
Lübeck – Der erste Saisonsieg und inzwischen durch das 3:2 am Freitagabend gegen den SV Todesfelde sogar der zweite, sind eingetütet. Die Erleichterung beim VfB Lübeck ist definitiv riesengroß. Doch neben der Freude über die hart erkämpften Erfolge lag beim Spiel zuvor gegen den Bremer SV auf der Lohmühle eine gehörige Portion Wehmut in der Luft: Antonia Lichte, die „Social-Media-Princess“ der Grün-Weißen, verlässt den Club nach vier Jahren zum Monatsende.
Ihre Abschiedsworte gegenüber HL-SPORTS waren ehrlich und als Stadionsprecher Asmuss Wittke die Verabschiedung über die Lautsprecher der Tribünen verkündete, flossen ein paar Tränen. Immerhin durfte Antonia zum Abschluss noch den wichtigen, ersten Erfolg des Teams mitfeiern, den sich alle erkämpften.
Der Grund für ihren Abschied ist ein schöner, wenn auch für den Verein ein etwas schmerzhafter: Die Liebe zieht sie in die Ferne gen Westen, wo sie sich ein neues Leben aufbaut.
Eine Pionierin für den digitalen Auftritt
Als die immer gut gelaunte 23-Jährige beim VfB anfing, betrat sie Neuland. „Antonia hat erstmals hauptverantwortlich ein Feld bearbeitet, das bis dahin nur nebenher bedient wurde“, betont Geschäftsstellenleiter Florian Möller die Bedeutung ihrer Arbeit. „Das zeigt den Stellenwert, den Social Media mittlerweile erlangt hat. Sie hat sich darum sehr verdient gemacht und konnte in den vier Jahren eigentlich alle Höhen und Tiefen, die ein Verein wie der VfB zu bieten hat, hautnah miterleben. Vom Aufstieg in die Dritte Liga bis zur Retteraktion im November 2024 war alles dabei.“
In dieser Zeit hat sie den digitalen Auftritt der Grün-Weißen maßgeblich professionalisiert und sich mit viel Herzblut für ein einheitliches Corporate Design eingesetzt. Doch ihr Engagement ging weit über den eigentlichen Aufgabenbereich hinaus. Ob bei der Betreuung der Kinder und Hunde der Spieler, bei Auswärtsfahrten oder im täglichen Vereinsleben – auf Antonia war jederzeit Verlass.
„Antonia hat einfach grün-weißes Blut“
Pressesprecher Alexander Schreiber findet bewegende Worte für seine Kollegin: „Ich konnte live erleben, wie umfangreich und stressig ihr Job ist, und habe gesehen, wie sie selbst zu sehr späten Zeiten, während ihres Urlaubs oder am Wochenende jederzeit erreichbar war und sich um jegliche Probleme gekümmert hat. Antonia hat einfach grün-weißes Blut und man hat ihr jederzeit angemerkt, wie wichtig ihr der VfB ist.“
Besonders für Schreiber persönlich hinterlässt sie eine große Lücke. Sie habe ihn in seiner Anfangszeit eingearbeitet und den Einstieg enorm erleichtert. „Wir haben viele Auswärtsfahrten gemeinsam bestritten. Die gemeinsame Arbeit war immer sehr dankbar, da wir uns gegenseitig unterstützen konnten. Ich kann über Antonia wirklich nur Gutes sagen.“
Dass sie den Verein nun verlässt, tut weh – doch der Blick geht mit viel Wohlwollen nach vorne. „Ich werde sie definitiv vermissen, wenn ich zum nächsten Spiel auf der Lohmühle bin oder mich demnächst in den Bus zur nächsten Auswärtstour setze“, so Schreiber. „Gleichzeitig freue ich mich für sie, dass sie sich in Rödinghausen ein neues Leben aufbaut. Dafür wünsche ich ihr von Herzen alles Gute und ganz viel Erfolg.“
Roland “Kenzo“ Kahl, Geschäftsführer von RADIO LÜBECK, Medienpartner des Regionalligisten und Chefredakteur von HL-SPORTS sagt: „Ich begleite den VfB Lübeck nun schon über 13 Jahre als Pressevertreter und der Verein hat sich stets in den Bereichen Medien und Außendarstellung durch die Geschäftsstelle weiterentwickelt. Antonia hat der ganzen Sache aber ihre eigene ganz persönliche Note gegeben, die wie die Kirsche auf der Sahnetorte passt. Liebe Antonia, vielen Dank für das herzliche und stets professionelle Miteinander. Meine gesamten Teams und besonders ich wünschen dir alles erdenklich Gute und viel Freude in deinem Leben. Behalte dir dein Lächeln, denn das ist eine ganz eigene sehr gute Marke – und vielleicht findest du in deinem neuen Zuhause auch eine coole Eisdiele.“
Eines steht nach vier intensiven Jahren jedenfalls fest: Beim VfB Lübeck wird Antonia Lichte immer ihren Platz haben.








