Legt Eutin beim Aufsteiger nach? – Formstarke Teams treffen sich im Fichtestadion

Zwei Spiele am Freitagabend

Eutin-Trainer Florian Schumacher und Eutin 08 II wollen den nächsten Sieg einfahren. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Dannau – Am Freitagabend kommt es in der Kreisliga Südost bereits zu zwei Spielen. Die FT Preetz hat nach relativ langer Pause ohne Spiel mal wieder ein Heimspiel vor der Brust. Zu Gast sind die formstarken „Keiler“. Eine halbe Stunde später rollt der Ball in Dannau, wo zwei Gegensätze aufeinandertreffen.

FT Preetz – SG Dersau/Kalübbe (Fr., 19 Uhr)

Die FT Preetz hätte gerne den Schwung aus den vergangenen Wochen schnell ins nächste Spiel mitgenommen. Nach drei Siegen in Serie, allesamt gegen Aufstiegskandidaten, haben die Mannen aus dem Fichtestadion mehrere Ausrufezeichen gesetzt. So wurde zunächst die SG Göhl/Oldenburg (3:1) bezwungen, anschließend gab es einen deutlichen Erfolg gegen Cismar (5:0), bevor ein fettes Ausrufezeichen gesetzt wurde. Der TSV Lensahn wurde mit 3:1 geschlagen, sodass man die Preetzer spätestens seit dem 8. September auf den Zettel haben muss. Zu Hause wurden alle vier Spiele gewonnen, wobei es 21:4 Tore gab. Es ist ein unfassbarer Wert. Dass man im Fichtestadion nur schwer zu schlagen ist, war beim Team von Spielertrainer Florian Manstein bereits in den vergangenen Jahren der Fall. Meist war es die Offensive, die herausragte, doch in dieser Saison hat man es geschafft, sogar die Schwachstellen abzustellen und sich defensiv zu stabilisieren. Zwei Gegentore aus den vergangenen drei Spielen machen dies deutlich. Vorne sind die Torchancen weiterhin zahlreich da, doch die Verwertung war in einigen Spielen bereits ein Manko. Arbeitet man daran, dann muss man die derzeit stärkste Defensive der Liga auf jeden Fall auf dem Zettel haben. Das letzte Spiel liegt nun allerdings bereits zwei Wochen zurück. Das Lensahn-Spiel wurde vorgezogen und zuletzt am Wochenende fiel das geplante Duell beim SV Kirchbarkau dem Regen zum Opfer. Von daher wird es sich nun zeigen, wie schnell man wieder an die Form anknüpfen kann.

Zu Gast ist mit der SG Dersau/Kalübbe eine Mannschaft, die vor der Saison noch als einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft galt. Nur hauchdünn hatte sie in der abgelaufenen Spielzeit das Nachsehen hinter Vizemeister Eutin II, sodass die Aufstiegsspiele verpasst wurden. Dennoch durfte man zufrieden sein. Nun gab es im Sommer Verstärkungen und der Kader blieb zusammen, sodass das Team von Holger Böttcher definitiv heiß gehandelt wurde im Rennen um die Spitzenplätze. Der Start in die Saison war allerdings enttäuschend. Nach fünf Spieltagen standen gerade einmal vier Punkte auf dem Konto und die Gegentore waren für die eigentlich so stabilen „Keiler“ zu hoch. Zuletzt gab es allerdings die Wende, denn es schien, als wäre der Knoten geplatzt. Vier Spiele und zehn von zwölf möglichen Punkten sind das, was man sich vorgestellt hat. Die Pflichtaufgaben gegen Lütjenburg (12:0) und Dannau (2:1) wurden gemeistert, auch wenn es vor allem gegen letzteren zuletzt nicht wirklich souverän war. Doch mit einem 4:2-Sieg gegen bis dato ungeschlagene Gremersdorfer setzte die Böttcher-Elf auch ein Ausrufezeichen. Man kommt immer mehr ins Rollen, was sicherlich auch an einem Spieler liegt, der in dieser Saison bisher kaum aufzuhalten ist. Steffen Uhl ist der Goalgetter der SG, denn bereits zwölfmal traf er. Achtmal jubelte er in den jüngsten vier Spielen, sodass auf Preetz ein derzeit formstarker Angreifer wartet.

TSV Dannau – Eutin 08 II (Fr., 19.30 Uhr)

Es ist ein Duell zweier Gegensätze, das am Freitagabend an der Hauptstraße in Dannau steigt. Der TSV Dannau startete nach dem Aufstieg schwungvoll mit einem Sieg in die Saison und präsentierte sich in den ersten beiden Spielen gegen Rickling (4:0) und Großenbrode (2:3) als sehr unbequem und vorne eiskalt. Vor allem auf der Sportanlage des TSV sollte es für einige Mannschaften nicht einfach sein. So folgte zwar kein weiterer Sieg, doch sowohl der SC Cismar (4:4) als auch Kirchbarkau (1:1) schafften es nicht, die volle Punktzahl einzufahren. Der Heimvorteil greift hier genauso, wie man es sich vorstellt, auch wenn der Ertrag absolut nicht für den Aufsteiger spricht. Schließlich gab es in den vergangenen sieben Spielen nur zwei Zähler. Die Starteuphorie war schnell wieder weg und es folgte der Absturz ans Tabellenende. Mit insgesamt fünf Punkten belegt Dannau nun den 15. Platz und daran konnte auch eine Veränderung auf der Trainerposition nichts ändern. Stefan Gärtner trat zurück und der Nachfolger heißt Philipp Schwab. Dieser feierte sein Debüt vor wenigen Wochen gegen Cismar. Mit Ausnahme einer 1:11-Klatsche in Lensahn hat er der Mannschaft zumindest defensiv mehr Stabilität eingehaucht. Die Gegentore wurden etwas weniger und die vergangenen beiden Auftritte machen Mut. Dort gab es schließlich gegen zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte einen Punktgewinn sowie eine knappe Niederlage. Diese wurde mit der Roten Karte für Defensivspieler Moritz Ohse etwas gedämpft.

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Nun gastiert am Freitagabend mit Eutin 08 II das Gegenstück zum Aufsteiger. Denn dieser startete enttäuschend in die Saison mit nur drei Punkten aus sechs Spielen, doch hat sich zuletzt immer mehr gesteigert. Es war das Sorgenkind der ersten Wochen, denn der Umbruch beim Vizemeister schien zu groß gewesen zu sein, sodass von einem Fehlstart gesprochen wurde. Trainer Florian Schumacher hat es allerdings geschafft, die junge Truppe weiterzuentwickeln, sodass man nun klare nächste Schritte sieht. Das Ergebnis sind sieben von möglichen neun Punkten aus den vergangenen drei Spielen. Es gab ein Remis in Dersau, wo man sich traditionell sehr schwertut. Die Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Lütjenburg wurde deutlich gemeistert und nun gab es gegen Verbandsligaabsteiger TSV Gremersdorf einen deutlichen Heimerfolg. Dieser erinnerte wieder an die alte Stärke der Rosenstädter, die nach Problemen in der Offensive zu Beginn mittlerweile immer gefährlicher wurden. 16 Tore aus drei Spielen machen dies deutlich. Die Erfolgserlebnisse tun der Zweitvertretung sichtbar gut und nun soll auch endlich der erste Auswärtsdreier her.

Beim Aufsteiger ist Eutin der klare Favorit, doch man sollte gewarnt sein. Es ist ein Spiel zu erwarten, in dem die Ostholsteiner sehr viel Kontrolle haben werden, doch Lösungen finden müssen, um einen tiefen Block zu bespielen. Dieser war zuletzt das Mittel zu mehr Stabilität beim Aufsteiger, kombiniert mit Umschaltmomenten und Standards. Auf einem voraussichtlich schweren Geläuf wird es alles andere als ein Selbstgänger für die Landesliga-Reserve. Trainer Schumacher sagte: „Mit Dannau wartet eine Mannschaft auf uns, welche seit dem Trainerwechsel besser reingefunden hat. Sie haben ihre Defensive etwas stabilisiert und wir erwarten sie auch eher defensiv. Wir wollen unseren Erfolgstrend fortsetzen und die nächsten drei Punkte einfahren. Unsere Leistungen der letzten Wochen waren sehr gut und die Jungs finden immer besser zusammen.“ Zur personellen Situation setzt er fort: „Personell sind wir gut aufgestellt und unser großer Kader zahlt sich aus.“

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