
Lübeck – Der zehnte Spieltag in der Kreisliga Süd steht vor der Tür. Schon am Freitagabend kommt es zum Auftakt, wenn Lübeck 1876 den ATSV Stockelsdorf empfängt. Beide Mannschaften haben in den vergangenen Wochen nicht geliefert, sodass die Punkte ausblieben. Daher steckt durchaus im Duell am Freitag etwas Druck.
Zwei Pleiten gegen direkte Konkurrenten
Der Saisonstart für Lübeck 1876 war wirklich eindrucksvoll. Kaum einer hatte die Mannschaft von Uwe Buchholz und Andreas Beyer vor der Saison im oberen Tabellendrittel erwartet und auch der Start mit einer 1:6-Klatsche war durchwachsen. Schnell wurde sich allerdings geschüttelt und in sechs Spielen fünfmal gewonnen. Dabei wurde die Defensive massiv stabilisiert, sodass es viermal hinten kein Gegentor gab. Die Null stand und genau dies war die große Stärke. Zuletzt gab es allerdings einen kleinen Einbruch. Nachdem man von Platz zwei grüßte, hatten die 76er gegen Schlutup (2:3) und Siebenbäumen (1:3) zuletzt zweimal das Nachsehen. Es gab wieder sechs Gegentore, wobei es eine Auffälligkeit gab. Gegen Schlutup wurde nach 2:0-Führung noch verloren, wobei alle drei Gegentore nach dem Seitenwechsel fielen. Zuletzt in Siebenbäumen wurden alle drei Gegentore vor der Pause kassiert. Zweimal wurde also in einer Hälfte die Null gehalten, doch in der anderen auch drei Gegentore kassiert. Es braucht nun wieder mehr Stabilität über die volle Distanz. Nun wartet ein anderer Gegner mit Stockelsdorf, den man allerdings bereits gut kennt. Nicht nur aus den vergangenen Jahren, sondern auch aus dieser Spielzeit. Im Kreispokal unterlagen die Mannen von der Travemünder Allee mit 1:2 beim ATSV. Es war der Pflichtspielauftakt, der in die Hose ging. Nun gilt es also etwas wiedergutzumachen. Trainer Uwe Buchholz sagt: „Wir wollen gegen Stockelsdorf nach zwei Niederlagen wieder einen Dreier holen. Wir haben ein Heimspiel, Freitagabend, Flutlicht. Wir sind bereit.“
Steigerung im Bereich Abschluss und Abwehrverhalten erhofft
Für den ATSV Stockelsdorf waren es zuletzt zwei bittere Spiele. In Siebenbäumen sah es personell dramatisch aus, denn aufgrund von kurzfristigen Absagen musste man mit zehn Mann ins Spiel gehen. Optionen auf der Bank gab es keine, sodass man zur Pause aufgrund von Verletzungen beim Stand von 0:5 nicht mehr genug spielfähige Spieler hatte und das Spiel nicht fortgeführt werden konnte. In der Folgewoche sah es besser aus, als die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg zu Gast war. In einem wilden Spiel, in dem man nicht gut startete und einem Rückstand hinterherlief, sollte es eine klare Steigerung geben. Mit mehr Spielanteilen und einigen guten Torchancen machte man das Spiel wieder spannend, doch der Ausgleich blieb aus. Im zweiten Durchgang gab es weitere gute Chancen, doch mit dem 1:3 wurde es nicht einfacher. Das zweite Tor kam zu spät, sodass es erneut nichts zu holen gab, doch der Auftritt war kein schlechter. An diesem gilt es anzuknüpfen, genauso wie an die beiden Siege gegen Schlutup (3:2) und Breitenfelde/Mölln (3:1). Jan Mehlfeld sagt: „Es wird darum gehen, über 90 Minuten guten Kampf und Willen zu zeigen und die guten Phasen der letzten Partie noch zu verbessern, gerade im Bereich Abschluss und Abwehrverhalten. Lübeck 1876 spielt eine gute Saison, hat gute Qualitäten im Team und sie treten als gute Einheit auf. Wir wissen, was uns erwartet und es wird wie schon die letzten Jahre eine Partie, die Spannung versprechen wird. Leider wird der eine oder andere verletzungsbedingt oder krankheitsbedingt ausfallen, aber wir haben Vertrauen in die Mannschaft und wissen, dass das Team alles geben wird, um zu punkten.“






