
Bad Schwartau – Der SV Todesfelde hat am 3. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga den ersten Punkt der Saison geholt. Gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen trennten sich die Todesfelderinnen am Sonnabend in der Ludwig-Jahn-Halle mit 35:35 (18:17). Dabei wurde es in den letzten Sekunden dramatisch: 55 Sekunden vor dem Ende lag der SVT noch mit drei Treffern zurück. Rieka Thal erzielte fünf Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich.
Todesfelde erwischt guten Start
Der SVT kam gut in die Begegnung und ging durch Lara Röhrig nach 46 Sekunden mit 1:0 in Führung. Thal und Franziska Haupt legten zum 3:1 nach. Nach Treffern von Marie Grabowski und erneut Röhrig stand es nach gut sechs Minuten 5:3.
Leverkusen blieb allerdings dran. Beim 6:6 (11.) war die Partie wieder ausgeglichen. Es entwickelte sich eine enge Begegnung, in der die Führung mehrfach wechselte. Svea Schüller, Stine Petersen, Haupt und Finja Harms gehörten in dieser Phase zu den Todesfelder Torschützen.
Nach dem 11:11 (18.) setzte sich Leverkusen erstmals etwas ab und führte beim 15:12 (22.) mit drei Treffern. Todesfelde antwortete. Marit Kaps verkürzte, Grabowski glich zum 16:16 (27.) aus. Harms traf 28 Sekunden vor der Pause zum 18:17. Mit dieser knappen Führung ging der SVT in die Kabine.
Nigbur hält – Todesfelde bleibt vorne
Nach dem Seitenwechsel hielt Victoria Nigbur gleich mehrere Würfe der Gäste. Grabowski und Jule Steingräber sorgten für eine 20:18-Führung (36.). Leverkusen kämpfte sich allerdings erneut heran und glich beim 20:20 (39.) aus.
Von diesem Zeitpunkt an blieb es eng. Lina Asmussen verkürzte zum 21:22, Thal traf zweimal hintereinander zum 23:23 und Grabowski verwandelte einen Siebenmeter zum 24:24 (44.).
Auch beim 25:25, 26:26 und 27:27 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Vor allem Haupt übernahm nun Verantwortung. Zwischen der 47. und 53. Minute erzielte sie fünf Treffer für Todesfelde, darunter zwei Siebenmeter. Ihr Tor zum 30:29 (53.) brachte den SVT erneut nach vorne.
Leverkusen dreht die Partie
Danach kippte das Spiel zunächst zugunsten der Gäste. Leverkusen erzielte drei Treffer in Folge und machte aus dem 29:30 ein 32:30. Haupt verkürzte noch einmal auf 31:32, doch Leverkusen setzte sich anschließend bis auf 35:32 (58.) ab.
Damit schien die Entscheidung gefallen zu sein. Todesfelde hatte allerdings noch knapp drei Minuten – und nutzte sie.
Drei Tore in 109 Sekunden
Asmussen traf zum 33:35 (59.). Katharina Gronek parierte anschließend einen Wurf von Louise van der Valk. 38 Sekunden vor Schluss verkürzte Harms auf 34:35.
Dann bekam Todesfelde noch einmal den Ball. Fünf Sekunden vor dem Ende traf Thal aus sechs Metern zum 35:35. Direkt danach war Schluss. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart holte der SVT damit seinen ersten Punkt und steht nach drei Spielen bei 1:5 Punkten.
Der 3. Spieltag (12.9.)
Bergischer HC – Lintfort 35:31
Rödertal – Solingen 32:26
Bremen – Regensburg 27:36
Freiburg – Nürtingen 22:39
Kirchhof – Mainz 30:31
Berlin – Rostock 40:20
Buchholz-Rosengarten – Waiblingen 21:31
Todesfelde – Leverkusen 35:35
Tabelle
| 1. | Nürtingen | 3 | +34 | 6 |
| 2. | Waiblingen | 3 | +27 | 6 |
| 3. | Mainz | 3 | +17 | 6 |
| 4. | Berlin | 3 | +25 | 5 |
| 5. | Bergischer HC | 3 | +7 | 5 |
| 6. | Regensburg | 3 | +22 | 4 |
| 7. | Rödertal | 3 | +20 | 4 |
| 8. | Solingen | 3 | -1 | 4 |
| 9. | Buchholz | 3 | -8 | 2 |
| 9. | Kirchhof | 3 | -8 | 2 |
| 11. | Todesfelde | 3 | -9 | 1 |
| 12. | Leverkusen | 3 | -25 | 1 |
| 13. | Bremen | 3 | -23 | 0 |
| 13. | Lintfort | 3 | -23 | 0 |
| 15. | Rostock | 2 | -27 | 0 |
| 16. | Freiburg | 2 | -28 | 0 |
Bildquellen
- Schüller: Lobeca/Fabian Lamprecht
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