VfB Lübeck: Jetzt kommen die Profis und krempeln die Lohmühle komplett um

Berateragentur übernimmt die Optimierungsprozesse

Stadion an der Lohmühle (VfB Lübeck). Foto: Lobeca
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Lübeck – Durchatmen! Der VfB Lübeck hat seinen ersten Dreier geholt (HL-SPORTS berichtete). Die Freude war groß, und doch überdeckte der Sieg vom vergangenen Sonnabend die Schatten über der Lohmühle nicht gänzlich.

Eine hektische Info-Mail an die Sponsoren am Freitagnachmittag kündigte die spätere Bekanntgabe einer Beratungsagentur in der lokalen Tageszeitung an. Das war der Anfang eines erfolgreichen Wochenendes. Oder doch nicht? Die Kommunikation lief schief und Namen fanden den Weg in die Öffentlichkeit, die dort noch nicht hingehörten.

Großer Name, großer Druck: PwC soll es richten

Die Agentur ist ein „Big Think“ und für den Regionalligisten vielleicht der letzte Strohhalm: PwC will die Grün-Weißen auf Kurs bringen, denn das Schiff befindet sich nach wie vor in einem schweren Sturm. Das 2:1 gegen den Bremer SV sorgte dabei nur kurz für ein Luftholen – wieder waren es unter 2.000 Zuschauer bei einem Heimspiel. Tausend zu wenig.

Doch wer ist PricewaterhouseCoopers? Das Unternehmen hat weltweit über 365.000 Mitarbeiter und berät in Deutschland regelmäßig Bundesministerien, Kommunen, öffentliche Institutionen sowie Sportverbände und Vereine bei Struktur-, Sanierungs- und Digitalisierungsprozessen. Zudem ist der Branchenprimus für DAX-Riesen wie Mercedes-Benz, Siemens, DHL, Adidas und viele andere namhafte Global Player tätig. Bis Januar des kommenden Jahres ist der Prozess vorerst geplant, dann soll es aufwärtsgehen. Die Kosten dafür? Anscheinend überschaubar.

Auf der Suche nach einem Finanzexperten

Die LN berichtete in ihrem „exklusiven“ Beitrag, dass Romain Bregerie und Hanno Behrens eine weitere Führungsperson für die neugegründete Fußball-GmbH an die Seite gestellt bekommen – jemand, der sich mit Finanzen auskennt. Das ist schließlich die größte Baustelle auf der Lohmühle. Doch zuerst soll PwC die Struktur dafür schaffen, bevor der nächste Profi verpflichtet wird. Für die kommenden fünf Monate ist der Sanierungsanker nun also ausgeworfen. Dann wird sich zeigen, ob der regionale Fußball-Gigant die Segel richtig setzen kann, die man ihm vorknotet. Offiziell vom Verein kam dazu übrigens noch nichts – abgesehen davon, dass sich Finanz-Vorstand Sebastian Rath sowie der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Paul Manthey in den „Lübecker Nachrichten“ bereits mit Zitaten schmückten.

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  • Stadion Lohmühle: Lobeca
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