt die Mannschaft von Daniel Safadi allerdings, denn was dieser Kader für eine Qualität mitbringt, wünscht sich wohl jeder Kreisligist. In der Offensive hat man die absolute Qual der Wahl, denn mit Thorben und Finn-Ole Ratje, Connor Prüß, sowie Haruna Jammeh sind es gleich vier Stürmer, die den Unterschied in dieser Liga machen können.

connor pruss @ Offensivspektakel zu erwarten? Vorgezogenes Topspiel unter Flutlicht
Connor Prüss traf bereits achtmal für den TSV. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Gegentore ein Manko

37 Tore hat Lensahn schon erzielen können in den ersten sieben Spielen, sodass man im Schnitt alle 17 Spielminuten den Ball im gegnerischen Tor unterbringt. Dies ist ein wahnsinniger Wert, denn pro Spiel trifft der TSV mehr als fünfmal. Dass 32 der 37 Treffer auf das besagte Quartett gehen, zeigt ziemlich deutlich, dass die Ostholsteiner zum Einen ganz klare Waffen haben, aber gleichzeitig auch, dass diese einfach nicht zu verteidigen sind. In keinem Pflichtspiel hat die Safadi-Elf diese Saison nicht getroffen, selbst Landesligist TSV Pansdorf musste im Pokal vier Gegentreffer hinnehmen. Dass man ohne eigenen Treffer blieb, sollte es in den vergangenen elf Monaten ohnehin nur zweimal geben. Dennoch sind die Mannen aus dem Jahnstadion nicht unschlagbar. Aus sieben Spielen wurden 15 Punkte geholt. Zwei Spiele wurden somit verloren, diese beim SC Cismar (1:7) und in Gremersdorf (3:4). Dabei waren es die Gegentore, die es dem Aufstiegsfavoriten enorm schwer machten. Davon gab es nun mal schon 15 Stück. Dies sind die zweitmeisten der Top-Sieben und das trotz guter Verstärkung mit Rückkehrer Wilhelm Gradert. Der Innenverteidiger kehrte aus Oldenburg zurück und sollte neben Kapitän Jonas Müller für mehr defensive Stabilität sorgen.

Lensahn mit großen Schwierigkeiten in der Vergangenheit

Nun geht es zu einem Gegner, an den sich die Ostholsteiner nur ungern zurückerinnern. Vergangene Saison holten sie gerade einmal einen Punkt gegen die FT Preetz. Das Hinspiel im Fichtestadion wurde trotz eigener Führung mit 1:3 verloren. Finn-Ole Ratje traf zunächst zum 1:0, doch kurz vor der Pause folgte der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel behauptete sich die Heimelf. Das Rückspiel im Jahnstadion sollte hochinteressant sein. Nach 45 Minuten führte Preetz bereits mit 3:1. Es schien trotz großer Personalsorgen einen Sieg gegen die damals sehr formstarke Heimmannschaft zu geben. Doch Finn-Ole Ratje, sowie Haruna Jammeh retteten noch einen Punkt. Im Jahr zuvor gab es zumindest mal einen Sieg für Lensahn gegen den kommenden Gegner. Das Hinspiel in Preetz war allerdings ein denkwürdiger Abend. 7:1 gewann die FT, dabei sollte offensiv mit Manstein sogar der Torjäger fehlen. Sieglos blieb der TSV im Fichtestadion allerdings in der Vergangenheit nicht. Im Oktober 2023 setzte man sich mit 2:1 durch. Es war das erste Jahr nach dem Verbandsligaabstieg und das zudem das erste Kreisligajahr der FT. Die Bilanz an der Kührener Straße spricht also für die Hausherren. Diese gehen zwar dadurch nicht favorisiert ins Spiel, sondern gegen den Tabellenzweiten als Underdog, doch chancenlos sind sie nicht. Man hat einige ärgern können und möchte dies nun erneut. Lensahn reist mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in der Fremde an. Es bietet sich mit einem Sieg allerdings vorzulegen und an die Spitze der Kreisliga Südost bis mindestens mal Sonnabend zu springen. Preetz könnte mit der zweitplatzierten SG Insel Fehmarn gleichziehen, doch benötigte einen Kantersieg, um diese hinter sich zu lassen.

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein