
Lübeck – Am Sonnabend und Sonntag standen mit dem 27. und 28. MSC ADAC Kartslalom Lauf die letzten beiden Wertungsläufe der Saison auf dem Programm. Für die jungen Fahrerinnen und Fahrer ging es nicht mehr nur um einzelne Rennsiege. Es ging um die Meisterschaft, um den Landesmeister in den Klassen und nicht nur um Platzierungen, sondern um die Qualifikation für die großen Meisterschaften.
Für die Norddeutsche Meisterschaft des ADAC Schleswig-Holstein e.V. qualifizieren sich die Erst- bis Drittplatzierten. Der Erstplatzierte darf darüber hinaus bei der Detschen Meisterschaft des SHFM an den Start gehen. Und als ganz besondere Auszeichnung gibt es noch die begehrte Wildcard des ADAC Schleswig-Holstein e. V. – eine zusätzliche Chance für einen Fahrer, sich auf der großen Bühne zu beweisen.
Alles perfekt für Müller
In der K1 ließ Bennett Jasper Randel keinen Zweifel aufkommen. Zweimal ging er an den Start – zweimal kam er als Sieger ins Ziel. Ein beeindruckender Schlusspunkt unter einer Saison, in der er über die gesamte Serie hinweg konstant auf höchstem Niveau unterwegs war. Jasper Dirk Müller erreicht sehr überraschend den 3. Platz und somit die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaft.
Lindas Träume zerplatzten
Noch spektakulärer wurde es in der K3. Lennard Julian Randel machte es seinem Bruder nach und feierte ebenfalls einen Doppelsieg. Samstag Platz eins. Sonntag Platz eins. Ein Finale wie aus dem Drehbuch. Jeder hat einen Platz auf dem Podest verdient, so auch ganz besonders Linda W., aber ihre Nerven hielten nicht stand. So gab sie den 3. Platz ab und landete knapp neben dem Podest und verpasste die Norddeutsche Meisterschaft.
K4: Hellberg lässt nicht locker
Für den größten Nervenkitzel sorgte die K4. Carlos Hellberg wäre gern Landesmeister von Schleswig-Holstein geworden, aber mit seinen Ergebnissen aus den letzten Läufen hat er dieses Jahr diese Chance vertan. Mehr Spannung kann eine Meisterschaft kaum bieten. Die beiden Favoriten legten in den letzten läufen ein Kopf an Kopf – Rennen hin. Ein Finale, bei dem jeder Meter und jeder Punkt zählte.
Mika Tom Reher unschlagbar
Auch in der K2 wurde die Entscheidung mit Spannung erwartet. Mika Tom Reher ging als Spitzenreiter ins Finale und behauptete seine Position. Am Samstag holte er den Sieg, am Sonntag wurde er Vierter und das konnte Reher sich erlauben.
Ein starkes Jahr für den Av-Lübeck
Der Av-Lübeck war bereits zur Saisonhalbzeit eine der prägenden Kräfte im Jugend-Kartslalom. Nach sechs von zehn Wertungsläufen stellte der Verein drei Klassenführende und hatte auch in der Mannschaftswertung eine hervorragende Ausgangsposition. Nun folgte der große Showdown. Und die Lübecker Nachwuchsfahrer lieferten noch einmal ab: Siege, Podestplätze, spannende Duelle und Entscheidungen bis zum letzten Rennwochenende. Was bleibt, ist nicht nur der Blick auf Punkte und Platzierungen. Es bleibt eine Saison voller Training, Ehrgeiz, Aufregung, Freude, Enttäuschung und großer Emotionen. Genau das macht den Jugend-Kartslalom aus.
Und so endete die Saison im Ausbildungspark Blankensee mit einem Finale, das seinen Namen verdient hatte: zwei Rennen, volle Spannung – und Entscheidungen bis zum letzten Meter. Der Av-Lübeck hat einmal mehr gezeigt, dass mit seinem Nachwuchs zu rechnen ist. Das war kein gewöhnliches Rennwochenende. Das war ein Finale, bei dem alle Emotionen eine Rolle spielten.








