Hiobsbotschaft für Oberligisten: Knie-Tragödie für Jonas Hurtig

Nach zwölf Minuten war die Saison vorbei

Jonas Hurtig von Anker Wismar nach der OP.
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Wismar – Es sollte der Auftakt in eine erfolgreiche Oberliga-Saison werden, doch für Jonas Hurtig endete der 1. Spieltag in einem Albtraum. Nach einer schweren Knieverletzung im ersten Heimspiel steht fest: Der Offensivakteur des FC Anker Wismar wird monatelang ausfallen. Im exklusiven HL-SPORTS-Gespräch spricht er über die dramatische Szene, seine Operation in Berlin und den steinigen Weg zurück.

Es lief erst die Anfangsphase am 8. August, als die Welt für Jonas Hurtig kurz stillstand. In einem Zweikampf wollte der Anker-Akteur den Ball abschirmen, als es zur verhängnisvollen Szene kam: „Mein Gegenspieler ist voll in mich reingerauscht. Ich habe sofort gemerkt, wie das Knie nach innen weggeknickt ist und es direkt geknackt hat. Da wusste ich sofort: Da ist richtig was kaputt.“ Auswechslung nach zwölf Minuten Saison.

Schock-Diagnose: Totalschaden im Knie

Die anschließende MRT-Untersuchung brachte die bittere Gewissheit. Die Diagnose glich einem Totalschaden im Gelenk: Vorderes Kreuzband gerissen, Innen- und Außenmeniskus gerissen sowie das Außenband beschädigt. Einzig das Innenband und das hintere Kreuzband blieben verschont.

Ein Routine-Eingriff war unter diesen Umständen nicht möglich. Über persönliche Kontakte ging es für Hurtig nach Berlin zu Spezialist Dr. Wolf Petersen ins Martin-Luther-Krankenhaus. Nachdem die Schwellung im Knie abgeklungen war, wurde er am 28. August erfolgreich operiert.

Neben einem neuen Kreuzband und der Naht beider Menisken gab es noch eine Besonderheit: „Ich habe zusätzlich eine sogenannte laterale Verstärkung bekommen – sozusagen ein zweites Außenband. Das entlastet das neue Kreuzband im Nachhinein enorm“, erklärt Hurtig.

Reha in Rostock und voller Rückhalt vom Verein

Aktuell befindet sich der Wismarer in der Reha-Praxis „No Pain No Gain“ bei Tobi Hamann in Rostock. Die Geduld wird allerdings auf eine harte Probe gestellt. Da beide Menisken genäht werden mussten, ist höchste Vorsicht geboten: Bis mindestens zum 9. Oktober muss Hurtig an Krücken gehen, um die Nähte nicht zu gefährden.

Trotz des Rückschlags blickt er positiv nach vorne – auch dank seines Umfelds: „Die Ärzte, Physios und der gesamte Verein unterstützen mich voll und ganz. Anker stärkt mir extrem den Rücken, dafür bin ich unglaublich dankbar.“

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Rückkehr erst 2027 realistisch

Aufgrund der komplexen Meniskus-Verletzung reicht die klassische Ausfallzeit von sechs bis sieben Monaten bei einem Kreuzbandriss nicht aus. „Ich werde die neun Monate voll machen müssen und hoffe, dass mich die Ärzte danach wieder freigeben, damit ich meiner Berufung wieder nachgehen kann“, so Hurtig.

Bei einem optimalen Heilungsverlauf ist also erst im Mai 2027 mit einer Rückkehr auf den Rasen zu rechnen.

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