
Möhnsen – Am achten Spieltag in der Kreisliga Südwest war einiges los. Am Sonnabend sollten sich zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel durchsetzen, wobei der SV Henstedt-Ulzburg gegen den TSV Trittau II überragte. Am Folgetag gab es einen erlösenden Sieg des TuS Hoisdorf sowie zwei späte Siegtreffer in Hartenholm und Möhnsen.
SV Henstedt-Ulzburg – TSV Trittau II 7:0 (2:0)
In den vergangenen Wochen kam der SV Henstedt-Ulzburg immer mehr in Fahrt. Der Saisonstart war mit drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen enorm enttäuschend, doch zuletzt sollte es wieder drei Siege geben, wobei die Offensive überzeugte und defensiv nur ein Gegentor kassiert wurde. So hatte es sich das Trainerteam vorgestellt und dennoch wollte Chefcoach Keven Bostelmann nun den nächsten Schritt seiner Truppe sehen. Eine weitere Steigerung sollte her, doch es reiste ein Gegner an, der zuletzt drei Wochen nicht spielte. Der TSV Trittau II kam also ausgeruht und mit einem Achtungserfolg im Rücken ins Beckersbergstadion. Ein 5:1-Sieg gegen Leezen sorgte für Selbstvertrauen bei der Zweitvertretung. Bei dieser gab es personell zunächst noch Fragezeichen. Die Torhüterposition bereitet seit Wochen Sorgen und nun drohten sogar alle Keeper auszufallen. Der erfahrene Marco Wichmann gab allerdings grünes Licht, sodass sich diese Sorgen beseitigten. Hinzu kam die Unterstützung von Niko Prehn und Lennard Bahn aus dem Verbandsligakader. Beide setzte Sören Metzner im Zentrum ein.
In den ersten Minuten war es zunächst noch etwas Abtasten im Mittelfeld, bei Ballbesitzvorteilen für die Heimelf. Nach rund fünf Minuten änderte sich dies allerdings und der Top-Favorit kam ins Rollen. So verzeichnete Kevin Saam den ersten Abschluss. Auf der Gegenseite setzte allerdings auch Trittau Nadelstiche, so schoss Reinecke allerdings am zweiten Pfosten vorbei. Zwei Minuten später zappelte der Ball dann erstmals im Netz. Saam scheiterte zunächst am Torhüter, doch den Nachschuss brachte Liam Rogge (9.) im Tor unter. Kurz danach sollte es dann ein nahezu identischer Treffer sein. Diesmal scheiterte Artur Sargsyan an Wichmann und Oguzhan Yeni (11.) nutzte den Abpraller zum 2:0. Es war der gute Start der Segeberger, die dominant waren und vor allem über die schnellen, technisch starken Außenspieler Saam und Rogge ins letzte Drittel vordrangen. Nur eine Minute nach dem zweiten Tor sollte sich direkt die Chance aufs Dritte bieten, doch der Abschluss ging ein gutes Stück vorbei.
Nach der schwungvollen Anfangsviertelstunde sollte sich das Spiel allerdings etwas beruhigen. Der SVHU war nicht mehr ganz so druckvoll. Stattdessen hoffte Trittau, zurück ins Spiel zu finden, was beinahe gelang, doch Bahn scheiterte am stark reagierenden Torhüter Erik Kuhnert. So stellte es sich die Gastmannschaft vor, denn es war die Riesenchance auf den Anschlusstreffer, doch der Keeper rettete. Auf der Gegenseite sollte dann Saam wieder einmal seine starke Technik unter Beweis stellen, mehrere Verteidiger aussteigen lassen, doch der Schuss war letztlich leichte Beute für Wichmann. Trittau sollte kurz darauf die zweite gute Möglichkeit bekommen, als ein langer Ball zu Niko Prehn kam, doch dieser über das Tor zog. Nach einer halben Stunde gab es erneut eine brenzlige Situation für Henstedt-Ulzburg, als ein Konter der Trittauer rollte, doch Verteidiger Dennis Lohmeier zu einer überragenden Grätsche ansetzte und Felix Schoeps stoppte. Im Anschluss wurde der Favorit nochmal etwas aktiver und verzeichnete einige Abschlüsse beziehungsweise Halbchancen. Dennoch ging es mit einem 2:0 in die Pause, was hochverdient war.
SVHU-Coach Bostelmann sah im ersten Durchgang noch Luft nach oben, war aber dennoch keineswegs unzufrieden: Die Jungs haben heute ein super Spiel gemacht und über 90 Minuten richtig gut gearbeitet – sowohl mit als auch gegen den Ball. Wir haben unsere Leitlinien konsequent umgesetzt und genau das gezeigt, was wir uns vorstellen. In der ersten Halbzeit haben wir allerdings noch zu viele Bälle liegen lassen und waren bei den zweiten Bällen teilweise nicht gierig und hungrig genug. Durch die zwei schnellen Tore waren wir gefühlt schon etwas satt. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und in der zweiten Hälfte eine richtig starke Reaktion gezeigt. Da waren wir deutlich gieriger, haben fast jeden zweiten Ball gewonnen, die Luftduelle für uns entschieden und einige richtig gute Spielzüge gezeigt.“ Nach dem Seitenwechsel sollten die angesprochenen Punkte allerdings umgesetzt werden, sodass seine Mannschaft einen beeindruckenden und nochmals mehr dominanten Auftritt bot. Über rechts ging es nur zwei Minuten nach Wiederbeginn in Richtung Tor. Sie steckten durch zu Rogge (47.), der den Ball aus spitzem Winkel im Tor unterbrachte. Kurz darauf verpasste Imad Laoukili.
Das Spiel verlagerte sich nun ausschließlich ins letzte Drittel der Heimelf, sodass Trittau kaum noch Entlastung bekam. Offensiv gab es nur vereinzelte Abschlüsse, doch ansonsten wurde die Verbandsliga-Reserve komplett hinten reingedrängt. Constantin Lennart Jorzik (54.) erhöhte auf 4:0, wobei der Gästekeeper keine gute Figur machte. Zehn Minuten später ging es mal wieder über den auffälligsten Spieler der Hausherren, Liam Rogge, der in der Mitte Laoukili (64.) fand. Der SVHU hörte nicht auf und sollte durch Denus Memisi (74.) sowie erneut Laoukili (85.) den 7:0-Heimsieg perfekt machen. Es war ein starker, dominanter Auftritt des Top-Favoriten, der dem Gegner komplett überlegen war. Die Trittauer konnten kaum etwas entgegensetzen und mussten sich daher folgerichtig deutlich geschlagen geben. Gästecoach Sören Metzner zeigte sich vom Auftritt des Gegners sehr angetan: „Großes, großes Lob an Henstedt-Ulzburg. Das ist wirklich eine sehr starke, gute Truppe, die absolut auch verdient gewonnen hat. Vielleicht in der Deutlichkeit etwas zu hoch, aber die haben so viel Qualität und Potenzial, dass ich glaube, dass sie oben absolut ein paar Worte mitreden werden. Es ist völlig in Ordnung, aber ich hatte trotzdem gehofft, dass vielleicht ein bisschen mehr drin gewesen wäre, aber wir lassen dadurch nicht den Kopf hängen. Es werden Gegner kommen, die auf Augenhöhe sind und da müssen wir unsere Punkte machen. Es geht weiter und ganz großes Kompliment an Henstedt-Ulzburg. Ich finde sie auch nach dem Spiel eine sehr coole, faire Truppe, sowohl das Team als auch Trainerteam. Ganz tolle, feine Menschen da. Von daher, von mir ganz große Gratulationen von meiner Seite, was die auf den Platz gebracht haben, wirklich Hut ab.“
Für die Segeberger war es der vierte Sieg in Serie. Man befindet sich nun im oberen Tabellendrittel auf Platz vier. Es ist noch nicht das, wo man die Saison am Ende beenden möchte, doch es geht in die richtige Richtung. Der Auftritt gegen Trittau zeigte die Qualität des SVHU auf. Trainer Bostelmann sagte: „Auch defensiv können wir sehr zufrieden sein. Wieder die Null gehalten und Trittau nur wenige Chancen gegeben. Die zwei, drei guten Möglichkeiten hat Erik im Tor hervorragend pariert – gerade weil er ansonsten nicht viele Ballkontakte hatte, waren das richtig wichtige und starke Aktionen. Dafür auch ein großes Lob an ihn. Unterm Strich haben wir klar und auch in der Höhe verdient gewonnen. Trotzdem wollen wir immer gierig und selbstkritisch bleiben. Auch bei einem hervorragenden Spiel gibt es Kleinigkeiten, an denen wir weiterarbeiten können. Das ist mittlerweile Kritik auf einem sehr hohen Niveau, aber genau das ist unser Anspruch: Wir wollen uns stetig verbessern. Jetzt heißt es, das Spiel aufzuarbeiten und nächste Woche gegen Alveslohe wieder die nächsten zwei, drei Schritte nach vorne zu machen.“
Leezener SC – SG Bargteheide/Hammoor 2:4 (2:2)
Mit sieben Punkten aus sechs Spielen war der Saisonstart beim Leezener SC nicht so wie erhofft. Es gab zwei Siege, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Gegen den SV Henstedt-Ulzburg war es ein beeindruckender Kampf, der mit einem Heimsieg belohnt wurde. Beim zweiten Heimspiel sollte der Bargfelder SV mit 2:1 geschlagen werden, doch es war ein durchwachsener Auftritt. Gegen einen personell geschwächten Gegner schaffte es die Mannschaft von Phil Paustian nicht, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Ansonsten gab es knappe Niederlagen oder aber enttäuschende Auftritte, wie die 1:5-Pleite gegen den TSV Trittau II. Nun wurde die SG Bargteheide/Hammoor empfangen, die mit einer breiten Brust anreiste. Zuletzt gab es nämlich zwei Siege, wobei man kein Gegentor kassierte. Daran sollte nun angeknüpft werden. Personell gab es in Person von Florian Laue und Fynn Bartsch doppelte Unterstützung für die Offensive. Diese sollten offensiv eine echte Waffe sein. So war es Laue (18.), der die SG in Führung brachte. Der Ausgleich folgte allerdings prompt durch Thore Hahn (25.). Michael Wulf (30.) sollte kurz darauf das Spiel komplett drehen, sodass der LSC in Führung ging. Doch auch diese Führung hielt nicht lange, denn Fynn Bartsch (34.) glich aus.
Im zweiten Durchgang steigerte sich Bargteheide/Hammoor nochmals, sodass Laue (74.) und Arian Janke (77.) innerhalb kürzester Zeit auf 4:2 erhöhten. Die Stormarner waren auf Kurs in Richtung nächstem Saisonsieg. Es gab den verdienten Auswärtsdreier, sodass man sich oben an der Spitze festsetzt. Trainer Flemming Strufe sagte: „Wir hatten über weite Strecken mehr Ballkontrolle und haben den Ball gut laufen lassen. Leezen ist aber mit langen Bällen und Standards immer wieder gefährlich geworden, gerade über ihre Kopfballstärke, und so sind auch die beiden Gegentore entstanden. Das haben wir in der Halbzeit klar angesprochen: mehr Präsenz in den Zweikämpfen, Flanken früher verhindern und insgesamt mehr Druck nach vorne entwickeln. Das hat die Mannschaft in der zweiten Hälfte sehr gut umgesetzt. Gleichzeitig haben wir weiter Ruhe am Ball behalten und uns am Ende verdient durchgesetzt. Großes Kompliment an die Mannschaft für die Mentalität. Wir haben uns oben ein Stück weit festgesetzt und freuen uns jetzt auf das Spitzenspiel gegen Großensee.“ Leezen dagegen sollte erneut und somit schon zum dritten Mal in Serie sich geschlagen geben musste. Coach Phil Paustian sagt dazu: „Erste Hälfte war noch einigermaßen okay, aber auch nicht gut. Da hatten wir wenigstens auf die Gegentore noch direkt eine Antwort gehabt. Wir bekommen insgesamt drei Standardgegentore. Verdiente Niederlage am Ende, damit ist der Fehlstart eigentlich perfekt und wir müssen dringend das Ruder umreißen und mal anfangen das Spiel auf die Platte zu bekommen, was wir auch teilweise abrufen können.“
SV Sülfeld – SV Wahlstedt 4:4 (1:2)
Der zwischenzeitliche Aufwärtstrend beim SV Sülfeld sollte zuletzt schnell wieder ein Ende finden. Drei Niederlagen gab es für den Aufsteiger, bei insgesamt 13 Gegentoren. Es sind zu viele, wenn gleichzeitig vorne zu wenig Durchschlagskraft entsteht. Daher waren es ernüchternde Auftritte, die das Team von Birger Broening bot. Zu Hause waren die Auftritte allerdings deutlich besser gewesen, denn so stellte der SVS den Tralauer SV zu Hause vor große Herausforderungen. Nun stand wieder ein Spiel in der Heimat an und mit dem SV Wahlstedt gastierte einer der Favoriten auf den Aufstieg. Der Saisonstart bei ihnen war sehr zufriedenstellend, denn so gab es beispielsweise Siege gegen Tralau oder Segeberg. Zuletzt sollte gegen die FSG Alsterland allerdings auf heimischer Anlage nach 4:0-Führung noch verloren werden, sodass Trainer Nimet Jusufi deutliche Worte fand. Eine Reaktion wurde nun gefordert als klarer Favorit gegen den Aufsteiger. Zum ersten Durchgang sagte der Coach: „Wir kommen eigentlich richtig gut ins Spiel, erspielen uns viele Chancen und gehen verdient in Führung. Wir machen das 2:0 und haben das Spiel zu diesem Zeitpunkt eigentlich gut im Griff. Dann schenken wir dem Gegner kurz vor der Pause das 2:1, weil wir es nicht schaffen, eine Situation konsequent zu klären. Das darf uns einfach nicht passieren.“
Enrik Nrecaj (25./36.) schnürte den Doppelpack zum 2:0, bevor Sebastian Hoppe (45.) mit Pausenpfiff für die Platzherren verkürzte. Broening sagte: „Die erste Halbzeit war von uns nicht gut. Wir haben das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht umgesetzt und lagen verdient mit 0:2 hinten. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause war dann natürlich enorm wichtig. In der Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen, bekommen aber durch einen eigenen Fehler direkt das 1:3.“ Nrecaj (47.) schnürte den Dreierpack. „Aus der Kabine kommen wir wieder gut raus, machen das 3:1 und haben erneut alle Möglichkeiten, das Spiel souverän zu Ende zu bringen. Stattdessen machen wir uns das Leben selbst unnötig schwer. Und das ist heute das, was mich am meisten ärgert“, sagte Jusufi. Doch es sollte keineswegs die Entscheidung sein. Der Coach der Sülfelder sagte: „Und dann dreht die Mannschaft dieses Spiel noch komplett. Bei bestem Sülfelder Wildkoppel-Wetter hat sie alles reingeworfen, an sich geglaubt und sich mit drei Toren für den Aufwand belohnt. Das war eine richtig starke Reaktion und darauf kann die Mannschaft stolz sein.“ Patrick Klinge (60.) und erneut Hoppe (73./88.) brachten den Aufsteiger dem dritten Saisonsieg sehr nah.
Wahlstedt verspielte erneut eine deutliche Führung, wozu der Coach sagte: „Der Gegner ist aus dem Spiel heraus kaum zu echten Torchancen gekommen. Trotzdem kassieren wir vier Gegentore und bei allen vier Toren gehen individuelle Fehler voraus. Wir laden den Gegner förmlich dazu ein, Tore zu schießen. So kann man auf Dauer keine Spiele gewinnen. Wir müssen endlich aufhören, uns Woche für Woche selbst das Leben schwer zu machen und dem Gegner solche Geschenke zu verteilen. Das hat nichts mit fehlender Qualität zu tun, sondern mit Konzentration, Konsequenz und der Bereitschaft, in den entscheidenden Situationen einfach mal den Ball sauber zu klären.“ In der Nachspielzeit gab es allerdings noch den Elfmeter, den Nrecaj (93.) zum 4:4-Ausgleich verwandelte. Sülfeld ärgerte sich darüber, doch war dennoch stolz auf die Moral: „Dass wir dann in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter noch den Ausgleich kassieren, ist natürlich bitter. Wir hätten uns für die zweite Halbzeit und die komplette Aufholjagd den Sieg absolut verdient gehabt. Aber genau diese Einstellung und Mentalität müssen wir zu Hause als SV Sülfeld auf den Platz bringen: Den Punkt nehmen wir mit und jetzt geht der Fokus direkt auf Freitag und das wichtige Spiel in Hoisdorf.“ Sein Gegenüber sagte: „Wir haben heute vieles richtig gemacht, aber wir müssen auch ehrlich genug sein und die Dinge klar ansprechen, die nicht funktionieren. Diese individuellen Fehler müssen wir dringend abstellen. Denn wenn wir das nicht tun, werden wir es uns auch in den nächsten Spielen immer wieder unnötig schwer machen.“
SV Eintracht Segeberg – VfL Oldesloe 5:1 (4:0)
Der SV Eintracht Segeberg sollte nach einem 4:1-Auswärtssieg beim TuS Hoisdorf den nächsten Dreier anpeilen, doch zu Hause gab es zwei Pleiten in Folge. Sowohl gegen den Tralauer SV als auch SV Wahlstedt unterlag der Aufsteiger spät in der Nachspielzeit. Nun stand das erste Spiel an, in dem Trainer Mark Galander sogar von einer Favoritenrolle sprach. Zu Gast war der VfL Oldesloe, der als einzige Mannschaft der Liga noch auf einen Dreier wartet. Trotz nicht schlechten Auftritten und positiven Erkenntnissen sollte die Elf von Jan Vogelsang sich zu selten belohnen. Erst einmal gab es keine Niederlage. Personell sollte das Fehlen von Chris Hagemann herausstechen, denn der Offensivspieler der Eintracht stand nicht zur Verfügung. Hinzu kam auch der Ausfall von Kapitän Dominik Schenk. Segeberg legte auf heimischem Platz gut los und sollte bereits früh in Führung gehen.
Keine 20 Minuten dauerte es, da stand es bereits 3:0 für den Aufsteiger. Die Eintracht sollte das Spiel dominieren und durch Doppelpacker Adrian Rupsch (12./19.) sowie ein Eigentor von Alamir Makhmajli in Führung gehen. Yousssef Seklawi (39.) legte noch vor der Pause zum 4:0 nach. Es war früh alles entschieden und mit dem Treffer von Christian Fritz (55.) setzte es zehn Minuten nach Wiederbeginn das Fünfte. Bassir Schinwary (64.) gelang zwar der Ehrentreffer für die Oldesloer, doch mehr als Ergebniskosmetik war dies auch nicht. Am Ende hieß es somit 5:1 für die Eintracht. Trainer Galander sagte: „Unterm Strich war das ein sehr verdienter Sieg für uns. In der ersten Halbzeit waren wir klar die tonangebende Mannschaft und haben das Spiel mit dem 4:0 im Grunde schon vor der Pause entschieden. Ein großes Kompliment aber an Oldesloe: Die Jungs haben sich zu keinem Zeitpunkt hängenlassen und in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Für uns sind der drei enorm wichtige Punkt, um uns weiter von den unteren Tabellenplätzen fernzuhalten.“
FSG Alsterland – TuS Hoisdorf 2:3 (1:1)
Nach einer schwierigen Phase mit vier sieglosen Spielen und nur zwei von zwölf Punkten war es ein wichtiger Sieg für die FSG Alsterland gegen den SV Wahlstedt. Mit 5:4 setzte sich der Verbandsligaabsteiger durch, dabei lag dieser im ersten Durchgang bereits nach nicht einmal einer halben Stunde mit 0:4 zurück. Ein Sieg der Moral war es, den die Truppe aus Seth einfuhr, doch an diesem galt es anzuknüpfen. Zu Gast war mit dem TuS Hoisdorf das Sorgenkind der Liga. Die Auftritte sind überzeugend, die Leistungen stimmen und auch spielerisch bietet man ansehnliche Partien, doch eines fehlt. Dies sind die Punkte, denn vor dem Spiel stand der TuS bei gerade einmal drei Stück. Zwar werden wohl weitere durch den Spielabbruch gegen VfL Oldesloe folgen, doch die Realität war dennoch ein Abstiegsplatz. Alsterland wusste daher auch, dass der kommende Gegner nicht so schlecht ist, wie der Saisonstart vermuten ließ. Früh sollten die Segeberger allerdings in Führung gehen und die Frage nach dem Torschützen stellte sich wohl kaum. Nico Post (9.) jubelte und sollte bereits sein zwölftes Saisontor erzielen. Es war der Blitzstart und im Anschluss verpasste die FSG nachzulegen. Gästecoach Andre Meins sagte: „Wir gehen 1:0 in Rückstand und müssen uns bei unserem Tw Rouven heute bedanken, der uns weiter im Spiel gehalten hat und auch zweite Halbzeit überragend hält. Kurz vor der Halbzeit machen wir das 1:1 durch eine gute Seitenverlagerung auf pogi, der sich belohnt.“ Tim Pogoda (43.) erzielte den Ausgleich für Hoisdorf.

Zum zweiten Durchgang setzte Meins fort: „Nach der Halbzeit haben wir viel mehr Spielanteile und die sg versuchte durch Konter und lange Bälle zu agieren, die wir verteidigten. Dann machen wir das 2:1 durch Leif, der mit dem TW zusammen hochspringt, wo der tw den Ball aber dann fallen lässt und Leif in Abstauber Manier den Ball über die Linie drückt. Durch ein kleines Kommunikationsproblem beim Wechseln gab es eine Strafminute gegen uns, vollkommen legitim, die die Heimmannschaft nutzt zum 2:2.“ Auf die Führung für Hoisdorf durch Leif Duisberg (69.) antwortete Moritz Knees (73.) also prompt. Die Schlussphase brach an und mit Marcel-Patrick Boldt sollte nun ein Spieler der Heimelf vorzeitig zum Duschen geschickt werden. Es gab somit also die Überzahl für Hoisdorf und die Stormarner sollten nach einem Gerangel im Sechzehner tatsächlich die Riesenchance bekommen, den ersten Auswärtssieg einzufahren. Es gab Elfmeter für den TuS, den Leif Duisberg (87.) verwandelte. Im Anschluss machte Alsterland auf, doch fand kein Durchkommen gegen die Gästeabwehr, die somit den Dreier einfuhren. Trainer Meins sagte: „Ich bin super stolz auf meine Truppe, die alles getan hat, um diesen Sieg nach Hause zu fahren. Bedanken müssen wir uns bei Rouven. Es war ein dreckiger Arbeitssieg, den wir uns verdient haben. Dieses Mal war das Glück auf unserer Seite, was wir uns erarbeitet haben. Wir wünschen der FSG weiterhin viel Erfolg.“ Alsterland gab sich in dieser Saison schon zum dritten Mal geschlagen und läuft dem eigenen Anspruch hinterher. Trainer Harjas Ahluwalia sagte zur zweiten Heimniederlage: „Wir machen ein gutes Spiel grade in Halbzeit eins, vergessen dabei nur nach dem 1:0 nachzulegen. Wenn man dann drei hundertprozentige Chancen nicht macht, rächt sich das. Im Torabschluss überhaupt keine Konsequenz und auf den Karten mal wieder fragwürdig. In beiden Szenarien einfach nicht clever genug. Zum Schiedsrichtergespann wurde denke Ich auf und neben dem Platz zurecht genug geurteilt. Am Ende bringen wir uns selbst um den Sieg und die Punkte gehen nach Hoisdorf.“
SSV Großensee – Tralauer SV 0:3 (0:3)
Mit Blick auf die Tabelle war es das Topspiel am achten Spieltag. Der SSV Großensee empfing den Tralauer SV und nach einer 2:8-Klatsche galt es eine Reaktion zu zeigen. Es war ein ernüchternder Auftritt beim TuS Teutonia Alveslohe, den der bis vor dem Spiel ungeschlagene SSV hinlegte. Sechs Standardgegentore sollte klar aufzeigen, wo das Problem lag. Es war immer wieder dasselbe Muster, dass die Überraschungsmannschaft der ersten Wochen letztlich eine deutliche Pleite zufügte. Für Trainer Sascha Bartlakowski war das Personal das große Problem, es fehlten durchaus einige Spieler. Nun wartete ein echter Brocken, denn der Tralauer SV gewann schließlich sechs der ersten sieben Spiele und reiste daher als Tabellenführer an. Im zweiten Kreisligajahr nach dem Aufstieg machten sie genau da weiter, wo aufgehört wurde. In der Vorwoche gab es allerdings einen späten Sieg erst, als gegen Leezen der eingewechselte Max Vamboldt frisch aus dem Rückflug ins Spiel kam und einköpfte. Dieser sollte nun allerdings zunächst draußen bleiben. Dafür startete Yanek Mut, der im Pokal gegen Pölitz vor eineinhalb Wochen mit zwei Toren auf sich aufmerksam machte.
Tralau war tonangebend und sollte früh ordentlich Druck machen. Trainer Roman Ismagilov sagte: „Wir sind gut in die Partie gestartet. Die ersten 20 Minuten waren sehr stark und wir hatten bereits fünf hochkarätige Chancen, die wir leider alle liegen gelassen haben.“ Nach einer Ecke sollte Yannek Mut (21.) völlig freistehend zur überfälligen Führung des TSV einköpfen. Wieder war es ein Standardgegentor, sodass die Schwäche der Hausherren klar aufgezeigt wurde. Zehn Minuten später unterlief Kevin Krüger ein bitteres Eigentor, bevor sich der SSV-Verteidiger verschätzte und Mut (35.) sogar zum 3:0 vor der Pause erhöhte. Großensee-Coach Sascha Bartlakowski sagte: „Zur zweiten HZ wechselten wir zweimal und stellten um. Hinten verteidigten wir nun besser, nach vorne ging aber gar nichts. Tralau hat gefühlt zwei Gänge zurückgeschaltet und das Ergebnis souverän und abgeklärt nach Hause gespielt. Glückwunsch dazu.“ Sein Gegenüber sagte: „Wir wollten den Fokus wieder mehr auf die ersten 20 Minuten legen und uns einfach auf den Fußball konzentrieren. Gerade zum Ende der ersten Halbzeit ist unser Spiel unnötigerweise etwas unruhig geworden. Leider ist es uns anschließend nicht mehr gelungen, den roten Faden wiederzufinden. So plätscherte unser Spiel in der zweiten Halbzeit etwas vor sich hin, ohne nennenswerte Aktionen auf unserer Seite.“
3:0 hieß es am Ende für den Tabellenführer, der einen ungefährdeten Auswärtssieg einfuhr, nachdem bereits zur Pause alles klar war. Der siegreiche Chef schätzte das Spiel wie folgt ein: „In der ersten Halbzeit haben wir Fußball gespielt, in der zweiten Halbzeit dann ungewollt ein bis zwei Gänge runtergeschaltet – auch weil Großensee es gut gemacht hat. Wir nehmen die drei Punkte als Arbeitssieg aus einem fairen Spiel mit und nehmen einige Dinge mit, an denen wir in der kommenden Trainingswoche nachbessern müssen.“ Großensee verlor zum zweiten Mal in Folge und haderte vor allem mit der Art der Gegentore: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen Gegner, der zurecht an der Tabellenspitze steht und heute auch völlig verdient gewonnen hat. Wir sind mit Maßgabe ins Spiel gegangen, kompakt zu stehen, bissig in den Zweikämpfen und klar im Passspiel zu sein. Leider hat davon wenig in der ersten HZ funktioniert. Unser Gegner war in jeder Situation bissiger, griffiger und vor allem auch im Kopf wacher. Unserem Keeper Max Riedel war es letztendlich zu verdanken, dass es lediglich mit einem 0:3 in die Halbzeit ging. Wobei die Qualität der Gegentreffer momentan zu unserer Gesamtsituation passt.“
TuS Hartenholm II – Bargfelder SV 2:1 (0:1)
Nach einem kleinen Tief von drei sieglosen Spielen in Serie gab es für den TuS Hartenholm II in der Vorwoche zuletzt wieder einen Sieg. Mit 5:2 wurde beim VfL Oldesloe gewonnen, sodass der Trend wieder in die richtige Richtung gelenkt wurde. Nun stand das Heimspiel gegen den Bargfelder SV an, der aus den ersten sieben Spielen nur einen Sieg und sechs Niederlagen hinnehmen musste. Es war ein ernüchternder Saisonstart, auch wenn es bei Borussia Möhnsen vor zwei Wochen den erhofften ersten Sieg gab. Das Ziel war nun ganz klar nachzulegen und so traten die Gäste auch direkt auf. Jonas Bechthold (18.) brachte den BSV in Führung. Sein Trainer Michael Burg sagte: „Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase fanden wir immer besser ins Spiel und konnten durch eine schön herausgespielte Kombination verdient mit 1:0 in Führung gehen. Anschließend hatten wir die Partie weitgehend im Griff und erspielten uns mehrere gute Möglichkeiten, um noch vor der Pause auf 2:0 oder sogar 3:0 zu erhöhen. Leider fehlte uns in den entscheidenden Momenten die nötige Konsequenz, sodass wir unsere Chancen nicht nutzen konnten und mit der knappen Führung in die Halbzeit gingen.“ Hartenholm tat sich schwer. Die Probleme schilderte Frerk von Schoen: „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme auf der rechten Seite und lassen zwei Chancen zu, von denen eine zum etwas unerwarteten Rückstand geführt hat.“
Im zweiten Durchgang schaffte es die Gastmannschaft nicht mehr, an den ersten 45 Minuten anzuknüpfen. Burg sagte: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann deutlich zu passiv agiert und Hartenholm dadurch unnötig zurück ins Spiel gebracht. Gleichzeitig unterliefen uns zu viele einfache Fehler im Aufbauspiel und in den Zweikämpfen. Anstatt weiterhin mutig nach vorne zu spielen und für Entlastung zu sorgen, überließen wir dem Gegner zunehmend die Initiative. Der Ausgleich zum 1:1 war dadurch letztlich die logische Folge.“ Hartenholm war nun klar besser im Spiel und sollte auf die Führung gehen: „In der Halbzeit wechseln wir dann dreifach, um etwas mehr Geschwindigkeit und gleichzeitig taktische Disziplin auf die rechte Seite zu bringen.
In der zweiten Hälfte kommt der Bargfelder SV gar nicht mehr ernsthaft vor unser Tor und hat bei mehreren Pfostentreffern und weiteren hundertprozentigen Chancen Glück, dass das Spiel noch lange offen bleibt. Ein Traumtor von Nico Liscka aus der Distanz bringt uns den Ausgleich, aber wir lassen weiterhin beste Möglichkeiten aus.“ Die Zeit lief runter und die Nachspielzeit brach an. Bargfeld war kurz vor dem vierten Punkt in dieser Saison, doch dann kam der bittere Moment: „Auch nach dem Ausgleich hatten wir noch Möglichkeiten, wieder in Führung zu gehen. Insgesamt fehlte uns jedoch die nötige Ruhe und Konsequenz, um unsere Chancen zu nutzen und das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Besonders bitter ist, dass wir in der Nachspielzeit nach einem vermeidbaren Fehler sogar noch den entscheidenden Gegentreffer kassierten. Einen Punkt kurz vor Schluss noch aus der Hand zu geben, ist natürlich sehr enttäuschend.“
Maurice Schiemann (92.) wurde zum Helden der Heimmannschaft, die sich den zweiten Heimdreier in dieser Saison sicherte. Der siegreiche Coach, Frerk von Schoen sagte: „Am Ende sind wir froh, dass es noch zum Dreier gereicht hat. Es war letztlich ein hochverdienter Heimsieg in einem sehr fairen Spiel, aufgrund der vielen ausgelassenen Chancen hätten wir aber deutlich höher gewinnen müssen.“ Ganz anders sah die Gefühlslage auf der anderen Seite aus. Bargfeld stand wieder mit leeren Händen da, sodass mittlerweile von einem Horrorstart zu sprechen ist. Michael Burg zeigte sich sehr enttäuscht und appellierte dennoch, den Blick aufs nächste Spiel zu richten: „Die Niederlage haben wir uns letztlich selbst zuzuschreiben. Wir müssen die Fehler der zweiten Halbzeit ehrlich analysieren und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Trotz der Enttäuschung gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten, weiterzuarbeiten und gegen den VfL Oldesloe eine Reaktion zu zeigen.“
SV Borussia Möhnsen- TuS Teutonia Alveslohe 2:3 (1:1)
Mit nur einer Niederlage im Gepäck sollte der SV Borussia Möhnsen einen guten Saisonstart hinlegen. Einzig vor zwei Wochen gegen Bargfeld musste sich geschlagen geben lassen, dabei war dies aufgrund vieler vergebener Chancen kaum zu fassen, für die Lauenburger. Nun reiste der TuS Teutonia Alveslohe an und dieser kam mit einer Menge Selbstvertrauen. Die aktuelle Form ist so, wie man es sich vorgestellt hat, nicht nur durch den 8:2-Heimsieg gegen den bis dato ungeschlagenen SSV Großensee. Dennoch wollte man auch nicht zu selbstbewusst an den Kuckucksberg reisen, denn es gibt wohl kaum undankbarere Auswärtsreisen. Nicht nur, weil es eine der längsten ist, sondern auch, weil die Borussia total unbequem zu bespielen ist. Standards, lange Bälle und Einwürfe, die meist auf Hendrik Siel gehen, wurden im Vorfeld von TuS-Coach Dennis Rerop angesprochen. Zudem galt es, selbst mehr Ruhe in den eigenen Ballbesitz zu bekommen. Für den Coach war es ein besonderes Spiel, denn im Vorjahr begann seine Amtszeit bei seinem derzeitigen Club ausgerechnet mit einem Gastspiel in Möhnsen. Dieses wurde damals verloren. Nun war es die Rückkehr.
Auf beiden Seiten gab es unter der Woche noch Fragezeichen, denn der SV Borussia war von Erkältungen geplagt. Einige schafften es, doch andere eben nicht, sodass es ein paar Ausfälle gab. Alveslohe hatte ebenfalls Fragezeichen, wobei Felix Burkhardts Einsatz lange Zeit auf der Kippe stand, doch am Abend vor dem Spiel gab der Torjäger seinen Daumen hoch. Zu erwarten war für viele eigentlich ein spielbestimmender Gast, der mehr den Ball haben und auf eine Heimelf treffen würde, die kompakt steht und versucht, Nadelstiche zu setzen. Doch so war es in der ersten Hälfte nicht unbedingt. Die Heimmannschaft übernahm das Kommando und war die spielbestimmende Mannschaft. Nach sieben Minuten segelte eine erste Ecke gefährlich aufs Tor, wo Keeper Marten von Elling allerdings auf dem Posten war. Kurz darauf war es dann einer von vielen gefährlichen Einwürfen, die direkt vors Tor kamen. Dieser sollte einen Verteidiger finden, sodass es letztlich ein Eigentor von Jannik Schnitzke zur Führung für Möhnsen war. Dies war nicht unverdient und sechs Minuten später bot sich die Riesenchance aufs 2:0. Kruse sollte am Keeper scheitern und der Nachschuss wurde auf der Linie geblockt. Die Lauenburger legten einen herausragenden Start hin, doch mussten sich wie gegen Bargfeld einzig ankreiden lassen, dass sie zu wenig aus ihren Chancen machten.
Alveslohe enttäuschte im ersten Durchgang. Ihnen fiel kaum etwas ein, sodass oftmals zum langen Ball gegriffen wurde. Dies war nicht das, was der Coach von seiner Mannschaft sehen wollte, doch Gefahr erzeugten sie dadurch dennoch. So war es Beckmann, der scheiterte und acht Minuten später sollte auch Gabriel Stöckinger seinen Meister in Torhüter Gröner finden. Im direkten Gegenzug dieser Chance kam es allerdings zu einem Umschaltmoment über Siel, der aus spitzem Winkel allerdings scheiterte. In den letzten zehn Minuten vor der Pause sollte Alveslohe dann besser reinkommen. Sie setzten nun mehr das um, was der Trainer forderte und ließen den Ball gut laufen. Dennoch war ein langer Ball dafür verantwortlich, dass der Ball unmittelbar vor dem Pausenpfiff bei Gabriel Stockinger (45.) landete, der zum Ausgleich traf. Bitter für Möhnsen, das einen starken ersten Durchgang ablieferte, sich allerdings erneut nicht belohnte. Alveslohe war nicht zufrieden mit dem Auftritt bisher. Coach Rerop verriet, was er in der Pause ansprach und wie seine Jungs das umgesetzt haben: „Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir geduldig bleiben und den Gegner ins Laufen kommen lassen müssen. Wir haben erste Halbzeit auch viele lange Bälle gespielt, die nicht nötig waren und haben dann einfach gesagt, dass wir den Gegner mehr in Bewegung bekommen müssen, mehr Ruhe im eigenen Ballbesitz und einfach mutig auch mal in die Halbräume spielen. Das haben wir zweite Halbzeit besser hinbekommen. Ich finde, wir haben mit weniger Kontakten gespielt, immer wieder gut hinter die Kette gespielt, sodass wir wirklich auch mal ein, zwei Linien überspielen konnten und das ist dann auch das, was ich mir eigentlich von Anfang an erhoffe, aber manchmal gibt es so Tage, wo das nicht so klappt.“
Von Beginn an war es im zweiten Durchgang nun ein anderes Bild. Deutlich mehr Kontrolle und Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte hatten die Segeberger gegen Hausherren, die zunehmend müder wirkten. Das intensive Spiel kostete Körner und nun ließ der Gegner sie auch noch immer mehr laufen. Die erste Chance nach Wiederbeginn gehörte Torschütze Stockinger, der den Torhüter prüfte, welcher allerdings ohne Mühe zur Stelle war. Kurz darauf war es ein Freistoß, der vors Tor kam, wo es unübersichtlich wurde, doch Borussia Möhnsen letztlich klärte. 20 Minuten vor dem Ende sollte der Gast dann nach einem Standard am Fünfmeterraum zum Kopfball kommen, sodass Alexander Wichert (70.) zum nicht unverdienten Führungstreffer einnickte. Nun musste Möhnsen wieder aktiver werden, wodurch sich mehr Räume für die Segeberger öffneten. Diese wurden allerdings nicht konsequent genug ausgespielt. Es gab dennoch einige Abschlüsse und Angriffe, doch die Vorentscheidung blieb aus. Stattdessen kam Möhnsen, die aus dem Spiel heraus nach dem Seitenwechsel nicht mehr offensiv zur Geltung kamen. Es brauchte allerdings nicht viele, sondern den einen Moment, um zum Ausgleich zu kommen und genau dieser fiel. Eine Flanke von Maurice Guertler (84.) wurde immer länger und ging ins lange Eck. Es war ein ganz krummes Ding.
Die letzten Minuten brachen an und beide wirkten nicht so richtig zufrieden mit nur einem Punkt. Alveslohe war weiterhin tonangebend und lief an, doch Möhnsen versuchte es ebenfalls. Die Nachspielzeit stand an und Teutonia war am Drücker. Die Nachspielzeit war bereits drei Minuten alt, da kam Alveslohe tatsächlich im Sechzehner mehrfach zum Schuss. Zweimal blockte Möhnsen, wobei jeweils schon Hand gefordert war, doch beim dritten geblockten Schuss, der ganz klar an die Hand des Verteidigers sprang, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Dieses Spiel sollte nun tatsächlich ein dramatisches Finish finden, denn es bot sich für die Gäste die große Chance. Felix Burkhardt (94.), dessen Einsatz lange Zeit fraglich war, trat an und blieb eiskalt. Es war der Siegtreffer zum 3:2 und das bittere Ende für Möhnsen. Die zweite Pleite in Folge setzte es, dabei war es im ersten Durchgang ein richtig starker Auftritt. Coach Martin Krüger sagte: „In der zweiten Halbzeit hat man uns dann den hohen Krankenstand unter der Woche angemerkt und wir sind merklich auf dem Zahnfleisch gelaufen. In dieser Zeit verdient sich Alveslohe dann auch die Führung. Trotzdem schlagen wir mit guter Moral zurück. Aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten wäre die Punkteteilung aus meiner Sicht auch ein verdientes Ergebnis gewesen. Wäre da nicht die letzte Aktion des Spiels gewesen, in der wir einen unglücklichen, aber berechtigten Elfmeter gegen uns bekommen. Die Handregel ist einfach in ihrer aktuellen Auslegung teils sehr ärgerlich – für diese kann das heute sehr gute Schiedsrichtergespann aber nichts.“
Für Teutonia Alveslohe war es nun bereits das vierte ungeschlagene Spiel in Serie. Zehn von zwölf Punkten fuhr das Team von der Bahnhofstraße ein. Dieser Sieg war dabei sicherlich ein hartes Stück Arbeit. Dennis Rerop sagte zum späten Dreier in Möhnsen: „Am Ende ist es ein Sieg mit sehr vielen Emotionen und einem guten Ausgang für uns. Es war das erwartete schwere Spiel und einfach ein Arbeitssieg, den wir in dieser Art und Weise gerne mitnehmen, wenn du in der letzten Sekunde einen Elfmeter reinmachst. Wir haben eine relativ schlechte erste Halbzeit gespielt, waren nicht so griffig, das hat Möhnsen gut gemacht. Dann haben wir aber nach einer guten Leistungssteigerung in Halbzeit Zwei mit viel Zug zum Tor, auch teilweise echt gutes Powerplay gehabt, hochverdient gewonnen. Auch wenn am Ende nochmal ein krummes Ding zum 2:2 reinfällt, aber es ist ein hochverdienter Sieg.“
Der 8. Spieltag im Überblick
SV Henstedt-Ulzburg – TSV Trittau II 7:0
Leezener SC – SG Bargteheide/Hammoor 2:4
SV Sülfeld – SV Wahlstedt 4:4
SV Eintracht Segeberg – VfL Oldesloe 5:1
FSG Alsterand – TuS Hoisdorf 2:3
Borussia Möhnsen – TuS Teutonia Alveslohe 2:3
SSV Großensee – Tralauer SV 0:3
TuS Hartenholm II – Bargfelder SV 2:1








