
Hamburg – Für die Hamburg Towers beginnt die Saison 2026/2027 direkt mit einem Do-or-Die-Spiel. Am Freitagabend um 20 Uhr empfangen die Hamburger in der ersten Runde des BBL-Pokals die Rostock Seawolves. In den vergangenen Jahren war der Wettbewerb für die Towers meist früh beendet.
„Maximaler Ernstfall direkt zum Anfang“
Seit der Einführung des aktuellen Pokalmodus 2023 schafften es die Towers lediglich einmal über die erste Runde hinaus. Entsprechend groß ist die Bedeutung des Auftakts. „Es ist für uns der maximale Ernstfall direkt zum Anfang, im Pokal gibt es keine zweite Chance“, sagt Head Coach Benka Barloschky. Der Trainer weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell der Wettbewerb vorbei sein kann: „Es gibt einige Mannschaften, die fliegen mit der ersten Runde wieder raus und haben mit dem Wettbewerb den Rest der Saison nichts mehr zu tun. Das war in den letzten Jahren bei uns häufiger der Fall.“ Gleichzeitig könne ein erfolgreicher Pokallauf eine Mannschaft „unglaublich beflügeln“.
Vorbereitung mit einigen Problemen
Optimal verliefen die knapp fünf Wochen Vorbereitung für die Towers allerdings nicht. Barloschky konnte bislang keine einzige Trainingseinheit mit seinem vollständigen Kader absolvieren. Emil Marschall fiel aufgrund einer Thrombose im Bein aus, auch Martin Breunig und Zakai Zeigler verpassten verletzt Teile der Vorbereitung. David Muenkat war aufgrund seines Einsatzes für die kanadische Nationalmannschaft nicht durchgehend dabei. Auf Rostock trafen die Towers dennoch bereits in der Vorbereitung. Ein nicht öffentlicher Test wurde mit 84:73 gewonnen. Überbewerten lässt sich das Ergebnis allerdings kaum, denn mit Owen Klassen, Robin Amaize und Artur Konontsuk fehlten den Seawolves drei Leistungsträger.
Rostock kommt mit Rückenwind
Die Gäste reisen ohnehin mit einer starken Generalprobe nach Hamburg. Rostock setzte sich im letzten Test vor dem Saisonstart mit 84:68 gegen den amtierenden Deutschen Meister ALBA Berlin durch. Zudem gehen die Seawolves in dieser Spielzeit im EuroCup an den Start. Auf dem Papier wartet damit direkt eine hohe Hürde auf die Towers. Barloschky setzt dennoch auf die besondere Dynamik eines Pokalspiels. Für Hamburg bietet sich gleich zum Saisonstart die Gelegenheit, mit den frühen Pokal-Aus der vergangenen Jahre zu brechen und erstmals ein echtes Ausrufezeichen zu setzen.
Bildquellen
- Barloschky: Lobeca/Andreas Hannig
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