
Großensee – Der zehnte Spieltag in der Kreisliga Südwest steht bevor und es geht wieder um einiges. In Henstedt-Ulzburg treffen die beiden Favoriten zum Spitzenspiel aufeinander und auch in Großensee steigt ein Topspiel. In Leezen sind es dagegen zwei Enttäuschungen der Saison im Duell, die um wichtige drei Punkte kämpfen. Im Tabellenkeller ist zudem der Blick nach Bargfeld gerichtet.
SV Henstedt-Ulzburg – Tralauer SV (Sa., 14 Uhr)
Es ist ein absolutes Topspiel, das am Sonnabend im Beckersbergstadion steigt. Der Top-Favorit SV Henstedt-Ulzburg empfängt den Tralauer SV, den aktuellen Tabellenführer. Mehr geht wohl kaum in dieser Liga. Zwei junge, spielstarke Teams begegnen sich und man darf sich auf ein ganz besonderes Duell freuen. Henstedt-Ulzburg geht nach fünf Siegen in Serie und 24:3 Toren mit großem Selbstvertrauen ins Spiel. Das zwischenzeitliche Formtief mit drei Niederlagen ist längst abgeschüttelt, sodass die Segeberger wieder auf Kurs sind. Vor dem Spiel sagte Trainer Keven Bostelmann: „Tralau hat uns bereits im vergangenen Jahr zweimal wehgetan und uns beide Male geschlagen. Wir wissen deshalb ganz genau, welche enorme Qualität diese Mannschaft besitzt. Sie stehen nicht ohne Grund auf Platz eins. Tralau ist eine Mannschaft, die brutal gut eingespielt ist und sich untereinander sehr gut kennt. Genau das war uns in den vergangenen Spielen immer wieder einen Schritt voraus. Wir hingegen sind seit etwa eineinhalb Jahren als neu zusammengestellte Mannschaft unterwegs. Seitdem haben wir keinen Tag verschenkt, uns stetig weiterentwickelt und sind als Team immer mehr zusammengewachsen. Auch die beiden Niederlagen gegen Tralau gehören zu diesem Entwicklungsprozess. Schon im vergangenen Jahr war Tralau für mich die beste Mannschaft der Liga. Am Ende haben sie die Meisterschaft nur deshalb verpasst, weil sie es nicht geschafft haben, jede Woche ihre Hausaufgaben zu erledigen und an den entscheidenden Stellen unnötig Punkte liegen zu lassen. In dieser Saison machen sie das bislang anders: Sie gewinnen auch die Spiele gegen vermeintlich schwächere Gegner und wirken dadurch noch stabiler als im vergangenen Jahr. Umso größer ist unsere Vorfreude auf dieses Spiel. Ich sehe zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die sich auf hohem Niveau messen können. Genau gegen solche Gegner wollen wir spielen – das ist unser Anspruch. Und natürlich sind da noch zwei Rechnungen offen. Wir wollen Tralau endlich schlagen und somit wieder näher an Platz eins rücken.“
Der Tralauer SV kommt mit einer Pause im Rücken, denn das Spiel gegen Möhnsen, das am vergangenen Wochenende stattfinden sollte, fiel aus. Daher liegt der letzte Auftritt bereits zwei Wochen in der Vergangenheit und dort gab es einen souveränen 3:0-Erfolg beim SSV Großensee. Es war ein Spiel, in dem bereits nach 45 Minuten alles klar war und im zweiten Durchgang in den berühmten „Verwaltungsmodus“ geschaltet wurde. Nun braucht es sicherlich eine über 90 Minuten hochkonzentrierte und starke Leistung, wenn es beim Top-Favoriten den nächsten Sieg geben soll. Zwei junge Teams mit hoher spielerischer Qualität begegnen sich, sodass es für Tralau eine ganz schwere Aufgabe wird. Cheftrainer Roman Ismagilov sagt vor dem Duell mit dem SVHU: „Große Pläne und spezielle Trainingsinhalte konnten wir uns für dieses Spiel leider nicht erarbeiten. Die Hälfte unseres Kaders ist die gesamte Woche krankheitsbedingt ausgefallen. Für uns wird es daher ein Spiel, in dem wir über 90 Minuten an unser absolutes Leistungslimit gehen müssen. Es ist kein Geheimnis, dass uns mit Henstedt-Ulzburg eine der spielerisch stärksten Mannschaften der Liga erwartet. Dazu kommt ein sehr junges und hungriges Team. Beide Mannschaften wollen den Ball haben und das Spiel aktiv gestalten. Deshalb wird es sicherlich interessant zu sehen sein, wer an diesem Tag das Momentum auf seine Seite ziehen kann.“ Personell sieht es nicht gut aus, sodass man schauen muss, wer letztlich am Sonnabend zur Verfügung steht. Der Coach setzte dazu fort: „Um ehrlich zu sein, kann ich das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Wir konnten die Woche über nur einmal trainieren und haben aktuell 13 Spieler im Kader. Wir hoffen noch auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft und darauf, dass der ein oder andere Spieler rechtzeitig wieder einsatzfähig wird. Die Situation ist sicherlich kompliziert, aber das soll unsere Vorfreude auf das Spiel nicht trüben.“
Leezener SC – TuS Hoisdorf (Sa., 15 Uhr)
Für den Leezener SC gilt es am Sonnabend endlich einen Weg aus der Krise zu finden. Seit nun vier Spielen wartet man auf einen Punkt, denn es gab zuletzt vier Niederlagen. Dabei war der Auftritt am vergangenen Wochenende gegen den SV Wahlstedt alles andere als schlecht, doch wie so oft, fehlt in solchen Spielen dann einfach auch das Glück. Mehrere potenzielle Elfmeter blieben dem LSC verwehrt und zudem musste dann auch noch in der Nachspielzeit der bittere Gegentreffer zur 1:2-Niederlage hingenommen werden. Nun gilt es, einen neuen Anlauf zu nehmen und die vergangenen Wochen hinter sich zu lassen. Mit dem TuS Hoisdorf kommt ein Team, das spielerisch stark ist und nach Fehlstart zuletzt immer besser in Form kam. Einfach wird die Aufgabe für die Elf von der Hamburger Straße also nicht. Trainer Phil Paustian sagt zu dieser: „Ich hoffe, dass meine Mannschaft genauso eine gute Leistung an den Tag legt wie am vergangenen Wochenende, außer dass wir uns nun endlich auch mal für unseren Aufwand belohnen und hoffe, dass wir das Spielglück endlich mal auf unserer Seite haben. Nachdem, was wir letzte Woche investiert haben, hätten wir uns das auf jeden Fall auch verdient. Wir müssen punkten, damit wir nicht den Anschluss verlieren und gar nicht erst in diese Negativspirale kommen, denn wenn du erstmal da drinsteckst unten, dann wird es schwer, dort rauszukommen. Da unten gehören wir nicht hin, das wissen wir alle. Ich erwarte einen Gegner, der selbst nicht richtig Fuß fassen konnte und gemischte Ergebnisse erzielt hat. Es ist eine junge Truppe, die dennoch versucht, Fußball zu spielen. Ich denke, dass wir dagegen unsere Mittel haben. Wir spielen zu Hause, wollen gewinnen und es gibt keine andere Möglichkeit als die drei Punkte für uns. Personell sieht es entspannter aus, denn wir können fast aus dem Vollen schöpfen und wollen und müssen das Spiel positiv gestalten, damit wir uns endlich belohnen und eine positive Serie starten können.“
Der TuS Hoisdorf scheint nun endlich in der neuen Saison angekommen zu sein. Nach einem Fehlstart mit nur einem Sieg folgten zuletzt zwei Erfolge gegen Alsterland (3:2) und Sülfeld (1:0). Der Knoten schien endlich geplatzt und genau daran gilt es nun anzuknüpfen, doch die Aufgabe in Leezen wird keine einfache. Cheftrainer Andre Meins sagt vor diesem Spiel: „In Leezen ist es immer unangenehm zu spielen, aber wir gehen das Spiel wie jedes andere an und wollen unsere kleine Serie weiter ausbauen. Personalmäßig sind einige krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Ich erwarte ein sehr enges Spiel, was durch Kleinigkeiten entschieden wird.“
SV Sülfeld – SV Eintracht Segeberg (So., 14 Uhr)
Der SV Sülfeld wartet bereits seit fünf Spielen auf einen Sieg. Es gab nur einen von möglichen 15 Punkten, sodass man derzeit auf dem 14. Platz steht. Das zwischenzeitliche Hoch mit zwei Siegen ist verpufft und dennoch ist nicht alles schlecht. In den Spielen gegen Wahlstedt oder auch Tralau zeigte man einen starken Auftritt mit einer beeindruckenden Moral. Für einen Sieg reichte es dennoch nicht. Zuletzt ging es nach Hoisdorf, wo mit 0:1 verloren wurde, doch der Aufsteiger war über die volle Distanz chancenlos gegen den TuS. Nun wartet das Duell gegen einen weiteren Aufsteiger mit dem SV Eintracht Segeberg. Dort sind die Vorzeichen erneut alles andere als gut, denn personell sieht es düster aus. Man wollte sogar das Spiel verlegen, doch ohne Erfolg. Birger Broening sagt: „Die Voraussetzungen für Sonntag sind bei uns leider alles andere als ideal. Durch Verletzungen, Urlaub und berufliche Verpflichtungen ist unser Kader aktuell ziemlich ausgedünnt. Wir hatten deshalb um eine Verlegung gebeten, was von Segeberger Seite leider nicht gewollt war. Sehr schade, aber offenbar war der eigene Rhythmus wichtiger als der Umgang miteinander. Jetzt machen wir das Beste daraus und konzentrieren uns auf die Spieler, die uns zur Verfügung stehen. Nach der Niederlage gegen Hoisdorf wollen wir zu Hause wieder ein anderes Gesicht zeigen und alles dafür tun, ein gutes Spiel zu spielen.“
Der SV Eintracht Segeberg zeigt in dieser Saison bereits zwei Gesichter. Zu Hause gab es bereits drei Niederlagen, allesamt gegen Aufstiegskandidaten, wobei jeweils mehr möglich gewesen war. So gab es zwei späte Pleiten gegen Tralau und Wahlstedt sowie zuletzt eine zu hohe Niederlage gegen Alsterland, wo der SV Eintracht selbst Chancenwucher betrieb. Auswärts dagegen sieht es ganz anders aus. Auf fremdem Platz wurden alle vier Spiele gewonnen. Die Ausbeute ist beeindruckend, denn einzig Alveslohe und Bargteheide/Hammoor sind ebenfalls noch unbesiegt. Damit es nun den fünften Auswärtsdreier gibt, möchte man einige Dinge verbessern. Zudem verriet Trainer Mark Galander, warum sich gegen eine Spielverlegung entschieden wurde: „Sülfeld bat am Montag kurzfristig um eine Spielverlegung. Wir haben das intern im Trainerteam und in der Mannschaft kontrovers besprochen, konnten der Anfrage diesmal aber leider nicht zustimmen. Normalerweise versuchen wir immer, alles möglich zu machen – in dieser Saison haben wir bereits zwei Partien auf Wunsch des Gegners verlegt, und es ist das erste Mal seit sieben Jahren, dass wir ein „Veto“ einlegen mussten. Es tut uns für Sülfeld leid, aber eine Verlegung muss am Ende für beide Seiten voll tragbar sein. Zum Sportlichen: Wir kennen Sülfeld noch bestens aus den zwei gemeinsamen Jahren in der A-Klasse und wissen genau: Spiele in Sülfeld sind nie ein Selbstläufer. Sülfeld steht defensiv sehr kompakt, lässt kaum Räume zu und schaltet blitzschnell um. Leichtfertige Ballverluste sind am Sonntag absolut verboten. Und vor allem müssen wir vor dem Tor konsequenter sein – wenn wir unsere Großchancen wieder ungenutzt lassen, wird uns das auf diesem Niveau sofort um die Ohren fliegen. Personell ist es wie fast jedes Wochenende: Durch Verletzungen, Arbeit und Urlaube fehlen uns erneut fünf bis sechs Spieler. Die gute Nachricht: Kapitän Schenk ist wieder fit und an Bord. Bei Cordes, Zahn, Lack und Löffler wird es eher eng – aber wir haben genug Qualität im Kader, um das nahtlos aufzufangen.“
FSG Alsterland – VfL Oldesloe (So., 15 Uhr)
Der FSG Alsterland fehlt in dieser Saison die Konstanz. Mit 14 Punkten belegen sie den siebten Tabellenplatz, sodass die angepeilten Aufstiegsplätze bereits früh in die Ferne gerückt sind. Nach gutem Start kam man etwas ins Stocken und holte nur noch einen Sieg aus sechs Spielen. Dies war ein Erfolg der Moral, denn nach 1:4-Rückstand wurde noch mit 5:4 gewonnen. Zuletzt gab es erneut einen Sieg, der allerdings vor allem auf die Kappe von Torhüter Cedric Michel ging. Dieser parierte mehrfach stark und ließ Gegner Eintracht Segeberg verzweifeln. Nun geht man also klarer Favorit ins Spiel mit dem VfL Oldesloe. Auch wenn es einen kompletten Umbruch im Sommer gab bei diesem, ist es der Mitabsteiger aus der Verbandsliga. Damals gab es für die SG Oering/Seth, wie Alsterland damals noch hieß, nach einem 3:3-Remis in einem engen Rückspiel nur einen Punkt. Das Hinspiel entschied der VfL für sich. Nun vor dem kommenden Wiedersehen sagt Harjas Ahluwalia, Coach der FSG: „Am Sonntag empfangen wir den VfL Oldesloe zum Heimspiel. Für uns ist es in erster Linie wichtig, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Wir müssen endlich eine Konstante in die Saison bringen und dieses in Ergebnissen zeigen. Zu sehr waren zuletzt die Schwankungen zwischen Siegen und Niederlagen. Wir müssen es schaffen, den Schwung mitzunehmen aus dem Auswärtssieg in Segeberg und der Favoritenrolle gerecht werden. Dennoch wissen wir um genau die Gefahr, die der Tabellenplatz der Gäste mit sich bringt. Wenn wir selbst nicht zu 100 % fit im Kopf sind, wird es ein ganz schweres Spiel. Aber auch hier werden wir uns wieder gut vorbereiten und in der Trainingswoche konnten wir die Leidenschaft aus dem Auswärtssieg in Segeberg mitnehmen. Personell stellt sich unser Kader in der Breite immer besser auf, sodass wir nur noch einige wenige Ausfälle zu beklagen haben.“
Der VfL Oldesloe musste einen herben Dämpfer am Wochenende hinnehmen. Gegen den Bargfelder SV, einen Tabellennachbarn, verlor der VfL deutlich mit 0:4. Zur Pause stand es noch 0:1 und nach dem Seitenwechsel bot sich mehrfach die Möglichkeit auszugleichen. Fehlende Cleverness sowohl vorne als auch hinten sorgte allerdings dafür, dass das Spiel komplett aus der Hand gegeben wurde. Nun gilt es, einen neuen Anlauf zu nehmen, bei dem Trainer Jan Vogelsang auf eine andere Einstellung seiner Mannschaft hofft. Viele Ausfälle plagten den VfL Oldesloe zuletzt, teilweise kurzfristig, sodass das wichtige Kellerduell mit einem Aderlass angegangen werden musste. Nun zum anstehenden Duell sagt der Cheftrainer: „Wir wollen Punkte holen und auch wenn es ein schweres Spiel wird, wieder sicher stehen, unsere Umschaltmomente endlich nutzen und mal wieder das ein oder andere Tor schießen. Ich stelle mich auf einen sehr guten Gegner mit viel Ballbesitz ein und einer unfassbaren Offensive, vor allem Nico Post. Wir wissen, worauf es ankommt. Am Dienstag ist das Training ausgefallen, weil wir sehr viele Kranke, Verletzte und Angeschlagene haben, deshalb schauen wir mal, was am Wochenende zur Verfügung steht.“
Bargfelder SV – TSV Trittau II (So., 15 Uhr)
Die Erleichterung war groß beim Bargfelder SV, als es am vergangenen Sonntag gegen den VfL Oldesloe den langersehnten zweiten Saisonsieg gab. Es war ein verdienter Erfolg, denn man war die cleverere Mannschaft. 4:0 hieß es am Ende, sodass sogar das Torverhältnis etwas aufgebessert werden konnte. Nun steht bereits das nächste Spiel an und dieses findet mal wieder auf der heimischen Sportanlage statt. Letztmals am 6. September war dies der Fall, dort unterlag der BSV deutlich. Es war allerdings auch gegen den SV Henstedt-Ulzburg, eines der Top-Teams der Liga. Nun begrüßt man den TSV Trittau II, der zwei Zähler mehr nur auf dem Konto hat, sodass dieses Spiel für Bargfeld eine Chance ist. Der Schwung aus dem Oldesloe-Sieg soll mitgenommen werden, damit über den Strich geklettert wird. Michael Burg, Trainer der Stormarner, sagt: „Nach zwei Auswärtsspielen freuen wir uns riesig darauf, endlich wieder vor heimischem Publikum auf dem Platz zu stehen. Gegen den TSV Trittau II erwartet uns aufgrund der Tabellensituation ein enges und hart umkämpftes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden können. Wir wollen von der ersten Minute an dagegenhalten, an unsere guten Offensivaktionen aus dem Spiel gegen den VfL Oldesloe anknüpfen und diesmal noch konsequenter vor dem Tor sein. Personell können wir trotz unserer weiterhin fehlenden Kranken nahezu aus dem Vollen schöpfen. Wir wollen mit Leidenschaft, Einsatz und der Unterstützung unserer Fans alles auf dem Platz lassen und gemeinsam den Dreier in Bargfeld holen.“ Der TSV Trittau II geht mit vier Punkten aus zwei Spielen im Rücken ins Duell. Gegen Möhnsen (5:1) und Hartenholm II (1:1) punktete die Zweitvertretung. Acht Zähler stehen auf dem Konto, die allerdings allesamt zu Hause eingefahren wurden. Die Auswärtsbilanz ist dramatisch, denn beide Partien in der Fremde wurden verloren, wobei 0:8 Tore erzielt wurden. Nun soll erstmals auswärts gepunktet werden.
SSV Großensee – SV Wahlstedt (So. 15 Uhr)
Es war genau die erhoffte Reaktion des SSV Großensee auf die beiden Niederlagen. Gegen die formstarke SG Bargteheide/Hammoor feierte man einen 5:2-Erfolg, wo man dem Gegner überlegen war und hochverdient die Nase vorne hatte. Es war ein gelungenes Auswärtsspiel, das zeigte, wie hoch die Qualität ist, wenn wirklich alle Mann an Bord sind. Personell fehlten zuletzt immer wieder wichtige Spieler, wobei in Alveslohe ein Tiefpunkt erreicht wurde. Zahlreiche Akteure, einige Leistungsträger darunter, mussten ersetzt werden und gepaart mit einer katastrophalen Leistung gab es letztlich eine deutliche Niederlage. Diese wurde abgeschüttelt, was das vergangene Wochenende klar zeigte, doch mit dem Spiel am Sonntag wartet eine ganz harte Aufgabe. Der SV Wahlstedt reist an und dort sieht Sascha Bartlakowski seine Mannschaft keineswegs als Favoriten: „Am Wochenende haben wir den nächsten Hochkaräter zu Gast. Der SV Wahlstedt hat bisher eindrucksvoll bewiesen, dass er zu den Aufstiegsfavoriten gehört und wird uns Sonntag alles abverlangen. Personell werden uns leider wieder einige wichtige Spieler fehlen, sodass wir uns definitiv in der Rolle des Underdog sehen. Trotzdem werden wir versuchen, mit Leidenschaft und Kampf dem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen.“
Der SV Wahlstedt hat den kleinen Negativtrend von zwei sieglosen Spielen beenden können und feierte zuletzt einen späten 2:1-Sieg in Leezen. Es war ein hartes Stück Arbeit in einem ausgeglichenen Spiel, in dem der Erfolg am Ende als glücklich einzuordnen war. Die Punkte gehen allerdings dennoch auf das Konto, sodass der SVW nun Tabellenzweiter ist. Es war ein Saisonstart, wie man ihn erhofft hat. Einen großen Anteil daran hat Eneik Nrecaj, der immer mehr in Fahrt kommt und zuletzt mehrfach zum Helden wurde. Bereits zehn Saisontreffer erzielte der aus Kaltenkirchen gekommene Torjäger. Nun möchte dieser am Sonntag in Großensee weitermachen und sich mit seiner Mannschaft oben festsetzen. Das Topspiel am Tag zuvor in Henstedt-Ulzburg spielt für sie durchaus eine Rolle, denn auf eines der beiden Spitzenteams kann entweder der Vorsprung vergrößert oder aber der Rückstand verkleinert werden. Trainer Nimet Jusufi sagt vor dem Duell: „Wir gehen das Spiel genauso an wie jedes andere: Der Fokus liegt auf uns. Wir wollen unsere bestmögliche Leistung auf den Platz bringen und unseren Fußball durchsetzen. Uns erwartet ein Gegner, der uns in allen Bereichen fordern wird – körperlich wie fußballerisch. Sie haben individuell starke Spieler, treten aber vor allem als geschlossenes Kollektiv auf und bringen eine hohe Zweikampfstärke mit. Darauf müssen wir uns einstellen. Personell gibt es bei uns noch das eine oder andere Fragezeichen. Wir müssen abwarten, wer bis zum Spiel rechtzeitig fit wird.“
Borussia Möhnsen – SG Bargteheide/Hammoor (So., 15 Uhr)
Der SV Borussia Möhnsen nimmt einen neuen Anlauf, um den zweiten Saisonsieg einzufahren. Nur ein Sieg wurde bisher eingefahren. Der Saisonstart war von vielen Remis geprägt, sodass man als enorm schwer zu schlagen galt. Dies gelang kaum Mannschaften, sodass die Borussia lange neben Großensee am längsten unbesiegt blieb. Mit dem 2:0-Sieg gegen Top-Favorit Henstedt-Ulzburg wurde zudem ein Ausrufezeichen gesetzt. Danach folgten allerdings vier Spiele ohne Sieg, bei gerade einmal einem Punkt. Gegen Hartenholm II gab es noch ein Remis, doch in den Spielen gegen Bargfeld, Alveslohe und Trittau II folgten drei Niederlagen. Letzteres war zugleich die höchste Niederlage, denn es wurde mit 1:5 verloren. Zur Pause führten die Lauenburger noch mit 1:0, doch aufgrund von vielen Ausfällen und daher wenigen Optionen von der Bank sollten die Kräfteverhältnisse in der Schlussphase ausschlaggebend sein. Möhnsen war platt und hatte so das Nachsehen. Hinzu kamen Konter, die das Ergebnis letztlich deutlich machten. Das geplante Spiel in Tralau zuletzt wurde verlegt und so konnte man sich etwas regenerieren und Wunden lecken. Nun wartet am Sonntag die Partie zu Hause gegen die SG Bargteheide/Hammoor und vor dieser sagt Coach Martin Krüger: „Wir müssen aktuell wirklich gucken, wie viele fitte Leute wir finden. An dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an Tralau für die Verlegung letztes Wochenende. Ganz großes Fair Play. Aber trotz dessen werden wir unsere Tugenden wie jedes Spiel auf den Platz bringen und Bargteheide/Hammoor die Punkte nicht kampflos überlassen.“
Die SG Bargteheide/Hammoor verlor jüngst erstmals nach drei Siegen in Serie mal wieder ein Spiel. Beim SSV Großensee hatte man das Nachsehen, denn am Ende hieß es 2:5. Man ließ sich zu sehr von langen Bällen anstecken, fand nicht mehr ins eigene Spiel und unterlag somit verdientermaßen. Nun gilt es, einen neuen Anlauf zu nehmen, wenn es zum SV Borussia Möhnsen geht. Auswärts lief es bisher alles andere als schlecht, denn es wurden alle drei Gastspiele für sich entschieden. Nun soll das vierte ebenfalls gewonnen werden. Trainer Flemming Strufe sagt: „Nach der Niederlage gegen Großensee wollen wir wieder an unsere Leistungen aus den ersten Saisonspielen anknüpfen. Die Mannschaft hat unter der Woche mit einer guten Trainingsleistung die richtige Reaktion gezeigt. Jetzt gilt es, diese Energie auch am Sonntag auf den Platz zu bringen, geschlossen aufzutreten und wieder mutiger unseren eigenen Fußball zu spielen. Wir erwarten einen unangenehmen, körperlich präsenten Gegner, der uns vor allem in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen fordern wird. Entscheidend wird sein, dass wir diese Intensität annehmen, kompakt bleiben und gleichzeitig unsere spielerischen Qualitäten zur Geltung bringen. Personell haben wir aktuell einige verletzte und angeschlagene Spieler. Bei mehreren wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob sie am Sonntag zur Verfügung stehen.“
TuS Hartenholm II – TuS Teutonia Alveslohe (So., 15.30 Uhr)
Mit dem 1:1-Remis am vergangenen Sonntag ist der TuS Hartenholm II nun bereits seit drei Spielen ungeschlagen. Nur eines von fünf Spielen verlor die Zweitvertretung, die derzeit den achten Platz belegt und schon jetzt fast die Hälfte der Punkte aus der Vorsaison auf dem Konto hat. Es ist ein guter Saisonstart, den man hingelegt hat und dieser soll fortgesetzt werden. Bestenfalls sollen 17 Punkte nach dem zehnten Spieltag auf dem Konto stehen. Die Steigerung zum Vorjahr ist bereits unumstritten und dennoch möchte man hungrig bleiben, denn die Entwicklung soll fortgesetzt werden. Dies bestenfalls schon am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Teutonia Alveslohe. Zu Hause holte der TuS sieben Punkte aus vier Spielen und verlor daher nur eines. Einzig am ersten Spieltag gegen Alsterland hatte man das Nachsehen, ansonsten gelang es keiner Mannschaft, die Maximalausbeute vom Timm-Schott-Weg zu entführen. Nun vor dem kommenden Duell sagt Trainer Timo Novak: „Wir haben uns einen klaren Plan erarbeitet und hatten eine sehr gute Trainingswoche, die sehr viel Spaß gemacht hat mit den Jungs. Alveslohe spielt sonst auf einem Kunstrasen, wir auf einem großen Rasenplatz am Sonntag, da wollen wir mal gucken, was für uns möglich ist. Sie werden viel den Ball haben wollen, hoch anlaufen und ein gutes Pressing spielen. So haben sie ihre letzten Spiele und auch am Anfang, als ich sie gesehen habe. Deswegen erwarte ich ein intensives Spiel mit viel Pressing vom Gegner und wenig Zeit für uns. Personell sieht es deutlich besser aus als letzte Woche. Der ein oder andere kehrt aus einer Gelbsperre zurück, deshalb müssen wir mal gucken, ob der ein oder andere, der diese Woche krank war, wieder fit wird, aber wir werden einen kreisligatauglichen Kader zur Verfügung haben.“
Für den TuS Teutonia Alveslohe geht es am Sonntagabend nach dem Ende der Ungeschlagen-Serie von vier Spielen wieder darum, einen Sieg einzufahren. Die Niederlage gegen den SV Henstedt-Ulzburg war bitter wegen des Ergebnisses, doch vor allem aufgrund einer bitteren Sperre sowie einer schweren Verletzung. Dies ärgerte die Verantwortlichen noch viel mehr, denn der Auftritt war ansonsten nicht schlecht. Nun geht es nach Hartenholm, wo ein etwas anderer Gegner wartet, der allerdings dennoch keineswegs zu unterschätzen ist. Alveslohe-Coach Dennis Rerop sagt vor dem Spiel: „Wir gehen das Spiel wie jedes andere auch an. Hartenholm ist vernünftig in die Saison gestartet und dementsprechend wollen wir das, was wir gegen Henstedt-Ulzburg vielleicht auch vermissen lassen haben, wieder besser machen und den Prozess, den wir vor einem Jahr angestoßen haben, weitergehen und wollen das Spiel mit maximaler Kraft gewinnen und auch selbst für uns den Anspruch haben, dort überzeugend aufzutreten. Wir wissen, dass wir auf einem nicht ganz so guten Rasenplatz spielen werden, wo es mit Fußballspielen immer nicht ganz so einfach ist. Es ist ein Gegner, der eigentlich lange in dieser Konstellation zusammenspielt, wenig neues Personal und viel Erfahrung hat, mit erfahrenen Spielern, die lange Kreisliga oder höher gespielt haben und natürlich von dem Kader der Landesligamannschaft auch profitieren, aber grundsätzlich auf eigenen Beinen stehen wollen. Mit Timo Novak haben sie einen Trainer dazubekommen, der auch schon Erfahrung, lange Zeit höher gespielt und viel Fußballsachverstand hat. Er hat viel fußballerische Klasse mitgebracht und versucht sicherlich, seinem Team auch Stück für Stück diese mitzugeben. Man sieht in den vergangenen Ergebnissen, dass sie einfach auch die Punkte mitnehmen, Spiele gewinnen und gerade gegen Gegner, die gegen den Abstieg spielen, die Spiele auch ziehen. Es wird uns wieder ein sehr körperliches und robustes Spiel erwarten. Die Spiele in den vergangenen Jahren gegen Hartenholm waren immer sehr knapp, daher wird es ein unangenehmes Spiel. Personell sieht es sehr schlimm aus. Wir haben viele Kranke, Verletzte und Urlauber. Aktuell fehlt uns ein Großteil des Kaders. Wir sind sehr dünn besetzt. Es wird auf jeden Fall ein deutlich dünnerer Kader von der Kaderstärke her als in den vergangenen Wochen und Monaten. Hinzu kommt, dass wir einige Jungs haben, die wenig Spielpraxis haben, weil sie aus Verletzungen, Krankheit oder Urlaub kommen, die den Spielrhythmus noch nicht haben. Aber ich habe es den Jungs immer wieder gesagt. Wir haben einen großen Kader, wir brauchen alle und das wird diese Woche zum Tragen kommen. Ich bin trotzdem von der Qualität und unserem Kader maximal überzeugt und habe maximales Vertrauen in jeden Einzelnen und deswegen fahren wir trotzdem guter Dinge nach Hartenholm und trotzdem kann ich die Situation gut einschätzen.“








