Vorjahressieger über den Lübeck Marathon: „Wer hier ins Ziel kommt, kann besonders stolz sein“

Simon Müller begleitet in diesem Jahr Athleten als Coach – eigener Start nach Problemen nicht möglich

Sieger über 10 km: Simon Müller (TriSport Lübeck). - Foto: Daniel Tomann-Eickhoff
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Lübeck – Im vergangenen Jahr stand Simon Müller beim Lübeck Marathon noch selbst ganz oben und sicherte sich den Sieg über die volle Distanz. In diesem Jahr wird er nicht selbst an der Startlinie stehen. Als einer von vier Coaches bei Nordlicht Ausdauer Coaching begleitet er dafür Athleten auf dem Weg zum Stadtwerke Lübeck Marathon und kennt die besonderen Herausforderungen der Strecke bestens.

Vom Marathon-Sieger zum Coach

Seit mittlerweile fast zwei Monaten begleitet Nordlicht Ausdauer Coaching ein siebenköpfiges Marathon-Team. Die Athleten wurden unter den vier Trainern aufgeteilt und werden individuell auf ihre Aufgaben vorbereitet. Müller betreut darüber hinaus weitere Läufer, die unterschiedliche Ziele verfolgen – von zehn Kilometern über den Halbmarathon bis zur kompletten Marathondistanz.

Für den Vorjahressieger besitzt der Lübeck Marathon dabei einen besonderen Charakter. Vor allem die Streckenführung unterscheide die Veranstaltung von vielen anderen Läufen. „Man läuft bis nach Travemünde, sieht die Ostsee, kommt an der Promenade und am Leuchtturm vorbei und macht sich anschließend wieder auf den Weg zurück nach Lübeck“, beschreibt Müller. Gerade für Teilnehmer, die nicht aus der Region kommen, seien diese Eindrücke etwas Besonderes.

Herrentunnel macht die Strecke anspruchsvoll

Sportlich wartet allerdings eine besondere Herausforderung. Auf der Marathondistanz muss der Herrentunnel zweimal durchquert werden. Die zusätzlichen Höhenmeter machen schnelle Zeiten schwieriger als auf einem komplett flachen Kurs.

„Wer eine schnelle Zeit oder sogar eine persönliche Bestzeit laufen möchte, muss diese Höhenmeter entsprechend berücksichtigen“, erklärt Müller. Für viele Läufer stehe allerdings ohnehin das erfolgreiche Ankommen im Vordergrund. „Gerade beim Marathon kann man dann besonders stolz auf sich sein, weil man eben keine einfache, komplett flache Strecke absolviert hat. Wer hier ins Ziel kommt, darf sich durchaus doppelt auf die Schulter klopfen.“

Gleichzeitig gehört gerade der Herrentunnel für Müller zu den Alleinstellungsmerkmalen der Veranstaltung. Normalerweise ist die Strecke für Fußgänger nicht zugänglich. Beim Marathon sorgen Musik, Licht und die besondere Atmosphäre für ein Erlebnis, das es in dieser Form nur an diesem Tag gibt.

Titelverteidigung fällt aus

Müller selbst hätte seinen Erfolg aus dem vergangenen Jahr gerne wiederholt und erneut am Marathon teilgenommen. Dazu wird es allerdings nicht kommen. „Nach meinem Sieg im vergangenen Jahr wäre es eigentlich mein Wunsch gewesen, wieder dabei zu sein. Leider sind aus kleineren Problemen größere geworden, sodass ein Start diesmal nicht möglich ist.“

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Ganz fehlen wird der Vorjahressieger beim diesjährigen Marathon dennoch nicht. Statt selbst um die schnellste Zeit zu kämpfen, verfolgt Müller die Veranstaltung aus einer anderen Perspektive und unterstützt die von ihm betreuten Athleten auf ihrem Weg zum Ziel.

Was Simon Müller sonst noch zu sagen hat? Das ganze Interview ist ebenfalls bei RADIO LÜBECK verfügbar. Übrigens: RADIO LÜBECK selbst hat bezüglich des Marathons auch noch eine kleine Überraschung. Dafür einfach gespannt zuhören oder die Sozialen Medien im Blick behalten.

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  • LBV Phönix: Daniel Tomann-Eickhoff
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