
Lübeck – Der zehnte Spieltag in der Kreisliga Süd steht bereits an und auch an diesem geht es ordentlich rund. Schon am Sonnabend treffen zwei Favoriten auf Aufsteiger, die nach dem vergangenen Wochenende mit Rückenwind kommen. Am Sonntag steht dann das Topspiel am Roten Hahn an, wo die beiden besten Heimmannschaften der Liga aufeinandertreffen. Zudem kommt es in Lauenburg auch zum Duell der SG Breitenfelde/Mölln gegen Zarpen, wo beide Teams hochmotiviert reingehen werden.
Eichholzer SV II – Krummesser SV (Sa., 14 Uhr)
Mit dem 5:2-Sieg am vergangenen Wochenende beendete der Eichholzer SV II nicht nur die Ungeschlagen-Serie von Aufsteiger TSV Zarpen, sondern eroberte zudem auch die Tabellenspitze. Es war ein starker Auftritt der Lübecker, die trotz mehrerer Ausfälle beziehungsweise angeschlagener Spieler das Spitzenspiel für sich entschieden. Dabei sollte die Effizienz der große Faktor sein, denn die Mannschaft vom Pöbelberg blieb vor dem Tor eiskalt. Daran hatte Yasin Varol aus dem Landesligakader mit zwei Toren einen Anteil, doch auch der an diesem Tag herausragende Caspar Stark. Nun wartet der nächste Aufsteiger auf den Top-Favoriten der Liga. An der heimischen Guerickestraße gastiert Krummesse und für die Heimelf geht es darum, die perfekte Heimbilanz weiter auszubauen. Alle vier Spiele am Pöbelberg wurden bisher gewonnen, dabei 17:7-Treffer erzielt. Es ist auch diese Saison sehr schwer, die Eichholzer zu Hause zu bezwingen. Letztmals gelang dies dem SV Viktoria 08 am 8. November 2025. Es folgten seitdem acht Heimspiele ohne Niederlage. Vor dem kommenden Spiel sagt Stephan Lindhoff, Coach des ESV: „Nach dem Sieg gegen Zarpen wollen wir zuhause unbedingt nachlegen. Die Aufgabe mit Krummesse wird uns wie in jedem Spiel alles abverlangen. Gerade nach den letzten positiven Ergebnissen stellen wir uns auf ein umkämpftes enges Spiel ein. Personell sieht es düster aus. Wir haben dieses Wochenende viele Urlauber sowie haben sich in unsere Verletztenliste Rudnik, Hamer und Stellbrinck eingereiht. Schauen wir mal, was am Samstag dann so geht. Wir wollen auch das 8. Spiel in Folge ungeschlagen bleiben.“
Für den Krummesser SV wird die kommende Aufgabe also eine alles andere als einfache. Der Aufsteiger steht nach acht Spielen bei sechs Punkten und belegt damit Rang 14. Es war ein guter Start mit dem Auftaktsieg gegen Ratzeburg II, doch es folgte eine Ergebniskrise. Personelle Sorgen erschwerten es dem Aufsteiger, dem die Qualität in der Breite fehlt, sodass sechs Niederlagen und 30 Gegentore folgten. Der Trend zeigte klar nach unten, sodass die Lauenburger auf den letzten Platz rutschten. Zuletzt sollten sie sich allerdings eindrucksvoll zurückmelden. Mit dem TSV Travemünde empfing Krummesse einen Mitfavoriten auf den Aufstieg. Als klarer Underdog ging es ins Spiel, doch die Sensation gelang. Mit 4:0 bezwang der Vizemeister der Kreisklasse A die Monte-Kicker und meldete sich zurück. Andre Bargholt, Trainer des KSV, sagt vor dem Auswärtsspiel an der Guerickestraße: „Gerade auswärts haben wir die letzten Wochen doch derbe Pleiten erlitten, nun sind wir zu Gast beim Aufstiegsfavoriten aus Eichholz, wo wir vor einer echten Mammutaufgabe stehen. Ich hoffe, dass meine Mannschaft den Rückenwind vom Spiel gegen den TSV Travemünde mitnehmen kann und mit derselben Einstellung und Laufbereitschaft auch auf dem Pöbelberg ins Spiel geht. Personell ist die Lage wie in den letzten Wochen allerdings unverändert angespannt.“
TSV Travemünde – Ratzeburger SV II (Sa., 14 Uhr)
Derzeit läuft es nicht so richtig an der Ivendorfer Landstraße. Nach einem zufriedenstellenden Saisonstart mit 13 Punkten aus sechs Spielen gab es zuletzt einen kleinen Einbruch. Gegen den Aufsteiger TSV Zarpen unterlag der TSV Travemünde mit 1:2. Es war ein enges Spiel, in dem erst in den Schlussminuten der erste Treffer des Abends fiel. Gleichzeitig war es die erste Heimniederlage, die sehr schmerzte. Im Pokal gab es gegen den Landesligaaufsteiger Türkischer SV eine 1:8-Klatsche, bevor zuletzt der Tiefpunkt kam. In Krummesse, bei einem Gegner, der sechs Niederlagen in Serie kassierte und dabei 30 Gegentore hinnehmen musste, boten die Monte-Kicker einen erschreckenden Auftritt. Vorne fiel ihnen nichts ein und hinten gab es einfache Gegentore oder aber einen kuriosen Treffer des Torhüters. 0:4 unterlag der Verbandsligaabsteiger von 2025, sodass es im Kampf um den Aufstieg einen Dämpfer gab. Sieben Punkte liegt man nun hinter Tabellenführer Eichholz, allerdings bei einem Spiel weniger. Entschieden ist also noch gar nichts. Es braucht nun schnell die Wende für Travemünde, denn wie schnell man in einer echten Ergebniskrise landet, zeigte die vergangene Saison. Zwei Sieglosserien sorgten am Ende dafür, dass es nicht für die Top-Drei reichte. Nun wollte man diese erneut anpeilen und solche Phasen vermeiden, doch der Trend spricht nicht für die Monte-Kicker. Es gilt wieder in die Spur zu finden, denn nun gastiert ein formstarker Aufsteiger. Trainer Christian Jetz sagt: „Für uns geht es um eine einzige Sache, egal wie viele wir sind, egal wer fehlt: Leidenschaft auf den Platz bringen.“
Der Ratzeburger SV II gewann zuletzt zweimal und hielt dabei jeweils die Null. Die Siege gegen Viktoria (3:0) und Rethwisch (4:0) waren genau nach dem Geschmack von Trainer Paul Dietz, sodass der Aufsteiger nun endgültig in der Kreisliga angekommen ist. Nun soll sich gegen eine Top-Mannschaft der Liga erneut als sehr unbequemer Gegner präsentiert werden. Dies gelang bereits gegen Schlutup und Siebenbäumen, wo es vier Zähler gab. Nun am Mittwochabend feierte Ratzeburg den Einzug ins Finale des Kreispokals Lauenburg untere Mannschaften. Beim Krummesser SV II gab es einen 5:0-Sieg. Fünf verschiedene Spieler glänzten als Torschützen. Zum kommenden Spiel sagt Trainer Dietz: „Travemünde wird nach den letzten Spielen wieder einiges gut machen wollen und mit ordentlich Wut im Bauch ins Spiel gehen. Auch wenn Travemünde der klare Favorit ist, müssen wir uns nicht verstecken und wollen unsere Stärken der letzten Spiele auf den Platz bringen. Uns fehlen wichtige Spieler, aber wir vertrauen unserem starken Kader und sind zuversichtlich, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.“
SV Viktoria 08 – TSV Schlutup (So., 14.45 Uhr)
Der Saisonstart für den SV Viktoria 08 war alles andere als zufriedenstellend. Nach sieben Spielen steht nur ein Sieg auf dem Konto, sodass die ernüchternde Realität derzeit Platz 15 ist. Man steht auf einem Abstiegsplatz und auch wenn nicht ganz ein Drittel der Saison erst absolviert wurde, scheint die Lage an der Falkenwiese ernst. Die personelle Situation ist nicht einfach, denn viele Spieler stehen nicht zur Verfügung. Bereits in den vergangenen Jahren war dies im Herbst der Fall, dass die vielen Studenten nicht zur Verfügung standen. Sonst war es allerdings so, dass man sich vor dieser Phase schon ein gutes Polster ansammelte, doch diesmal blieb es aus. Die Abgänge von Lönne Christiansen, Moritz Mente, Johann Gerlach oder Wilhem Citea wiegen zu schwer, denn die Leistungsträger vergangener Jahre sind nicht wirklich gleichwertig ersetzt worden. Im Sturm lag die Hoffnung auf Tilo Karsten, der in der Zweiten fleißig traf. Mit sechs Toren erzielte der Knipser die Hälfte aller Viktoria-Tore. Sein Fehlen zuletzt machte sich bemerkbar. Doch es gibt auch etwas, das „Vicky“ Mut macht. Chancenlos war die Elf von der Falkenwiese fast nie. Oftmals fehlte nur ganz wenig zu den Punkten. Nun soll es am Sonntag den erhofften zweiten Saisonsieg geben, wenn mit dem TSV Schlutup ein Top-Team der Liga wartet. Coach Timur Akgün sagt: „So langsam müssen wir zu uns kommen, doch wird die Situation mit dem Personal nicht besser. Daher muss die Wende mit viel Kampfgeist zurückkehren. Die Gäste aus Schlutup sind dafür nicht gerade der beste Gegner. Sie spielen stark auf und werden uns in vielen Punkten überlegen sein. Abwarten!“
Für den TSV Schlutup ist die bisherige Spielzeit sehr schwer einzuordnen. Mit 13 Punkten aus sieben Spielen belegt der Vorjahresdritte Rang sieben. Man ist von den oberen Plätzen etwas entfernt, doch aufgrund von zwei Spielen weniger noch alles andere als abgeschlagen. In den vergangenen Wochen machte sich der kleine Kader bemerkbar, sodass Spiele verlegt wurden. So auch gegen den TSV Kücknitz am vergangenen Wochenende, sodass man, wie auch der kommende Gegner, mit einer längeren Pause im Rücken ins Spiel geht. Zuvor gab es allerdings einen Erfolg der Moral, bei dem es nach 0:2-Rückstand gegen ein formstarkes Lübeck 1876 einen Auswärtserfolg gab. An diesem gilt es nun anzuknüpfen, damit es mit dem fünften Sieg im achten Spiel klappt. Robertino Borja sagt vor dem kommenden Spiel: „Bei Viktoria 08 erwartet uns das nächste schwere Auswärtsspiel. Nach der Zwangspause am vergangenen Wochenende wollen wir an die Leistung aus dem Spiel gegen Lübeck 76 anknüpfen und dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Von der Tabellensituation des Gegners dürfen wir uns nicht blenden lassen. Viktoria hat bereits gegen Eichholz, St. Jürgen und Zarpen gezeigt, was in dieser Truppe steckt. Wir müssen deshalb von der ersten Minute an hellwach sein und den Gegner zu keinem Zeitpunkt unterschätzen. Unter der Woche haben wir mit einigen Krankheitsfällen zu kämpfen. Jetzt müssen wir schauen, wer bis Sonntag wieder fit wird und uns zur Verfügung steht.“
TSV Kücknitz – SV Grün-Weiß Siebenbäumen (So.,15 Uhr)
Es ist das Topspiel am kommenden Wochenende. Der TSV Kücknitz empfängt den SV Grün-Weiß Siebenbäumen. Zwei starke Mannschaften, die gut in die Saison gestartet sind, liefern sich ein Duell, in dem die Favoritenrolle nur schwer zu verteilen ist. Platz vier empfängt Rang zwei und nur drei Punkte liegen dazwischen. Beide Mannschaften verfügen über viel Qualität im Kader, sodass ein hochklassiges Spiel zu erwarten ist. Schaut man auf die Punktanzahl und die Art der Siege, wie sie eingefahren wurden, kann man Siebenbäumen wohl durchaus als Favoriten nennen, doch auswärts hakt es noch etwas beim Team von Marco Urban. Da gab es in drei Spielen nur vier Zähler. Nun geht es ausgerechnet zur zweitbesten Heimmannschaft der Liga. Kücknitz gewann am heimischen Roten Hahn alle vier Spiele und erzielte dabei 14:3-Tore. Die „Kücknitz-Jungs“, die treue Fangemeinde der Lübecker, ist dort ein echter Faktor. Vor dem spielfreien Wochenende war das Team von Mirco Groß in ausgezeichneter Form. Sie holten 13 von möglichen 15 Punkten, erzielten dabei 19 Tore. Es läuft genau nach Plan bei den Kücknitzern, die nun hoffen, dass die Pause sie nicht zu sehr aus dem Rhythmus brachte. Pierre Witt und Maurice Maletzki, das erfolgreiche Duo, das bereits elf Saisontreffer erzielte, sind bereit für die beste Defensive der Liga, die erst acht Gegentore kassierte. Kücknitz-Coach Groß sagt vor dem Topspiel: „Wir erwarten ein schweres Heimspiel, wo es einen guten Tag benötigt, um auch die nächsten drei Punkte in Kücknitz zu behalten, gegen einen für uns noch unbekannten Gegner. Aber auch hier haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, welche es nun umzusetzen gilt. Personell entschärft es sich zumindest im Training so langsam, auch wenn die Jungs noch einiges an Nachholbedarf haben, wird der ein oder andere am Sonntag im Kader stehen.“
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – Fortuna St. Jürgen (So, 15 Uhr)
In den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve bei der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg immer weiter nach oben. Nach ernüchterndem Start folgten zuletzt fünf Spiele, in denen es nur eine Niederlage gab. Acht Punkte wurden eingefahren, sodass das Konto nun neun Zähler wiegt, was insgesamt den elften Platz bedeutet. Ein Spiel haben die Lauenburger noch in der Hinterhand, sodass der Saisonstart kein schlechter war. Doch er war eben auch nicht überragend, sodass gemischte Gefühle die ersten knapp zwei Monate der Spielzeit prägen. Nun gilt es, in den nächsten Wochen offensiv mehr aus den vielen Chancen zu machen und hinten cleverer zu verteidigen. Die Rückkehr der Stammverteidigung ist dabei enorm wichtig. Am Sonntag steht das fünfte Heimspiel an, wo es darum geht, im vierten Spiel in Serie zu Hause ungeschlagen zu bleiben. Zu Gast ist Fortuna St. Jürgen. Vor diesem Duell, in dem die Lauenburger klarer Favorit sind, sagt Dennis Hadler: „Mit Fortuna kommt das aktuelle Tabellenschlusslicht. Wir sollten uns aber von der Tabelle nicht täuschen lassen. Gegen Fortuna ist es immer unangenehm zu spielen und wir müssen hellwach sein. Wir wollen an unsere Leistung der letzten Heimspiele anknüpfen und die Punkte in Wentorf behalten. Personell wird es so langsam besser, so ist Marcel Gewert wieder voll im Training und voraussichtlich werden mit Jakob Loeck und Ricklef Weinhold zwei Defensivspieler zurückkehren. Lasse Löffler ist weiterhin angeschlagen, da müssen wir schauen, für wie lange es reicht.“
Für den SV Fortuna St. Jürgen geht das Hoffen weiter. Der berühmte Knoten soll endlich platzen, denn man kommt noch nicht richtig in Fahrt. Es gab nach enttäuschenden Wochen zuletzt deutliche Leistungssteigerungen, doch das Glück fehlt. Gegen Travemünde und Eichholz lieferte die Mannschaft von Andre Meese wirklich gute Auftritte und auch zuletzt gegen Breitenfelde. Die Punkte bleiben allerdings aus. Am vergangenen Wochenende gegen die SG vom Uhlenbusch war es ein wirklich starker Auftritt, der beinahe mit dem zweiten Saisonsieg belohnt wurde, doch selbst eine 3:1-Führung reichte nicht. In der 93. Minute fiel das 3:3, was für Fortuna unfassbar bitter war. Davon möchte man sich allerdings nicht unterkriegen lassen, sondern vielmehr an den Auftritten anknüpfen. Gelingen diese, wie in den vergangenen vier Wochen, dann ist es eine Frage der Zeit, bis der Sieg eingefahren wird. Nikolay Frech sagt vor dem Spiel am Sonntag bei der SGWSS, gegen die es vor zwei Jahren einen Sieg und eine Niederlage gab: „Am Sonntag steht für uns das nächste schwere Auswärtsspiel auf dem Programm. Aus den Duellen vor zwei Jahren, als der Gegner noch mit uns in der Kreisliga spielte, wissen wir um die körperliche Präsenz der Mannschaft, die gleichzeitig auch über spielerische Qualität verfügt. Entsprechend erwartet uns eine große Herausforderung. Nichtsdestotrotz haben wir in den vergangenen Wochen wieder deutlich stabilere Leistungen gezeigt und fahren mit dem klaren Ziel zum Gegner, das Maximum herauszuholen und die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Zarpen (So., 15 Uhr)
Die SG Breitenfelde/Mölln hat am vergangenen Wochenende spät Moral bewiesen. Nach einem 1:3-Rückstand gelang die Aufholjagd, sodass es doch noch einen Punkt gab. Dennoch bleibt es dabei, dass die Lauenburger in der Fremde große Schwierigkeiten haben. In fünf Gastspielen gab es keinen Sieg, sodass die SG eine von drei Teams ist, die auswärts noch nicht gewinnen konnte. Damit hadern die Verantwortlichen, denn es sind wichtige Punkte, die im Kampf um das Erreichen des Saisonziels fehlen. Das obere Tabellendrittel war angepeilt, doch dieses ist mittlerweile schon etwas in die Ferne gerückt. Als Tabellenachter liegen derzeit vier Punkte hinter den Top-Fünf. Dass man dort durchaus hinschauen darf, zeigen vor allem die Heimspiele. Drei von vier wurden gewonnen, dabei 14 Treffer erzielt. Breitenfelde ist enorm heimstark, verlor nur gegen den TSV Travemünde. Ein kleiner Kader machte sich in den vergangenen Wochen allerdings klar bemerkbar, denn ausgefallene Leistungsträger sind kaum zu ersetzen. Vor allem Mittelfeldmann Leif Wolff ist trotz seines jungen Alters immens wichtig für das Team, was klar zu merken ist. Seit seinem Fehlen konnte man nicht am starken Saisonstart mit nur einer Niederlage aus vier Spielen anknüpfen. Nun begrüßt Breitenfelde/Mölln mit dem TSV Zarpen einen Aufsteiger, der kein gewöhnlicher ist: Trainer Arne Riewe sagt: „Ich denke, unsere Heimstärke haben wir bisher gut bewiesen und das wollen wir auch Sonntag, wenn der Aufsteiger kommt, die Mannschaft der Stunde. Wir sind gut vorbereitet auf eine robuste Truppe und werden alles gegenwerfen und versuchen, schnell den Euphorie-Stecker von denen zu ziehen. Nach wie vor müssen wir auf unseren Strategen im Zentrum Leif Wolf verzichten, genauso wie auf Henningsen, Büche sowie Baumgarten und Stöver (beide krank). Dennoch haben wir auch dieses Wochenende eine starke Truppe und wollen ein Feuerwerk entzünden.“
Mit dem TSV Zarpen verlor am vergangenen Wochenende auch die letzte Mannschaft in der Kreisliga Süd. Der Top-Favorit Eichholz II war am Ende doch eine Nummer zu groß für den Aufsteiger, doch chancenlos war man keineswegs. Die Effizienz machte am Ende den Unterschied und sorgte dafür, dass Zarpen erstmals nach über einem Jahr wieder zu Hause ein Spiel verlor. Dennoch wurde viel Positives aus diesem Spiel genommen, auch wenn es für die Auswärtspartie in Breitenfelde durchaus einige Punkte gibt, wo Trainer Tobias Clasen eine Steigerung erwartet: „Wir wollen dieses Wochenende komplett von Beginn an hochkonzentriert in der Partie drin sein, nicht wie vergangenes Spiel. Wir wollen in die Zweikämpfe gehen, Torchancen, die wir zuletzt zu viel liegengelassen haben, nutzen, daran arbeiten wir stetig in den Trainingseinheiten. Spielerische Momente wollen wir besser ausspielen, was wir leider letztes Wochenende nur teilweise 25-30 Minuten geschafft haben.“ Der Gegner ist ein unbekannter für den TSV, sodass der Blick voll und ganz auf sich selbst gerichtet wird: „Wir freuen uns auf die Begegnung und sind sehr gespannt, was uns dort erwartet. Im Endeffekt ziehen wir unser Spiel durch und gucken, was am Ende herausspringt. Wir gehen in das Spiel zu gewinnen.“ Dabei wird Jonas Neumeister (Leistenzerrung) ausfallen, genauso wie Sanfan Soumah (Urlaub), Marcel Schinck und Dimitri Brausemann (beide verletzt). Für Lucas Pohl wird es voraussichtlich am Sonntag reichen, sodass der Stürmer zurück in den Kader kehrt.
VfL Rethwisch – SV Azadi Lübeck II (So., 15 Uhr)
Für den VfL Rethwisch war das Auswärtsspiel in Ratzeburg ein enttäuschendes. Mit 0:4 mussten sich die Stormarner beim RSV II geschlagen geben, sodass der Schwung vom 6:1-Sieg gegen Krummesse nicht mitgenommen werden konnte. Nach zwei ungeschlagenen Spielen gab es mal wieder eine Pleite, die bereits vierte in dieser Saison. Konstanz ist derzeit also noch ein Manko am Buchrader Weg, an dem Trainer Till Knifka mit seiner Mannschaft arbeiten wird. Nun soll der nächste Heimsieg in dieser Saison gelingen, damit das erste Saisondrittel vielleicht sogar auf einem einstelligen Tabellenplatz beendet werden kann. Derzeit stehen elf Zähler nach neun Spielen auf dem Konto, was genauso viele sind, wie in der vergangenen Saison zu diesem Zeitpunkt. Diesmal war das Startprogramm allerdings nochmals schwieriger, denn mit den Gastspielen in Eichholz, Wentorf und Zarpen sowie der Partie gegen Travemünde liegen schon einige ganz knifflige Aufgaben hinter ihnen. Die Punktausbeute war dabei keine schlechte und dennoch hätte man sich gerne mehr erhofft. Nun gastiert am Sonntag mit dem SV Azadi Lübeck II ein Team, das in der Vorsaison im heimischen Pappelstadion bezwungen wurde. Knifka war damals noch nicht dabei. Vor dem ersten Duell als VfL-Coach mit den Lübeckern sagt er: „“
Der SV Azadi Lübeck II läuft den eigenen Erwartungen hinterher. Das obere Tabellendrittel wurde anvisiert, doch die Realität ist eine ganz andere. Statt Aufstiegskampf droht Stand jetzt eher ein Abschneiden im Tabellenkeller. Rang zwölf ist nicht das, wo man sich sieht, doch bereits bekannte Probleme ziehen sich wie ein roter Faden durch. Es sind zu viele Auf und Abs bei der Zweitvertretung. Nach enttäuschendem Auftakt folgte der Aufwärtstrend, bevor es zuletzt wieder steil bergab ging. Vier Niederlagen bei 15 Gegentoren stießen den Aufsteiger von 2025 bereits zum Start ins zweite Kreisligajahr in eine Krise. Die Gegner hatten es mit Schlutup (3:5), Siebenbäumen (0:4), Lübeck 1876 (0:3) und Kücknitz (2:3) zwar in sich, doch auf diesem Niveau möchte man sich messen. Ohne Spieler wie Serdar Hassan, der zuletzt im Landesligakader aushalf, wird es einfach schwer. Hinten gibt es, wie die vergangenen Jahre schon, zu viele Gegentore, doch nun hakt es vorne auch. Man möchte schnell zurück in die Spur und hofft dabei mit gewonnenem Selbstvertrauen aus dem Pokalspiel am Mittwoch in Stormarn den zweiten Auswärtssieg einzufahren. Dort wurde im Elfmeterschießen gegen A-Klassist Dornbreite II gewonnen.
Der 10. Spieltag im Überblick
Lübeck 1876 – ATSV Stockelsdorf (Fr., 19.30 Uhr)
Eichholzer SV – Krummesser SV (Sa., 14 Uhr)
TSV Travemünde – Ratzeburger SV II
SV Viktoria 08 – TSV Schlutup (So., 14.45 Uhr)
SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg – Fortuna St. Jürgen (15 Uhr)
TSV Kücknitz – SV Grün-Weiß Siebenbäumen
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Zarpen
VfL Rethwisch – SV Azadi Lübeck II








