
Bad Oldesloe – Der neunte Spieltag in der Kreisliga Südwest sollte wieder einiges im Gepäck haben. Es ging ordentlich zur Sache, denn schon am Freitagabend gab es drei heiße Duelle. Dabei war der Blick vor allem auf das Derby in Alveslohe gerichtet. Doch auch die Siege von Hoisdorf und Großensee sorgten für einen vielversprechenden Start ins Wochenende. In Leezen gab es das nächste Derby, in dem es ein spätes Siegtor gab. Dieses beendete ein Formtief und sorgte für großen Jubel. Am Sonntag sollte es dann zwei Auswärtssiege sowie ein Remis geben. Tralau und Möhnsen einigten sich auf eine Spielverlegung und treffen sich am 7. Oktober.
SG Bargteheide/Hammoor – SSV Großensee 2:5 (0:2)
Die SG Bargteheide/Hammoor ging als Tabellenzweiter in den Spieltag und wollte an den vergangenen Wochen anknüpfen. Zu Gast war der SSV Großensee, der nach herausragendem Saisonstart zuletzt zweimal verlor. Daher ging die Heimelf leicht favorisiert ins Spiel. Für Großensee galt es, die Standardanfälligkeit abzustellen, da der Gegner nach ruhenden Bällen bereits zahlreiche Treffer erzielte. Personell gab es für diesen vierfache Unterstützung aus der Landesliga-Mannschaft. Die Gäste dagegen hatten diesmal deutlich weniger Sorgen, nachdem zuletzt viele Spieler fehlten. Trainer Sascha Bartlakowski sagte: „Zum Spiel beim Tabellenzweiten konnten wir nach langer Zeit endlich mal wieder ohne große Personalsorgen reisen und somit auch positionsgetreu aufstellen. Wichtig war uns wieder dahin zu kommen als Mannschaft gut zu verteidigen und es damit jedem Einzelnen einfacher zu machen. Dies wurde im Gegensatz zu den letzten vier Wochen deutlich besser umgesetzt und auch vor dem gegnerischen Gehäuse ist die Treffsicherheit zurückgekehrt.“
Dabei kam die Heimelf besser ins Spiel und sollte zu ersten Chancen kommen. Danach tat man sich allerdings immer schwerer. Coach Flemming Strufe sagte: „Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen und hatten in den ersten 15 Minuten auch die besseren Möglichkeiten. Danach haben wir uns aber zu sehr dem Spiel von Großensee angepasst, zu viele lange Bälle gespielt und gegen den Ball unsere Kompaktheit verloren. Gerade bei langen Bällen und zweiten Bällen hatten wir heute Probleme und haben zusätzlich einige individuelle Fehler gemacht.“ Solche führten auch zum Rückstand, denn der SSV war eiskalt. Nach guter Vorarbeit traf Kevin Hoffmann (14.) zur Führung. Viele Chancen gab es nicht für Großensee, das an diesem Abend allerdings auch nicht viel zum Treffen brauchte. So sollte Kevin Krüger (37.) zum 2:0 erhöhen. „So ging es nicht ganz unverdient in Führung liegend in die Halbzeit“, sagte Bartlakowski.
Entschieden war das Spiel allerdings längst noch nicht, auch wenn die SG nicht an den vergangenen Wochen anknüpfen konnte. In der Kabine sprach Coach Strufe einige Punkte an, damit es eine Steigerung nach Wiederbeginn geben würde: „In der zweiten Halbzeit wollten wir mutiger und klarer spielen, haben uns dann aber mit weiteren Gegentoren selbst das Leben schwer gemacht. Dazu hatten wir heute in einigen Situationen auch nicht das nötige Spielglück.“ Schnell sollte Branco Ziethen (53.) auf 3:0 erhöhen, bevor der vier Minuten zuvor eingewechselte Daniel Mann (70./79.) auf 5:0 stellte. Es wurde nun deutlich, doch in der Schlussphase gelangen durch zwei Treffer durch Victorio Camara (83.) und Danny Rasmussen-Nordt (92.) noch die Ergebniskosmetik zum 2:5. Der geschlagene Coach sagte: „Das Ergebnis fällt für mich etwas zu hoch aus, trotzdem geht Großensee verdient als Sieger vom Platz. Für uns war das heute ein Rückschritt, aus dem wir die richtigen Schlüsse ziehen müssen.“ Sein Gegenüber zeigte sich zufrieden, doch schätzte diesen Sieg auch realistisch ein: „Fairerweise muss man berücksichtigen, dass die SG heute sicherlich keinen Sahnetag in der Abwehr hatte, denn so einfach und teilweise kurios kommt man selten zu Toren. Insgesamt ein überzeugender Auftritt von uns, den wir auch nicht aufgrund der 2 Gegentreffer trotz Überzahl schmälern wollen.“
TuS Hoisdorf – SV Sülfeld 1:0 (0:0)
Der SV Sülfeld konnte gegen den SV Wahlstedt einen 1:3-Rückstand drehen und war nach einer beeindruckenden Moral kurz davor, den dritten Saisonsieg einzufahren. Das 4:4 in der Nachspielzeit sorgte allerdings dafür, dass es doch nur einen Punkt gab. Nun sollte an der zweiten Halbzeit angeknüpft werden beim Auswärtsspiel in Hoisdorf. Vor dem Spiel sprach SVS-Coach Birger Broening von einem Duell gegen einen direkten Konkurrenten. Tabellarisch sollte er damit Recht behalten, denn vor dem Spieltag stand der Aufsteiger einen Punkt vor Hoisdorf. Die Stormarner haben einen Fehlstart in die Saison hingelegt, doch zuletzt schien beim 3:2-Sieg gegen die FSG Alsterland der Knoten etwas aufgegangen zu sein. Viel Lob erntete die Mannschaft von Coach Andre Meins in dieser Saison, doch die Punkte blieben aus, sodass die bittere Realität eine Platzierung im Tabellenkeller war.
Die Hausherren hatten erwartbar viel Ballbesitz. Mit viel Kontrolle ging es der TuS gegen einen tiefstehenden und auf Konter wartenden Gegner an. Daher entwickelte sich ein Geduldsspiel für die Mannen von der Oetjendorfer Landstraße. Diese verzeichneten ein, zwei Möglichkeiten vor der Pause, doch Tore ließen noch auf beiden Seiten auf sich warten. Hoisdorf-Chef Meins sagte: „Wie ich vorab gesagt habe, war es das Geduldsspiel. Wir haben viel Ballbesitz und Sülfeld stand tief in der eigenen Hälfte und versuchte auf Konter zu gehen. In der ersten Halbzeit hatten wir ein, zwei gute Chancen, die wir nicht genutzt haben und gingen mit dem 0:0 in die Halbzeit. Nach der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, das Spiel schneller zu gestalten und mehr in unsere Abläufe zu kommen. Was uns gut gelungen ist.“ Den Lohn gab es kurz nach Wiederbeginn, als Louis Seyfang (49.) das Tor des Tages erzielte. Es war der einzige Treffer des Abends, sodass Hoisdorf den zweiten Sieg in Folge einfahren konnte. Der Coach zeigte sich sehr zufrieden: „Ich bin super zufrieden mit unserer Leistung, hinten haben wir nichts zugelassen. Keine Torchance für Sülfeld. Das Einzige war unsere Chancenverwertung, weil da hätten wir gestern 3-4:0 gewinnen müssen. Aber Hauptsache drei Punkte. Ich wünsche der fairen Truppe von Sülfeld weiterhin viel Erfolg. Und Dankeschön an das gute Schiedsrichtergespann, die einen guten Job machten.“
Für den SV Sülfeld war es mal wieder eine Niederlage, sodass man nun vorerst auf den 14. Platz abgerutscht ist. Broening sagt zum Gastspiel in Hoisdorf: „Ich muss meine Aussage vor dem Spiel, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten spielen, heute revidieren. Auch wenn das 1:0 auf dem Papier knapp klingt, waren wir über weite Strecken chancenlos. Hoisdorf war für mich spielerisch die bisher stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben und hat uns heute klar unsere Grenzen aufgezeigt. Mit der Leistung gehören sie für mich definitiv nicht so weit nach hinten in der Tabelle. Dafür haben sie unseren Respekt verdient. Für uns heißt es jetzt, das Spiel abzuschütteln und die Kräfte zu bündeln. Wir haben etwas mehr als eine Woche Zeit, uns neu zu sortieren. Am Sonntag gegen Segeberg wollen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen und die nächsten Punkte holen.“
TuS Teutonia Alveslohe – SV Henstedt-Ulzburg 2:4 (1:2)
Zwei formstarke Mannschaften trafen sich am Freitagabend zum Derby. Der TuS Teutonia Alveslohe empfing den SV Henstedt-Ulzburg. Beide Teams holten in den vergangenen Wochen zahlreiche Punkte, sodass in diesem Spiel eine Menge steckte. Beide Mannschaften waren hochmotiviert und wollten ihr Spiel durchdrücken. Dies sollte allerdings eher dem SVHU gelingen, der das Spiel kontrollierte, wodurch die Hausherren diesmal wesentlich mehr gegen den Ball arbeiten mussten. Bereits früh im Spiel zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Alveslohe-Coach Dennis Rerop sagte: „Wir bekommen nach einem etwas unglücklichen, vielleicht auch unterschätzten Zweikampf, einen Elfmeter gegen uns.“ Kevin Saam (9.) verwandelte diesen zur Führung. Auf der Gegenseite sollte allerdings die Antwort nicht lange auf sich warten lassen. Gabriel Stockinger (19.) verwandelte einen Distanzschuss zum Ausgleich. „Wir waren dann gut drin, es war ein intensives Spiel von beiden Seiten. Wir hatten schon wenig Ballbesitz, weil wir HU auch den Ball etwas mehr überlassen haben und immer wieder Nadelstiche setzen wollten. Wir bekommen dann aber das 1:2, wo wir es verpassen, den Ball im Sechzehner zu klären und über den zweiten Ball der Ball dann abgefälscht reinrutscht. Das war ein sehr ärgerliches Gegentor“, meinte Rerop. Luka Hartwig (33.) traf für die Gäste.
Kurz vor der Pause gab es dann eine knifflige Szene, denn die Hausherren mussten nur noch zu zehnt agieren. Der Trainer war damit nicht einverstanden und sagte: „Ende der ersten Halbzeit bekamen wir dann eine Gelb-Rote Karte, die in der Art und Weise auch berechtigt war, wobei das Schiedsrichtergespann absolut keinen guten Tag hatte, vor allem der Hauptschiedsrichter. In der Vorbereitung der zweiten gelben Karte rollt der Ball beim Freistoß von HU und der Schiedsrichter guckt ganz woanders hin und sieht nicht, dass in seinem Rücken der Freistoß schnell ausgeführt wurde. Daraus resultierte dann die Szene, die zur zweiten Hälfte führte. Das war für mich unbegreiflich, denn es wirkte etwas, das er nicht ganz auf der Höhe war. Ich möchte es aber nicht auf den Schiedsrichter schieben, es ist aber für mich trotzdem ein bisschen unglücklich.“ Trotz der Unterzahl kam Alveslohe noch vor der Pause zu Abschlüssen und startete ebenfalls gut in den zweiten Durchgang. In diesem gab es dann allerdings einen Schockmoment. Bei einem Klärungsversuch schubste ein Spieler der Gäste den klärenden Alexander Wichert ins Tor, der an der Stange von der Torumrandung hängenblieb und sich den Oberarm brach. „Ich hatte den Eindruck, dass es uns schon ein bisschen geschockt hat. Danach haben wir das 1:3 und 1:4 bekommen“, sagte der Heimtrainer. Nick Wolf (57.) und Yannik Larsen (59.) trafen und machten den Deckel vorzeitig drauf.
In der Schlussphase sollte Teutonia dann nochmal verkürzen durch Jannik Schnitzke (83.), doch Spannung kam nicht mehr auf. Das Derby entschied der Top-Favorit für sich, der somit seinen Lauf weiter fortsetzt. Der siegreiche Coach Keven Bostelmann sagte nach dem Spiel: „Wir sind von der ersten Minute an sehr gut im Spiel gewesen und hatten schnell die Kontrolle. Wir wussten, dass Alveslohe uns sehr hoch und aggressiv anlaufen würde, waren darauf aber gut vorbereitet und konnten die entstehenden Räume immer wieder nutzen. So haben wir schnell das 1:0 gemacht. Das 1:1 war unnötig, aber wir haben direkt weitergemacht und verdient das 2:1 nachgelegt. Auch auf die Standardstärke von Alveslohe waren wir eingestellt. Trotz der sehr körperlichen und teilweise aggressiven Spielweise haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Schiedsrichter hatte das Spiel dabei sehr gut im Griff. Nach dem 4:1 haben wir leider etwas aufgehört, Fußball zu spielen und unseren Faden verloren. Dadurch haben wir die letzten 20 Minuten unnötig spannend gemacht. Das müssen wir uns vorwerfen – wir müssen solche Spiele konsequenter zu Ende spielen. Für uns war es natürlich trotzdem unangenehm, weil wir viele unnötige Tritte einstecken mussten. Entscheidend war aber, dass wir uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen haben. Wir wussten, dass Alveslohe über diese Aggressivität versuchen würde, ins Spiel zu kommen. Trotzdem haben die Jungs heute eine starke Leistung gezeigt, enorm viel Laufbereitschaft an den Tag gelegt und viele Tritte eingesteckt, ohne sich davon beeindrucken zu lassen. Am Ende stehen drei Punkte und ein Derbysieg – und das zählt. Zum Abschluss wünschen wir dem schwer verletzten Spieler von Alveslohe gute und schnelle Genesung. Wir hoffen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt und bald zurück auf dem Platz ist.“
Für Alveslohe gab es mal wieder eine Niederlage, die allerdings sehr bitter war. Nicht nur, weil man sportlich das Nachsehen hatte, sondern vor allem durch den Verlust zweier Spieler. Der Cheftrainer sagte: „Wir bekommen es am Ende vernünftig zu Ende. Auch wenn es eine Niederlage ist, können wir dort ein bisschen was mitnehmen. Gerade die Moral und Mentalität ist genau das, was ich erwarte, wenn es nicht läuft. Genauso die Reaktion auf Rückschläge. Das sind genau die Momente, die wir immer ansprechen, dass Rückschläge mal kommen, wissen wir, aber darauf bereite ich die Jungs auch vor, in einer Art und Weise darauf zu reagieren und diese kann nur sein, es versuchen besser zu machen, daraus zu lernen und wir trotzdem alles uns Mögliche reinzugeben. Das haben wir gemacht, aber das ist trotzdem insgesamt ein maximal bitterer Abend mit einem gesperrten und einem schwerverletzten Spieler. An der Stelle eine Gute Besserung auch an Alex „Lexo“ Wiechert. Er spielt bisher eine bockstarke Saison, ist ein absoluter Ankerspieler bei uns in der Innenverteidigung geworden. Ich wünsche mir einfach, dass er ganz schnell wieder auf den Platz zurückkehrt und noch stärker zurückkommt, weil es ein ganz feiner Junge ist, der eigentlich nur das Beste verdient hat.“ Abschließend wollte der Trainer der Platzherren noch etwas loswerden: „Die Art und Weise, wie die ganze Mannschaft und vor allem die Spieler von Henstedt-Ulzburg mit der gegnerischen Mannschaft umgehen, ist teilweise schon echt grenzwertig und überheblich. Der Gegner wird ein stückweit ins Lächerliche gezogen, diese Art und Weise gefällt mir nicht. Vielleicht ist es aber auch einfach deren Spiel und deren Art. Ansonsten kann ich nur sagen: Glückwunsch zum Derbysieg und wir werden uns schütteln müssen, aber dann geht der Fokus auch wieder auf Hartenholm am Sonntag.“
HL-SPORTS wünscht Alex Wiechert eine schnelle Genesung!
Leezener SC – SV Wahlstedt 1:2 (0:0)
Es war ein Derby, das am Sonnabend an der Hamburger Straße stieg. Der Leezener SC empfing den SV Wahlstedt und für beide Mannschaften ging es um so viel mehr als nur einen normalen Dreier. Für beide lief es zuletzt nämlich eher nicht wie geplant, denn so ging der LSC mit einer Negativserie von drei Niederlagen ins Duell. Der Gegner holte nur einen Punkt aus den vergangenen beiden Spielen und kassierte dabei neun Gegentreffer, sodass man an der Scharnhorststraße ebenfalls nicht zufrieden war. Es steckte also durchaus etwas Druck in dieser Partie für beide Mannschaften. Daher blieb es auch lange Zeit torlos. Keine Mannschaft wollte den ersten Fehler machen und erst einmal sicher stehen. Dies gelang auch, doch nach einer Stunde war es dann soweit. Die Heimmannschaft jubelte durch Thore Hahn (59.). Es war nicht unverdient, denn Leezen machte ein gutes Spiel und sollte erneut zeigen, dass sie gegen Spitzenteams der Liga erneut ein deutlich besseres Bild bot als sonst. Acht Minuten nach dem Führungstor sollte dann allerdings der junge Schiedsrichter auf der anderen Seite auf den Elfmeterpunkt zeigen. Den Strafstoß verwandelte Philip Weidemann (67.).
Heimtrainer Phil Paustian hatte zur Thematik Elfmeter sowie allgemein der Schiedsrichteransetzung eine klare Einschätzung: „Ich bin eigentlich kein Freund davon, über Schiedsrichter zu sprechen, aber bei dieser Ansetzung sollte man sich im Nachhinein mal Gedanken machen, was den Altersdurchschnitt der drei Jungs angeht. In einem solchen Spiel, wo man von vornherein weiß, dass es ein hitziges Derby wird, ist es sehr unglücklich. Es wurden sehr viele hitzige Momente auf beiden Seiten falsch entschieden, zwei Elfmeter für uns nicht gepfiffen, dann doch noch einen, den aber durch den Linienrichter zurückgenommen, was eigentlich sehr eindeutig war. Damit müssen wir leben, denn es war auf beiden Seiten leider so. Wahlstedt hätte einen Elfmeter bekommen müssen, wir meiner Meinung nach drei, haben aber gar keinen bekommen. Dann sieht das Spiel natürlich anders aus.“
Die Zeit lief runter und es sah alles nach einem gerechten Remis auf dem Kunstrasenplatz an der Hamburger Straße aus. Doch dann sollte Wahlstedt nochmal vor das Tor kommen und wie bereits in der Vorwoche in der letzten Minute treffen. Erneut war es der wohl kaltschnäuzigste Stürmer der Liga, denn Enrik Nrecaj (90.) stellte seine hohe Qualität erneut unter Beweis und besorgte seinem Team den Sieg. Es war sein achtes Tor im vierten Spiel, sodass der frühere Torjäger des TSV Sasel und der Kaltenkirchener TS immer mehr in Fahrt kommt. Wieder einmal war er also Matchwinner, auch wenn dieser Sieg insgesamt glücklich war. Trainer Nimet Jusufi sagte: „Wir wussten vorher, dass uns heute ein Gegner erwartet, der uns alles abverlangen wird. Sie haben sehr diszipliniert verteidigt, standen tief und haben auf unsere Ballverluste gelauert. Gerade in der Umschaltphase waren sie immer wieder gefährlich. Wir haben uns das Leben heute teilweise selbst schwer gemacht. Wir hatten zu viele einfache Ballverluste und haben den Gegner dadurch immer wieder zu Möglichkeiten eingeladen. Das müssen wir definitiv besser machen. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, müssen wir ehrlich sagen, dass es am Ende ein etwas glücklicher Sieg für uns war. Aber solche Spiele gehören dazu. Wir nehmen die drei Punkte mit, wissen aber auch, dass wir uns in einigen Bereichen deutlich steigern müssen.“
Die Hausherren blieben erneut sieglos, doch der Auftritt war positiv. Trainer Paustian war absolut zufrieden: „Ich habe meiner Mannschaft nichts vorzuwerfen, denn das war eine Top-Leistung von uns, nur leider mit einem unglücklichen Ende. Wenn du in der Phase steckst, in der wir gerade sind, dann fehlt dir halt einfach auch ein bisschen das Spielglück. Dann bekommt man halt so blöde Gegentore durch einen individuellen Fehler. Wir müssen aus dieser Krise rauskommen und das werden wir auch. Wir haben wieder gegen einen super Gegner eine gute Leistung gezeigt und darauf müssen wir aufbauen. Wir hatten zwei hundertprozentige Chancen, die wir nicht machen. Wahlstedt hatte natürlich mehr Spielanteile, aber so richtig zwingend im letzten Drittel wurden sie auch nicht, weil wir alles wegverteidigt haben. Wenn man am Ende mit einem 1:1 nach Hause geht, können beide Seiten zufrieden sein, wobei wir die klareren Chancen hatten, aber das Spiel dürfen wir auf keinen Fall verlieren.“
TSV Trittau II – TuS Hartenholm II 1:1 (0:0)
Bereits im Vorfeld waren sich beide Parteien einig, dass ein ausgeglichenes Spiel zu erwarten würde. Der TSV Trittau II sah sich nach zuletzt positiven Wochen und einem 5:1-Sieg gegen Möhnsen im Rücken auf Augenhöhe mit dem TuS Hartenholm II, der in der Vorwoche gegen den Bargfelder SV spät eine Hausaufgabe machte. Beide Teams gingen mit Rückenwind ins Spiel, auch wenn es beim TuS aufgrund von vielen Absagen eine schwierige Spielvorbereitung war. Das Abschlusstraining wurde abgesagt, aufgrund zu vieler Ausfälle. Dennoch reiste eine schlagkräftige Truppe an, doch die Optionen von der Bank fehlten. Es mussten also die ersten Elf richten, doch diese bekam beinahe nach nicht einmal 30 Sekunden die kalte Dusche. Max Kelling tauchte direkt alleine vor dem Tor auf und scheiterte an Lukas Franz. Der Keeper des TuS war direkt voll da und sollte sein Team vor dem frühen Rückstand bewahren. Im Anschluss kam die Zweitvertretung allerdings besser rein und sollte zunächst knapp über das Tor schießen, bevor Tobias Möller die erste klare Chance nach einer Viertelstunde verzeichnete. Es war ein ausgeglichener Start, wobei die Stormarner insgesamt zwingender waren und mehr Gefahr erzeugten. Nach 20 Minuten gab es dann allerdings einen Aufreger. Gästetrainer Timo Novak sagte: „Wir kommen dann besser rein und müssten nach einer Notbremse Trittaus eigentlich einer mehr auf dem Platz sein. Leider hat das Schiri-Gespann das klare Foul ohne Ballorientierung aus unerklärlichen Gründen nicht gesehen. Unser Spieler ist einfach schneller und wird klar gehalten. Eine absolute Schlüsselszene im Spiel.“
Angreifer Leon Novak musste dann verletzt vom Feld, gleiches galt kurz darauf auch für Trittaus Torhüter Dennis Stange. Letzterer kehrte erst nach Verletzung zurück und musste nun erneut raus. Für ihn ging Philip Derwig als Feldspieler ins Tor. Dieser sollte direkt in den Fokus rücken. Nach einer Doppelberührung beim Abstoß gab es indirekten Freistoß für Hartenholm. Dieser sollte aus knapp fünf Metern den Weg ins Tor finden, doch der Ball war nicht freigegeben. Den zweiten Versuch blockte die Mauer auf der Linie. Kurz danach sollte es eine noch größere Chance geben, als der eingewechselte Robert Kuberka völlig freistehend den Ball über die Latte zog. Es war die Riesenmöglichkeit, sodass es ohne Tore in die Pause ging. Beide Mannschaften hatten gute Möglichkeiten, wobei die besseren auf Seiten der Stormarner waren. Dass es hier nach 45 Minuten torlos blieb, sollte nur schwer zu glauben sein. „Dass es mit einem 0:0 in die Pause geht, war aufgrund der Chancen für beide eigentlich nicht möglich“, sagte Gästecoach Novak.
Zur zweiten Hälfte war die Hoffnung groß, dass dieses Spiel nun auch endlich Tore bekommen sollte. Erneut startete Trittau schwungvoll und kam diesmal sogar zu einer guten Doppelchance, doch Dennsi Ratzlaff scheiterte zweimal am stark reagierenden Torhüter Franz. Elf Minuten später war es erneut Ratzlaff, der diesmal völlig frei vor dem Tor vorbeischob. Die Trittauer Führung lag in der Luft, denn es häuften sich nun nicht nur die klaren Torchancen, sondern die Gäste waren auch nicht wirklich im Spiel. Nach 64 Minuten war es dann soweit und dieses Tor sollte tatsächlich vom Feldspieler im Tor eingeleitet werden. Dieser schlug den Ball nach vorne, Ratzlaff machte den Ball fest und legte für Niko Prehn (64.) ab, der eiskalt blieb. Es war überfällig und kurz danach verpasste die Heimelf gleich mehrfach nachzulegen. Das 2:0 blieb aus, sodass die Segeberger nach und nach besser ins Spiel fanden. Kapitän Neubert scheiterte aus der Distanz an Derwig. Kurz danach gab es dann eine unübersichtliche Szene im Sechzehner, wo der Ball letztlich von Philipp Uetracht mit der Hand gerettet wurde. Es gab Elfmeter für den TuS und die Gelb-Rote Karte. Tobias Möller (83.) trat an den Punkt und verwandelte eiskalt. Es war der Ausgleich, der für Trittau kaum bitterer hätte sein können.
Die Schlussminuten brachen an und der TuS II war nun in Überzahl. Sie liefen an und Trittau musste immer mehr wegverteidigen. Es war eine spannende Schlussphase, die beinahe ein dramatisches Ende fand. Nach einem Freistoß kam Kuberka zu frei zum Schuss, doch ausgerechnet der Aushilfskeeper Derwig wurde zum Helden. Er parierte stark und rettete seiner Mannschaft den Punkt. Zwei starke Torhüter prägten die Partie, in der es letztlich keinen Sieger gab. Timo Novak sagte: „Leider haben wir es nicht geschafft, in der zweiten Halbzeit unseren Plan umzusetzen und konnten über 90 Minuten die tiefen Bälle nicht verhindern. Unser Torwart hält sechs, sieben hundertprozentige Chancen. Zusätzlich schaffen wir es nicht durch falsche Entscheidungen, den Feldspieler im Tor vor Probleme zu stellen. Nach dem 1:0 für Trittau sind wir dann wieder besser und kommen durch einen Elfmeter sowie Gelb/Roter Karte zum Ausgleich. Danach sind wir zu hektisch und spielen die Überzahl nicht gut aus. In der letzten Minute hält der Trittauer Feldspieler-Torwart einen Schuss von uns überragend, sodass es beim 1:1 bleibt. Wir nehmen den Punkt mit, hätten das Spiel gewinnen, aber auch verlieren können. Die Leistung war aber über 90 Minuten nicht gut genug, sodass ich nicht zufrieden sein kann.“
Trittaus Trainer Sören Metzner hätte sehr gerne den Dreier eingefahren. Die Chancen waren da, doch gleichzeitig hätte es am Ende auch noch den bitteren Gegentreffer geben können. Zum Spiel sagte der Coach: „Wir haben letztes Jahr beide Spiele knapp gegen sie verloren und dementsprechend wollten wir dieses Jahr mit der Truppe, die wir zur Verfügung hatten, eigentlich etwas wiedergutmachen. Ich bin ganz ehrlich, das ist ein Gegner, der für mich hintenheraus entscheiden wird, wer mit unten drin hängen wird und das sind Mannschaften, die du schlagen musst. Wir haben uns sehr schwergetan, haben überhaupt keinen guten Fußball gespielt. Wir haben die Zweikämpfe überhaupt nicht gut angenommen, haben dem Gegner zu viel Platz gelassen, waren teilweise zu lethargisch und hatten kaum Energie. Das war nicht schön, denn wir haben die zweiten Bälle nicht gewonnen und mit der Verletzung unseres Torhüters bringt es natürlich auch nochmal Unruhe, wobei unser Feldspieler Philipp das wirklich überragend gemacht hat. Trotz allem muss ich sagen, sie hatten zu dem Elfmeter zwei Hochkaräter, aber wenn man die ganzen 90 Minuten gesehen hat, dann haben wir wirklich fünf, sechs Hundertprozentige. Ich bin sehr enttäuscht, dass wir diese drei Punkte nicht mitgenommen haben, da wir aufgrund der Chancen eine Überhand hatten. Gleichzeitig muss ich auch eingestehen, wenn du den Torhüter so früh verlierst, so viele Chancen auslässt, so energielos agierst teilweise und dann noch eine Gelb-Rote Karte hintenheraus kriegst, dann ist es eigentlich so ein Spiel, das du auch verlieren kannst. Solche Spiele haben wir oft genug gehabt, dass es nach hinten losgeht und du dieses Spiel dann verlierst. Daher bin ich mit dem Punkt doch nicht ganz unzufrieden, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte. So haben wir ein kleines positives Gefühl, aber nach den ganzen Chancen tut es dann doch ein bisschen doller weh.“
SV Eintracht Segeberg – FSG Alsterland 0:3 (0:0)
Nach einem souveränen 5:1-Sieg gegen den VfL Oldesloe wollte der SV Eintracht Segeberg am Sonntag nachlegen. Der zweite Heimsieg sollte her, doch die Gäste von der FSG Alsterland hatten etwas wiedergutzumachen. Man haderte mit der Niederlage gegen den TuS Hoisdorf, die absolut vermeidbar war. Die Aufgabe beim Aufsteiger sollte allerdings alles andere als einfach sein. Harjas Ahluwalia sagte: „Heute waren wir zu Gast bei Eintracht Segeberg und es wurde das zu erwartende kämpferische Spiel, was beiden Mannschaften viel abverlangen wird. Wir waren auf die starken offensiven Aktionen Segebergs eingestellt, wussten aber auch, wo wir unsere Möglichkeiten finden können. Wichtig war uns eine Reaktion auf die völlig selbstverschuldete Niederlage gegen Hoisdorf zu zeigen. Die ersten Minuten im Spiel waren recht ausgeglichen, schnell sollte sich aber zeigen, dass Segeberg das Zepter in die Hand nimmt. Wir sollten geschlossen jede Aktion verteidigen und uns in jeden Ball werfen. Dieses gelang uns auf allen Positionen überragend, weil wir auch in erster Linie offensiv verteidigten. Dennoch ist es kaum möglich, gegen so eine spielstarke Mannschaft nichts zuzulassen, sodass unser Man of the Match Michel im Tor alles parierte, was aufs Tor kam.“ Ohne Tore ging es in die Halbzeit, dabei verzeichnete die Eintracht ein klares Chancenplus. Der FSG-Coach setzte fort: „Auch wenn wir zu eigenen Chancen gekommen sind, hätten wir uns hier nicht über einen Rückstand beschweren dürfen. In Halbzeit zwei kamen wir nach und nach zu immer mehr Entlastung und spielten unsere Aktionen mutiger nach vorn.“
Alsterland kam offensiv nun mehr zur Geltung und ging tatsächlich in Führung. Moritz Knees (61.) vollendete eine gute Einzelaktion zur Führung. „Fortan wurde es ein offener Schlagabtausch, den wir hinten mit einem weiterhin gut aufgelegten Keeper und einer starken Defensivleistung rund um unseren Abwehrchef Timon David beseitigen konnten. Nach vorne hin erhöhten wir den Druck und kamen zu weiteren Chancen“, hieß es vom Gast. Die Schlussphase brach an und Wachirawit Yavanopas (88.) erzielte das 2:0. Man war dem Sieg nun noch näher. Segeberg machte hinten auf und ging volles Risiko. Kevin Schnoor (98.) nutzte die Räume und machte den Deckel drauf. Es war das 3:0, sodass Segeberg sich weiterhin zu Hause schwertut. Alsterland bleibt in der Fremde stark und konnte sogar einige personelle Ausfälle auffangen. Ahluwalia sagte: „Am Ende müssen wir auch so realistisch sein und sagen, dass dieser Sieg in dieser Höhe sehr schmeichelhaft ist, dennoch hat heute, denke ich, die Mannschaft gewonnen, die mit mehr Leidenschaft gespielt hat. Wir wollten unbedingt einiges korrigieren und dieses ist uns auf allen Positionen, auch von der Bank, gut gelungen. Die kurzfristigen Ausfälle von Post, Mack und Boldt (gesperrt) wurden hervorragend aufgefangen. Mit dieser Top-Einstellung bin ich super zufrieden. Von der mannschaftlichen Einstellung vielleicht das beste Spiel über volle Distanz in der ganzen Saison. Und endlich auch mal zu null. Nun gilt es endlich mal, eine Konstanz in unsere Ergebnisse zu bekommen und daran werden wir diese Woche arbeiten.“
Für Eintracht Segeberg war es nun bereits die dritte Saisonpleite. Dreimal hatte der Aufsteiger gegen Favoriten das Nachsehen, jeweils zu Hause. Diesmal war es allerdings eine andere Art von Niederlage. Gegen Tralau und Wahlstedt gab es nach spätem eigenen Ausgleich noch eine Pleite, diesmal sprach das Ergebnis eine klare Sprache. Doch so deutlich und einseitig war es eben nicht. Mark Galander schilderte die 90 Minuten: „Dass die gesamte Mannschaft von Alsterland plus Trainerstab nach dem Schlusspfiff zu ihrem Keeper gelaufen ist, spricht wohl für sich. Der Fänger von Alsterland hat das Spiel heute quasi im Alleingang gewonnen. In der ersten Halbzeit lassen wir gar nichts zu und haben selbst reihenweise hundertprozentige Torchancen. Dass wir hier kein Tor machen, ist eigentlich nicht zu glauben. Und Fußball ist dann halt so, dass quasi der erste Torschuss gegen dich abgefälscht im Tor landet. Danach ist das Spiel offener. Was gleich bleibt: Wir vergeben munter weiter etliche hochprozentige. Zum Schluss werfen wir alles nach vorne und fangen uns noch zwei Konter.“
VfL Oldesloe – Bargfelder SV 0:4 (0:1)
Es war Abstiegskampf pur am Sonntagnachmittag auf dem Exer in Bad Oldesloe. Die beiden Sorgenkinder trafen aufeinander, denn der noch sieglose VfL Oldesloe empfing den Bargfelder SV. Beide Mannschaften stehen früh ganz weit unten und mussten daher dringend dreifach punkten. In der Vorwoche gab es für beide Mannschaften eine Niederlage, wobei diese sehr unterschiedlich waren. Oldesloe unterlag deutlich bei Eintracht Segeberg, sodass zur Pause schon alles klar war. Bargfeld unterlag Hartenholm II in der letzten Minute mit 1:2. Personell sah es für den Verbandsligaabsteiger durchwachsen aus. Zahlreiche Stammspieler fielen aus, teils kurzfristig. So war es bereits vor dem Spiel ein Aderlass, den man tragen musste. Im Sturm begann mit Tom-Luca Furczyk ein alter Bekannter. Dieser spielte vor einigen Jahren bereits in der Verbandsliga und feierte nun seine Rückkehr. Es war seine Saisonpremiere, doch im ersten Durchgang hatte er, wie auch seine Mitspieler, wenig Offensivmomente. Bargfeld allerdings auch nicht. Die erste Hälfte bot so ziemlich das, was die Tabelle und die beiden schwächsten Offensiven vor dem Spieltag aussagten. Es gab wenig klare Torchancen in einem Duell, das sich viel im Mittelfeld abspielte. Beide Teams hatten in der ersten Halbzeit mal Phasen, wo sie etwas aktiver waren, doch die Gäste insgesamt etwas mehr. Ansonsten war es ein schwaches Kreisligaspiel, in dem keiner das Risiko eingehen wollte. Mit der Zeit wurde dann Bargfeld etwas besser und belohnte sich. Mika Hasselbusch (28.) blieb eiskalt und erzielte das einzige Tor der ersten Hälfte. Michael Burg des BSV war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir sind gut in die Partie gestartet, haben den Ball laufen lassen, die Zweikämpfe angenommen und uns einige gute Torchancen herausgespielt. Es hat allerdings einige Zeit gedauert, ehe wir uns mit dem 1:0 belohnt haben. Bis dahin war unser Auftritt sehr ordentlich.“
Zur zweiten Hälfte wurde Oldesloe mutiger. Es brauchte endlich Punkte und genau so trat man die ersten Minuten auch auf. Yunes Al Eswud scheiterte alleine vor dem Tor. Auf der anderen Seite zog Hasselbusch einen Freistoß stark aufs Tor, doch VfL-Keeper Bennet Grambow war zur Stelle. Drei Minuten später bot sich dann die Mega-Chance für Oldesloe. Das Tor war frei, der Schütze völlig blank im Sechzehner, doch er bekam den Ball nicht einmal auf den Kasten. Es war symbolisch für die Oldesloer, denen einfach das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit fehlt. Genauso passte es aber auch, dass der Befreiungsschlag der Bargfelder direkt den Gegenstoß einleitete. Der Verteidiger segelte kläglich unter dem Ball durch, sodass zwei Angreifer alleine aufs Tor zuliefen und Niklas Kurras (66.) nach Vorlage von Tim Richter traf. Es war das 2:0 und der Stecker der Heimelf war gezogen. Nun ging es dahin für den VfL, bei dem die Auflösungserscheinungen immer mehr wurden. Gästetrainer Burg sagte: „In der Folge haben wir konsequent nachgelegt und noch das 3:0 und 4:0 erzielt. Mit etwas mehr Konsequenz im letzten Drittel wären sicherlich noch weitere Treffer möglich gewesen. Unterm Strich bin ich mit der Mannschaftsleistung und den drei Punkten sehr zufrieden. Jetzt heißt es aber: nicht nachlassen!“ Wir werden Dienstag und Donnerstag ordentlich arbeiten, damit wir am kommenden Wochenende gegen Trittau direkt nachlegen können.“ Richter (72.) und Hasselbusch (85.) setzten den Schlusspunkt, sodass es einen heftigen Dämpfer für die Oldesloer gab.
Sechs Punkte sind es nun bereits auf Rang 14 für den VfL und nach acht sieglosen Spielen gibt es derzeit auch nicht allzu viel Hoffnung auf eine schnelle Aufholjagd. Dabei war die Pleite am Sonntag im direkten Duell vermeidbar. Jan Vogelsang, Trainer der Oldesloer, sagte: „Verlieren ein Spiel, welches wir nicht verlieren müssen. Wir haben zweite Hälfte zweimal die Chance zum 1:1 und bekommen dann direkt im Gegenzug leider das 2:0. Auch da fehlte uns leider die Cleverness und die nötige Qualität, um das Gegentor verteidigen zu können. Uns fehlen in Summe leider dann auch zu viele wichtige Spieler, die aus den verschiedensten Gründen nicht zur Verfügung standen, um selbst gegen einen so schwachen Gegner mithalten zu können. Am Ende hat Bargfeld dann verdient gewonnen, auch wenn es sicherlich ein, zwei Tore zu hoch ausfällt.“







