
Lütjenburg – In der Kreisliga Südost geht es am Freitagabend bereits weiter. Der TSV Lütjenburg empfängt die SG Bösdorf/Malente. Die Rollenverteilung ist ziemlich klar, denn die Hausherren halten die Rote Laterne hoch. Der Gegner legte einen guten Saisonstart hin und klopft oben an. Doch vergangene Saison ärgerte der TSV den kommenden Gegner, sodass dieser gewarnt ist.
Lütjenburg erlebt Horrorstart
Der Saisonstart war für den TSV Lütjenburg sicherlich alles andere als so, wie man es sich vorgestellt hat. Es gab zum Start acht Niederlagen, sodass bereits früh in der Saison die Rote Laterne hochgehalten wird. Es war nach dem Umbruch im Sommer ein absoluter Horrorstart, denn man steht nicht nur ohne Punkt da, sondern steht auch schon bei 6:54-Toren. Ein katastrophaler Wert. Lütjenburg ist derzeit weit entfernt von der Kreisligatauglichkeit, denn der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt bereits sieben Zähler. Es wird ein ganz schweres Jahr, denn zuletzt gab es selbst gegen potenzielle Konkurrenten im Tabellenkeller Niederlagen. Gegen Rickling und Großenbrode wurde jeweils auf heimischem Platz verloren, sodass sich die Frage stellt, wann endlich gepunktet werden soll. Zuletzt gab es eine 1:11-Klatsche beim zuvor formschwachen Tabellenvierzehnten Eutin 08 II, wo man sich beim Aluminium bedanken durfte, dass es nicht noch deutlicher wurde. 27 Gegentore gab es zuletzt in drei Spielen, sodass es dringend mehr Stabilität benötigt.
SG zeigt sich torgefährlich
Nun reist die SG Bösdorf/Malente an die Kieler Straße und diese ist das Gegenstück zum TSV. In den ersten acht Spielen wurde gerade einmal eines verloren, ansonsten gab es 17 Punkte. Platz Zwei ist die logische Konsequenz, sodass der Saisonstart für die SG als absolut gelungen gilt. Mit 28 Toren wurden pro Spiel im Schnitt drei Treffer erzielt, was sich auch durch personelle Ausfälle nicht ändert. Den einen Torjäger, wie es in der Vergangenheit oftmals Leo Korn beispielsweise war, hat man nun nicht mehr. Die gesamte Offensive zeigt sich torgefährlich, so stellt man bereits 14 verschiedene Torschützen. Am häufigsten war es mit vier Treffern dabei Fabian Riemann, auch wenn dieser erst drei Saisoneinsätze hat. Zuletzt wurde in Großenbrode mit 4:1 gewonnen, wo Trainer Benjamin Berger einen dominanten Auftritt sah und die Punkte hochverdient mitnahm. Das Gegentor ärgerte den B-Lizenz-Inhaber dennoch sehr. Nun soll die Aufgabe Lütjenburg ebenfalls gemeistert werden und der vierte Sieg im fünften Spiel gelingen. Dabei liegt die Hoffnung auch auf dem dritten Zu-Null in dieser Saison.
Aufstiegstraum platzt in Lütjenburg
Vergangene Saison wurde der TSV Lütjenburg allerdings noch zu einem echten Stolperstein im Aufstiegsrennen. An der Kieler Straße musste sich die SG nach einem enttäuschenden Auftritt mit 1:2 geschlagen geben. In Überzahl wurde in der 98. Minute verloren. Dies ist Warnung genug, auch wenn die Bilanz von Berger gegen Lütjenburg sich ansonsten sehen lässt. Zudem hat sich personell einiges geändert, sodass die vergangenen Auftritte nur noch schwer zu vergleichen sind. Für den SG-Coach wird es dennoch ein besonderes Spiel, denn noch bis zum vergangenen Jahr lag sein Spielerpass an der Kieler Straße, wo er in der Zweiten zum Einsatz kam. Viele Spieler, die nun in der Kreisliga auflaufen, kennt er also bestens.
Berger warnt
Vor dem Auswärtsspiel in Lütjenburg sagt SG-Coach Berger: „Am kommenden Samstag sind wir beim TSV Lütjenburg zu Gast und wollen unseren aktuellen Lauf weiter ausbauen. Wir sind bisher recht zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft und wollen weiter oben dran bleiben. Wir können uns keinen Ausrutscher gegen den kommenden Gegner leisten. Des Weiteren haben wir noch etwas gutzumachen, denn im vergangenen Jahr unterlagen wir in Lütjenburg mit 2:1 und haben uns aus der damaligen Spitzengruppe verabschiedet. Wir wissen, dass die aktuelle Lütjenburger Mannschaft nichts mit der letztjährigen Mannschaft zu tun hat, jedoch scheitert man häufig auch an Arroganz und Lockerheit. Das darf und wird uns auch mit großer Sicherheit nicht passieren. Wir wollen wie in den vergangenen Spielen auch eine hohe Passfrequenz haben und unseren eigenen Ballbesitz dem Gegner aufzwingen. Wichtig ist allerdings, dass wir die Defensive niemals vernachlässigen und unsere Räume gut belaufen und bespielen. Ich habe in dieser Saison bereits ein paar Spiele vom TSV Lütjenburg gesehen und war überrascht, wie sie agieren. Ob sie nun etwas an der Ausrichtung verändern, kann ich nicht sagen, jedoch wissen wir, was auf uns zukommt. Sie haben einzelne Spieler, die gefährlich werden können – und diese gilt es in Schach zu halten und konsequent den Gegner in die eigene Hälfte zu drücken, sodass sie sich nicht entfalten können. Ich denke, dass wir viel Ballbesitz haben werden, aber hier müssen wir Lösungen im Spiel ohne Ball schaffen. Wenn uns das nicht gelingt, werden wir Probleme bekommen. Personell kann ich nahezu aus dem Vollen schöpfen und den ein oder anderen Spieler auch Spielzeit in unserer zweiten Mannschaft geben.“









