Große Verantwortung: Von einer Aufwandsentschädigung zur großen Leidenschaft

Adam Laszewski zeigt sein Talent

Basketball Symbolfoto: Lobeca/Michael Raasch
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Lübeck – Adam Laszewski ist gerade einmal 20 Jahre alt und bereits als Basketball-Schiedsrichter für den TuS Lübeck aktiv. Zur Schiedsrichterei kam er eher pragmatisch – inzwischen ist die Tätigkeit für ihn aber deutlich mehr als nur ein Nebenverdienst.

Von der Aufwandsentschädigung zur Leidenschaft

„Es wurde im Verein gefragt, wer Lust hätte, und ich habe mich gemeldet“, erinnert sich Laszewski. Der ursprüngliche Anreiz sei vor allem die Aufwandsentschädigung gewesen. Das änderte sich mit der Zeit: „Über die Zeit ist mir das Schiedsrichtern sehr ans Herz gewachsen.“ Besonders die engen und spannenden Partien reizen ihn. Ein Highlight sei es jedes Mal, „wenn ich ein spannendes Spiel mit super Kollegen pfeifen kann und das Spiel reibungslos verläuft“.

Zwischen Anerkennung und Anfeindungen

Neben dem sportlichen Aspekt schätzt Laszewski vor allem die Kontakte, die durch seine Tätigkeit entstehen. „Es macht mir sehr viel Spaß, spannende Spiele zu pfeifen und sich über die Zeit ein Netzwerk von Trainern und Spielern aufzubauen, die einen auch mal wiedererkennen – im positiven Sinne“, erklärt der 19-Jährige. Doch die Aufgabe bringt auch schwierige Situationen mit sich. Gerade bei knappen Spielen können unübersichtliche Szenen und Reaktionen von außen zur Herausforderung werden. Laszewski berichtet von unschönen Sprüchen durch Eltern und Zuschauer. In der Vergangenheit sei es nach Spielen sogar bereits zu Beleidigungen und Gewaltandrohungen durch Spieler gekommen.

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„Klare Linie“ bietet Austausch und Unterstützung

Unterstützung erhält Laszewski unter anderem durch den Förderkader „Klare Linie“ der gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck. Für ihn bietet das Programm die Möglichkeit, sich mit Schiedsrichtern verschiedener Sportarten auszutauschen und gemeinsam über Erlebnisse und Herausforderungen zu sprechen. Gleichzeitig profitiert er von Workshops und sportartspezifischen Ansprechpartnern. Für den jungen Basketball-Schiedsrichter ist das eine wichtige Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und mit anderen Unparteiischen zu vernetzen.

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Bildquellen

  • Basketball Ball: Lobeca/Michael Raasch
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