
Lübeck – Der achte Spieltag in der Kreisliga Süd steht vor der Tür und nachdem es zu einem vielversprechenden Spiel in Travemünde zwischen den Monte-Kickern und Tabellenführer TSV Zarpen kommt, geht es am Sonnabend und Sonntag munter weiter. Es geht um einiges, denn es gibt Duelle, in denen die Rollenverteilung klar ist, doch auch wo es keinen klaren Favoriten gibt. Man darf sich also freuen auf das Wochenende.
Eichholzer SV II – SV Fortuna St. Jürgen (Sa., 14 Uhr)
Nach einem 2:2-Remis bei der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg soll es nun für den Eichholzer SV II wieder die Maximalausbeute geben. Die Tabellenführung wurde verpasst und dennoch ist man am Pöbelberg zufrieden mit dem Saisonstart. Es gab nur eine Niederlage aus sieben Spielen, zudem sollten die schwierigen Aufgaben gegen potenzielle direkte Konkurrenten wie Kücknitz, Travemünde oder Breitenfelde durchaus gemeistert. Zwar gab es nur sieben von neun Punkten gegen dieses Trio, doch die Mannschaft von der Guerickestraße legte beim Remis in Travemünde dennoch einen starken Auftritt hin und war dem Sieg nahe. Nun steht das nächste Heimspiel an und dort auch der drei Sieg her, denn noch kein einziger Punkt wurde am Eichholzer abgegeben. Zu Gast ist der SV Fortuna St. Jürgen, den man noch bestens aus der vergangenen Saison kennt. Dort hat sich die Zweitvertretung zu Hause mit 3:0 durchgesetzt. Auswärts gab es ein 3:3-Remis. Beide Spiele waren ein hartes Stück Arbeit für das Team von Stephan Lindhoff. Der Trainer sagt vor dem kommenden Spiel: „Samstag empfangen wir Fortuna St. Jürgen. Fortuna ist nicht gut gestartet und braucht dringend Punkte. Wir müssen wieder als Mannschaft auftreten und uns für unseren Aufwand mehr belohnen. Im letzten Spiel hatten wir genügend Chancen, um zu gewinnen. Wir erwarten einen unangenehmen Gegner, der in der letzten Saison oft genug gezeigt hat, dass sie jede Mannschaft schlagen können. Für uns gilt es, nur auf uns zu schauen, um schnell über die Basics ins Spiel zu finden. Personell fehlen uns weiterhin einige Spieler.“
Der SV Fortuna St. Jürgen kam schwierig in die Saison. Nur ein Sieg aus sieben Spielen sind nicht das, was sich Cheftrainer Andre Meese und seine Mannschaft vorgestellt hatten. Nachdem es in den vergangenen Jahren immer mal wieder Startschwierigkeiten gab, sollte es diesmal endlich von Beginn an laufen, doch trotz kaum personeller Veränderungen und einer eingespielten Truppe war noch ordentlich Sand im Getriebe. Zuletzt lieferte diese einen guten Auftritt gegen Travemünde ab, doch das Ergebnis sprach wieder einmal gegen sie. Nun soll es eine Überraschung geben und die Punkte fünf, sechs und sieben eingefahren werden. Nikolay Frech sagt: „Mit dem Eichholzer SV erwartet uns am Samstag eine große Herausforderung. Gerade auf dem speziellen, kleinen Platz haben sie sicherlich einen Heimvorteil, den sie in der Regel gut zu nutzen wissen. Besonders bei Standards und Einwürfen sind sie gefährlich, darauf werden wir uns entsprechend vorbereiten.
Wir wollen weiter an unserer kompakten Defensive arbeiten, die in den vergangenen beiden Spielen bereits gut funktioniert hat. Offensiv sehen wir aber noch Potenzial und wollen uns im Vergleich zur letzten Woche noch mehr klare Chancen erarbeiten und diese im besten Fall auch konsequent nutzen.“
Lübeck 1876 – TSV Schlutup (So., 14 Uhr)
Es ist ein Spiel, das durchaus Topspielcharakter hat. Lübeck 1876 empfängt als Tabellenzweiter der Kreisliga Süd nun den letztjährigen Dritten und aktuellen siebtplatzierten TSV Schlutup. Es sind zwei Mannschaften, die in den vergangenen Jahren gute Rollen in der Liga gespielt haben. Beide verfügen dabei über unterschiedliche Stärken. Die Heimmannschaft von der Travemünder Allee hat sich in den ersten Wochen als sehr stabil und defensivstark erwiesen. Elf Gegentore, die viertwenigsten der Liga, machen sie so stark. Der Umbruch im Sommer sorgte dafür, dass an der Defensive geschraubt wurde und diese nun der Hauptgrund für den guten Saisonstart ist. Vier der sieben Spiele wurden ohne Gegentor für sich entschieden und derzeit blieb die Weste fast 300 Minuten weiß. Krummesse, Ratzeburg II und SV Azadi Lübeck II sollten allesamt nicht zum Torerfolg kommen. Dabei musste mit der Verletzung von Kapitän und Abwehrchef Christian Hessler ein ganz wichtiger Leistungsträger ersetzt werden. Offensiv gibt es noch Steigerungspotenzial, doch man ist immer für ein Tor gut. In jedem Pflichtspiel diese Saison wurde mindestens ein Tor erzielt. Auch zuletzt, als Azadi mit 3:0 geschlagen wurde und dies trotz des kurzfristigen Ausfalls von Stürmer und Torjäger Norman Bierle. Auf seine Rückkehr wird nun gehofft, denn für das Spiel von Uwe Buchholz und seiner Elf ist der großgewachsene Zielspieler elementar. Vor dem Duell am Sonntag sagt der Cheftrainer: „Wir freuen uns auf das Derby gegen Schlutup. Wir haben ein Heimspiel und wollen unseren positiven Trend fortsetzen. Es wird aber wieder eine Mammutaufgabe für uns und wir müssen wie in den letzten Spielen alles raushauen, um Erfolgreich zu sein. Personell müssen wir wie fast jedes Spiel wieder einmal improvisieren. Aber die Jungs machen das hervorragend und wir hoffen, dass wir mit unseren Fans im Rücken den nächsten Dreier einfahren.“
Der TSV Schlutup hatte zuletzt spielfrei, nachdem die Partie gegen Siebenbäumen verlegt wurde. Daher konnte man sich nun etwas erholen und ausgiebig auf den Tabellendritten vorbereiten. Diesen begegnet man nun mit einer Niederlage aus dem vergangenen Spiel im Gepäck. Zu Hause unterlag der TSV dem ATSV Stockelsdorf mit 2:3. Dabei führten Schlutup sogar mit 2:0, doch danach wurde das Fußballspielen komplett eingestellt. Ein sichergeglaubter Sieg war weg und dies bereits zum zweiten Mal. Schon gegen Ratzeburg II gab es nach Führung eine Niederlage. So etwas soll nicht nochmal passieren. Daher soll nun über die volle Distanz die Leistung auf den Platz gebracht werden. Es wird defensiv mehr Konzentration brauchen, denn es gab nicht nur noch kein einziges zu Null, sondern auch zwölf Gegentreffer in vier Spielen. Trainer Robertino Borja sagt vor dem Spiel: „Bei Lübeck 1876 erwartet uns ein richtig harter Brocken. Der Gegner ist sehr gut in die Saison gestartet und hat aktuell einen starken Lauf. Uns ist bewusst, dass dort eine schwierige Aufgabe auf uns wartet. Wir müssen im Vergleich zu den letzten Wochen wieder eine Schippe drauflegen. Vor allem läuferisch und spielerisch müssen wir ein anderes Gesicht zeigen und von der ersten Minute an präsent sein. Die Jungs haben unter der Woche sehr gut trainiert und die nötige Intensität gezeigt. Jetzt gilt es, diese Leistung auch im Spiel auf den Platz zu bringen. Lübeck 76 wird uns alles abverlangen. Wenn wir dort etwas Zählbares mitnehmen wollen, müssen wir bereit sein, über 100 Prozent zu geben. Aktuell müssen wir zudem noch abwarten, wer bis zum Wochenende wieder fit wird. Entscheidend wird sein, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten und von der ersten Minute an die nötige Intensität auf den Platz bringen.“
SV Grün-Weiß Siebenbäumen – ATSV Stockelsdorf (So.,14 Uhr)
Am vergangenen Wochenende hatte der SV Grün-Weiß Siebenbäumen durch die Verlegung des geplanten Auswärtsspiels beim TSV Schlutup spielfrei. So konnte die Mannschaft von Trainer Marco Urban den siebten Spieltag in Ruhe von zu Hause verfolgen und sehen, dass die Konkurrenz gepatzt hat. Zwar feierte der TSV Travemünde einen Sieg, doch sowohl Eichholz II als auch Zarpen, Wentorf oder auch Breitenfelde/Mölln holten nur Teil- oder sogar gar keine Punkte. Dies bietet Siebenbäumen die Möglichkeit, Punkte gutzumachen und den Vorsprung auf Verfolger mit dem Spiel in der Hinterhand auszubauen. Damit diese Chance auch erhalten bleibt, müssen die Hausaufgaben gemacht werden und nicht wieder vermeidbare Punktverluste weggesteckt werden. Insgesamt wurden bereits fünf Zähler liegen gelassen.
Nun gastiert der ATSV Stockelsdorf auf der Hufe und dieser ist derzeit in richtig guter Form. Der Fehlstart ist abgeschüttelt und das Team von Yannik Biemann angekommen. So sollte es die ersten beiden Saisonsiege geben. In Schlutup (3:2) und gegen Breitenfelde/Mölln (3:1) setzten sich die Ostholsteiner durch. Beide Siege verschafften ihnen Luft und waren durchaus Ausrufezeichen, denn beide Gegner verfolgen Ambitionen, oben mitzuspielen. Nun wartet einer der Top-Favoriten auf den Titel, sodass man gewarnt ist. Es ist ein nochmal anderes Kaliber, das zu Hause noch keinen Punkt abgab. Dennoch glaubt Stockelsdorf an die eigenen Stärken und möchte Siebenbäumen ärgern. Der Trainer sagt: „Wir wollen den Spirit aus den letzten beiden Spielen mitnehmen und alles geben. Wenn wir den Kampf auf den Platz bringen, dann werden wir sehen, wofür es reicht. Wir erwarten einen guten Gegner und sind leider sehr ersatzgeschwächt.“
SV Viktoria 08 – Ratzeburger SV II (So., 14.45 Uhr)
Zwei Mannschaften, die noch nicht so richtig in Fahrt gekommen sind, treffen nun am Sonntagnachmittag aufeinander. Der SV Viktoria 08 begrüßt Aufsteiger Ratzeburger SV II. Beide Teams haben sich in den ersten Wochen schwergetan und fuhren nur einen Sieg ein. Fünf Punkte stehen sowohl auf dem einen als auch anderen Punktekonto. Die Lübecker bezwangen ausgerechnet den Eichholzer SV (3:2), holten ansonsten zwei Remis und drei Niederlagen. Dabei wurden gerade einmal zwölf Tore erzielt, die drittwenigsten der Liga. Dabei hat man mit Tilo Karsten den drittbesten Torschützen in der Kreisliga Süd, denn der Neuzugang aus der eigenen Zweiten erzielte mit sechs Toren die Hälfte aller Viktoria-Treffer. Nur zwei Tore mehr als die Mannschaft von der Falkenwiese erzielte der kommende Gegner vom Riemannplatz. Viele Chancen braucht es für nur 14 Tore, dabei hat man einen echten Torjäger mit Jan-Niklas Braasch in den Reihen. Dieser erzielte schon vier Tore, doch wird nun am Sonntag fehlen. Bei der vergangenen 2:4-Pleite gegen Kücknitz sah er für ein wiederholtes Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Ohne den Knipser reist Ratzeburg also in die Hansestadt. Trainer Paul Dietz sagt vor dem Spiel: „Wir müssen aus den Phasen, in denen wir besser sind, noch mehr rausholen, dann bin ich zuversichtlich, dass am Wochenende etwas Gutes dabei rausspringt. Personell fehlen uns einige Jungs, die die letzten Male dabei waren, dafür dürfen wir mit Mesut, Malte und Darius drei wichtige Spieler endlich wieder im Kader willkommen heißen, die uns länger gefehlt haben.“
Der SV Viktoria 08 hat sich die Saison anders vorgestellt, denn man wollte eher erneut nach oben schauen, als in die derzeitige Tabellenregion. Es läuft noch nicht so richtig, was Timur Akgün hadern lässt. Das Fehlen von Spielern sowie das Nichtbelohnen für gute Auftritte sorgen vor allem dafür. So waren die vergangenen Partien keine schlechten. Gegen Zarpen spielen die 08er eine starke zweite Hälfte bis zur langen Verletzungsunterbrechung. In Breitenfelde war es ebenfalls ein starker Durchgang, wie auch am ersten Spieltag in Travemünde. Die Ansätze sind wirklich gut, doch gute 45 Minuten reichen in dieser Liga einfach nicht. In dieser nicht einfachen Phase braucht es mal wieder ein Erfolgserlebnis und dieses am besten zu Hause. Daher sagt der Trainer: „Wir müssen uns zu Hause und auch generell wieder finden. Eine Einheit, ein Team sind wir. Nun gilt es sportlich zu überzeugen.“
TSV Kücknitz – SV Azadi Lübeck II (So., 15 Uhr)
Der TSV Kücknitz ist richtig gut drauf. Das 4:2 beim Ratzeburger SV II vergangene Woche war bereits der zweite Sieg in Folge und das vierte ungeschlagene Spiel in Serie. Nach schwierigem Start sind die Lübecker in der Saison angekommen und ordentlich in Torlaune. 16 Tore erzielten sie in den vergangenen vier Spielen. Insgesamt sind es 20 auf dem Konto der Mannen vom Roten Hahn. Dabei sollten vor allem Pierre Witt und Maurice Maletzki zuletzt herausstechen, die jeweils viermal trafen. Nun wartet am Sonntag das nächste Heimspiel in Kücknitz. Die Ausbeute zu Hause ist mit drei Siegen aus drei Spielen sowie 11:1-Toren nahezu perfekt. Nun begrüßt man den SV Azadi Lübeck II, den man in der vergangenen Saison in jeweils zwei packenden und mitreißenden Spielen nicht bezwingen konnte. Das Hinspiel zu Hause endete 4:4-Unentschieden und im Rückspiel sollte es mit 3:3 erneut keinen Sieger geben.
Für den SV Azadi Lübeck II gab es zuletzt wenig Grund zur Freude. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch mit drei Siegen folgten zuletzt wieder drei Niederlagen. Es gab gegen Schlutup (3:5), Siebenbäumen (0:4) und Lübeck 1876 (0:3) nichts zu holen. Alle drei Gegner sind absolut keine Pflichtaufgaben und dennoch war es nicht das, was man sich vorgestellt hat. Die Gegentorflut ist wieder zu groß geworden und die eigentliche Stärke, die Offensive, ist kaum noch zu erkennen. Dies zeigen über 200 Minuten ohne eigenen Treffer. Vorne fehlt in Abwesenheit von Serdar Hassan, der zuletzt die personell geschwächte Landesligamannschaft unterstützte, ein Spieler, der für Gefahr sorgt. Es ist nicht das, was sich das Trainerteam um Chefcoach Omar Yassin vorgestellt hat.
SG Breitenfelde/Mölln – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (So., 15 Uhr)
Die SG Breitenfelde/Mölln steckt derzeit in einem kleinen Formtief. Aus den vergangenen vier Spielen holte die Mannschaft vom Uhlenbusch nur gerade einmal einen Punkt. Die Leistungen stimmen nur teilweise, doch für Punkte reicht es derzeit nicht. Die Personaldecke ist im Moment zu dünn und der Aderlass daher zu groß für das Team von Arne Riewe. Dieser musste zuletzt zahlreiche Ausfälle von Leistungsträgern verkraften. Leif Wolff im Mittelfeld wird schmerzlich seit Wochen vermisst, Finn Sult auf dem Flügel ebenfalls und Marvin Edler, der bereits drei Saisontore erzielte, musste ebenfalls zuletzt ersetzt werden. Die Kaderbreite fehlt, denn der Kader ist dünner zur Vorsaison geworden. Daher heißt es nun, auf die Zähne zu beißen und sich mit den vorhandenen Mitteln klar zu steigern. Das Potenzial in den verbliebenen Spielern ist unumstritten da und wirklich chancenlos ist die SG fast nie, doch die letzten, fehlenden Prozent, die fehlen, um mal wieder zu punkten, müssen nun auf den Rasen gebracht werden. Damit soll am Sonntag angefangen werden, wenn die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg zu Gast am Uhlenbusch ist. Diese traf die SG bereits im Rahmen eines Vorbereitungsturniers. Dort gab es eine 5:7-Niederlage. Vor dem ersten Ligaspiel gegeneinander sagte Arne Riewe: „Am Wochenende gegen Wentorf wird es, denke ich, ein Spiel, wo beide Mannschaften ihren Zielen so ein bisschen hinterherlaufen. Ich glaube, auch Wentorf ist mit der Ausbeute von acht Punkten nicht so glücklich, wir mit unseren sieben sowieso nicht, schon gar nicht mit den abgelieferten letzten Spielen bis auf Büchen. Es gibt absolut Steigerungspotenzial bei den Jungs. Wir haben beim Training das Stockelsdorf-Spiel aufgearbeitet, haben viel darüber gesprochen und dazu kommt noch, dass wir ein kleines bisschen etwas aus dem Blitzturnier wiedergutzumachen haben und wir brauchen einfach selbst so langsam mal eine Leistungssteigerung.“ Der SG-Coach setzte fort: „Ich bin mit unserer Leistung im Moment gar nicht zufrieden, da muss so langsam mal wieder was kommen. Wir sind aber guter Dinge. Personell sieht wieder besser aus. Finn Sult und Leif Wolff sind wieder im Training, Mike und Felix wieder da. Wir sind also guter Dinge, dass wir auf dem heimischen Platz etwas mitnehmen können.“
Die SGWSS läuft ebenfalls ihren Ansprüchen hinterher, doch zuletzt zeigte die Formkurve nach oben. Der Start in die neue Saison in einer neuen Staffel war holprig, denn es gab nur einen Sieg aus den ersten vier Spielen. Niederlagen gegen Siebenbäumen und Lübeck 1876 musste verkraftet werden, die allerdings mit Blick auf den Spielverlauf sehr unnötig aus Sicht der Mannschaft von Dennis Hadler und Niklas Oelrichs waren. Am ersten Spieltag war die Chancenverwertung das große Manko, sodass „nur“ zwei Treffer erzielt wurden. Diese reichten aufgrund von individuellen Fehlern allerdings nicht. In der Folgewoche war es eine erschreckende Darbietung bei Lübeck 1876. Diese beiden Niederlagen sollten allerdings die einzigen bleiben. Zuletzt holte Wentorf nämlich aus vier Spielen acht Punkte und blieb ungeschlagen. So langsam kommt man in Fahrt, womit gegen Breitenfelde weitergemacht werden soll. Coach Hadler sagt vor dem Spiel: „Wir freuen uns auf ein Lauenburger Duell gegen eine junge Truppe und etliche bekannte Gesichter. Sie versuchen immer spielerische Lösungen zu finden und haben Qualität dazu, auch wenn zuletzt die Ergebnisse etwas ausblieben. Bei uns wird es personell, wenn nichts mehr passiert, deutlich entspannter aussehen und wir werden wieder mehr Optionen haben, wobei es die Jungs gegen Eichholz so gut gemacht haben, dass wir gucken müssen, ob und wo wir Veränderungen vornehmen. Unser Ziel ist klar, wir wollen endlich auch auswärts dreifach punkten und so den Anschluss an die obere Hälfte halten, wohl wissend, dass es in Mölln nicht einfach sein wird.“
VfL Rethwisch – Krummesser SV (So., 15 Uhr)
Es war ein starker Auftritt, den der VfL Rethwisch zuletzt ablieferte. Beim TSV Zarpen wartete eines der schwersten Auswärtsspiele, denn der Gegner ist nicht nur über ein Jahr zu Hause unbesiegt, sondern auch in dieser Saison noch ohne Niederlage und Tabellenführer. Die Aufgabe war also riesig für die Mannen vom Buchrader Weg, die mit nur einem Punkt aus vier Spielen im Rücken ins Spiel gingen. Trainer Till Knifka stellte sein Team allerdings perfekt ein und so legte der VfL mit Schwung los. Zur Pause führte dieser mit 2:0. Eine brutale Effizienz war das Mittel, das auch nach der Pause dafür sorgte, dass das 3:1 fiel. Es war allerdings noch nicht die Entscheidung. Es gab noch den Ausgleich, trotz eines herausragenden Maximilian Chylla im Tor. Nun steht wieder ein Heimspiel an und dort fühlt sich Rethwisch bekanntermaßen am wohlsten. Hier wurde bereits Travemünde, einer der Aufstiegsfavoriten, geschlagen. Nun, am Sonntagnachmittag, ist man selbst favorisiert. Zu Gast ist der Krummesser SV, der derzeit die Rote Laterne hochhält.
Für Krummesse gilt es am Sonntag endlich mal wieder zu punkten. Die Saison startete mit einem Sieg genau nach ihrem Geschmack, doch danach kam nicht mehr viel. Viele personelle Ausfälle, dünne Kader und kaum Optionen von der Bank erschwerten den Saisonstart. So sollte die Euphorie einer neuen Herausforderung schnell wieder verpuffen und die Realität den KSV einholen. Fünf Niederlagen und ein klarer Negativtrend sollten die vergangenen Wochen bringen. Anfangs gab es noch knappe Pleiten trotz Führung, wo das Spiel erst spät verloren wurde. Zuletzt waren es allerdings ganz bittere Nachmittage. Mit Siebenbäumen, Lübeck 1876 und Kücknitz waren es zwar drei harte Brocken, doch 0:20-Tore sind dennoch eindeutig zu viele. Dies muss nun abgestellt werden, denn ein Sieg in Stormarn ist fast schon Pflicht. Trainer Andre Bargholt sagt: „Nach dem spielfreien Wochenende, wo wir auf Wunsch von Viktoria das Spiel verlegt haben, erwartet uns ein schweres Auswärtsspiel beim VfL Rethwisch, personell sind wir nach wie vor aufgrund von Verletzungen etwas gebeutelt, dennoch wollen wir ein ordentliches Spiel abliefern und im Gegensatz zum Spiel gegen den TSV Kücknitz unsere individuellen Fehler minimieren und einfach befreit ohne Druck aufspielen, wir wussten vorher, dass wir es in dieser Saison schwer haben werden und wollen aus jedem Spiel etwas mitnehmen.“
Der 8. Spieltag im Überblick
TSV Travemünde – TSV Zarpen (Fr., 19 Uhr)
Eichholzer SV II – Fortuna St. Jürgen (Sa., 14 Uhr)
Lübeck 1876 – TSV Schlutup (So., 14 Uhr)
SV Grün-Weiß Siebenbäumen – ATSV Stockelsdorf
SV Viktoria 08 – Ratzeburger SV II (14.45 Uhr)
TSV Kücknitz – SV Azadi II (15 Uhr)
SG Breitenfelde/Mölln – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg
VfL Rethwisch – Krummesser SV








